Georges Simenon Maigret und die alte Dame

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Inhaltsangabe zu „Maigret und die alte Dame“ von Georges Simenon

Die alte Dame lebt in einer Puppenvilla an der Küste der Normandie. Als man ihr Dienstmädchen vergiftet, glaubt sie an einen fehlgeschlagenen Angriff auf sich selbst. Gewohnt, sich nur mit dem Besten zufriedenzugeben, reist sie mutig nach Paris und wendet sich an Kommissar Maigret. Und da der Justizminister persönlich sich einschaltet, reist Maigret ans Meer. Dort herrscht an Verdächtigen kein Mangel…

Herrlich und etwas "schrullig" für Krimileser, die gerne etwas "unaufgeregteres" lesen und die Normandie mögen ;-)

— SigiLovesBooks

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  • Maigret und die alte Dame

    Maigret und die alte Dame

    SigiLovesBooks

    04. August 2015 um 19:52

    "Die alte Dame lebt in einer Puppenvilla an der Küste der Normandie. Als man ihr Dienstmädchen vergiftet, glaubt sie an einen fehlgeschlagenen Angriff auf sich selbst. Gewohnt, sich nur mit dem Besten zufrieden zugeben, reist sie mutig nach Paris und wendet sich an Kommissar Maigret. Und da der Justizminister persönlich sich einschaltet, reist Maigret ans Meer. Dort herrscht an Verdächtigen kein Mangel...." (Quelle: Buchrückentext) Es handelt sich bei diesem Krimi um Band 33 (von 75!) aus dem Französischen übersetzten Kriminalromanen Simenon's ins Deutsche. Es ist der erste "Simenon" für mich, daher habe ich keine Vergleichswerte; vorliegender Bd. 33 wurde 1949 verfasst und erschien erstmals in Deutsch 1959, übersetzt wurde er hier von Renate Nickel. Das Cover der HC-Reihe im Diogenes-Verlag ziert ein Küstenmotiv mit einem Boot. Meine Meinung/Leseeindrücke: Die Szenerie spielt in der Normandie, genauer gesagt in Etretat (Haute Normandie) und lässt den Leser zugleich in ein anderes, verweilenderes, gemächlicheres Tempo eintauchen, wozu der berühmte Kommissar Maigret,, oftmals Pfeife rauchend, beschaulich, Zeit-zum-Nachdenken findend, bestens passt. "Die Rose ist tot" ist der zentrale Satz und das Leitmotiv, das die umfangreiche Ermittlungsarbeit Maigret's und seines Kollegen vor Ort, Estaing, leitet...Hauptprotagonistin ist Valentine, die 90jährige "alte Dame", die für ihr Alter noch recht rüstig ist und deren nobles, freigebiges Herz auf dem "Prüfstand" steht... Der Sprachstil ist klar und flüssig zu lesen, etwas Humor blitzt auf, als Maigret sich im Zuge zahlreicher Vernehmungen der werten Verwandtschaft der alten Dame zu dem ein oder anderen Apéritif, Cidre und Bier hinreißen lässt, da sich in der Normandie bei ihm (ungewollt) etwas "Urlaubsgefühl" einstellt  und ob des Alkoholgenusses er in recht ermüdetem Zustand dennoch "weiter ermittelt"... Auf den letzten 50 Seiten nimmt der Krimi dann auch Fahrt auf mit dem Auftauchen eines Gegenstandes, der mit dem Tode des Dienstmädchen Rose zu tun haben könnte. ... Etwas antiquiert (aber zeitgemäß für die 50er Jahre) wirkt es, wenn Estaing diverse Hotels und Bars "abklappern" muss, um herauszufinden, wer wen angerufen haben könnte ;-). Der Plot war nicht vorhersehbar und in sich stimmig. Fazit: "Maigret und die alte Dame" ist ein unterhaltsamer, in gemächlichem Tempo daherkommender Krimi, aus der berühmten Feder von Georges Simenon, den Krimileser unaufgeregter, nicht bluttriefender, eher subtiler Krimis mögen werden: Statt der Brutalität und nervenzerreißenden Entsetzens wird hier "in aller Ruhe" und möglichst mit einer gestopften "pipe" ermittelt, was mir persönlich sehr gefallen hat. Gepaart ist die unterhaltsame Ermittlungsarbeit mit einer Prise Humor: Darum wird die Reihe von mir weitergelesen werden, es gibt zudem für den angesprochenen Leserkreis eine Leseempfehlung sowie 4 Sterne und 85° auf der "Krimi-Couch".

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  • Rezension zu "Maigret und die alte Dame" von Georges Simenon

    Maigret und die alte Dame

    Sokrates

    13. March 2011 um 21:54

    Eines Tages wird Maigret von einer alten Dame auf dem Revier besucht. Sie bittet ihn, einen Mordfall zu untersuchen: ihre Hausangestellte Rosa wäre ermordet worden – durch Gift, dass eigentlich der alten Dame verabreicht worden sein soll, denn das von Rosa leergetrunkene Glas enthielt eigentlich das Schlafmittel der Hausherrin. Zur gleichen Zeit versucht der Stiefsohn der alten Dame – ein angesehener Politiker – ebenfalls Maigret für den Fall auf Land abkommandieren zu lassen, da er einen politischen Skandal fürchtet, wenn in seiner Familie ein Mord passiert sein sollte. - Seltsamerweise ist die alte Dame recht redselig; aus ihrer Perspektive scheinen die familiären Verhältnisse recht durchschnittlich zu sein, insbesondere da sie die zweite Frau ihres Mannes ist und selbst eine eigene Tochter in die Ehe mitgebracht hat. Ihre eigene soziale Herkunft ist auf den ersten Blick nichts Besonderes. Jedoch muss Maigret feststellen, dass sich beim Einholen von Informationen in der Nachbarschaft und in bei Rosa’s Familie so einige Seltsamkeiten einstellen... Arlette, die Tochter der alten Dame, stellt sich auch als etwas Absonderlich dar.... - Mir hat dieser Maigret sehr gut gefallen. In atmosphärisch dichter Stimmung, recht seltsamen Charakteren und mit einer offenbar ziemlich durchtriebenen „alten Dame“ hat Simenon einen einprägsamen Fall geschaffen, der auch noch bis Seite 177 von 197 Seiten der Diogenes-Ausgabe absolut nicht absehen lässt, wer nun Rosa und das mittlerweile zweite Opfer (ein Unfall?) umgebracht haben soll!

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  • Rezension zu "Maigret und die alte Dame" von Georges Simenon

    Maigret und die alte Dame

    Cam

    27. June 2010 um 08:12

    Es abgelegenes Haus, bewohnt von einer alten Witwe mit einem Hausangestellten. Die Witwe lässt sich jeden Abend vom Hausmädchen ein Schlafpulver bringen. Eines Abends ist es ihr zu bitter und sie trinkt es nicht. Aber das Hausmädchen trinkt es aus und ist später tot. Jetzt tritt Maigret auf und erforscht die Angehörigen. Die Witwe heißt Valentine Besson. Sie hat eine leibliche Tochter aus erster Ehe, Arlette. Arlette ist mit dem Zahnarzt Julien Sudre verheiratet, der im Roman keine Rolle spielt. Valentine heiratet in zweiter Ehe Fernand Besson, einen zu Reichtum gekommenen Fabrikanten von Handcrème, der gegen Ende seines Lebens aber nicht mehr reich ist. Die leiblichen Söhne von Fernand sind Charles Besson und Théo Besson. Charles ist Politiker und Théo ein Snob, der gern trinkt und nicht mehr viel Geld hat. Das Hausmädchen heißt Rose Trochu, einer ihrer Brüder Henri. Es sieht also aus, dass man die Witwe Besson vergiften wollte. Das Raten nach dem Grund beginnt.

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  • Rezension zu "Maigret und die alte Dame" von Georges Simenon

    Maigret und die alte Dame

    rkuehne

    05. March 2008 um 21:36

    Die alte Dame ist ein klassischer Krimi und damit genau das, was ich mir von Maigret erhofft habe. Es war mein erster Maigret und sicher nicht mein letzter. Zum Inhalt: Kommissar Maigret wird in die Normandie gerufen, weil das Hausmädchen Rose der Madame Besson vergiftet worden ist. Dies jedoch, weil sie die übriggebliebenen Schlafmittel ihrer Hausherrin getrunken hat. Wem galt der Giftanschlag? Wer wollte der Madame etwas Böses, oder doch Rose, und warum? Verdächtige gibt es in dem verschlafenen Feriendorf jede Menge. Fazit: Wie bereits gesagt ist dies ein ganz solider Krimi, Schwächen hat er teilweise in der Beweisführung, denn dem aufmerksamen Leser wird schnell deutlich, wohin die Verdachtsmomente lenken, gute Unterhaltung bis zum Schluss ist dennoch garantiert.

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