Georgette Heyer Die Vernunft-Ehe

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Inhaltsangabe zu „Die Vernunft-Ehe“ von Georgette Heyer

Eine amüsante Ehekomödie im London der Regentschaftszeit des Prinzen von Wales.§§Es wird Zeit für Lord Rule, endlich zu heiraten. Eine reine Vernunft-Ehe stellt sich der reiche Lebemann vor, nichts weiter. Seine Wahl fällt auf eine der drei Winwood-Töchter. Stolz wie auch seine eigene ist diese Familie, aber leider verarmt. Deshalb kommt sein Antrag nicht ganz ungelegen. Doch die auserwählte Elisabeth hat sich längst in einen armen Leutnant verliebt und ist zutiefst unglücklich. Es ist Horatia, die jüngste der drei Schwestern, die in ihrer naiven Art nach einem Ausweg sucht.

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  • Rezension zu "Die Vernunft-Ehe" von Georgette Heyer

    Die Vernunft-Ehe

    Beatrix K.K.

    09. March 2010 um 19:42

    Der ungeheuerlich reiche Lord Rule sollte endlich heiraten, doch nur eine Vernunft-Ehe schwebt dem 35 jährigen Lebemann vor, will er doch seine Mätresse behalten. In der alten, stolzen aber verarmten Familie Winwood gibt es drei Töchter, wovon die älteste, die schönste und begehrenswerteste ist. So hält er ohne Zaudern um deren Hand an und stürzt sie damit in tiefstes Unglück, denn diese holde Maid hat ihr Herz bereits an einen armen Leutnant gehängt. Die mittlere Tochter Charlotte, hat sich vorgenommen eine alte Jungfer zu werden und bei Muttern zu bleiben, so kommt die jüngste, nicht ganz so hübsche Horatia auf eine abenteuerliche Idee. Da ja eine der Töchter unbedingt reich heiraten muss somit der Antrag keinesfalls ausgeschlagen werden darf, beschließt sie dieses Opfer zu bringen und sich selbst mit dem ,alten Mann' zu arrangieren. Mit ihren kecken 17 Jahren besucht sie, ohne Wissen der Familie, den noblen Herrn und macht ihm den beinahe unseriösen Vorschlag, anstatt der ältesten Schwester doch sie zu nehmen. Da es ja doch nur eine Vernunft-Ehe werden soll - wolle sie sich auch in sein Leben bestimmt nicht einmischen, hätte aber die Familie damit gerettet und könne selbst alles tun, was sie möchte. Anfangs etwas erstaunt und unmutig, erliegt der Lord doch bald dem bezwingenden Charme der überaus naiv-direkten Horatia: "...Natürlich - ich bin keine solche Schönheit wie Lizzie. Aber ich habe doch immerhin die typische Nase, Sir." Rule besah sich die Nase. "Zweifellos - die Nase haben Sie." Anscheinend war Horatia entschlossen, alle ihre Makel auf einmal bloßzulegen. "Und v-vielleicht könnten Sie sich an meine Augenbrauen gewöhnen?" Jetzt lag wieder ein unterdrücktes Lächeln in seinen Augen. "Ich denke, das könnte ich." Sie sagte traurig: "Die wollen nämlich keinen B-Bogen annehmen, wissen Sie? Und ich muss Ihnen auch s-sagen, dass wir alle Hoffnung aufgegeben haben, ich k-könnte noch etwas wachsen." "Es wäre auch zu schade!" meinte der Lord....."Und Sie haben vielleicht b-bemerkt, dass ich st-stottere." "Ja, das habe ich bemerkt", antwortete er behutsam. ..." Lord Rule bemerkt auch sonst noch alles Mögliche in seiner darauffolgenden abenteuerlichen Schein-Ehe und hat mit seiner quirligen Gattin alle Hände voll zu tun. Es ist enorm vergnüglich und immens abenteuerlich Horatia bei all ihren Peinlichkeiten zuzusehen, die Bösewichte der Geschichte zutiefst zu verachten gleichzeitig mit Genuss zu sehen, wie sie sich gegenseitig immer mehr ins Gehege kommen und Lord Rule dabei zu beobachten, wie er dem Ränkespiel der Gauner, sowie dem seiner nun doch eifersüchtigen Frau, immer wieder fertig wird. Die Geschichte ist spannend, höchst amüsant und reizend. Diese Vernunft-Ehe, die ja nur auf dem Papier besteht, in ihren Schwankungen und Veränderung zu beobachten ist einfach zu köstlich! Es ist eine süße Geschichte mit ihren knuddeligen Figuren. Dieses Buch gehört zu meinen absoluten Heyer-Lieblingen...:)

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