Georges Simenon Maigret und der Samstagsklient

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Inhaltsangabe zu „Maigret und der Samstagsklient“ von Georges Simenon

Der Mann mit dem Spitznamen "Samstagsklient" hat es wahrlich nicht leicht. Es ist verdammt schwierig, die Situation, in der er lebt, einem Fremden wie dem Kommissar zu schildern. Das mag mit ein Grund sein, weshalb er nicht im Kommissariat Hilfe sucht, sondern bei Maigret zu Hause. Hier macht er dem Kommissar mit großer Dringlichkeit klar, dass er zwar nicht verrückt, aber dennoch drauf und dran sei, seine Frau umzubringen, und das der Ordnung halber nur schon mal ankündigen wolle. Und das ist doch genau das, was ein Polizeikommissar an einem Samstagabend hören will, oder?

Pitoreske Kriminalgeschichte, die Maigret mehr als einmal ins Erstaunen setzt. Schräg, spannend, gut.

— juergenalbers

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  • Rezension zu "Maigret und der Samstagsklient" von Georges Simenon

    Maigret und der Samstagsklient

    Sokrates

    23. August 2011 um 22:13

    Maigret hat in diesem Krimi einen der morbidesten und seltsamsten Fälle zu lösen, die ich bisher gelesen habe. Eines Tages sucht ihn ein zunächst völlig unscheinbar aussehender Mann zu Hause – bereits das ist ein Novum - auf. Der Mann ist völlig durcheinander und beginnt Maigret von ziemlich ungeheuren Vorkommnissen zu erzählen. Die Ehe mit seiner Frau, mit der er eine 7-jährige Tochter hat, ist zerrüttet, die Beziehung schleicht vor sich hin. Léonard Planchon, so heißt der Mann, hat es aus einfachen Verhältnissen kommend geschafft, sich in Paris als Chef einer Malerwerkstatt ein erträgliches Einkommen zu sichern. Seiner Frau verschafft er so alle Annehmlichkeiten, die diese sich wünscht. Allerdings zerfällt die Beziehung zusehends. Als er nun bei Maigret sitzt, äußert er unumwunden den Wunsch, seine Frau und deren Liebhaber, einen Mitarbeiter seiner Malerwerkstatt, umbringen zu wollen. Sein Motiv wären die bereits 2 Jahre währende Untreue seiner Frau und schließlich die Unverschämtheit, wie man ihn aus der gemeinsamen Wohnung hat vertreiben wollen. Madame Planchon habe nicht nur eine Beziehung mit ihrem Liebhaber begonnen, sondern würde mit diesem bereits in der ehelichen Wohnung leben und den eigenen Mann auf eine Klappliege in das Wohnzimmer verbannen. Eine Scheidung lehnt Planchon ab. Maigret ist reichlich verwirrt, zumal Planchon ihn mit einer Alkoholfahne aufsucht und auch sonst mehr einen verwirrten als einen glaubhaften Eindruck vermittelt. Da es Maigret nicht richtig glauben will und ein mulmiges Gefühl in der Magengegend behält, setzt er seine Kollegen auf die Sache an: diese geben sich als Mitarbeiter der Stadt aus und verschaffen sich unter dem Vorwand, die Wohnung der Planchon’s vermessen zu müssen, Zutritt zur ehelichen Wohnung. Können jedoch nichts Nennenswertes feststellen... Doch es kommt noch dicker, denn Planchon ist auf einmal verschwunden, nachdem ihn seine Frau und ihr Liebhaber zunächst als Chef seiner eigenen Malerfirma verdrängen und ihn dann mit 30000 France ‚auszahlen‘ wollten. Das ungute Gefühl bei Maigret scheint sich zu bestätigen und man beginnt fieberhaft nach Planchon zu suchen... Einer der kuriosesten und gruseligsten Maigret-Krimis den ich bislang gelesen habe. Die Charaktere sind z.T. hart an der Schmerzgrenze, so bspw. Madame Planchon, die mit absoluter Kaltschnäuzigkeit ihre Abneigung gegenüber ihrem Mann zum Ausdruck bringt und es noch als Dreistigkeit seinerseits ansieht, dass er einfach partout nicht die Wohnung verlassen will, obwohl man ihn doch schon auf die Liege abgeschoben habe. Daneben die Tochter, nach deren Meinung gar niemand fragt. Und dann noch der Liebhaber, der Planchon Schritt für Schritt auf dem Malerladen drängen will. Ein perfekter, insbesondere auch hochspannender Maigret!

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