Georges Simenon Das Haus am Kanal

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Inhaltsangabe zu „Das Haus am Kanal“ von Georges Simenon

Mit meisterhaft präzisen Strichen zeichnet Simenon die Innenansicht eines Mädchens an der Schwelle zum Erwachsensein, einer jungen Frau, die sich, ihre Persönlichkeit, ihren Körper und ihren Einfluss neu entdeckt und behaupten will. Dass sie die Grenzen, an die sie dabei stößt, nicht als Grenzen realisiert und respektiert, hat verhängnisvolle Folgen. "

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  • Rezension zu "Das Haus am Kanal" von Georges Simenon

    Das Haus am Kanal
    Duffy

    Duffy

    20. June 2012 um 14:33

    Als die 16jährige Edmée auch noch ihren Vater verliert und so zur Vollwaise wird, ist ein Leben in Brüssel finanziell nicht mehr möglich und sie wird von ihrem Vormund zur Verwandschaft ins flämische Hinterland geschickt. Auch hier stirbt am Tag ihrer Ankunft das Oberhaupt der Familie und ihr Cousin ist nun der Herr im einsamen Haus am Kanal mit der recht unterschiedlichen und provinziellen Familie. Edmée versucht sich in die einfach gestrickte Verwandtschaft zu intergrieren, unterlässt das aber, als sie bemerkt, wie viel Macht sie über die dort ansässigen Männer hat. Zum einen verarbeitet hier Simenon wieder sein Lieblingsthema des Einzelgängers, dieses Mal das Mädchen Edmée, zum anderen gibt er einen faszinierenden Einblick in die Phase, in der ein Mädchen zur Frau wird. Natürlich benutzt er wieder das Stilmittel des Minimalismus, fast schon ein Garant dafür, dass seine "Non-Maigrets" großartig funktionieren. Hohes Erzählniveau.

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  • Rezension zu "Das Haus am Kanal" von Georges Simenon

    Das Haus am Kanal
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. February 2011 um 13:18

    In seiner eigenen, distanzierten, beobachtenden Art beschreibt Simenon im "Haus am Kanal" das Aufeinandertreffen unterschiedlicher sozialer Schichten. Zwar kann man dies heutzutage in solchen TV Formaten wie "Frauentausch" durchaus häufig nachverfolgen, Simenon erschafft eine solche Szenerie allerdings ohne die aktuell notwendige Effekthascherei und erzwungene Dramatisierung. Ein Drama ist "Das Haus am Kanal" dennoch, denn ein 16-jähriges Mädchen muss nach dem Tod ihres Vaters zu Verwandten auf dem Lande und kann sich dort nicht an die ihr fremden Tagesabläufe und Lebensweisen gewöhnen. Stattdessen beginnt sie mit den Männern ein gefährliches Spiel zu treiben, welches misslingt. So abstoßend für sie die fremde Welt ist, umso bezaubernder wirkt sie selbst auf die Subjekte eben dieser. "Das Haus am Kanal" ist ein Roman über soziale Milieus und die Brüche, die entstehen, wenn gewohnte Lebensweisen unter- oder abgebrochen werden müssen, wenn Menschen gezwungen sind, sich mit den ihnen fremden Umwelten auseinanderzusetzen. Unklar bleibt hingegen die Ursache für das Handeln der Protagonistin. In der nachträglichen Betrachtung erst entfaltet das Buch seine volle Wirkung, seine Wucht auf die Leserin oder den Leser, beim Lesen indes stellt sich lange Zeit die Frage, wohin die Reise der Handlung überhaupt geht.

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