Georgette Heyer Die Vernunftehe

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Inhaltsangabe zu „Die Vernunftehe“ von Georgette Heyer

N.-A. (Quelle:'Flexibler Einband/01.06.1985')

Einer meiner Lieblingsromane von Georgette Heyer. Kleiner 17jähriger Backfisch verzaubert den zynischen Lebemann Lord Rule.

— KaterinaFrancesca
KaterinaFrancesca
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  • Bezaubernd und zum Brüllen komisch

    Die Vernunftehe
    KaterinaFrancesca

    KaterinaFrancesca

    09. May 2017 um 19:01

    Aufruhr im Hause Lord Winwoods - der 35jährige Lord Rule hat, auch auf Wunsch seiner Schwester, endlich den lang erwarteten Antrag gemacht und um die schöne Elizabeth angehalten. Diese ist aber in einen anderen verliebt und furchtbar unglücklich. Doch die Lord Winwoods haben große Spielschulden angehäuft, welche bezahlt werden müssen. Die Einzige, die versucht das Unglück abzuwenden, ist die 17jährige Horatia, Horry genannt, das Nesthäckchen der Familie. Kurzerhand besucht sie heimlich das Stadthaus des Grafen Rule, um sich ihm als Ersatzbraut für die geplane Vernunftehe anzubieten. Treuherzig und unter starkem Stottern berichtet sie ihm von ihren zahlreichen Makeln, erklärt ihm aber im gleichen Atemzug, dass sie sich nicht an seinem betagten Alter stört und seinen Affären nicht im Weg stehen würde, sollte er sie heiraten. Der Graf ist amüsiert und beeindruckt von der freimütigen und unkonventionellen jungen Frau und geht, trotz anfänglicher Vorbehalte wegen ihres Altersunterschieds, auf den Vorschlag ein. Als Gräfin Rule genießt Horry das aufregende Gesellschaftsleben und gerät in zahlreiche Klemmen und Skandale, die von ihrem Gatten abgeschmettert werden müssen, der kaum noch Zeit für seine Geliebte, die intrigierende Lady Massey, findet. Hinzu kommt noch  Crosby, der enttäuschte Erbe des Earls, der alles daran setzt, die Ehe seines Vetters zu vergiften. Und da ist auch noch der auf Rache sinnende Lord Lethbridge, dem Rule einst die Hand seiner Schwester verwehrte, der nun Horry als Mittel seiner Rache auserkoren hat. Ich muss sagen, dass ich mich erst beim zweiten Lesen in diesen Roman verliebt und ihn daraufhin mehrmals gelesen habe. Horry ist bezaubernd naiv, aber auch pragmatisch zugleich und ihr Stottern wächst einem richtig ans Herz. Marcus (Lord Rule) wiederum wird immer heftiger in ihren Bann gezogen, hält sich jedoch resignierend für zu alt, um für Horry ernsthaft in Frage zu kommen. Die Entwicklung der Beziehung zwischen den Ehepartnern wird sehr subtil geschildert und führt zu einigen rührend romantischen Szenen. Aber auch die Nebencharaktere, wie Lord Winwood, Horrys Spielschulden anhäufender Bruder, die leidende Lady Winwood und die skeptische Louisa (Rules Schwester) tragen zu komischen Dialogen und witzigen Verirrungen bei. Ich konnte beim Lesen nur schwer Horrys Charme widerstehen und musste oft herzlich lachen. Die Zuneigung des Grafen zu Horry macht ihn zu einem sehr liebenswerten Charakter, da er stets Rücksicht auf Horrys Jugend und Naivität nimmt. Zugleich hadert er mit sich, da Horatia so viel jünger ist als er selbst, was ihn glauben lässt, sie könne seine wachsende Zuneigung nicht erwidern. Eine meiner absoluten Lieblingsszenen aus dem Roman (relativ am Anfang):H: '"Natürlich - ich bin keine Schönheit wie Lizzie. Aber ich habe doch die Nase, Sir. " "Zweifellos, die Nase haben Sie."Anscheinend war Horry entschlossen, alle ihre Makel auf einmal bloßzulegen. "Und v-vielleicht können Sie sich an meine Augenbrauen gewöhnen?" [...] "Ich denke, daß könnte ich." [...] "Sie haben vielleicht b-bemerkt, daß ich st-stottere." "Ja, das habe ich bemerkt", antwortete er behutsam. "Wenn Sie g-glauben, daß Sie das nicht aushalten würden, Sir...ich könnte es verstehen." Das war jetzt eine kleine ängstliche Stimme. "Mir gefällt es", sagte der Graf.'

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