Maigrets Pfeife

von Georges Simenon 
4,0 Sterne bei2 Bewertungen
Maigrets Pfeife
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Die verschwundene Lieblingspfeife lässt Maigret eine Familiendrama aufdecken

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Inhaltsangabe zu "Maigrets Pfeife"

Nach einem langen Arbeitstag sitzt Maigret frustriert zu Hause am Boulevard Richard-Lenoir. Seine Lieblingspfeife, noch dazu ein Geschenk von Madame Maigret, ist verschwunden. Maigret denkt nach, was ihm sichtlich schwerfällt, ohne die Bruyèrepfeife im Mund: Vor wenigen Stunden hat ihm eine gewisse Madame Leroy am Quai des Orfèvres eine absonderliche Geschichte von nächtlichen Besuchern in ihrem Haus aufgetischt. Begleitet wurde sie von ihrem Sohn. Hat er die Pfeife entwendet?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783311131014
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:96 Seiten
Verlag:Kampa Verlag
Erscheinungsdatum:04.10.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.01.2008 bei Diogenes erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    aus-erlesenvor 15 Tagen
    Kurzmeinung: Die verschwundene Lieblingspfeife lässt Maigret eine Familiendrama aufdecken
    Vom Hölzchen aufs Stöckchen

    Es erinnert ein bisschen an Karl Valentin, wo ist meine Brille? Er sucht und sucht, um schlussendlich festzustellen, dass er sie die ganze Zeit auf der Nase trug. Kommissar Maigret ist da schon eine Evolutionsstufe weiter. Auch er sucht etwas, seine Pfeife. Seine Lieblingspfeife. Die, die ihm Madame Maigret geschenkt hat. Und die ist nun weg! Als Kommissar der Extraklasse verfügt er über eine erstaunliche Kombinationsgabe und den unbedingten Willen jeder Sache auf den Grund zu gehen. Doch dieses Mal ist die Sache knifflig.
    Schritt für Schritt rekapituliert er die Wege der vergangenen Stunden. Irgendwo muss er ja die Pfeife liegengelassen haben. Gern lässt er sie mal in einem Büro liegen. Doch jedes Mal, kann er sie wieder zurückholen, weil er weiß, wo er sie liegen ließ. Dieses Mal jedoch kommt er einfach nicht darauf, wo die verflixte Pfeife sich versteckt. Vielleicht, ja vielleicht hat der Sohn von Madame Leroy, die sich vorhin bei ihm im Büro über unangemeldete nächtliche Besucher beschwerte seine Lieblingspfeife eingesteckt. Madame legte bei ihrer Aussage, ihrem Wehklagen trifft es wohl besser, viel Wert darauf, dass sie eine veritable Person sei, die sich in puncto Erziehung, Benehmen und Etikette eine Sonderstellung zuschreibt. Ihr Sohn hingegen war die Aussage am Quai des Orfèvres mehr als unangenehm. 
    Das macht Maigret stutzig. Er geht der lauwarmen Spur nach, dass vielleicht Joseph Leroy die Pfeife stibitzt haben könnte. Unter dem Vorwand sich die Wohnung der Leroys einmal anzuschauen, ob es denn nicht Hinweise auf einen Einbruch gibt, schnüffelt Maigret herum. Doch nicht nach Einbruchsspuren oder Indizien, schon gar nicht nach Beweisen für einen nächtlichen Besucher, sondern nach seiner Pfeife. Seiner Lieblingspfeife, die ihm seine Frau geschenkt hat. 
    Nichts, nichts, gar nichts. Die Pfeife bleibt verschwunden. Doch das Nichts hat einen Beigeschmack. Denn Joseph ist verschwunden. Die Krawatte hat er nicht einmal umgebunden. Für eine Frau wie Madame Leroy eine Ungeheuerlichkeit. Dass er in Pantoffeln das Weite gesucht hat, fällt Maigret als Erstes auf. Seine Spürnase juckt. Nicht weil ihm der Pfeifentabak in die Nase steigt, das geht nicht, weil seine Lieblingspfeife verschwu … naja Sie wissen schon. Es kommt so einiges ans Tageslicht, was die Vergangenheit und Gegenwart von Madame Leroy und ihrem gar wunderlichen Sohnemann betrifft. Sogar ein Mord…
    Was so eine verschwundene Pfeife alles anrichten kann! Da zweifelt man fast schon an der eigenen Ordnungsliebe und recherchiert plötzlich im Umfeld einer nach außen so perfekt wirkenden Familie. Da wird der Befehlsempfänger auf einmal zum Akteur und der Feldwebel steht vor dem Scherbenhaufen seiner eigenen Kontrollsucht. Maigret bleibt bei allem gelassen, er hat seine Pfeife wieder. 

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    Anidays avatar
    Anidayvor 2 Monaten

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