Gerður Kristný Die grüne Bluse meiner Schwester

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Inhaltsangabe zu „Die grüne Bluse meiner Schwester“ von Gerður Kristný

Was tun, wenn man die eigene Schwester nicht ausstehen kann? Wenn man das Grün ihrer Bluse nicht erträgt? Wenn einen der Gesichtsausdruck der eigenen Mutter wahnsinnig macht? Und wenn zur Beerdigung des Vaters eine Torte für einen Kindergeburtstag geliefert wird?
Fridas Leben ist kompliziert. Ihr Vater ist tot, die Familie nervt und der neue Job bei einer Zeitung hat seine Tücken. Alles Mist? Keineswegs. Am Ende eines turbulenten Sommers stellt Frida fest, dass man zum Glück keine heile Familie braucht. Gute Freunde und viel Lebenslust tun’s auch.

Die Geschichte von Frida. Kann man lesen - muss man aber nicht.

— Ekcnew

Sehr schwermütig, traurige Familiensituation und die Protagonistin bleibt mir fremd.

— Larischen

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4,5 Sterne. Bewundernswert, wie nüchtern, distanziert und ganz ohne Wut und Selbstmitleid die Autorin über Ihre Kindheit und Jugend schreibt

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    Die grüne Bluse meiner Schwester

    Giselle74

    30. September 2017 um 12:46

    Fridas Vater ist gestorben und mit ihm die einzige Person in der Familie, die Frida wirklich etwas bedeutet. Die Trauer führt zu einem Umbruch in ihrem Leben. Sie kündigt den Job als Verkäuferin und wird Journalistin für ein "Käseblatt"... Nach und nach liest man Bruchteile aus Fridas Vergangenheit, man erfährt von der Tablettensucht der Mutter, den Wutanfällen des Vaters und von Fridas Sucht nach einer heilen Welt. Außerdem berichtet sie über ihr Leben in der schreibenden Zunft. Gerdur Kristny beschreibt eher lakonisch, sehr ruhig und durchaus mit Humor den Lebensweg einer Mittzwanzigerin in Island. Melancholie klingt durch, Alltagszwänge und Zukunftsfragen. Das Ganze wirkt wie ein willkürlich ausgesuchter Ausschnitt. Es hätte auch ein Zeitraum zehn Jahre später sein können oder drei Jahre früher. Auf mich wirkt dieser Roman zwar gut lesbar, aber leider auch ziemlich belanglos. In der Redaktion passiert nicht viel Spannendes, Familienzwiste bringen keinerlei Änderungen im Alltagstrott, Frida setzt sich nirgends durch, hat keine größeren Zukunftspläne, alles plätschert so vor sich hin... Vielleicht hatte ich nach den ersten Seiten zu hochgesteckte Erwartungen, schließlich ist "Die grüne Bluse meiner Schwester" Gewinner des Halldor-Laxness-Literaturpreises und das wird seine Gründe haben. Ich habe nicht herausgefunden, welche das wohl sein könnten und bleibe eher gelangweilt zurück.

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  • Wenn die Familie nervt ...

    Die grüne Bluse meiner Schwester

    Babyv

    27. December 2016 um 11:48

    Der Roman "Die grüne Bluse meiner Schwester" ist kein klassisches Buch zum Thema Familie und Heile Welt sondern es geht um Frieda, die ihren Vater verloren hat und scheinbar allein steht. Ihre Mutter, Ihre Schwester und deren Sohn reisen auf Kosten von Friedas Erbteil und zudem ohne Frieda nach Mallorca und machen dort gepflegt Urlaub. Im Laufe des Buches wird immer mehr klar, wie Friedas Mutter zu Ihrer  Tochter steht. Scheinbar überfordert bekam sie Frieda und deren Schwester. Dabei hat sich schließlich mehr oder weniger mit ihren Kindern abgefunden und in der ältesten Tochter eine solala Freundin gefunden während Frieda immer mehr aus Gleis geschoben wurde. Sie fühlt sich missverstanden, ausgegrenzt und hat sich ihren eigenen Worten und Gefühlen nach, nie wirklich mit ihrer Mutter verbunden gefühlt. Dieses Gefühl des "Nichtliebens", des "Nichtgeliebtsein" zieht sich durch das ganze Buch... . Zwar schreibt die Autorin auch von Friedas normalen alltäglichen Leben und wie sie versucht aus dem Alltagstrott auszubrechen, sich zu verändern, um sich weiter zu entwickeln, aber es kommt immer wieder auf den Familienkonflikt zurück und geht deutlich auf die Gefühle Friedas an. Das Buch wirkt eher wie eine Therapie als ein heiterer Roman und macht auf mich einen sehr realistischen Eindruck.  Der Roman ist alles in allem wirklich toll geschrieben und hat mir sehr gefallen auch wenn das Thema etwas bedrückender ist. Dennoch vergebe ich volle Punktzahl und bin definitiv neugierig auf diese Autorin geworden! 

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  • Die Geschichte von Frida. Kann man lesen - muss man aber nicht.

    Die grüne Bluse meiner Schwester

    Ekcnew

    01. January 2016 um 16:03

    Das Buch ist aus der Sicht der 25-jährigen Frida geschrieben. Es ist zum einen eine Geschichte der Familie und zum anderen die Geschichte, wie Frida einen Sommer als Journalistin erlebt. Sehr schön finde ich, dass es ein isländischer Roman ist und in Reykjavik spielt. Das Buch beginnt mit der Beerdigung von Fridas Vater, der mit 68 Jahren an einer Krebserkrankung verstorben ist. Er war Rechtsanwalt in Reykjavik. Beerdigungen an sich sind ja schon speziell. Aber die Beerdigung von Fridas Vater war besonders. Die Schwester Gubba gekleidet in einer unmöglichen grünen Bluse, Trauergäste die Frida bis dahin noch nie gesehen hat und dann noch eine falsch gelieferte Torte, die zu einem Kindergeburtstag gehört. Frida hatte eine sehr besondere Beziehung zu ihrem Vater, den letzten Abend verbrachten die beiden gemeinsam beim Video ansehen. Am nächsten Morgen findet Frida ihren Vater, der friedlich eingeschlafen ist. Das Verhältnis von Frida zu ihrer Mutter sowie zu ihrer Schwester ist sehr schwierig, einzig der Neffe Gunnar Birnir ist noch ein Lichtblick in der Familie. Nach der Beerdigung verleben die Mutter, die Schwester und der Neffe erst mal einen Urlaub auf Mallorca, sie mussten sich erst einmal von der Beerdigung erholen. Frida wurde gar nicht erst gefragt, ob sie auch mitkommen möchte. Später lesen wir, dass der Vater Frida ein Sparbuch versprochen hat, das Frida eine Anzahlung für eine Eigentumswohnung ermöglichen sollte. Dieses Sparbuch wurde für die Beerdigung sowie auch für den Urlaub auf Mallorca verwendet. Frida durchlebt eine Zeit der Trauer, viele Tränen fließen. Es werden Überlegungen einer beruflichen Veränderung konkret. Bislang arbeitete sie in der Parfümerie ihrer Freundin, die auch gleichzeitig ihre Vermieterin ist. Frida möchte als Journalistin arbeiten. Sie bekommt einen Spezialauftrag: Spionage bei einer Konkurenzzeitung.

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  • Frida

    Die grüne Bluse meiner Schwester

    Islaender

    21. July 2015 um 14:33

    Fridas Vater ist gestorben und sie fühlt sich ziemlich alleingelassen, denn obwohl sie erwachsen ist, hat sie Probleme damit ihr Leben in den Griff zu bekommen. Sie arbeitet in einer Parfumerie, aber diesen Job möchte sie aufgeben und der Tod des Vaters führt dazu, dass sie ihr Leben ändern will. Sie kündigt ihre Stelle und fängt bei einer Zeitung an, wobei es sich um eine "undercover" Tätigkeit handelt, denn sie soll Material über das Leben bei der Zeitung sammeln, damit dies bei der Konkurrenz veröffentlich wird. Privat stehen weitere Konflikte mit ihrer Mutter und der Schwester ins Haus und das Geld, was ihr Vater für sie gespart hat, wurde auch von diesen beiden ausgegeben. Frida merkt scheinbar gar nicht, wie sie sich ausnutzen lässt bz.w sie bekommt ihr Leben gar nicht geregelt. Ich habe mir von dem Roman einiges versprochen, aber Frida ist ebenso wie ihre Familie völlig durch den Wind und auch die Wendungen, die die Autorin noch in den Roman einbaut - auch bezüglich des Todes des Vaters - haben keine Bedeutung bzw. lässt die Autorin die Wirkung einfach verpuffen. Ich bin total enttäuscht von diesem Buch!

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  • Kein Muss, aber trotzdem schön

    Die grüne Bluse meiner Schwester

    AddictedToBooks

    15. March 2015 um 15:17

    In "Die grüne Bluse meiner Schwester" erzählt Gerður Kristný von Fridas eigenartiger Familie. Der Roman beginnt damit, dass wir erfahren, dass Frida ihre eigene Schwester nicht ausstehen kann. Außerdem stört sie auch ihre Mutter. Ihre Familie ist eigentlich in zwei Teile aufgeteilt: Frida - Vater, und Gabba - Mutter. Doch als plötzlich Fridas Vater stirbt, wird diese Aufteilung durcheinander gebracht. Sie hält es nicht mehr aus. Jetzt ist ihr Vater weg, ihr Job nervt und ihre Familie bringt sie noch zur Weißglut. Doch bevor sie richtig durchdreht, merkt sie, dass es ein Leben ohne Familie genauso gut geben kann, und man eigentlich nur gute Freunde und Spaß am Leben braucht. Die Idee ist toll und das Buch ist teilweise auch gut geschrieben, jedoch gibt es einige Sätze/Abschnitt, die irgendwie schwer verständlich sind und nichts mit dem Rest zu tun haben. Manchmal fühlt man sich so, als wäre ein Thema einfach auf einmal abgehakt, obwohl man noch mittendrin war. Ich konnte mich leider nicht so gut in die Geschichte hineinversetzen und habe auch den Sinn nicht ganz erkannt. Deshalb fällt es mir hier auch schwer, eine tolle Rezension zu schreiben. Trotzdem hat es mir einige schöne Stunden bereitet, weshalb das Buch von mir 3,5 Sterne erhält.

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  • Familie lässt sich nicht aussuchen

    Die grüne Bluse meiner Schwester

    uli123

    27. October 2014 um 16:37

    Romane, die in Skandinavien spielen, haben nach meiner Erfahrung zwei typische Merkmale: Das Vorkommen unaussprechlicher Namen und Eigennamen sowie einen Hang zur Schwermütigkeit. Ersteres hält sich vorliegend noch in Grenzen, jedenfalls stößt der Nicht-Isländer auf keine nennenswerten Verständnisschwierigkeiten. Eine düstere Grundstimmung allerdings zieht sich auch durch diese Geschichte und ist wohl unweigerlich mit der behandelten Thematik verbunden - der Vater der 25jährigen Frida, immer ein Papa-Kind gewesen, verstirbt. In ihrer Trauer findet sie in Mutter und älterer Schwester keine Hilfe. Von der Mutter fühlte sie sich Zeit ihres Lebens ungeliebt und zurückgesetzt, die Schwestern konnten sich noch nie ausstehen. Sehr viel Handlung bietet der Roman nicht. Die Schilderung von Fridas gegenwärtiger Lebenssituation - nach abgebrochenem Studium und Aushilfsjob tritt sie eine Stelle als ungelernte Journalistin bei einer Zeitung an, wo sie für ein Konkurrenzblatt spionieren soll - wechselt sich ab mit Rückblenden auf Fridas Kindheit und Jugend, die angesichts einer tablettensüchtigen Mutter und eines zum Jähzorn neigenden Vaters nicht wirklich schön war. Das ist nicht genug, um mich auf 300 Seiten in den Bann ziehen zu können, so dass ich das Buch nicht unbedingt empfehle. Im Original erschien es übrigens bereits 2004 und erhielt den Halldór-Laxness-Literaturpreis.

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  • Familie und andere Probleme

    Die grüne Bluse meiner Schwester

    Igelmanu66

    01. March 2014 um 14:01

    Frida ist Mitte zwanzig und unglücklich. Gerade ist ihr Vater gestorben, der für sie der wichtigste Mensch im Leben war. Von der Mutter hat sie sich nie geliebt gefühlt und das Verhältnis zu ihrer Schwester als schlecht zu bezeichnen, ist noch sehr vorsichtig ausgedrückt. Auch sonst weiß sie nicht recht, was sie mit sich und ihrem Leben anfangen soll. Ihr Studium hat sie abgebrochen und jobbt seitdem in einer Parfümerie. Aber kann das auf Dauer alles gewesen sein? Ihre Chefin – die viel von Frida hält – gibt er den Tipp, mal Kontakt zu ihrer Schwester aufzunehmen. Diese ist Chefredakteurin bei einem Zeitungsverlag und ständig auf der Suche nach guten Journalisten. Frida hat Zweifel, ob sie überhaupt gut schreiben kann, bewirbt sich aber trotzdem. Und erhält ein sehr überraschendes Angebot. Sie wird eingestellt unter der Voraussetzung, dass sie sich zuvor von einem Konkurrenzblatt als Sommervertretung einstellen lässt und dort dann spioniert… Ich muss gestehen, ich habe Frida sehr schnell ins Herz geschlossen. Diese junge Frau, die einerseits sehr intelligent ist und auf der anderen Seite noch total unerfahren. Sie wünscht sich so sehr, eine Mutter zu haben, die sie um Rat fragen könnte. „Es gibt Frauen, die haben Mütter, an die sie sich in der Not wenden können. Diese Mütter waren da, als ihre Töchter Teenager waren, und auch nicht weit, als ihre Töchter in die Zwanziger kamen. Alles sieht danach aus, dass sie immer noch da sein werden, wenn ihre Töchter in die Dreißiger kommen. … Wenn Kristins Mutter in die Stadt kommt, fahren sie ins Blumenparadies, gehen shoppen oder zusammen essen. Ich war einmal mit ihnen im Hotel Holt. Sie tauschten Neuigkeiten aus, die Mutter erzählte, was auf dem Land passiert war, und Kristin erzählte ihrer Mutter, wie es an der Uni lief. Es war wunderbar. Ich hätte endlos dasitzen und ihnen zuhören können.“ Fridas Mutter verhält sich nur ihrer Schwester gegenüber so. Manche Dinge im Verhalten der Mutter haben mich einfach sprachlos und wütend gemacht! Gleichzeitig wird angedeutet, dass ihr Leben wohl auch nicht einfach war, denn die Mutter war viele Jahre während Fridas Kindheit medikamentenabhängig. Und die Schwester? Auch ihr Verhalten gegenüber Frida ist mehr als fragwürdig. Über ihre Gründe kann man spekulieren. Eifersucht gehört sicher dazu, weil Frida zum Vater ein engeres Verhältnis hatte. Und auch Episoden aus dem Leben der Schwester lernen wir kennen und erfahren, dass auch für sie nicht alles schön und einfach war. Und Fridas neue Arbeit? Sie hat sie mit leichtem Unwohlsein angenommen und ihre Gewissensbisse werden im Laufe des Sommers nicht weniger. Was soll sie bloß tun? Aber am Ende, nach vielem Grübeln, vielen Erinnerungen und reichlich Streitgesprächen findet sie ihren Weg. „Im Schaufenster der Drogerie in der Austurstraeti fiel mir ein gelbes Halstuch ins Auge, das ich unbedingt haben musste, also kaufte ich es. Es war schweineteuer, und ich wusste nicht, wo ich in der nächsten Zeit arbeiten sollte, aber das würde schon alles werden. Es mussten einfach gute Zeiten vor mir liegen, und da konnte es nicht schaden, ihnen mit einem gelben Tuch um den Hals entgegenzutreten.“ Ein schönes Buch, manchmal lustig, manchmal nachdenklich. Leicht zu lesen, Erinnerungen wechseln mit aktuellen Geschehnissen ab. Vor allem mag ich aber auch die Vielschichtigkeit der Figuren. Denn mal ehrlich: Wer hat schon nur gute Seiten? Und wer wusste – vor allem als junger Mensch – schon immer genau, was er tun soll? Auch Frida macht Fehler und ist dadurch, so wie alle anderen Charaktere auch, überaus menschlich.

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  • Die grüne Bluse meiner Schwester

    Die grüne Bluse meiner Schwester

    Machi

    25. February 2014 um 22:02

    Frida ist nie mit ihrer Mutter zurecht gekommen und hat ihre ältere Schwester Gubba gehasst, weil sie sie unfair behandelt hat. Nur mit dem Vater und später mit dem Sohn von Gubba, Gunnar Birnir, ist sie ausgekommen. Nach dem Tod von Fridas Vater sucht sich Frida einen neuen Job, um auf neue Gedanken zu kommen. Sie kündigt in dem Parfümladen und fängt bei dem Wochenblatt als Journalistin an. Die Idee von Frida ist recht originell, teilweise witzig, teilweise traurig und auch bestürzend, wenn sie über ihre mit Tabletten vollgepumpte Mutter und ihre schwierige Kindheit schreibt. Der Erzählstil ist sehr flüssig, locker, witzig aber an manchen Stellen auch sehr zynisch. Die sehr naive Art von Frida ist manchmal etwas störend. Ungewohnt sind auch die teils sehr langen isländischen Namen und Städte, die den Lesefluss ein bisschen hemmen, an welche man sich aber auch gewöhnt.

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  • Die Geschichte von Frida

    Die grüne Bluse meiner Schwester

    Kiwi82

    03. January 2014 um 09:26

    Der Roman “Die grüene Bluse meiner Schwester” von Gerður Kristný erzählt die Geschichte von Frida Pálsson. Sie spielt in Island und dreht sich um Fridas Verhältnis zu ihrer Familie und Fridas Leben nach dem Tod ihres Vaters. Das Buch ist gespickt mit Rückblenden aus der Kindheit der Protagonistin so dass man einen guten Einblick in die Familiengeschichte und die daraus entstandenen Konstellationen. Mit ihrer Mutter und ihrer Schwester versteht Frida sich überhaupt nicht. Zwischen ihnen gibt es keine Zuneigung. Ihren Vater dagegen hat sie sehr verehrt und so bricht Fridas Welt zusammen als ihr Vater stirbt. Nach dem Tod des Vaters kündigt Frida ihren Job da sie nun eine Veränderung sucht. Sie bekommt ein spontanes und sehr fragwürdiges Angebot bei einer Tageszeitung. Die Figur Frida war mir am Anfang sehr suspekt. Sie wird nur sehr verschwommen dargestellt, aber mit dem Einstige in die Tageszeitung lernt man auch ihre taffe, schlagfertige und moderne Seite kennen. Leider bleibt die Geschichte belanglos und erzeugt weder Neugierde noch Spannung. Sie plätschert so dahin und erzählt Fridas Geschichte weiter. Durch die einfließenden Rückblicke verkompliziert sich die Geschichte etwas. Auch die Isländischen Orte und Namen machen das Lesen etwas schwieriger. Die Autorin schafft es aber die Texte durch zahlreiche humorvolle, teils sarkastische Äußerungen aufzuwerten und so den Leser zu unterhalten. Fazit: Der Roman hat mich nicht voll überzeugt, aber es war dennoch eine angenehme Lektüre und besonders die kleinen Heiterkeit zwischendurch habe ich sehr gemocht.

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  • Ein isländischer Roman – die grüne Bluse meiner Schwester

    Die grüne Bluse meiner Schwester

    Lilka

    31. December 2013 um 10:14

    Das Buch beginnt mit der Beerdigungsfeier von Fridas Vater. Es stellt sich schnell heraus, dass sie zum Vater eine enge Beziehung hatte, mit ihrer Mutter und vor allem ihrer Schwester Gubba aber gar nicht klar kommt. Während sie nun versucht den Tod ihres Vaters zu verarbeiten, beschließt sie auch gleich, ihr Leben zu ändern. Sie ist Mitte 20 und hat nach Abbruch ihres Studiums zwei Jahre in einer Parfümerie gearbeitet, will jetzt aber neu anfangen. Durch ihre Chefin Áslaug bekommt sie Kontakt zu deren Schwester Arna, die Chefredakteurin bei einer Zeitung ist. Diese will sie aber nicht gleich einstellen, sondern sie soll erst mal beim Konkurrenzblatt anfangen, herausfinden, was dort so läuft und danach einen Artikel darüber schreiben. Es gibt immer wieder Rückblicke auf Fridas Kindheit und Jugend. Dabei wird schnell klar, dass in der Familie vieles nicht gut gelaufen ist, und selbst der Vater, den sie nun so vermisst, eigentlich gar kein guter Vater war. Diese Rückblicke verschaffen einem eine etwas größere Vertrautheit mit Fridas Charakter, ihren Gedankengängen, und erklären ein wenig, wie sie zu der Person wurde, die sie heute ist. Die Beschreibung ihrer Beziehungen zu ihren Mitmenschen sind geistreich und ließen mich oft schmunzeln. Für ein lautes Auflachen hat es allerdings nicht gereicht Die Geschichte plätschert ohne größere Höhepunkte dahin, obwohl sie viele witzige Momente hat. Zwischendurch wurde es mir dennoch ziemlich langweilig, und ich hatte nicht immer Lust weiterzulesen. Am Ende wird es dann doch noch kurz spannend, aber dazu will ich natürlich nicht mehr verraten. Insgesamt kein gutes Buch, aber auch kein ganz schlechtes. Witzige und traurige Momente, und oft auch viel Ironie gerade in diesen traurigen Passagen, aber einfach zuwenig durchgehende Handlung. Nur zwei Sterne, da ich es niemandem weiter empfehlen würde.

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  • SuB-Abbau-Challenge 2014 - ran an die ungelesenen Bücher!

    Daniliesing

    Achtung: Man kann jederzeit noch einsteigen! Er ist Freude und Leid zugleich, er wächst und wächst und wird dabei immer schöner, aber auch erdrückender. Die Rede ist vom SuB ( Stapel ungelesener Bücher), der sich bei immer mehr Lesern in ungeahnte Höhen ausweitet. Bei vielen ist es mittlerweile sogar so weit, dass es gar nicht mehr möglich ist, alle ungelesenen Bücher auf einen Stapel zu stapeln. Es sei denn man nimmt die Gefahr in Kauf, vom eigenen Bücherstapel erschlagen zu werden. Deshalb muss ganz dringend eine Lösung her, damit all unsere wunderbaren ungelesenen Bücher nicht länger ein trauriges Dasein in den Regalen fristen müssen: Die große LovelyBooks SuB-Abbau-Challenge 2014 Ihr möchtet etwas dagegen tun und auch mal wieder Bücher lesen, die vielleicht schon länger ungelesen im Regal stehen? Ihr braucht eine Entscheidungshilfe dabei, was ihr 2014 lesen sollt? Dann haben wir jetzt die perfekte Lösung für euch. Macht mit bei dieser Challenge, lest im kommenden Jahr 12 Bücher von eurem SuB, die jemand anderes für euch aussucht, und entdeckt so "alte" Buchschätze ganz neu! Die Regeln Meldet euch bis zum 21. Dezember 2013 für diese Challenge an! Schreibt für eure Anmeldung hier einen Kommentar mit einem Link zu einem Regal eurer ungelesenen Bücher bzw. eures SuBs hier bei LovelyBooks! Verratet außerdem, wie viele Bücher vom SuB ihr in einem Jahr schaffen möchtet (mindestens 12, gern aber auch mehr, wenn ihr euch das zutraut)! Euer SuB sollte mindestens 25 Bücher umfassen, damit auch etwas Auswahl vorhanden ist. Am 22. Dezember bekommt ihr je einen Teilnehmer von mir zugelost, für den ihr 12 (oder mehr) Bücher vom SuB aussucht, die derjenige 2014 lesen soll. Bitte postet bis spätestens 31.12. hier im Thema die Bücher, die ihr für euren SuB-Abbau-Partner ausgewählt habt. Wenn es jemand verpasst, werde ich spontan selbst die Bücher auswählen, damit jeder weiß, was er 2014 lesen kann. Ab 01.01.2014 geht es dann richtig los - die Bücher, die für euch ausgesucht wurden, können ab diesem Zeitpunkt gelesen werden. Wenn ihr ein Buch beendet habt, sagt hier Bescheid und schreibt gern auch eine Rezension oder eine Kurzmeinung auf der Buchseite zum Buch. Wir sind sicher alle neugierig, wie es euch gefallen hat :) Ihr habt die Anmeldephase verpasst? Kein Problem, schreibt einfach trotzdem hier, wenn ihr noch später einsteigen möchtet und sobald wir mehrere Nachzügler haben, verlose ich wieder neue Partner, die für euch Bücher auswählen. Unter allen Teilnehmern, die ihr Ziel von 12 (oder mehr) Büchern erreichen, verlosen wir eine schöne Überraschung, die jedoch nicht aus Büchern bestehen wird. Wir wollen den SuB ja nicht wieder in die Höhe treiben ;-) Ihr habt Fragen zum Ablauf, den Regeln etc. - dann fragt am besten direkt hier in einem Beitrag und ich antworte schnellstmöglich. Teilnehmer: AefKaey, (3) Ajana, (2) Anendien (5/15) angiana, Anneblogt, Annilane, (2) battlemaus, (5/20) Bellchen, (2/20), Birnchen (0/14) Bluebell2004,  (2) BluevanMeer, (6/12) books4life, bookscolorsandflavor, (6/16) Buchrättin, (1) Buechermaus96, (1) Büchernische (0/12) Buecherwurm1973, (1/15) Carina2302, carooolyne, Caruschia, celynn, (4/15) christiane_brokate, CitizenWeasel, Clairchendelune, Clouud, Code-between-lines, Daniliesing, (1/18) Desaris,, die_moni (0/12) Dunkelblau, (4/15) Eatacatify, (2) eighttletters, (3) elena2607, (2/12) Elfendy, (9/24) Emma.Woodhouse, Eskarina*, (1) Fanny2011, (7/18) FantasyDream, Fay1279, (5) Federchen, (1/18) fireez, franzzi, (2) frozenhighways, (4/15) Ginger1986 (1/12), grinselamm (1/12) Gruenente, (2) HarIequin, (2), Hello-Jessi (0/35) irishlady, jana_confused (7/12) janaka, Jeanne_Darc, (6/20) jess020, (1) Juliaa, Julia_Ruckhardt, justitia, (2) kabahaas, Kajaaa, (0/12) Kanujga, (5/20) Karokoenigin, (3/20) Katesbooks, KatharinaJ, (4/12) kathrineverdeen, , katrin_langbehn (0/14) Kendall, (9/20), Kirschbluetensommer (0/12) kiwi_,  Kleine1984, (4/10) Kleines91, (11/15) kolokele, (1) kornmuhme, (1) Krisse, (2) kugelblitz85, Kurousagi, LaDragonia, (6/12) LadySamira091062, LaLecture, Larischen, (4) Leochiyous, , Leopudding (0/15) LeseAlissaRatte, lesebiene27 (1/20 Leselotteliese, (1) Lesemaus85, (1) Lialotta, LibriHolly, (1/12) Lilawandel, (6/15) Lilli33, (11/18) lilliblume, (4) lisam, (11/20) Literatur, (1/20) Lizzy_Curse, Loony_Lovegood, (2) Lovely_Lila (0/12) LuluCookBakeBook, (1) Lumpadumpa (0/12) Lyiane, (3) mamenu, (1) Manja82, (4) manu2581 (5/25) mareike91, (3), maristicated (0/12) mecedora, (1) merlin78, (5/12) MiHa_LoRe, (5) Mikki, (4/12) milasun, minnimaus, (1/12) Mira123, (1) MissMisanthropie, (4/12+1) MoniUnwritten, moorlicht, Moosbeere, (4/12) Morrighan, Naddlpaddl, (2) NaGer, (1) Nancymaus, (5/12) Ninasan86, Niob, (2/12) Normal-ist-langweilig, (6/12) NussCookie, (4/13) oOVioOo, pamN, (2/15) paschsolo, (12/12) passionelibro, (3/12) Philip, Phini, problembaum, (0/12) Queenelyza, (11) Rine, (5) RinoaHeartilly, Ritja, , Robsi (0/16) Rocio, (4/20) Roxy Malon, Salzstaengel, (1) samea, Schlehenfee, (7/12) schokoloko29, (4/12) SchwarzeRose, sechmet, (2/12) Seelensplitter, (3) sKy, (8/20) Sommerleser, (4/12) Starlet, sternblut, (2) sugarlady83, (3) summi686, (5/25) Sunny Rose, Sunny87, Sunshine_Books, (5/20) supertini, (1/12) Sweetybeanie, (5/12) Synic (0/12) The iron butterfly, (3/12) Tiana_Loreen, (1/15) Tini_S, (4/12) Tintenelfe, (2) viasera, (4/15), weinlachgummi (3/12) werderaner, (3) Wiebkesmile, (1) Wildpony, World_of_tears91, xXeflihXx, (1) Yvonnes-Lesewelt, (1) Zidisbuecherwelt, Zuellig, (5)

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    • 2011
  • Isländische Plätschergeschichte

    Die grüne Bluse meiner Schwester

    DaniB83

    20. December 2013 um 20:24

    Der Roman, welcher in Island und die meiste Zeit davon in der Hauptstadt Reykjavík spielt, ist im Original schon etwas älter. Bátur með segli og allt, so der isländische Titel, erschien bereits 2004, bekam den Halldór Laxness-Preis dafür und wurde nun von Tina Flecken ins Deutsche übersetzt. 304 Seiten stark ist die Geschichte rund um Frida, deren Vater verstarb und auf dessen Begräbnis eine Geburtstagstorte für den 6-jährigen Aron aufgetischt wird. Solche und ähnliche mehr oder minder lustige Szenen finden sich in dem auf 36 Kapiteln aufgeteilten Werk. Frida ist Mitte zwanzig, arbeitet in der Parfümerie ihrer Bekannten Áslaug und bekommt von deren Schwester Arna ein dubioses Jobangebot, welches sie annimmt. Der zweite Strang der Geschichte dreht sich um Fridas Familie. Mit Mutter und Schwester Gubba versteht sie sich gar nicht und ihr Vater ist erst vor kurzem verstorben. Den einzigen Verbündeten in ihrer näheren Umgebung findet sie in Gubbas Sohn Gunnar Birnir. Ab und an trifft sich Frida mit ihrer ehemals besten Freundin Kristín, doch das Verhältnis scheint auch nicht mehr das beste zu sein. Der Roman plätschert dahin und sollte er einen Anspruch daran stellen, lustig zu sein, so hat er das nicht geschafft. Die Protagonistin ist relativ sympathisch aber wenig zugänglich, deshalb erschwert es die Entwicklung einer Empathie oder eines Mitgefühls für Frida. Syntaktisch ist das Buch klasse, denn man liest sich schnell durch und stolpert kaum über Monstersätze à la Thomas Bernhard (mit dessen Werke ich aber hier auch keinen Vergleich anstellen will). Also wie gemacht für ein, zwei klirrend kalte Winterabende. Die ersten Seiten müssen auf jeden Fall übertaucht werden, bis es dann mal etwas interessanter wird beziehungsweise bis man in den Roman und den Schreibstil (der Übersetzerin) eintauchen kann. Wer diese Hürde gemeistert hat, dem wird der Roman Die grüne Bluse meiner Schwester gut gefallen, alle anderen sollten nach etwa 50 Seiten den Hut drauf werfen, denn besser, aber auch schlechter, wird’s nicht mehr. Keine klare Empfehlung von meiner Seite, außer man kennt sich in Reykjavík ein bisschen aus und versteht sich literarisch auf isländische Romankunst. Hier der Link zur vollständigen Rezension auf meiner Webseite: http://www.buchwelt.co.at/2013/12/20/rezension-gerdur-kristny-die-gruene-bluse-meiner-schwester/

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  • Mittelprächtig

    Die grüne Bluse meiner Schwester

    Tapani

    16. December 2013 um 00:37

    Man kann sich seine Familie nunmal nicht aussuchen. So ergeht es auch Frida. Ihr Vater ist vor kurzem verstorben, ihrer Mutter psychisch labil und tablettensüchtig und ihre Schwester Gubba hat kaum etwas für Frida übrig - vorallem nicht Geschwisterliebe. Der Tod ihres Vaters konnte die drei Frauen nicht zusammenschweißen. Im Gegenteil: Sie entfernen sich immer mehr voneinander und die Fronten scheinen sich immer weiter zu verhärten. Und auch ihr neuer Job bringt ihr nicht die Veränderung, die sie sich erhofft hat. Lohnt es sich überhaupt, wenn man versucht es allen irgendwie recht zu machen? Der erste Eindruck von "Die grüne Bluse meiner Schwester" war sehr positiv. Die Handlung klang vielversprechend und auch der Schreibstil von Kristný mochte ich. Letzterer passte zu der Hauptperson Frida, die in der "Ich"-Perspekte von ihrer Familie, ihrem aktuellen Job und auch von ihren Familienerinnerungen erzählt. Er wirkt jung, lebendig und ist auch gerne mal humorvoll. So lies sich das Buch gut und flüssig lesen. Die etwas düstere Stimmung bei Büchern aus Island war mir schon bekannt, von daher hatte es mich auch nicht sonderlich überrascht, dass es auch hier etwas düsterer wurde. Der Klappentext macht allerdings einen komplett anderen Eindruck, und dem wird das Buch leider weniger gerecht. Unter anderem wird beispielsweise von "guten Freunden" und "Lebenslust" gesprochen, beides konnte ich jedoch eher weniger feststellen. Frida war zu ihrer Umwelt eher ziemlich negativ eingestellt. Sei es durch ihre Kindheit oder auch einfach durch ihr Wesen. Und auch ihre Freunde konnte man nicht unbedingt als "gute Freunde" betiteln, sondern wirkten eher wie "mehr oder weniger gute Bekannte". Auf mich wirkte es teilweise irreführend. Vielleicht ist in Island auch einfach nur die Definition von "guten Freunden" eine andere als hier. Von der Handlung selbst war ich ein wenig enttäuscht. Es begang wirklich vielversprechend und flachte immer mehr ab. Zwar gefielen mir die Wechsel zwischen dem Jetzt und dem Damals, aber es fehlte ein wenig der Schwung. Frida wirkte nicht lebenslustig, sondern eher passiv und lies sich ordentlich herumschubsen. Sie wehrte sich sehr selten. Zum Ende hin bekam sie nochmal eine Wendung, die im Gegensatz zum restlichen Buch auf mich merkwürdig wirkte. Es fiel mir allgemein auch sehr schwer, irgendeine Verbindung zu ihr oder den anderen Figuren aufzubauen. Nur einer kam mir relativ nah, und der hatte leider eine sehr sehr kleine Rolle in Fridas Geschichte. Ich würde jetzt nicht soweit gehen und sagen, dass das Buch absoluter Mist war. Das Buch kann nicht mit dem überzeugen, was der Klappentext verspricht und ich kann auch nicht behaupten, dass Fridas Familie wirklich so sehr im Vordergrund stand, um es als ein "Familiendrama" durchgehen zu lassen. Schön war es bestimmt wirklich nicht - fesselnd aber leider auch nur bedingt.

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  • Isländischer Humor par excellence

    Die grüne Bluse meiner Schwester

    Porcelaine87

    11. December 2013 um 13:33

    Frida hat einiges zu verarbeiten. Kürzlich ist ihr Vater gestorben und ihre heile Welt bricht zusammen. Übrig bleibt die restliche Familie, über die sie nicht sonderlich gute Worte verliert, aber zu der sie andererseits immer wieder zurückfindet. Ihre Mutter wäre Fridas Vorstellungen entsprechend noch vor ihrem Vater verstorben und selbst die Schwester sollte diesen besser nicht überleben. Denn was gäbe es Frida zufolge Schöneres, als mit ihrem Vater zusammen in Milch-, Schoko- und Obstläden zu gehen, um im Anschluss daran „Bimmelimm“ in der Straßenbahn zu rufen. Doch nun ist er nicht mehr da und Frida bleibt mit ihren Gedanken, Erinnerungen sowie ihrer ungeliebten Familie und einer ungewissen Zukunft zurück... „Die grüne Bluse meiner Schwester“ von Gerdur Kristny ist ein Roman, welcher mit einer Mischung aus düsterem Humor und zahlreichen Emotionen die Geschichte der Protagonistin Frida erzählt. Der Inhalt ist recht schnell umrissen, dreht sich alles um die junge Frau, ihrer Beziehung zur Familie sowie ihren tapsigen Versuchen als Reporterin. Denn neben der Tragödie um den väterlichen Tod bricht Frida aus ihren beruflichen Gewohnheiten aus und wagt sich auf das unsichere Parkett des Journalismus. Ein großer Pluspunkt für die Geschichte ist der Umstand, dass die junge Frau dabei ihr Herz auf der Zunge trägt und dem Leser ein Lächeln entlockt, aber auch andere Gefühle wie Wut und Trauer anspricht. Die Autorin schafft es mit Hilfe eines frischen Schreibstils die Thematik etwas aufzulockern und sorgt mit der sympathischen Protagonistin für unterhaltsame 304 Romanseiten. Alles in allem ein humorvoll-tragisches Buch über das Leben und einer Lektion über ungebrochene Lebensfreude, vermittelt durch eine isländische „Romanheldin“.

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  • Erzählung eines typischen chaotischen Familienlebens, die nur bedingt überzeugen kann

    Die grüne Bluse meiner Schwester

    coala_books

    10. December 2013 um 11:45

    Wer kennt das wohl nicht, wenn man von der eigenen Familie einfach nur genervt ist. So geht es auch Frida, die sich nach dem Tod des Vaters nochmal so richtig der nervigen Gewohnheiten ihrer Familie bewusst wird. Denn eigentlich war sie ein Papakind und kann mit dem Rest der Familie gar nicht so viel anfangen. Besonders mit ihrer Schwester kommt sie gar nicht klar, da bei ihr immer alles besser erscheint, obwohl Frida eigentlich ein gutes Leben hat. Der Schreibstil an sich ist recht flüssig und das Buch liest sich daher ganz gut. Leider zieht sich durch die gesamte Geschichte eher ein negativer Ton und eine genervte Grundstimmung. Erwartete Familienerinnerungen bleiben aus beziehungsweise sind eher negativer Natur. Bei dem einen oder anderen Anekdote wird man sicherlich auch an die eigene Familie erinnert, jedoch mag sich der eine oder andere nach einer Weile eher genervt oder gelangweilt fühlen.. Jede Menge Wut auf die Familie, aber auch Hoffnung und Liebe zeichnen die Protagonistin aus,. Das jedoch ist ist sicherlich ein normaler Blick aufs Leben, denn es herrscht nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen. Eine nette Erzählung über ein chaotisches Familienleben und eine Hauptprotagonistin, die ihren Platz darin sucht. Mich konnte das Buch leider nur bedingt überzeugen, aber der eine oder andere wird sich sicherlich darin wieder finden.

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