Georges Simenon Der Zug

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Inhaltsangabe zu „Der Zug“ von Georges Simenon

Als im Mai 1940 die Deutschen in Belgien einmarschieren, stürmt Marcel Féron mit den anderen Bewohnern des nordfranzösischen Ardennenstädtchens Fumay den nächsten Zug nach Süden, Richtung Sicherheit. Während seine schwangere Frau und die kleine Sophie erster Klasse reisen dürfen, wird Marcel zusammen mit anderen ›Gesunden‹ in einen Viehwagen verfrachtet. Bei jedem Zwischenhalt drängen sich neue Flüchtlinge in den brechend vollen Zug, Belgier, Holländer und auch eine aus dem Gefängnis von Namur getürmte Halbjüdin, Anna. An der Loire wird Marcels Viehwagen vom restlichen Zug abgehängt. Zwischen der todesmutigen Widerstandskämpferin Anna und dem kriegsuntauglichen braven Marcel entsteht eine leidenschaftliche Liebe, die den beiden zwei Jahre später zum Verhängnis wird.
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  • Rezension zu "Der Zug" von Georges Simenon

    Der Zug

    Duffy

    25. December 2011 um 16:29

    1940 - die Deutschen marschieren in Belgien ein. Marcel Féron flüchtet mit seiner Familie per Zug in den Süden Frankreichs. Unterwegs wird er von seiner Familie getrennt. Féron erzählt von der Zugfahrt, von dem Durcheinander auf der Flucht, der Ratlosigkeit und Verzweiflung der Flüchtenden. Er trifft auf Anna, einer aus dem Gefängnis geflohenen Halbjüdin und eine heftige Liebe auf Zeit entwickelt sich. Mit dem Ausbruch des Krieges beschreibt Simenon auch den Ausbruch eines Menschen aus seinem gewohnten und festgefahrenen Lebensablauf. Die heftige Liebesbeziehung als Kontrapunkt zu einem Leben, das so ist wie es ist und unter normalen Umständen nicht veränderbar scheint. Die Erzählung in der Ich-Form erlaubt Simenon ein breites Spektrum an Gefühlen zu beschreiben, von den versteckten Entschuldigungen bis zur völligen Hingabe. Ein sensibler Roman mit einigen kleinen Längen, die aber das Gesamte nicht stören und kaum ins Gewicht fallen.

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