Georges Simenon Der Mann, der den Zügen nachsah

(75)

Lovelybooks Bewertung

  • 119 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 1 Leser
  • 8 Rezensionen
(22)
(24)
(26)
(1)
(2)

Inhaltsangabe zu „Der Mann, der den Zügen nachsah“ von Georges Simenon

Abends um acht war Kees Popingas Schicksal noch nicht besiegelt, es wäre also noch nicht zu spät gewesen. Kees Popinga hat genug davon, Kees Popinga zu sein. Und nachdem die Firma in Groningen, in der er sein ganzes Leben lang gearbeitet hat, bankrottgeht und der von ihm bewunderte Firmenchef mit der Kasse verschwindet, gibt es für Kees kein Halten mehr: Einmal richtig leben und lieben, das will er, egal wie hoch der Preis dafür ist.

Nach der Hälfte des Buchs wollte ich dem Protagonisten nicht mehr folgen

— Inge9000
Inge9000

Stöbern in Romane

Besuch von oben

ein sehr schönes Buch

Sutaho

Das Glück meines Bruders

Eine anspruchsvolle Geschichte über zwei Brüder, die versuchen, die Vergangenheit zu bewältigen.

Simonai

Ein Haus voller Träume

Familientreffen im spanischen Traumhaus: Mit unterschiedlichen Weltanschauungen, kleinen Reibereien und ganz viel Herz

Walli_Gabs

Das Ministerium des äußersten Glücks

Nach dem ersten Drittel hat es mich nicht mehr losgelassen. Eine absolut einmalige Leseerfahrung, die ich nicht hätte missen wollen!

Miamou

Töte mich

Ein typischer Nothomb mit spannender Handlung und dynamischen Dialogen.

Anne42

Die Zeit der Ruhelosen

Spannende Erlebnisse, menschliche Tragödien: Die Protagonistinnen und Protagonisten scheitern alle.

Tatzentier

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Simenon unterschätzt

    Der Mann, der den Zügen nachsah
    juergen_schmidt

    juergen_schmidt

    10. November 2015 um 17:58

    Die Geschichte um den Groninger Kees Popinga ist höchst unterhaltsam und zeichnet ein genaues, teilweise erschütterndes Bild vom Paris der Dreißiger Jahre. Trotzdem geht der Geschichte ein gewisser Frohsinn nicht verloren, vor allem wenn der "Lustmörder" Popinga die Pariser Redakteure in humorvollen Schilderungen auf ihre Fehler hinweist. Ihm ist wichtig, dass das, was über ihn geschrieben wird, auch stimmt! Selbst wenn es wenig schmeichelhaft für ihn ist. Ein Beispiel: "Meine Frau sagte Ihrer Zeitung, ich sei immer ein fürsorgender Vater gewesen. Sie beschönigt die gemeinsamen Zeiten. Das stimmt so gar nicht ..." Simenon habe ich bislang nicht gelesen, weil ich ihn nur mit Maigret in Verbindung brachte und ich ohnehin keine Krimiserien mag. Außerdem muss er einige Hundert Bücher geschrieben haben, was normalerweise heißt, dass relativ oberflächlich gearbeitet wird. Logisch, denn der nächste Roman wartet bereits. Ich habe Simenon offensichtlich unterschätzt ... Auf jeden Fall aber bei diesem Buch. Eine klasse Leistung, keine Frage!

    Mehr
  • Rezension zu "Der Mann, der den Zügen nachsah" von Georges Simenon

    Der Mann, der den Zügen nachsah
    Duffy

    Duffy

    08. March 2012 um 16:01

    Kees Popinga hat sein ganzes Leben lang für eine Firma gearbeitet. Und die geht nun in einen betrügerischen Bakrott und Popinga erfährt davon aus erster Hand. Er stellt fest, dass er nicht richtig gelebt hat - seine Familie ist ihm nicht so sehr an Herz gewachsen, wie sie sollte, sein Haus stellt sich als eine leere Hülle dar, all' die kleinen Angewohnheiten, die er in seiner Heimat Groningen pflegte, scheinen ihm nun sinnlos zu sein. Er beschließt, auszubrechen und geht dabei sogar über Leichen ... Simenons Psychogramm eines Aussteigers ist so klar und prägnant ausgearbeitet, dass man fast den Eindruck bekommt, er hätte diese Leute ein Leben lang studiert. Seine Hauptfigur geht durch Metamorphosen, um dann am Schluss doch zu scheitern, allerdings empfindet er dieses Scheitern nicht als Niederlage, sondern hat seine Persönlichkeit keinem Idealbild angenähert, sondern scheint in einem individuellen Vakuum zu schweben. Die Non-Maigrets haben erst Simenons ganze Fähigkeit gezeigt, mit seiner Sprache ein genaues Bild seiner Geschichten zu zeichnen. Gestochen scharf und mit einer Wucht entführt er uns in die Leben seiner Protagonisten. Wieder eine Sozialstudie mit bestechender Handlungsführung.

    Mehr
  • Rezension zu "Der Mann, der den Zügen nachsah" von Georges Simenon

    Der Mann, der den Zügen nachsah
    zbaubf

    zbaubf

    10. October 2011 um 10:12

    großartig und beeindruckend. Dabei muß man bedenken, dass Maupassant diesen Roman 1938 im Alter von 35 Jahren geschrieben hat

  • Rezension zu "Der Mann, der den Zügen nachsah" von Georges Simenon

    Der Mann, der den Zügen nachsah
    rkuehne

    rkuehne

    20. June 2011 um 00:36

    Liest man von Simenon nur die zahlreichen Maigret-Romane, ist man zwar mitunter gut unterhalten, würde Simenon aber doch eher zur Gattung der Profanautoren zählen. Dass er weit mehr kann, als nur mit den Krimis des kauzigen Kommissars zu unterhalten, zeigt er in seinen ebenfalls zahlreichen Nicht-Maigrets. In „Der Mann, der den Zügen nachsah“ zeigt der altehrwürdige Belgier mal wieder, wozu er wirklich in der Lage ist. In der Geschichte von Kees Popinga, dessen gesamte Existenz sich mit einem Schlag in Luft auf lösen soll, wird Simenon nahezu philosophisch, tiefgründig und ergreifend. Popinga erfährt von seinem Chef, dass die Firma mit der er den Lebensunterhalt der Familie verdient, von einem Tag auf den nächsten nicht mehr existiert und beschließt, aus allem auszubrechen. Er lässt alle Regeln, die er bisher brav befolgt hat, hinter sich, wird zum Verbrecher, zum Gejagten, zu einem einsamen, aber auch freien Mann und schließlich zu einem Gefangenen, findet aber dennoch so zu sich und seiner inneren Ruhe. Wer nichts hat, ist glücklich, denn er kann nichts verlieren. Diese Hauptbotschaft verpackt Simenon in einem bedrückenden Roman, der einengt, der nachdenklich macht und der alles ist, aber nicht profan.

    Mehr
  • Rezension zu "Der Mann, der den Zügen nachsah" von Georges Simenon

    Der Mann, der den Zügen nachsah
    Jetztkochtsie

    Jetztkochtsie

    07. November 2008 um 09:21

    Endlich wieder ein lesbares Buch der SZ-Reihe. Interessant, gefühlvoll und nachvollziehbar, wird der Weg in den Wahnsinn von Kees Popinga geschildert. Von einem der Auszog, die Freiheit zu genießen und selbige dann ganz aufgab....verrückt, aber menschlich. Es gibt sicher bessere Bücher zum Thema plötzlicher Freiraum und wie man damit umgeht, aber dieses hier ist auf jeden Fall eins der lesenswerten!

    Mehr
  • Rezension zu "Der Mann, der den Zügen nachsah" von Georges Simenon

    Der Mann, der den Zügen nachsah
    Eltragalibros

    Eltragalibros

    01. November 2008 um 09:51

    Ein beeindruckendes Buch!

  • Rezension zu "Der Mann, der den Zügen nachsah" von Georges Simenon

    Der Mann, der den Zügen nachsah
    variety

    variety

    02. January 2008 um 07:44

    Ein Krimi? Nicht unbedingt. Selbstmitleidiger Roman eines Menschen in der Krise? Auch nicht. Was dann? Am ehesten eine spannende Geschichte eines Mannes, dem der Boden unter den Füssen zu entgleiten droht und der aussergewöhnlich darauf reagiert. Natürlich enthält das Buch Elemente eines guten Krimis (z. B. das Katz-und-Maus-Spiel zwischen Kees Popinga, der Hauptfigur, und der Polizei in der Figur des Kommissars Lucas), aber da man als Leser/in den Ermittlern immer einen Schritt voraus ist, interessiert schon bald nicht mehr der eigentliche "Fall" für die Polizei, sondern das Schicksal des Mannes, «der den Zügen nachsah». Allerdings sind die Züge vor allem am Anfang zentral, später dreht es sich mehr um Paris mit all seinen Facetten. Simenon nimmt einem da mit auf eine Reise durch die diversen Quartiere und selbstverständlich kommt einem die Hauptfigur dadurch auch näher. Zwei Gründe, warum dieses Buch nicht die Maximalbewertung erhält: Trotz allem bleibt Kees irgendwie unantastbar bzw. unfassbar für mich und leider werden einige der eingeflochtenen Episoden nur angetippt und nicht weiter verfolgt (z. B. das Mädchen im blauen Satinkleid). Das hätte sogar eine eigene Erzählung ergeben. Schade.

    Mehr
  • Rezension zu "Der Mann, der den Zügen nachsah" von Georges Simenon

    Der Mann, der den Zügen nachsah
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    08. December 2007 um 22:07

    Ein wirklich spannendes Buch, konsequent aus der Sicht eines Mannes geschrieben, dessen Leben aus den Fugen gerät. Es ist kein reiner Krimi sondern vielmehr ein psychologischer Roman. Ich habe ihn mit viel Genuss gelesen.