Das Buch hat mich mitten in mein Herz getroffen. Sich von einem geliebten Menschen für immer zu verabschieden und ihn auf seiner letzten Reise zu begleiten ist nicht leicht. Darüber zu schreiben erst recht nicht. Gospodinov ist es gelungen dies zu tun. Und das mit einer für mich überraschenden Leichtigkeit. Er erzählt über seinen verstorbenen Vater und dessen langen Erkrankung davor.
Gospodinov hat einen neuen Garten angelegt und ihn mit Geschichten über seinen Vater, mit Erinnerungen und liebevollen Bildern bepflanzt. Er reflektiert, beleuchtet und erzählt. Als Leserin bin ich ihm aufmerksam gefolgt. Es stehen wunderbare Abschnitte und Sätze darin, die man immer wieder lesen möchte. Ich mochte sehr die Geschichten und den Wortwitz seines Vaters. Besonders hatte mir da das Wort „Stillsamkeit“ gefallen. Da merkt man schon woher der literarische Samen von Georgi Gospodinov kam, um bei der Metapher des Gärtners zu bleiben.
„Der Gärtner und der Tod“ ist ein Buch über Trauer und übers Abschiednehmen. Ein wunderbares Buch, das ich wärmstens empfehlen kann.











