Georges Simenon Der fremde Vetter

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Inhaltsangabe zu „Der fremde Vetter“ von Georges Simenon

›Chez Krull‹ heißt der kleine, von deutschen Einwanderern geführte Ausschank für Kanalschiffer in Nordfrankreich. Die Ankunft des jungen Vetters von jenseits der Grenze, auf der Flucht vor den Nazis, trägt nicht dazu bei, die Krulls im Ort beliebter zu machen. Zudem ist Hans forsch, unverfroren, und er traut sich alles bei den Frauen. Als er eines Tages die Leiche eines jungen Mädchens aus dem Kanal fischt, gilt er automatisch als der Mörder. Simenon veröffentlichte diesen Roman vor der ›Reichskristallnacht‹ vom 9. auf den 10. November 1938.

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    Der fremde Vetter
    Duffy

    Duffy

    12. August 2013 um 10:16

    Ein Ort an einem Kanal in Nordfrankreich kurz vor Ausbruch des zweiten Weltkriegs. Die deutsche Auswandererfamilie Krull unterhält "Chez Krull", eine kleine Bar mit angeschlossenem Geschäft für die Schiffer. Eines Tages kommt der Vetter Hans und begehrt "Asyl", da er angeblich in Deutschland von den Nazis verfolgt wird. Er ist ein ziemlicher Draufgänger, auch bei den Frauen, und macht sich im Ort nicht unbedingt beliebt. Eines Tages wird eine Mädchenleiche aus dem Kanal gefischt, die Ermittlungen richten sich automatisch gegen den jungen Mann. Aber auch die Stimmung im Dorf gegen die deutschen Einwanderer kippt. Simenon erzählt die Geschichte von Vorurteilen, von Fremdenhass und Vorverurteilungen. Dabei schafft er eine bedrohliche Szenerie. Die ist so eindringlich und so beklemmend, wie man es von dem Autoren nicht kennt. Ganz ohne Pathos, nur mit einfachem, aber intensivem Ausdruck entsteht eine Spannung, die sich wirklich bis zum Schluss hält und durch das Ende aufgelöst wird, das den Leser nachdenklich zurücklässt.

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