Georges Simenon Der Mörder

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Inhaltsangabe zu „Der Mörder“ von Georges Simenon

Vor einem Jahr hat Dr.Hans Kuperus aus Sneek (Niederländisch-Friesland) einen anonymen Brief bekommen. Darin stand, daß seine Frau Alice ein Verhältnis mit dem Lebemann Schutter habe. Ein Jahr lang braucht Dr. Kuperus, um einen Entschluß zu fassen. Doch dann geht alles ganz schnell. Und das Leben des Arztes ist von Grund auf verändert.

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  • Rezension zu "Der Mörder" von Georges Simenon

    Der Mörder

    Duffy

    Dass Simenon nicht nur Maigret geschrieben hat, ist bekannt. Der Mörder ist eine sicher sehr gelungene Arbeit des Romanciers. Dr.Kuperus, angesehener Arzt in einem kleinen bürgerlichen Kaff in Holland bringt seine Frau und ihren Liebhaber um, doch keiner will es so recht öffentlich machen, denn die Indizien reichen nicht aus. Zudem kann nicht sein, was nicht sein darf, jedenfalls nicht in dieser kleinbürgerlichen Welt. Letztendlich zerbricht die Hauptfgur an seiner Erkenntnis, aus dieser Gesellschaft ausgebrochen zu sein, eine Gesellschaft, die er mehr als alles andere verinnerlicht hat. Schonungslos zeichnet Simenon den Käfig der spießigen Miefigkeit und die Unfähigkeit, sich daraus zu befreien. Spannend geschrieben, meisterlich in Szene gesetzt mit Figuren, die das ganze Dilemma einer gesellschaftlichen Verbissenheit aufzeigen.

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    Ein LovelyBooks-Nutzer

    03. February 2011 um 16:21
  • Rezension zu "Der Mörder" von Georges Simenon

    Der Mörder

    Heike110566

    16. January 2010 um 09:30

    Der Mörder heißt Dr. Hans Kuperus.. Ich weiß, ich weiß - man verrät nicht den Mörder am Anfang, weil dann die Spannung raus ist. Aber hier ist es anders, hier verrät der Autor selber dies auf den ersten Seiten. "Der Mörder", erschienen 1937, ist ein außergewöhnlicher Krimi. Es gibt einen Doppelmord, der Mörder ist von Anfang an bekannt, es gibt keine Ermittlungsarbeit der Polizei, keine Detektive ... und dennoch ist es ein spannender Kriminalroman bis zur letzten Seite. Kuperus erfährt durch einen anonymen Brief, dass seine Frau ihn betrügt. Betrügt mit seinem Rivalen im Billiard-Club. Lange unternimmt er nichts. Doch dann kauft er sich eine Waffe, lauert den Beiden auf und erschießt sie. - Eigentlich wollte er auch sich töten nach der Tat. Aber er unterläßt es, beseitigt stattdessen die Spuren und geht nach Hause. Im Mittelpunkt des Romans stehen nicht die Ermittlungen der Polizei und auch nicht die Opferseite, sondern der Mörder und sein Leben nach der Tat. - Im Zentrum der Betrachtung steht die Veränderung eines Menschen, der gemordet hat und dadurch sich von der Gesellschaft zunehmend isoliert, weil er ständig nur sich fragt: "Was denkt der andere? Was weiß der andere?" - Und eine weitere Frage beschäftigt Kuperus immer wieder: Wer hatte den anonymen Brief an ihn geschrieben? Den Brief, der alles in Gang setzte. Nach bekanntwerden der Geschehnisse macht sich jeder in Sneek, dem Ort wo Kuperus wohnt, seinen Reim. Doch der Mörder wird nicht verhaftet, niemand kann ihm diese Morde nachweisen. Selbst der Untersuchungsrichter, der ihm aus dem Billiard-Club kennt, nicht. Kuperus kommt nicht ins Gefängnis, sondern wird ein Gefangener in der Freiheit. Ein hervorragender Roman, der sowohl Krimifreunden als auch Psycho-Thriller-Liebhabern zu empfehlen ist.

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  • Rezension zu "Der Mörder" von Georges Simenon

    Der Mörder

    LEXI

    20. December 2009 um 19:28

    Ein schonungsloser und beeindruckender Roman über die Psyche eines Mörders. Die Planung und Ausübung der Tat ist rasch erzählt, nicht jedoch seine Auswirkungen. Die Veränderung im Wesen des Menschen, der einem anderen das Leben genommen hat, die Veränderung seiner Mitmenschen in ihrem Verhalten ihm gegenüber, das aufkeimende Misstrauen und die Verdachtsäußerungen hinter vorgehaltener Hand bis hin zur völligen Isolation und zum Ausschluss aus der Gesellschaft – all das vermag Simoneon überaus beeindruckend zu schildern. Der Mörder selber, zuerst verunsichert, danach frohlockend, amüsiert, seiner Strafe entkommen zu sein, landet nach unsäglicher psychischer Qual in einem Zustand der Verzweiflung, verfolgt von Selbsthass und Zwangsvorstellungen bis hin zum Irrsinn. Brilliant geschrieben, mit klarer Sprache und schonungsloser Offenheit ist dieses Buch von Georges Simenon mit Sicherheit nicht mein letztes Buch von ihm. Empfehlenswert!

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