Georges Simenon Der Outlaw

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Inhaltsangabe zu „Der Outlaw“ von Georges Simenon

Stan ist mit seiner Freundin Nouchi in Paris gestrandet. Er kommt aus Litauen, wo er bei einer Dummheit mitgemacht hat, die seinen Vater den Job kostete. In Amerika, wohin Stan floh, verfiel er auf die schlechte Idee, seinen Chef zu erpressen. Der reagierte prompt und griff zu einem höchst effektiven Mittel: Er setzte Mafia-Killer auf Stan an. Nouchi hilft der Zufall, wieder Fuß zu fassen. Doch Stan, der illegal in Paris ist, wird immer mehr zum Outlaw, zum Gesetzlosen.

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  • Rezension zu "Der Outlaw" von Georges Simenon

    Der Outlaw
    Jari

    Jari

    21. August 2011 um 10:34

    Inhalt: Stan streift mit seiner Freundin Nouchi durch die dunklen Strassen von Paris. Seit Tagen haben sie nichts mehr gegessen, das Geld ist aufgebraucht. Aus lauter Verzweiflung sinnt Stan einen irrsinnigen Plan nach dem anderen aus. Dabei tritt er sogar einer berühmten Diebesbande bei, nur um sie dann für Geld zu verraten. Nouchi dagegen hat Glück. Doch Stan missgönnt es ihr und beginnt, das Mädchen nach Strich und Faden auszunutzen... Meine Meinung: In "Der Outlaw" von Georges Simenon lernen wir Stan kennen, einen durch und durch unsympathischen Protagonisten. Ist man anfangs von versucht, Mitleid für diese traurige Figur zu entwickeln, vergeht das dem Leser sehr schnell. Stan ist durchtrieben, von sich selbst eingenommen und narzisstisch. Doch genau darin liegt die Stärke Simenons: Stan ist interessant. Man mag ihn nicht, aber man will wissen, wie es mit ihm weitergeht und was er als nächstes tun wird. Nouchi, die ihr gutes Zuhause für Stan verlassen hat, ist ein ganz anderes Kaliber: hilfsbereit, gutmütig und zart. Sie kommt in der Geschichte aktiv weniger stark vor als Stan, dennoch braucht die Geschichte sie als Ausgleich zu Stan. Zusammen sind die Beiden ein starker Gegensatz und man ist versucht, sich zu fragen, wie Stan und Nouchi zusammengefunden haben. Doch wie so vieles in diesem Buch, bleibt auch diese Frage grösstenteils im Dunkeln. "Der Outlaw" beschreibt das Leben eines Gefallenen, eines Menschen, der den Zugang zu unserer Gesellschaft verloren hat und nicht mehr wiederfinden wird. Man trifft hier auf dreckige Gassen, zwielichtige Typen und verdammte Seelen. Simenon beschreibt Stans Leben in einfachen, prägnanten Sätzen. Vieles wird gar nicht erst angesprochen, der Leser soll sich selbst ausmalen, wie Stans Leben, und das der Menschen um ihn herum, aussieht. Dagegen wird viel Wert auf Stans innere Dialoge gelegt. Das Innenleben des noch jungen Mannes wird dem Leser vertraut und schon bald beginnt er zu ahnen, welches Ende die Geschichte nehmen wird... Fazit: In diesem Buch verkehren wir in den niedersten Schichten der Gesellschaft. Wer sich mit diesem Thema auseinandersetzen will, erhält hier gutes Gedankenfutter. Als geübter Leser wird man sich die Umgebung, die Simenon oftmals nur andeutet, gut vorstellen können und sich den Rest aus Simenons Schweigen zusammenreimen können. Deshalb ist das Buch als Lektüre für sporadische Leser eher ungeeignet. Mit Simenon muss man umgehen können. "Der Outlaw" ist keine schöne Geschichte, aber Simenon wollte auch kein Wohlfühlbuch schreiben, sondern uns die harte Realität vor Augen führen. Dies ist ihm hier geglückt, wenn ich auch etwas mehr Spannung in der Geschichte erwartet hätte. Die Spannung Simenons liegt jedoch nicht im Geschehen, sondern im kognitiven und psychischen Bereich. Somit ist das Buch auf für Leser interessant, die sich gerne in die Psyche anderen einklinken.

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