Gerald Benedict

 4.3 Sterne bei 3 Bewertungen

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Der Fünf-Minuten-Philosoph

Der Fünf-Minuten-Philosoph

 (3)
Erschienen am 01.07.2013

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Rezension zu "Der Fünf-Minuten-Philosoph" von Gerald Benedict

Fünf Minuten Philosophie am Tag
Bibliomaniavor 5 Jahren

Eines der neuesten Bücher zum Thema Philosophie hat Gerald Benedict mit dem „Fünf-Minuten-Philosoph“ herausgebracht. In diesem widmet er sich verschiedensten Fragen zu den Themen Wissen, „Ich“, Kosmos, Menschheit, Spiritualität, Religion, Glaube und Verhalten und lockert das Buch mit vielen Zitaten bekannter Philosophen und Persönlichkeiten auf.

Mit nicht einmal 200 Seiten werden die angeblich 80 ewigen Fragen gestellt, wobei die Antworten doch ein wenig kurz gefasst sind. Andererseits bekommt man so einen kurzen Überblick über verschiedene Ideen und die Denker unterschiedlichster Zeiten, von Aristoteles bis Zhuangzi. Das Buch ist leicht verständlich und regt zum Nachdenken an, dennoch war es in meinen Augen ein wenig zu religionslastig. Ein großer Teil beschäftigt sich mit Religion, dem Glaube, Gott und Spiritualität. Ich hätte mir ein wenig mehr Wissenschaft, Politik oder Biologie gewünscht.

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M

Rezension zu "Der Fünf-Minuten-Philosoph" von Gerald Benedict

„Dazwischen sind ein Happen und Getränk ganz nützlich......“
michael_lehmann-papevor 5 Jahren

 

Das etwas für das leibliche Wohl zwischendurch zumindest ganz nützlich sind, dass ist eine der Erkenntnisse eines jüdischen Philosophen, was den Weg der Erkenntnis der wichtigen Dinge und großen Fragen des Lebens angeht. Auf der Suche nach dem „Sinn vom Ganzen“, ob man arbeitet, um zu leben oder lebt, um zu arbeiten, ob man religiöse Vereinigung sucht oder eine allgemeinverbindliche Ethik, ob man die Welt verbessern oder sich „nur“ auf ihr wohlfühlen will in seiner Lebenszeit, all das gehört natürlich auch dazu.

 

Aber auch die Kleinigkeiten des Lebens, die man leicht übersieht, sind wichtig und tragen Antworten in sich, wie das kleine Bonmont des „Häppchens“ des jüdischen Philosophen  im Rahmen der Frage nach dem „Sinn des Lebens“ gut vermittelt. Und das ist nicht die einzige oder letzte vermeintliche „Kleinigkeit“, welche die Lektüre so erfreulich gestaltet.

 

Im Rahmen der Darstellung gelingt es Gerald Benedict, mögliche Antworten auf die großen Fragen der Menschheit, Philosophien und „große“ Gedankengebäude in aller Kürze auf den Punkt darzustellen, aber auch den Blick auf die dazugehörigen „Nebengedanken“ zu leiten.

 

Wissen, das Ich, Kosmos, Menschheit, Spiritualität, Religion, Glaube, das Verhalten (Moral und Ethik), es sind wahrlich die großen Themen der Geistesgeschichte und des menschlichen Fragen nach sich selbst, die Benedict im Buch ordnet und mit 80 Fragen, verteilt auf die Themenbereiche, dem Leser mit auf die Spur hilft, die Antworten der Geistesgeschichte in komprimierter und übersichtlicher Form zu erfahren. Ob Wissen richtig sein kann und woher man das dann weiß oder wie Wissen und Weisheit zusammenhängen gehört dann genauso in diesen Fragenkatalog, wie die Betrachtung, warum Menschen unterschiedlich sind oder ob sie sich wirklich ändern können. Vom Tod bis zum moralischen Gebot, ob das Leben einen Sinn hat oder nur Teil eines „kühlen“ Universums ist, was eigentlich Religionen sind und ob es das Böse gibt und vieles mehr stellt Benedict vor die Augen des Lesers.

 

Im Übrigen geschieht dieses „vor Augen stellen“ nicht fundamentalistisch. Es sind keine „letztgültigen Antworten“ die Gerald Benedict quasi „verkündet“. Was auch gar nicht geht, wie die Geistesgeschichte zeigt, nicht nur bei der Frage, ob es „ein Leben nach dem To gibt“. In der Art der Darbietung laden die vielfachen Themen und Antworten sachte zum Bedenken, zum Finden eigener Antworten ein. Dies dann aber auf der Basis dessen, „was schon gedacht worden ist“. Und das ist anregend zu lesen, gut verständlich dargeboten und mit der eigenen Meinung und Bewertung des Autors versehen.

 

Die 80 Fragen wirken ein stückweit natürlich in ihrer Auswahl persönlich gefärbt, ob darin wirklich das gesamte Spektrum der wichtigsten Themen abgedeckt ist, bleibt. Ebenso bleibt anzumerken, das mit gleich drei großen Hauptteilen (Spiritualität, Religion, Glaube) die religiöse Dimension doch sehr breiten Raum einnimmt im Buch. Wobei Benedict auch hier nicht dogmatisch argumentiert, sondern auch den Atheismus und die Funktion der Intuition ebenso offen aufnimmt, wie er sich kritisch zum Fundamentalismus und zur Frage, ob nicht alle Religionen recht haben können, äußert.

 

Alles in allem eine gut formuliertes, verständliche und breit zusammengestellte Schau des „fragenden menschlichen Geistes“. Anregend und jeweils auch in „Häppchen“ zu lesen und zum eigenen Weiterdenken anregend.

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W

Rezension zu "Der Fünf-Minuten-Philosoph" von Gerald Benedict

Die Antworten, die er gibt, sind sehr verständlich, erfrischend unideologisch
WinfriedStanzickvor 5 Jahren


 

Warum es gerade 80 “ewige Fragen“ sind, die der französische Philosoph Gerald Benedict ausgewählt hat, mag sein Geheimnis bleiben oder den Seitenvorgaben seines Verlages geschuldet sein. Zu insgesamt acht Themenbereichen hat er versucht Antworten  zu finden auf Fragen, die sich die Menschen zum Teil schon seit langen Zeiten stellen und die Philosophen in Ost und West beschäftigt haben seit den Anfängen. Es sind aber auch sehr neuzeitliche Fragen darunter, wie etwa die, ob die Intelligenz überbewertet wird, und vor allen Dingen die Fragen, die mit dem Kosmos zusammenhängen:

 

1.    Das Wissen

2.    Das Ich

3.    Der Kosmos

4.    Die Menschheit

5.    Die Spiritualität

6.    Die Religion

7.    Der Glaube

8.    Das Verhalten

 

Die Antworten, die er gibt, sind sehr verständlich, erfrischend unideologisch und laden immer zum Weiterdenken ein. Sie können helfen, vor den großen Fragen nach Gott und der Welt, nach dem Sinn des Lebens nicht zu kapitulieren, sondern sie offen zu halten, die Suche nach den für mich persönlich richtigen Antworten nie aufzugeben.

 

Insofern hilft dieses Buch mit kleinen, tatsächlich in fünf Minuten lesbaren ( aber nicht in dieser Zeit zu verarbeitenden und zu verinnerlichenden Texten) sich seine eigene geistige und intellektuelle Unabhängigkeit zu bewahren vor all den Stimmen, die immer genau zu wissen vorgeben, was richtig ist.

 

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