Georges Simenon Der Mann, der den Zügen nachsah

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Inhaltsangabe zu „Der Mann, der den Zügen nachsah“ von Georges Simenon

Eine weitere Variation des Simenon'schen Hauptthemas, wobei hier der Protagonist nicht nur innerhalb seines gewohnten Umfeldes auf Unverständnis stößt und immer weiter ausgegrenzt wird, sondern sich auch gezwungen sieht, dieses Umfeld zu verlassen und mit Lebensumständen konfrontiert wird, die sein "Weltbild" zutiefst erschüttern.
Beeindruckend ist die Gelassenheit, mit der der Prokurist Kees Popinga den Bankrott seiner Firma und die Flucht seines Chefs zur Kenntnis nimmt. Da er mit der Reederei finanziell verbunden ist, bedeuten diese Ereignisse auch eine private Katastrophe, zumal die Umstände fälschlicherweise nahe legen, er sei an dubiosen Machenschaften seiner Firma beteiligt gewesen.
Popinga flieht nach Paris, nachdem er in Amsterdam "versehentlich" eine Prostituierte erwürgt hat, und versucht sich dort alleine durchzuschlagen. Anfangs glaubt er noch, auf die Hilfe einer Autoknackerbande angewiesen zu sein, doch als auch diese ihn zu verraten versucht, verlässt er sich auf seine eigenen, im Geschäft und beim Schachspiel geschulten Fähigkeiten, und entspricht so nur unwesentlich der Erwartungshaltung der Pariser Polizei. Tagelang läuft er durch die unterschiedlichen Arrondissements, beobachtet Menschen bei ihren alltäglichen Verrichtungen und ist sich nur einer Sache wirklich sicher: Diese Welt hat er hinter sich gelassen. --Hannes Riffel

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  • Herrlich, wie der Mörder um Ehrlichkeit bemüht ist

    Der Mann, der den Zügen nachsah

    juergen_schmidt

    01. January 2018 um 16:53

    Die Geschichte um den Groninger Kees Popinga ist höchst unterhaltsam und zeichnet ein genaues, teilweise erschütterndes Bild vom turbulenten Paris der Dreißiger Jahre. Trotzdem geht der Geschichte ein gewisser Frohsinn nicht verloren, vor allem wenn der "Lustmörder" Popinga die Pariser Redakteure in humorvollen Schilderungen auf ihre Fehler hinweist. Ihm ist wichtig, dass das, was über ihn geschrieben wird, auch stimmt! Selbst wenn es wenig schmeichelhaft für ihn ist. Ein Beispiel: "Meine Frau sagte Ihrer Zeitung, ich sei immer ein fürsorgender Vater gewesen. Sie beschönigt die gemeinsamen Zeiten. Das stimmt so gar nicht ..." Herrlich, wie der Mörder um Ehrlichkeit bemüht ist!Simenon habe ich bislang nicht gelesen, weil ich ihn nur mit Maigret in Verbindung brachte und ich Krimiserien nicht sonderlich mag. Außerdem muss er einige Hundert Bücher geschrieben haben, was nach meiner Erfahrung normalerweise heißt, dass relativ oberflächlich gearbeitet wird. Logisch, denn der nächste Roman wartet bereits. Ich habe Simenon offensichtlich unterschätzt ... Auf jeden Fall aber bei diesem Buch. Eine klasse Leistung, keine Frage!

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