Maigret und der gelbe Hund

von Georges Simenon 
4,0 Sterne bei35 Bewertungen
Maigret und der gelbe Hund
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juergenalberss avatar

Ein Maigret mit unheimlichen, mysteriösen Anklängen. Für dunkle Stunden...

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Inhaltsangabe zu "Maigret und der gelbe Hund"

Der Inspektor, der Maigret bei der Klärung einer Reihe von mysteriösen Verbrechen in der Kleinstadt Concarneau helfen soll, sammelt eifrig Informationen. Unterdessen sitzt sein Vorgesetzter scheinbar untätig in einem Café und raucht Pfeife. So kann er sich unauffällig mit den Stammgästen des Lokals vertraut machen. Bleibt nur noch, sich in die Lage eines gewissen gelben Hundes zu versetzen …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783257238068
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:173 Seiten
Verlag:Diogenes
Erscheinungsdatum:22.04.2008
Teil 6 der Reihe "Maigret"
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.09.2006 bei Diogenes erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Hikaris avatar
    Hikarivor 3 Jahren
    Rezension: Maigret und der gelbe hund - Georges Simenon

    Der sechste Band der Maigret-Reihe spielt in der bretonischen Ortschaft Concarneau, in der eine Flut von Ereignissen die Gemeinschaft in Angst und Schrecken versetzen und man mit Maigret gemeinsam nach und nach durchschaut, wer dahinter steckt und was passiert sein mag.

    Gänzlich offenbahrt sich die Geschichte erst am Ende, aber bereits zuvor kann man durch Jules Maigret immer wieder kleine Happen der Wahrheit sehen. Die Spannung bleibt konstant erhalten und die Charaktere sind wie bei Simenon typisch herrlich schräg und eigen, aber wahrscheinlich auch relalistischer als man denkt.

    Die Ortschaft existiert ja tatsächlich und ich hätte jetzt glatt Lust, sie mir einmal anzuschauen und mir die erdachte Kriminalgeschichte dort vorzustellen.
    Die Atmosphäre des Romans ist unheimlich toll und dicht gestaltet, es überträgt sich auch auf den Leser und ist einerseits bedrückend und andererseits aber in einigen Szene auch wirklich erheiternd und skurril. die Szenerien sind toll beschrieben und es liest sich gut und interessant.

    Der Fall ist gut aufgebaut mit einem interessanten Schluß und einigen kleineren Überraschungen. Auch das Verhältnis von Maigret zum Inspektor Leroy ist herrlich.

    Insgesamt also wieder ein wunderbarer, spannender und faszinierender Fall mit treffenden Charakterstudien und tollen Szenenbeschreibungen.

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    Arunvor 4 Jahren
    Krimi-Klassiker

    Maigret und der gebe Hund von Georges Simenon

    Möchte mal so nach und nach die Reihen schließen, sprich berühmte und bekannte Werke von Krimiautoren lesen welche mir dem Namen nach bekannt sind aber mit denen ich noch nicht das Lesevergnügen hatte.

    Heute ein Buch aus dem Jahre 1931 von Georges Simenon einem belgischen Autoren der die Figur des Kommissar Maigret (Franzose) in die Literatur einbrachte.

    Handlung: Concarneau eine kleine Hafenstadt in der Bretagne, vier Honoratioren versammelt zum Kartenspiel in der Bar eines kleinen Hotels. Der Erste der die Runde verlässt wird auf dem Heimweg angeschossen.

    Kommissar Maigret beginnt zu ermitteln, bei der Befragung der übrigen drei Freunde im Lokal wird vergifteter Schnaps serviert, dies wird aber noch rechtzeitig erkannt.

    In der Nähe des Angeschossenen sowie im Lokal war ein Hund mit gelber Fellfarbe zugegen, dieses Tier wird später verletzt durch eine Schusswaffe aufgefunden. Einen Tag später wird einer der Kartenspieler vergiftet in seinem Haus aufgefunden.

    Der Bürgermeister der Stadt schaltet sich ein um Druck zu machen damit die Ermittlung schneller vonstatten geht. In der Zwischenzeit haben sich auch einige Journalisten eingefunden um über die Vorfälle zu berichten. Von den zwei verbliebenen Kartenspielern flieht einer, der Andere wird in Schutzhaft genommen.

    Ein Verdächtiger wird festgenommen kann aber gleich wieder fliehen.

    Kommissar ermittelt auf seine eigene Art eher ruhig und beschaulich mit Befragungen, alles erscheint sehr unaufgeregt. Gegen Ende wird der Fall natürlich vollkommen logisch aufgeklärt!

    Meine Meinung: Ein Kriminalroman der ruhigen Art, von Tempo oder auch Spannung nach meinem Geschmack kann ich eher nicht sprechen. Die Aufklärung des Falles war detailliert und total logisch doch ich fand sie völlig konstruiert und unglaubwürdig.

    Da aber Georges Simeon und Kommissar Maigret eine große Fangemeinde haben möchte ich meine Leseweise und Beurteilung mal wieder mit meinem persönlichen Geschmack begründen.


    Kommentare: 16
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    LEXIs avatar
    LEXIvor 6 Jahren
    Ein atmosphärischer Krimi in bester "Maigret-Qualität"!

    Kommissar Maigret wird vom Bürgermeister der französischen Hafenstadt Concarneau zu einem Zwischenfall am Quai de l’Aiguillon gerufen, wo ein Zöllner einen Mordanschlag an den beliebten Weinhändler Monsieur Mostaguen beobachtete. Der Mann brach nach einem Kartenspiel mit seinen drei Freunden vom Hotel de l’Amiral auf und zündete sich in einem Hausflur eine Zigarette an, als er von einer Kugel aus nächster Nähe in den Bauch getroffen wurde. Maigret kommt in Gesellschaft eines jungen Kollegen, nun zusammen mit dem berühmten Kommisar an seinem ersten Fall mitarbeiten darf. Nach Aufnahme der Fakten und Sicherung der Spuren werden die Aussagen der am Kartenspiel beteiligten drei Freunde, Yves Le Pommeret, Jean Serviéres und Ernest Michoux, bei einem Glas Pernod durch Maigret und seinem jungen Kollegen protokolliert. Doktor Michoux wird jedoch stutzig, als er feine, weiße Kristalle in seinem Glas bemerkt. Der rasch herbei gerufene Apotheker, Monsieur Kerdivon, bestätigt nach einer Untersuchung von Gläsern und Flaschen eine absichtlich herbeigeführte Vergiftung durch Strychnin. Als plötzlich Jean Servières spurlos verschwindet und Le Pommeret tot in seinem Haus aufgefunden wird, fürchtet auch der letzte der Kartenspieler-Runde, Doktor Michoux, um sein Leben. Und wie bei jeder der Begebenheiten zuvor taucht auch diesmal urplötzlich ein kräftiger, gelber, scheinbar herrenloser Hund auf, dessen dicker Kopf an eine Dogge erinnert und dessen beunruhigende Ausstrahlung die Menschen in Concarneau hochgradig nervös macht… und Kommissar Maigret hat einiges zu tun, um diesen vielschichtigen Fall zu lösen.

    Der sympathische, ruhige und einfühlsame Kommissar ermittelt wieder mit einer klugen Vorgehensweise, seine Instinkte führen erneut zu einer lückenlosen Aufklärung dieser brisanten Fälle. Der ihm an die Seite gestellte Neuanfänger Leroy wirkt sympathisch, sein Lerneifer und sein großes Engagement führen zu einer guten Zusammenarbeit mit Maigret. Der zunächst sehr undurchsichtige Fall wird von allen Seiten beleuchtet und Simenon führt mit gewohnt bedächtiger Art behutsam die einzelnen Fäden zusammen. Ein durchgehend hoher Spannungsbogen garantiert für stete Aufmerksamkeit des Lesers, die anschauliche Schilderung der Schauplätze und der unterhaltende Erzählstil bereiten großes Lesevergnügen. Gemeinsam mit Maigret darf man die Zusammenhänge erkennen und die Identität des Mörders gegen Ende des Buches erfahren. Die lebendig wirkenden Protagonisten scheinen einiges zu verbergen, ihre Charakterzeichnung ist dem Autor vortrefflich gelungen.

    Wie auch bei den anderen Büchern dieser Simenon-Edition besticht diese kleine, gebundene Ausgabe mit einem düsteren, stimmungsvollen Schwarz-Weiß-Foto auf dem ansonsten weißem Cover, ein rotes Lesebändchen sowie ein färbiger Stadtplan von Paris auf der ersten Innenseite des Einbands, und eine Karte von Frankreich auf der letzten, ebenfalls in Farbe gehalten, runden die Ausgabe dieser hochwertigen Edition ab.

    FAZIT: Wieder einmal konnte Georges Simenon mir mit einem komplexen Fall einige höchst vergnügliche Lesestunden bereiten und mich dazu bringen, tief ins Geschehen einzutauchen und gedanklich an den Ermittlungen seines beliebten Kommissars teilnehmen. Ich kann diesen Krimi mit viel Atmosphäre in bester „Maigret-Qualität“ uneingeschränkt weiter empfehlen und freue mich bereits auf den nächsten Fall des sympathischen Ermittlers.

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    Brentinis avatar
    Brentinivor 6 Jahren
    Rezension zu "Maigret und der gelbe Hund" von Georges Simenon

    Eigentlich lese ich keine Krimis, aber dieser hat mir ziemlich gut gefallen! Gut und spannend geschrieben, blutig, aber im Maßen, der Leser erfährt, wer der Schuldige ist, erst wenn die Ermitlung des großen Maigret fortgeschritten ist und man selbst dabei ist, ihm bei den Ermittlungen zu helfen.

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    Sokratess avatar
    Sokratesvor 8 Jahren
    Rezension zu "Maigret und der gelbe Hund" von Georges Simenon

    Maigret wird in die Provinz abkommandiert, wo er bei der mobilen Brigade von Rennes Abteilungen neu organisieren soll. Und gerade in dieser Zeit geschieht in der Nacht ein ungeheuerlicher Mord: in Concarneau wird auf offener Straße ein Mann erschossen, kurz nachdem er die Kneipe des Ortes verlassen wollte. Warum kann sich keiner erklären. Der noch sehr junge, örtlich zuständige Inspektor beginnt mit den Ermittlungen; Maigret hingegen hört zunächst allen Personen des Ortes mehr oder weniger interessiert zu, spricht kaum, raucht nur Pfeife und trinkt ein Bier. Die Tatortsicherung überlässt er seinem jüngeren, ambitionierten Kollegen. Und: in ebendieser Kneipe, vor deren Tür der Mord geschah, wird ein gelber Hund gesichtet. Zwar will ihn keiner kennen, aber irgendwie duldet ihn jeder, lässt ihn unter den Dresen, überall im Dorf wurde er mal gesehen. Und dann passieren wie aus heiterem Himmel zwei weitere Morde...
    -
    Diesem Maigret fehlt es leider ein wenig an Charisma. Zwar sind die Personen und Charaktere wieder in gelungener Brillanz herausgearbeitet, aber irgendwie fehlt der gewisse Charme, den vorangegangene Maigret-Krimis an sich hatten. Die Handlung ist raffiniert, die Lösung ebenfalls, aber leider kam mir beim Lesen nicht so recht Spannung auf; vielleicht lag es an manchen Dialogen, die zerfetzte Telefonate und dergleichen wiedergaben und damit den Handlungsstrang etwas unterbrachen, ihn holprig machten. Für diesen Gesamteindruck gibt es leider (ausnahmsweise) einmal nicht die volle Punktzahl.

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    DieBuchkolumnistinvor 9 Jahren
    Rezension zu "Maigret und der gelbe Hund" von Georges Simenon

    Im "Hotel de lArminal" treffen sich so oft wie möglich vier alte Freunde zum Kartenspiel, bereits seit ihrer Jugend kennen sie sich und verbringen auch Jahrzehnte später weiterhin gerne ihre Zeit miteinander, mit Frauen, Alkohol und Karten. Doch diese Tradition wird nun gebrochen, denn in dieser Novembernacht stirbt einer der Kartenspieler, er wird mitten in der Nacht auf dem Heimweg erschossen und sein Tod soll nicht der Letzte im kleinen Örtchen Concarneau gewesen sein...
    Kommissar Maigret versucht, die Dunkelheit rund um die Bewohner zu vertreiben, teilweise von Schuld belastet und mit Geheimnissen erfüllt. Einzig und allein ein kleiner gelber Hund scheint ihm den Weg führen zu wollen. Jedesmal wenn er auftaucht, geschieht ein Unglück, doch keiner kennt seinen Besitzer. Im Gegensatz zu den Einwohnern vermag Maigret nicht an Spuk und Geister zu glauben und macht sich auf die Suche nach dem realen Mörder...
    Ein mal wieder überaus düsterer Simenon-Roman und obwohl er mir sehr gut gefallen hat, konnte ich Einzelheiten teilweise nicht nachvollziehen und deswegen hat das Mitermitteln nicht ganz soviel Spaß gemacht wie bei vorherigen "Maigrets". Dennoch mal wieder unheimlich gut beschriebene Atmosphäre mit Charakteren, die erschreckend realistisch erscheinen!

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    juergenalberss avatar
    juergenalbersvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Maigret mit unheimlichen, mysteriösen Anklängen. Für dunkle Stunden...
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    Himmelfarbs avatar
    Himmelfarb
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    Ronek
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