Georges Simenon Maigret amüsiert sich

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Inhaltsangabe zu „Maigret amüsiert sich“ von Georges Simenon

Offiziell ist Maigret im Urlaub am Meer. Doch der Kommissar ist in Paris geblieben, flaniert, geht ins Kino ... und sitzt gemütlich neben Madame Maigret bei einem Glas Weißwein im Bistro. In der Zeitung liest er von einer schönen Frau, die tot im Wandschrank der Pariser Arztpraxis ihres Mannes aufgefunden wurde, während alle sie im Urlaub am Meer wähnten. Und da Maigrets Stellvertreter Janvier mit dem Fall nicht recht voranzukommen scheint, muss Madame Maigret an der Seite ihres Mannes statt lauschiger Plätze den Tatort besuchen.

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  • Urlaub in Paris...

    Maigret amüsiert sich

    Creed

    17. January 2016 um 09:38

    Ein ungewöhnlicher Maigret-Plot...der Kommissar hat mehrere Wochen Urlaub und beschließt mit seiner Frau, nicht (wie im Kommissariat angegeben) zu verreisen, sondern heimlich in Paris zu bleiben und endlich mal entspannt Dinge zu tun, für die sie im Alltag keine Zeit haben, Essen gehen, lange Spaziergänge unternehmen, usw. Dann geschieht ein rätselhafter Mord und Maigret beobachtet den Fall lediglich per Zeitungsmeldungen und bildet sich seine eigene Meinung zu dem rätselhaften Geschehen... Wie immer durchweg unterhaltsam und leicht betulich (im besten Sinne des Wortes) geschrieben; unaufgeregt breitet Simenon den Fall vor dem Leser aus, welcher den Kommissar in einer ungewohnten Rolle erlebt...als Beobachter, der bald auf spezielle Weise in die Ermittlungen eingreift. Der Plot ist interessant, wieder ein Fall, der nicht Agatha Christie-artig hochkomplex daherkommt, sondern bei dem die psychologischen Hintergründe der Tat im Vordergrund stehen. Und wieder einmal ist es bewundernswert, wie vielschichtig der Roman ist, wenn man bedenkt, dass Simenon ihn in nur acht Tagen (vom 6. bis 13. September 1956) niederschrieb... Ein weiterer Pluspunkt: Madame Maigret spielt zur Abwechslung mal wieder eine größere Rolle an der Seite ihres Mannes, immer nett, wenn die privaten Seiten des Kommissars ein wenig beleuchtet werden. Und auch bei diesem Werk gilt: Wer Action liebt, ist bei Maigret an der gänzlich falschen Adresse...wer Atmosphäre, Pariser Flair, Menschlichkeit, psychologische Tiefgründigkeit und einen wunderbaren, ganz speziellen und doch sparsamen Schreibstil mag, dem dürfte das Buch sehr gut gefallen. Fazit: Eine Maigret-Ermittlung aus einem anderen Blickwinkel, ein gut durchdachter Fall mit einem Schuß Humor und liebenswerten Protagonisten...einen Maigret-Roman zu lesen ist wie bei guten Freunden eingeladen zu sein, die man schon lange kennt.

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  • Rezension zu "Maigret amüsiert sich" von Georges Simenon

    Maigret amüsiert sich

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. January 2010 um 20:55

    Zunächst zur äußeren Form/Beschaffenheut des Buches: Ich finde die einheitlichen Ausgaben der Diogenes-Reihe schon allein optisch sehr schön. Praktisch finde ich immer die Lesebändchen, so braucht man nicht ständig ein Lesezeichen mitzuführen, welches ab und an schonmal leicht verrutschen bzw aus dem Buch rutschen kann. Und auch die innere Beschaffenheit mit den Paris- bzw Frankreichkarten gefällt mir sehr gut. Aber am allerbesten finde ich das Preis-/Leistungsverhältnis, denn häufig bekommt man nicht ein so ausgestattetes Buch (Einband, Lesebändchen...) für einen solch niedrigen Preis. Nun zum Inhalt: Simenons Maigret hat mich von Anfang an gefesselt. Aber nicht nur die Geschichte, die im Mittelpunkt steht, sondern auch die Umgebungsbeschreibungen und andere, nicht Krimirelevante Elemente haben mir sehr gut gefallen (Schreibstil). Natürlich steht dennoch der Mord im Mittelpunkt des Geschehens. Jedoch wird in diesem Fall das Verbrechen nicht von Seiten der Polizei berichtet, sondern eben aus der Sicht eines Zivilisten. Es ist spannend zu sehen, wie auch ein Kommissar als außenstehender Beobachter dieselben Infos durch Presse und Medien bekommt, wie jeder andere auch. Schön ist es des Weiteren dann zu sehen, dass auch ein Kommissar Maigret seine eigenen Überlegungen anstellt, wenn er nicht mit internen Informationen versorgt wird. Die Geschichte ansich eignet sich super, um eigene Gedankengänge zu rekonstruieren. Immer wieder ergeben sich neue Wendungen und man muss seine Überlegungen immer wieder umwerfen, da plötzlich wieder etwas Unerwartetes geschieht. Am Schluss ist die Lösung recht simpel, aber es wäre ja auch zu einfach und vor allem zu langweilig, wenn man schon von vornherein alles wissen würde.

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