Maigret und die junge Tote

von Georges Simenon 
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Maigret und die junge Tote
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Maigret sieht in einer jungen Toten mehr als einen leblosen Körper.

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Inhaltsangabe zu "Maigret und die junge Tote"

Sie trägt ein verschlissenes Abendkleid, sie ist jung, hübsch – und tot. Auf einem Platz in Montmarte wird die Leiche einer Frau gefunden. Niemand scheint sie zu kennen oder zu vermissen. Der immerzu schlecht gelaunte Inspektor Lognon geht von einem klassischen Prostituiertenmord aus, während Maigret spürt, dass die Dinge ganz anders liegen. Voller Mitgefühl für ihr Schicksal, will er mehr über die Vergangenheit der jungen Frau erfahren, die in Paris ein neues Leben beginnen wollte. Maigret ist überzeugt, dass er so den Mörder finden wird.
Maigrets 45. Fall spielt im Pariser Vergnügungsviertel Montmarte.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783311130451
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:208 Seiten
Verlag:Kampa Verlag
Erscheinungsdatum:04.10.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.09.2006 bei Diogenes erschienen.

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    aus-erlesens avatar
    aus-erlesenvor 5 Tagen
    Kurzmeinung: Maigret sieht in einer jungen Toten mehr als einen leblosen Körper.
    Die Zutaten des großen Glück sind schwer zu schlucken

    Montmartre – wie verheißungsvoll dieser Ort doch klingt. Hier lebten und feierten Picasso, Apollinaire, hier begann der kantige Aufstieg des Kubismus. Hier amüsiert man sich, egal, ob man nun prominent ist oder das Glück sucht. Für eine junge Dame, fast noch ein Mädchen – die titelgebende „junge Tote“ – ist das VIII. Arrondissement allerdings die Endstation ihres Lebens. Inspector Lognon sieht den Fall schon als gelöst an als er am Tatort eintrifft: Ganz klar der Mord an einer Prostituierten. Dass dann aber Kommissar Maigret die Szenerie betritt, macht Lognon nicht gerade fröhlich. Ganz nebenbei, Lognon und Fröhlichkeit passen eh nicht zusammen. Mürrisch, griesgrämisch und immer so aussehend als ob er jeden Moment das Leid der Welt auskotzen würde. Maigret sieht in dem Fall jedoch mehr als nur eine Tote, die zufällig auf dem feuchten Pflaster am Place Vintimille ihren letzten Atemhauch getan hat. 
    Schnell stellt sich nämlich heraus, dass Fund- und Tatort nicht identisch sind. Maigret muss sich was einfallen lassen, um den Mord aufzuklären. Anhaltspunkte gibt es wenige, um nicht zu sagen gar keine. Kurzerhand lässt er das Bild der Leiche in der Zeitung veröffentlichen. Irgendjemand muss das junge Ding doch irgendwann, irgendwo einmal gesehen haben. Doch die Leserschaft lässt sich bitten. Vom erwarteten Ansturm kein Spur. Nur eine Dame meldet sich. Das junge Ding heiße, hieß, Louise. Kam aus dem Süden. Zusammen mit einer anderen jungen Dame. Die hat ihr großes Glück mittlerweile gefunden, sie hat gerade geheiratet. Im ganz großen Stil. Ihr Gatte kann es sich leisten, dass seine Frau ein sorgenfreies Leben führen kann. 
    Maigret kommt der Lösung des Falls immer näher. Mit jeder Frage, die er stellt, tritt die Unbekannte aus dem Nebel des Ungewissen immer mehr ins Rampenlicht der Erkenntnis. Sie und Jeanine, die Dame, die jetzt so glücklich verheiratet ist, haben sich im Zug kennengelernt. Aus Kostengründen teilten sie sich ein Zimmer. Louise war jedoch sehr verschlossen, gab so gut wie gar nichts von sich preis. Dank erstklassiger Detektivarbeit und nicht minder wertvoller Kontakte in den Süden, wird sogar die Mutter von Louise ausfindig gemacht. Sie ist eine notorische Spielerin, die sich einen Dreck um das Schicksal ihrer Tochter kümmert. Rot oder Schwarz – mehr gibt es für die stoische Roulettespielerin nicht. Ein geheimnisvoller Brief führt Maigret auf die richtige Spur…
    Im Laufe eines Krimis macht man sich als Leser sein eigenes Bild von Opfer und möglichen Tätern. Georges Simenon lässt dem Leser viel Platz für Spekulationen. Es gibt viele, die als Täter in Frage kommen und dem Leser als willkommene zukünftige Verurteilte in den Kram passen. Doch die Wendung, die nur Maigret kommen sieht, wird jeden verblüffen. Montmartre ist eben das, was es ist. Wer hier zögerlich das Glück sucht, wird nur Brotkrumen der Hoffnung finden. Zum ganz großen Glück wird das allerdings niemals reichen.

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