Georgette Heyer Junggesellentage

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Inhaltsangabe zu „Junggesellentage“ von Georgette Heyer

Roman. 334 S. (Quelle:'Sonstige Formate/01.04.1995')
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  • Rezension zu "Junggesellentage" von Georgette Heyer

    Junggesellentage
    Ellynyn

    Ellynyn

    25. January 2013 um 14:15

    Sir Waldo Hawkridge, ein bekannter Sportsmann und Mitglied des Korinthier Clubs, erbt von einem entfernten Verwandten ein Gut in der Provinz – in Yorkshire. Gemeinsam mit seinem Cousin Julian, Lord Lindeth nimmt ‘Der Unvergleichliche’ seinen neuen Besitz in Augenschein und stellt fest, dass das Gut einer gründlichen Renovierung bedarf und dass auch auf dem Besitz viel im Argen liegt. Natürlich löst das Auftauchen der zwei eleganten Männer aus London einen ziemlichen Aufruhr in der provinziellen und in sich geschlossenen Gesellschafts Yorkshires aus. Und natürlich will jeder mit Sir Waldo und Lord Julian bekannt und in weiterer Folge befreundet sein. Ehrgeizige Mütter hoffnungsfroher und heiratsfähiger Töchter überschlagen sich mit Einladungen und schon bald sind Waldo und Julian fester Bestandteil der Gesellschaft. Vor allem Tiffany, eine bildhübsche und reiche Erbin, lässt ihre Reize spielen und wirft ihre Netze nach dem jüngeren Julian aus. Waldo hingegen ist von Tiffanys Gesellschafterin Ancilla Trent fasziniert und schon bald tauchen erste – wenig schmeichelhafte – Gerüchte auf. Unbarmherzig wird um die Gunst des Unvergleichlichen gerangelt und dabei werden auch Personen verletzt und gedemütigt, die man eigentlich mag oder die man sonst in der Öffentlichkeit wertschätzt. Sir Waldo selbst ist ein typischer Held von Georgette Heyer, den man als Leser sofort ins Herz schließt. Und auch Ancilla ist eine entzückende Heldin, der man jedoch wünscht endlich einmal auf den Tisch zu schlagen. Doch dazu ist sie viel zu nobel und gut erzogen. Im Gegensatz zu den meisten ihrer Mitmenschen. Julian, der anfänglich ein wenig naiv daherkommt und leicht beeinflussbar scheint, macht im Verlauf der Geschichte eine sehr positive Entwicklung durch und das Einzige das man ihm ankreiden kann, ist seine vorlaute Zunge und sein gedankenloses Geplapper. In Junggesellentage zeigt sich wieder einmal das Talent der Autorin Georgette Heyer. Mit Witz und Charme, aber auch mit einer gewissen Distanz und gutmütigen Spott gewährt sie Einblick die englische Gesellschaft, ohne dabei schulmeisterlich zu erscheinen. Natürlich lassen sich die Romane von Heyer nicht mit den aktuellen Regencys vergleichen. Dennoch haben sie über die Jahre weder ihren Reiz noch die Parabel im jeweiligen Roman verloren.

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