Georges Simenon Maigret und der verstorbene Monsieur Gallet

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Inhaltsangabe zu „Maigret und der verstorbene Monsieur Gallet“ von Georges Simenon

Der biedere Handlungsreisende Gallet hat ein Geheimleben geführt. Doch als er in einem Provinzhotel ermordet wird und Kommissar Maigret eingreifen muß, tun sich weit tiefere Abgründe auf. Über eine rotblonde Erpresserin und französische Monarchistenkreise führt die Spur zu einer verlassenen Braut in Saigon und in ein einsames Dorfschloß.

Ein scheinbar harmloser Handlungsreisender führte ein Doppelleben. Simenon zwickt die bürgerliche Gesellschaft genüsslich in die Nase.

— juergenalbers
juergenalbers

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  • Keine Entspannung für Maigret

    Maigret und der verstorbene Monsieur Gallet
    Duffy

    Duffy

    01. July 2016 um 09:09

    Ausgerechnet Mairgret muss wieder in die Provinz. In einem Hotelzimmer wird ein Handlungsreisender ermordet, doch alles scheint undurchsichti. Ist er nun erschossen worden oder erstochen, wer ist der Mann, der sich hier offensichtlich unter falschem Namen schon seit Jahren immer für ein paar Wochen einmietet? Der Kommissar wird mit einem Doppelleben konfrontiert, mit einer Familie, die ihm zutiefst suspekt ist. Dann werden die Zirkel immer größer, die Spuren führen in Monarchistenkreise, ja, bis nach Saigon reichen die Hinweise und der Kommissar verzweifelt fast an diesem undurchsichtigen Fall.Einer der besseren Maigrets, obwohl er nicht in Paris spielt. Ein komplexer Fall, dessen Auflösung das hält, was das Rätsel versprochen hat. Dieses Mal erlebt man unseren "bulligen" Kommissar, wie er bis an die Grenze seiner Denkfähigkeit gehen muss. Simenon in Bestform, inklusive einer leicht boshaften  Schubserei in Richtung Bürgertum. Hat wieder ungemein Spaß gemacht und auch Kopfarbeit vom Leser verlangt (wenn er denn mit ermittelt hat).

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  • Der Schuss aus dem Nichts

    Maigret und der verstorbene Monsieur Gallet
    Stefan83

    Stefan83

    18. December 2012 um 21:59

    „Maigret und der verstorbene Monsieur Gallet“, der zweite Band aus der Reihe um den berühmten Pariser Kommissar, entstand im Sommer 1930 und erschien im Folgejahr gemeinsam mit dem „Maigret und der Gehängte von Saint-Pholien“. Auch dank, für damalige Zeit eher ungewöhnliche, Werbemaßnahmen, wurden die ersten Maigret-Romane auf Anhieb zum Verkaufserfolg, Simenon 1931 sogar vom Verleger Hachette als Bestseller des Jahres gekürt. Der Rest ist Literaturgeschichte. Heute ist Maigret einer der bekanntesten Ermittler der Kriminalliteratur und hat zuletzt, auch aufgrund der wunderschön gestalteten Gesamtauflage bei Diogenes, wieder neue Popularität gewonnen. Wen das neugierig gemacht hat, der sollte zugreifen und sofern möglich die Maigrets in chronologischer Reihenfolge genießen. Und bereits das Rätsel um Monsieur Gallet, dürfte soviel Neugier entfachen, dass weitere Bänden wie von selbst in das Regal wandern werden. Maigrets zweiter Fall führt ihn in das Provinzstädtchen Sancerre, wo in einem Hotel die Leiche des Handlungsreisenden Emile Gallet aufgefunden worden ist. Die Todesursache scheint, trotz Schusswunde am Körper, ein zielgerichteter Messerstich zu sein. Und auch alle anderen Indizien deuten daraufhin, dass ein Selbstmord auszuschließen ist. Doch wer ist der Mörder? Und von wo kam der Schuss? Maigret stellt Nachforschungen im persönliche Umfeld des Toten an, gerät aber mit seinen Ermittlungen recht schnell (und wortwörtlich) in eine Sackgasse. Immer wenn ein Motiv gefunden ist, hat der mögliche Täter ein Alibi. Andere infrage kommende Personen weisen keinerlei Verbindungen zu Gallet auf. Hat dieser vielleicht gar ein Doppelleben geführt? „Monsieur Gallet“ ist insofern ein besonderer Maigret-Roman, als Simenon sich hier ganz dem klassischen Schema der Kriminalgeschichte hingegeben hat und der (in den meisten Werke so übliche) psychologische Aspekt fast gänzlich in den Hintergrund gerät. Gleich ein ganzes Dutzend verschiedenster Spuren hat der Autor dem Leser ausgelegt, welche nun in bester Holmes-Manier von Maigret verfolgt oder verworfen werden. Im Gegensatz zu den Whodunits von Doyle, Christie und Carr wird uns Beobachtern jedoch ein ständiger Blick in die Gedanken des Ermittlers erlaubt, dessen launenhaft-lakonisches Spiel mit Kollegen und Verdächtigen der Geschichte nicht nur Esprit verleiht, sondern auch die enormen Möglichkeiten dieser Figur andeutet, welche Simenon an dieser Stelle noch nicht gänzlich ausschöpft. Wo Sherlock Holmes und Hercule Poirot außerordentliche Genies sind, für die ein Problem lediglich etwas Abstraktes ist, das man lösen muss, überwiegt bei Maigret der menschliche Faktor. Er ist ein hart arbeitender, mitfühlender Jedermann – und vielleicht gerade deshalb so unheimlich sympathisch. Auch wenn Simenons zweiter Band um den Pariser Kommissar im Aufbau entschieden konventionell daherkommt - „Maigret und der verstorbene Monsieur Gallet“ weist bereits viele Stärken auf, die in späteren Romanen zum Markenzeichen des belgischen Autors geworden sind. Hier ist besonders die lebhafte Tiefe seiner Figuren zu nennen, denen die übliche Kammerspiel-Zeichnung der Whodunits vollkommen fehlen und die durch ihre Authentizität das zu lösende Rätsel umso komplexer machen. Dieses letztlich zu lösen, erweist sich als harte Nuss, die wohl nur langjährige Krimileser knacken können. Für einen Großteil wird die Auflösung einen Gänsehautmoment bereithalten, welcher zudem betroffen und nachdenklich macht. Insgesamt ein, für den zweiten Roman, unheimlich stilsicherer und atmosphärischer Kriminalroman, der immer wieder auf falsche Fährten führt und somit durchgehend spannend bleibt. Eine nochmalige Steigerung zum Erstling und die perfekte Lektüre für den Sommerurlaub im ländlichen Frankreich.

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  • Rezension zu "Maigret und der verstorbene Monsieur Gallet" von Georges Simenon

    Maigret und der verstorbene Monsieur Gallet
    Sokrates

    Sokrates

    10. March 2011 um 09:27

    Maigret wird gerufen, der biedere und unscheinbare Monsieur Gallet wurde in seinem Hotel ermordet aufgefunden. Maigret begibt sich auf die Suche: besucht zunächst die Ehefrau, konservativ, edel, zugeknöpft. Sie weiß von nichts... Dann bei näherer Recherche zeigt sich, dass Gallet schon Jahre lang gar kein aktiver Handlungsreisender mehr war, er gab es vielmehr nur vor. Doch was hat er statt dessen gemacht, und wer hat ihn nun wegen was ermordet? - „Monsieur Gallet“ ist Simenons zweiter Maigret-Krimi und m.E. einer der bisher besten, die ich gelesen habe. Der Leser wird Zeuge von Maigrets Ermittlungen, die – aus der (beschränkten) Perspektive des Lesers – irgendwie alle im Sande verlaufen und zu keinem ernsthaften Tatverdächtigen führen. Doch Maigrets Genialität wird da offenbar, wo er – für den Leser scheinbar aus dem Nichts – plötzlich des Rätsels Lösung gewahr wird. Spannend, ein echter Klassiker und überhaupt keine „altbackene“ Krimilektüre!

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  • Rezension zu "Maigret und der verstorbene Monsieur Gallet" von Georges Simenon

    Maigret und der verstorbene Monsieur Gallet
    DieBuchkolumnistin

    DieBuchkolumnistin

    28. February 2010 um 17:38

    Wir befinden uns im Juni 1930 in Paris und unter der drückenden Hitze leidet vor allen Dingen Kommissar Maigret, der aufgrund Personalknappheit die Verantwortung für alles und jeden hat. So auch für den toten Emile Gallet, der erstochen und erschossen in einem Landhotel gefunden wird. Doppelt gemoppelt hält besser - so hat sich das der Mörder wohl gedacht, oder gab es gar zwei Verantwortliche für den Tod des Handlungsreisenden? Maigret beginnt mit der Ermittlunge und stösst bald auf mehr Geheimnisse, als er eigentlich brauchen kann. Welcher der Feinde soll denn nun für den Mord verantwortlich sein? Wie bei Agatha Christie und ihrem Hercule Poirot ermittelt hier der Leser von Anfang an mit und wird dennoch den Mörder nicht vor dem Kommissar finden. Mir hat der zweite Band der Maigret-Reihe sehr gut gefallen, wenn er auch nicht ganz so spannungsgeladen wie der erste Roman war. Ein großes Plus sind wie immer die Paris- und Frankreichkarten im Buch, bei denen man mit dem Kommissar reisen und sich so eine bessere Vorstellung machen kann. Fazit: ein sehr guter Kriminalroman, der die Freude auf den dritten Band wachsen lässt!

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  • Rezension zu "Maigret und der verstorbene Monsieur Gallet" von Georges Simenon

    Maigret und der verstorbene Monsieur Gallet
    Cap'D.

    Cap'D.

    12. April 2009 um 01:24

    Rangliste nach den ersten zwei Maigrets:

    1. Maigret und der verstorbene Monsieur Gallet (Band 2)
    2. Maigret und Pietr der Lette (Band 1)