Georgette Heyer Serena und das Ungeheuer

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Inhaltsangabe zu „Serena und das Ungeheuer“ von Georgette Heyer

444 S. (Quelle:'Sonstige Formate/01.01.1994')
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  • Die widerspenstige Zähmung zweier temperamenvoller Protagonisten

    Serena und das Ungeheuer

    KaterinaFrancesca

    12. November 2017 um 15:29

    Nach dem Tod ihres Vaters wird der 25jährigen Lady Serena Carlton eröffnet, dass ihr Vermögen nicht ihr direkt, sondern einem Kurator vermacht wird, der dies für sie verwaltet und dessen Zustimmung zu einer Ehe sie benötigt. Dieser Kurator ist niemand anders als Ivo Barresford, Marquis of Rotherham. Ausgerechnet der Mann, mit dem Serena eins verlobt war, und den sie einen Monat vor der Hochzeit sitzenließ. Erzürnt siedelt die temperamentvolle Rothaarige gemeinsam mit ihrer blutjungen Stiefmutter Fanny nach Bath um, um dem tristen Leben auf dem Witwensitz zu entkommen. Dort begegnet sie ihrer Jugendliebe Hector wieder und verlobt sich mit ihm. Doch auch Rotherham bietet einer naiv-dümmlichen jungen Frau die Ehe an. "Serena und das Ungeheuer" gehört mit zu meinen Heyer-Favoriten. Serena ist eine sehr temperamentvolle und unkonventionelle Lady, die nichts auf den äußeren Schein gibt, Von ihrem exzentrischen Vater zur Selbständigkeit erzogen, übernimmt sie stets die Fürhung. Trotz der gelösten Verlobung stehen sie und Ivo sich nahe, da er auch ein enger Freund ihres Vaters war. Beide sind zwei Streithähne, die sich immer in der Wolle haben, was daran liegen mag, dass auch Rotherham ein feuriges Temperament hat. Ebenso wie Serena legt er keinen Wert auf den Schein. Ganz anders als Serena ist ihre jüngere Stiefmutter Fanny, die, stets fügsam, den viel älteren Lord Spenborough, Serenas Vater, heiratete. Nicht besonders klug, aber sehr liebenswürdig steht sie in scharfem Kontrast zu Serena unerschöpflichem Tatendrang. Zuweilen wirkt ihre Naiviät und Zerbrechlichkeit etwas ermüdend auf den Leser/die Leserin. Besonders symathisch ist Lord Rotherham, der deutlich noch immer etwas für Serena empfindet und eine unbedachte Entscheidung trifft, als er von ihrer Verlobung hört. Hector, Serenas Verlobter, den sie als 19jähriges Mädchen hatte heiraten wollen, was ihr allerdings verwehrt wurde, hat Serena zu einem Ideal erhoben und versucht lächerlicherweise ihre oft unkonventionellen und exzentrischen Taten zu erklären. Anders als Ivo, weiß er Serenas unkonventionelles Wesen gar nicht zu schätzen. Rotherham indessen schätzt Serenas Qualitäten und sieht sie als gleichberechtigte Partnerin. Amüsant ist auch die peinlich berührte Reaktion von Serenas Verwandten, als Ivo zu ihrem Kurator ernannt wird. Während alle erzürnt über diese Exzentrik ihres Vaters sind, leugnet sie jedes Verlegenheitsgefühl und ist wutentbrannt. Die junge Dame, mit der sich Ivo verlobt, ist ermüdend anstrengend, ihre Mutter eine geldgierges Weibsbild, das ihre Tochter an den Meistbietenden verschachern will. Deren Großmutter Mrs. Floore, eine steinreiche Kaufmannswitwe, ist unglaublich ironisch dargestellt. Sie ist sehr korpulent, stets mit Unmengen an Juwelen behangen und unglaublich vulgär und offenherzig, was allerdings auch etwas entschieden liebenswürdiges hat. Sprachlich ist der Roman ein Genuss, durch kleine Details zeichnet Heyer die Charaktere mit vielen kleinen Ecken und Kanten aus und schafft ein buntes Personenrepertoire, das durch seine Unterschiede stets spannend belibt.

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