Georges Simenon Maigret und Pietr der Lette

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Inhaltsangabe zu „Maigret und Pietr der Lette“ von Georges Simenon

"Kriminalkomissar Maigret von der Ersten Mobilen Einsatztruppe hob den Kopf." Mit diesem Satz betritt der unvergessliche Komissar Maigret die Bühne der Weltliteratur. 'Maigret und Pietr der Lette' ist der erste namentlich gezeichnete Maigret-Roman von Georges Simenon. Er entstand 1929 im Hafen von Delfzijl, Holland, an Bord seiner Yacht 'Ostrogoth'. Ein Muß für jeden Leser der Kommissar-Maigret-Romane.

Der erste Maigret. Urgestein der frz. Krimi-literatur. Ursprünglich, hart, von eleganter Schönheit.

— juergenalbers
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  • Jules Maigrets erster Fall

    Maigret und Pietr der Lette
    Stefan83

    Stefan83

    02. December 2012 um 15:33

    Neben Doyles Sherlock Holmes und Christies Hercule Poirot ist Jules Maigret wohl die bekannteste europäische Kriminalfigur des 20. Jahrhunderts. Und doch hat es lange gedauert, bis das erste Buch des belgischen Autors Georges Simenon in meinen Händen lag, was nicht zuletzt den vielen durchwachsenen Kritiken geschuldet ist. Trivial, bieder, zäh. Die Rezensionen über die Bücher mit dem Pariser Kommissar aus der Ersten Mobilen Einsatztruppe bleiben zumeist verhalten, geben wenig Anlass zur Hoffnung, in dieser Reihe ein paar literarische Perlen zu finden. Wie gut das der Diogenes-Verlag sich einer Neuveröffentlichung angenommen hat, welche mich, vorzüglich choreographiert und im schmucken weißen Pappbänden samt rotem Lesebändchen gestaltet, letztlich zum Kauf des Erstlings „Maigret und Pietr der Lette“ überreden konnte. Und damit ist dann auch der Schuldige gefunden, dem ich hiermit im Hinblick auf meinen schmalen Geldbeutel vorwerfen darf: „Ich bin süchtig nach Maigret. Und das ist alles nur eure Schuld!“ Entstanden ist Maigrets erster Fall im September des Jahres 1929 in der holländischen Gemeinde Delfzijl (womit überraschenderweise bewiesen wäre, dass aus dem Land der wässrigen Tomaten auch etwas Gutes kommt), wo Georges Simenon mit seinem Kutter damals vor Anker lag. Bei schlechtem Wetter und nach einigen Gläsern Genever intus, entstand auf Papier die massige Gestalt eines Pfeife rauchenden Kriminalkommissars mit einer engen Beziehung zu seinem warmen Ofen. Weniger als eine Woche später lag bereits das komplette Manuskript zum ersten Maigret-Roman vor. Bereits hier zeigt sich das, was für Simenons Arbeit im Verlauf des weiteren Lebens kennzeichnend war: Seine rasante Arbeitsgeschwindigkeit, welche es ihm in nur wenigen Jahren ermöglichte, gleich Dutzende von Romanen zu veröffentlichen, die ihn nicht nur finanziell absicherten, sondern Maigret auch weit über die Grenze seiner Heimat hinaus zur Kultfigur werden ließen. Die Ursprünge zu dieser zielorientierten, temporeichen Schreibweise finden sich in den Anfängen seiner schriftstellerischen Laufbahn, wo sich der Autor unter einem Pseudonym mit zahlreichen Groschenromanen über Wasser halten musste. Diese trivialliterarische Vergangenheit kann Simenon auch in seinen Maigret-Romanen nicht leugnen. Der Zwang, in kurzer Zeit, möglichst produktiv zu schreiben, hat ihn für den Rest seines Lebens geprägt. Und so finden wir diese Kennzeichen seiner Persönlichkeit auch in allen späteren Romanen vor. Simenons Stil ist stets kurz, knapp und präzise, nie ausschweifend. Seinen Pinsel führt er mit schneller Hand, versucht mit wenigen Strichen und wohldosierten Tupfern das gewünschte Bild zu malen. Wie kaum ein anderer Autor im Genre der Kriminalliteratur hat er das ökonomische Schreiben zur Perfektion getrieben. Er beherrscht die Kunst, in wenigen Zeilen mehr zu sagen, als andere in einem kompletten Absatz, ringt noch dem kleinsten Raum die höchstmögliche Qualität ab. Wo sich der Leser sonst durch seitenlange detailverliebte Inneneinsichten und gedankliche Monologe quält, lässt uns Simenon die Gefühlswelt seiner Figuren im weiteren Zusammenhang entdecken. Und verschachtelte Satzkonstruktionen sind genauso Mangelware wie üppige Ortsbeschreibungen. Umso bemerkenswerter, dass Simenons Paris (und auch all seine anderen Schauplätze) dann derart lebendig geraten ist, man den Nebel und Regen zu sehen und zu fühlen glaubt. Im Erstling „Maigret und Pietr der Lette“ übertüncht dies sogar die doch noch etwas unfertige Handlung, welche bezüglich ihrer Konstruktion durchaus an die Groschenromane vom Kiosk erinnert, im Punkto sprachlicher und stilistischer Qualität allerdings bereits hier Ausrufezeichen setzt. So gerät die Tatsache, dass Maigrets Suche nach dem mysteriösen Doppelgänger des von Interpol gesuchtenBandenführers Pietr etwas wirr geraten ist, dank atmosphärischer Dichte und der durchgängig aufrecht gehaltenen Dynamik, fast gänzlich in den Hintergrund. Der rote Faden ist, wie der geduldige, verbissene Ermittler Maigret, stets in Bewegung. Und der Plot gönnt sich, bis auf wenige gedankliche Rekapitulationen vor dem Ofen, keinerlei Pausen. Unnötige falsche Fährten legt Simenon dem Leser nicht. Und trotz (oder gerade wegen?) dieser Geradlinigkeit bleibt das Buch spannend, versucht man selbst den Schleier um den aufgefundenen Toten im Zugabteil zu lüften. Es ist diese Beharrlichkeit, die für den Schöpfer seiner Figur und die Schöpfung gleichermaßen charakteristisch ist, die den Erfolg von Maigret ausmacht und ihn vom üblichen Spannungsroman abhebt. Georges Simenon hat sich in den meisten seiner Romane wenig um das „Whodunit“ geschert und Maigret stattdessen nach dem „Wieso?“ suchen lassen. So stur, unerschütterlich und hartnäckig der Pariser Kommissar ist – als Jagdhund, der seine Beute zur Strecke will, sieht er sich nicht. Vielmehr versucht er eine Verbindung zwischen sich und dem Gejagten herzustellen und den Mensch in dem Missetäter zu erkennen. Den „Riss im Inneren“ eines Verbrechers sucht Maigret ebenso wie er ihn bedauert. Diese Empathie und dieses Mitgefühl, welche im Gegensatz zu seiner groben, breitschultrigen Erscheinung stehen, machen Maigret einzigartig und authentisch. Seine Größe beweist er dadurch weniger in der Genialität, sondern in seiner Menschlichkeit. In Simenons Erstling führt dies schließlich dazu, dass Jäger und Gejagte sich schließlich, von einem Ausflug ins Wasser durchnässt, fröstelnd im Hotelzimmer gegenübersitzen. Und wo es ist im Westen eines martialischen Soundtracks, pfeifenden Windes und zugekniffener Augen bedarf – da ist es hier die Stille, die uns schlucken und erschaudern lässt. Insgesamt ist „Maigret und Pietr der Lette“ ein gelungener, atmosphärisch (mich) gänzlich überzeugender Auftakt einer Romanreihe, in der der Figur Maigret zwar über weite Strecken noch Kanten und Ecken fehlen, sich die spätere Klasse Georges Simenons aber immer wieder andeutet. Ob einem das Rezept Maigret am Ende schmeckt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Fakt ist jedoch: Besser als in der schönen Neuedition des Diogenes-Verlag kann man die Reihe des belgischen Autors wohl mehr servieren. Ich werde beherzt (und wahrscheinlich noch genau 74mal) zugreifen.

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  • Rezension zu "Maigret und Pietr der Lette" von Georges Simenon

    Maigret und Pietr der Lette
    Sokrates

    Sokrates

    10. March 2011 um 09:28

    „Pietr der Lette“ ist der erste Maigret-Roman überhaupt und beginnt mit dem Klassiker-Satz „Kriminalkommissar Maigret von der Ersten Mobilen Einsatztruppe hob den Kopf.“ - Erzählt wird die Geschichte des noch jungen Kommissar Maigret, der am Bahnhof einen Kriminellen abholen soll. Der Mann entkommt jedoch, Maigret kriegt ihn nicht zu fassen. Im ankommenden Zug wird jedoch die Leiche eines anderen Mannes entdeckt, der dem Gesuchten zum Verwechseln ähnlich sieht: es muss also zwei Männer, möglicherweise Zwillinge geben. Maigret beginnt zu ermitteln... - Der erste Maigret ist nicht ganz so einfallsreich, raffiniert und spannend wie bspw. „Monsieur Gallet“, sein Nachfolger, aber dennoch lesbar und nicht zäh. Die Lösung des Rätsels kann der Leser hin und wieder erahnen, die Auflösung demonstriert allerdings wieder Maigrets Genialität, vorhanden bereits bei dem jungen Polizeibeamten ohne die Routine vieler Berufsjahre.

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  • Rezension zu "Maigret und Pietr der Lette" von Georges Simenon

    Maigret und Pietr der Lette
    rkuehne

    rkuehne

    06. September 2010 um 15:53

    Ich habs vor ein, zwei Jahren schonmal versucht und bin gescheitert, nun hab ichs nochmal versucht, war aber wieder nicht erfolgreicher. Vergleicht man spätere Maigrets (ich kenn allerdings erst 9 von 75) mit „Pietr dem Letten“ so fällt dieser hier ganz klar hinten ab. Erstaunlich, wie man solch eine Serie schaffen kann, mit so einem schwachen Start. Der Anfang ist beeindruckend, Simenon schafft eine unglaublich plastische Athmosphäre, man kann die Stimmung greifen und das macht er alles ganz hervorragend. Dann aber, wenn sich der Fall anfängt auszuspinnen und zu verstricken, wird alles wirr. Hier bin ich letztens schon ausgestiegen, diesmal ließ ich die Haltestelle aus und kämpfte, bzw. las mich tapfer durch, allerdings ohne Erfolg. Es blieb wirr. Gut, es ist ja auch eine Art Verwechslungskomödie, in der man natürlich verwirrt sein soll, aber das hier, war mir ein bißchen viel und hat mir den Spaß genommen.

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  • Rezension zu "Maigret und Pietr der Lette" von Georges Simenon

    Maigret und Pietr der Lette
    Beagle

    Beagle

    24. April 2010 um 21:04

    Ein Telegramm von Interpol geht bei der Pariser Polizei ein. Es wird ein Mann gesucht, der wegen Betrugs verurteilt werden soll. Als Maigret den Letten verfolgen will, wird eine Leiche auf der Toilette des Zuges gefunden. Zuvor allerdings, hat der Kommissar einen Mann aus dem Zug steigen sehen, auf den die Beschreibung von Interpol passt. So staunt er nicht schlecht, als er den Toten genauer betrachtet, auf den die Beschreibung ebenfalls zutrifft. Wer also von den beiden Männern ist der Gesuchte? Kurze Zeit später, taucht der Herr vom Bahnhof in einem noblen und sehr teuren Hotel wieder auf, er ist in Begleitung von mehreren Milliardären. Doch so schnell er wieder auftauchte, so schnell ist er auch wieder verschwunden. Ein mehr als rätselhafter Fall für Kommissar Maigret. Spannend bis zu letzten Seite, es ist kaum möglich, das Buch aus der Hand zu legen.

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  • Rezension zu "Maigret und Pietr der Lette" von Georges Simenon

    Maigret und Pietr der Lette
    Cap'D.

    Cap'D.

    12. April 2009 um 01:23

    Guter Erstling.

  • Rezension zu "Maigret und Pietr der Lette" von Georges Simenon

    Maigret und Pietr der Lette
    GMAC

    GMAC

    24. October 2008 um 14:26

    Das beste Buch von Simenon