Georges Simenon Maigret und der geheimnisvolle Kapitän

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Inhaltsangabe zu „Maigret und der geheimnisvolle Kapitän“ von Georges Simenon

Ein bretonisches Fischerdorf, das immer noch ein Fischerdorf ist, weil es wegen des ewigen Nebels den Sprung zum mondänen Badeort nicht geschafft hat. Ein alter Kapitän mit einer Kopfwunde, ohne Identität und ohne Gedächtnis. Und eine hübsche junge Frau, die sich nur zu gut erinnern kann und solche Angst hat, dass sie den aus Paris angereisten Kommissar Maigret anfleht, bei ihr im Haus zu schlafen.

Spannender Roman mit dem halsstarrigen Maigret. Hart, brüsk, wie die Normandie, in der die Handlung spielt.

— juergenalbers
juergenalbers

Nebulös, im wahrsten Sinne des Wortes... Ein Maigret-Krimi, der besonders durch seine atmosphärische Stimmung besticht.

— Nemo
Nemo

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  • Das Geheimnis um den verwirrten Kapitän ...

    Maigret und der geheimnisvolle Kapitän
    LEXI

    LEXI

    02. April 2013 um 19:59

    Als der mysteriöse, verwirrt auf den Straßen herum irrende, fünf Tage lang „namenlose“ Mann ohne Gedächtnis und Sprachvermögen endlich identifiziert wird, stellt sich heraus, dass es sich bei ihm um einen ehemaligen Kapitän der Handelsmarine handelt, dem Hafenmeister von Ouistreham namens Yves Antoine Joris. Kapitän Joris galt sechs Wochen lang als vermisst und wurde erst durch ein Zeitungsinserat von seiner Haushälterin Julie Legrand wiedererkannt, die sich unverzüglich aufmacht, um den verwirrten Mann abzuholen. Julie, die aus einer kleinen Fischerfamilie in Port-en-Bessin stammt, deren Vater im Krieg gestorben war und deren Mutter ihr Auskommen als stets betrunkene Fischverkäuferin findet, steht bereits seit ihrem 16. Lebensjahr im Dienste des Kapitäns. Seit 8 Jahren führt sie ihm den Haushalt und wird von ihm wie eine Tochter behandelt. Kommissar Maigret begleitet Kapitän Joris und Julie nach Oiustreham, einem kleinen Hafenort zwischen Trouville und Cherbourg. Als Maigret nach den vorangegangenen verzwickten Untersuchungen und Nachforschungen in Strafregistern, Einwohnermeldekarteien, dem Telegrammversand im In- und Ausland nun auch noch eine fachkundig operierte, aus einem Kopfschuss resultierende, Wunde bei Joris entdeckt, beginnt er, sich anhand einer ausführlichen Befragung von Julie Legrand, ein Bild von dem alten Hafenmeister zu machen. Das Mädchen scheint seltsam ängstlich und bittet den Kriminalkommissar, sie nicht alleine im Haus zu lassen. Maigrets Instinkt veranlasst ihn, in Julies Nähe zu bleiben – doch auch er kann den Tod des Kapitäns nicht verhindern, der noch in derselben Nacht an einer Strychninvergiftung stirbt. Der etwa 50jährige Joris hatte keine Angehörigen, keine Abenteuer, keine Liebschaften – und auch keine Feinde. Er stand 28 Jahre lang im Dienste von Ernest Grandmaison, war ein anständiger und gewissenhafter Angestellter, der insgesamt 30 Jahre lang auf allen Meeren gefahren war und sich erst in seinem Ruhestand um den Posten des Hafenmeisters in Ouistreham bewarb, wo er sich daraufhin auch ein kleines Haus baute. Wer also könnte ihm Böses wollen, ihn ermorden? Maigret ist zunächst ratlos, beginnt aber unverzüglich mit seinen Ermittlungen. Er nimmt sowohl Bürgermeister Ernest Grandmaison, als auch die Kameraden des alten Seemannes unter die Lupe. Maigret stöbert Loryuis Legrand, den Bruder Julies auf, der aufgrund seiner langen Zeit im Gefängnis, seiner Trunksucht und seinem verwegenen Aussehen ebenfalls in Verdacht gerät. Und er spürt einen reichen Geschäftsmann aus Norwegen auf, der ebenfalls einiges zu verbergen scheint… Georges Simenon lässt seinen Pfeife rauchenden, besonnenen Kriminalkommissar Jules Maigret auch in diesem Band einige Fährten verfolgen, Verdächtige befragen und seinem Instinkt folgend letztendlich den Fall lösen. Seiner kluge Vorgehensweise und seiner exzellenten Kombinationsgabe ist es zu verdanken, dass er den anderen stets ein wenig voraus zu sein scheint und am Ende dem Mörder des geheimnisvollen Kapitäns eine gelungene Falle stellt. Im Vordergrund dieses Kriminalromans stehen gut gezeichnete Charaktere und die nebelige Atmosphäre des Küstenortes Ouistreham. Die raubeinigen bretonischen Seemänner werden verschlossen und wortkarg dargestellt, die bildhafte Beschreibung des Kanals rundet das düstere Bild ab. Band 15 der Simenon-Edition ist in 13 Kapitel unterteilt, die charakteristische Ausstattung mit Pappband mit Pariskarte als Vor-, und einer Frankreichkarte als Nachsatz, sowie ein Lesebändchen zeichnen auch diese Ausgabe aus. FAZIT: Ich kann auch für diesen atmosphärischen Kriminalroman aus der Feder Georges Simenons eine Leseempfehlung aussprechen - es war reines Lesevergnügen, den komplexen Fall hinter diesem Mordfall um den geheimnisvollen Kapitän an der Seite Jules Maigrets zu lösen. 

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  • Rezension zu "Maigret und der geheimnisvolle Kapitän" von Georges Simenon

    Maigret und der geheimnisvolle Kapitän
    Sokrates

    Sokrates

    18. July 2011 um 20:03

    Auf dem Pariser Boulevard wird ein völlig schweigsamer Mann aufgegriffen, der sich weder verhören lies noch Papiere zwecks Identifikation bei sich trug. Keiner hat ihn bislang als vermisst gemeldet, in den Akten der Polizei findet sich nichts über ihn – und dennoch: der Mann schweigt weiter, warum weiß keiner. Um das Problem der Identifizierung zu beheben, wird in der Zeitung mit Foto inseriert, in der Hoffnung, dass sich jemand meldet, der ‚den Mann‘ kennt. Und - Glück gehabt – es meldet sich eine junge Frau namens Julie, die behauptet, dass sie ‚den Mann‘ kennt und ihn als Joris identifizieren kann. Julie behauptet, seine Haushälterin zu sein; Joris wäre ehemaliger Kapitän der Handelsmarine und Chef des Hafens von Ouistreham. Möglicherweise war er bei schlechtem Wetter in die See gespült worden; bislang jedenfalls hatte ihn noch keiner offiziell als vermisst gemeldet. Maigret fährt mit den Dreien – Joris bislang noch immer schweigsam – raus an die Küste. Er will sich ein Bild von Joris machen. Noch im Zug fällt ihm unter der Perücke des Joris eine massive Kopfverletzung auf, die nur Folge einer Schussverletzung sein kann. Ist Joris Opfer eines Gewaltverbrechens geworden? Erlitt er eine derart schwere Verletzung, dass er im Koma lag oder seither an Amnesie leidet? Keiner weiß etwas, sicher ist nur, dass nicht wenige Tage nach dem Eintreffen der Drei an der Küste Joris‘ Opfer einer Strychnin-Vergiftung wird und Julie laut Testament alles erbt... Gut geschrieben, spannend auf ‚unspannende‘ Art mit dennoch vielen unvorhergesehenen Wendungen, einem pitschnassen Maigret und einem Ende, das man so nicht vorausgesehen hat – ein Simenon wie er im Buche steht!

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  • Rezension zu "Maigret und der geheimnisvolle Kapitän" von Georges Simenon

    Maigret und der geheimnisvolle Kapitän
    rkuehne

    rkuehne

    31. March 2010 um 18:39

    Mal wieder ein Maigret und ich geb zu, ich hab mich schon durch einige dieser manchmal seltsam ungewöhnlichen Krimis gequält, den Faden verloren und lange nach der eigentlichen Maigret-Faszination gesucht. Ob ich sie nun gefunden habe, kann ich immer noch nicht sagen, aber in „Maigret und der geheimnisvolle Kapitän“ kommt endlich mal Atmosphäre auf, das ist ein Roman, in den man hineingezogen wird und in dem man die ganze Zeit vor Ort ist und fast schon ein wenig Meersalz in der Luft zu schmecken scheint, auch wenn man weit vom nächsten Strand entfernt wohnt. Zur Geschichte: Der Kapitän Joris wird, mit einer Kopfverletzung, ohne Stimme und offenbar auch im Geist nicht mehr wirklich auf der Höhe des Geschehens aufgegriffen. Nachdem seine Identität geklärt ist, wird er von Maigret in seinen Heimatort Ouistreham gebracht, wo er eine Nacht später mit Strychnin vergiftet wird. Maigret ermittelt dann mal wieder unter Seeleuten, die alles sind, aber nicht redselig. So richtig gibt es keinen Anhaltsverdacht, aber ein unglaublich verschwiegenes Dorf. Fazit: Ouistreham, ein Fischerdorf in der Normandie, ist hier nicht nur Kulisse, der Ort ist nahezu eine eigene Figur, die von Simenon sehr bildlich und plastisch dargestellt wird und wesentlichen Anteil an der atmosphärischen Gestaltung von „Maigret und der geheimnisvolle Kapitän“ hat. So geht der Leser in den Roman, wie in das Dorf selbst und ist mittendrin. In Frankreich, im Kriminalfall, in der Normandie, im frühen 20. Jahrhundert. Maigret nimmt uns an die Hand, holt uns aus dem Alltag und macht mit uns ein bisschen Urlaub. Wirklich schön.

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