Gerald Durrell

 4.2 Sterne bei 25 Bewertungen
Autor von Meine Familie und andere Tiere, Der Spottvogel und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Gerald Durrell

Die faszinierende Welt der Tiere: Gerald Malcolm Durrell ist im Januar 1925 in Jamshadpur, Indien, als jüngstes von vier Kindern geboren. Nach dem Tod seines Vaters zieht Durrell 1928 mit seiner Familie zunächst nach England, 1935 nach Korfu. Dort beschäftigt er sich intensiv mit der Tierwelt der Insel und weckt dadurch sein späteres berufliches Interesse. Er absolviert eine Ausbildung als Tierpfleger und beginnt, als Tierfänger für verschiedene britische Zoos zu arbeiten. Seine Suche nach seltenen Tieren führt ihn um die ganze Welt: so bereist er unter anderem Paraguay, Mexiko und Madagaskar. 1950 erkrankt er an Malaria und nutzt die damit einhergehende Ruhephase für die Arbeit beim Rundfunk und Fernsehen. 1959 gründet er seinen eigenen Zoo auf Jersey, einer Insel im Ärmelkanal, um bedrohte Tierarten vor dem Aussterben zu bewahren. Zudem hat Durrell mehr als 30 Bücher über Tiere und Zoologie geschrieben. Seine Autobiographie mit dem sarkastischen Titel „Meine Familie und anderes Getier“ wurde 2005 sogar verfilmt. Das Buch befasst sich mit seinen Entdeckungen während seiner Kindheit auf Korfu. Für seine Arbeit ist er mehrfach ausgezeichnet worden, hat zwei Doktortitel verliehen bekommen und wurde 1982 zum Mitglied des Order of the British Empire ernannt. Gerald Durrell starb am 30. Januar 1995 auf Jersey.

Neue Bücher

Meine Familie und andere Tiere

 (8)
Neu erschienen am 02.11.2018 als Hardcover bei Piper.

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Meine Familie und andere Tiere

Meine Familie und andere Tiere

 (8)
Erschienen am 02.11.2018
Der Spottvogel

Der Spottvogel

 (5)
Erschienen am 01.06.1997
Ein Koffer voller Tiere

Ein Koffer voller Tiere

 (2)
Erschienen am 01.01.1999
Gerald Durrells Naturführer

Gerald Durrells Naturführer

 (0)
Erschienen am 01.11.1988
Die Tiere in meiner Arche

Die Tiere in meiner Arche

 (4)
Erschienen am 01.02.1997
Eine Verwandte namens Rosy

Eine Verwandte namens Rosy

 (3)
Erschienen am 01.07.1993
My Family and Other Animals

My Family and Other Animals

 (2)
Erschienen am 19.03.2012
Dominoes

Dominoes

 (1)
Erschienen am 29.03.2010

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Neue Rezensionen zu Gerald Durrell

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Bibliomaries avatar

Rezension zu "Meine Familie und andere Tiere" von Gerald Durrell

Wir haben unsere Mutter gut erzogen
Bibliomarievor 9 Tagen

Als ich in den frühen 70igern meine Ausbildung zur Buchhändlerin begann, war dieses Buch von Gerald Durrell immer noch ein Standardtitel. Regelmäßig wurde diese heiter-turbulente Familiengeschichte verkauft. Nun bringt der Piper Verlag eine neu übersetzte Ausgabe auf den Markt und aus Nostalgie habe ich das Buch gelesen.

 Es hat nichts von seinem Charme verloren. Es mutet fast exotisch an, wie die englische Familie 1935 nach Korfu übersiedelt. Sonne und Wärme und wahrscheinlich auch die günstigen Lebenshaltungskosten waren wohl der Grund. Die inzwischen verwitwete Mutter Durell und ihre vier Kinder stammen aus einer typischen Kolonialbeamten-Familie. Sie lebten in Indien, dort wurden die Kinder geboren und haben ihre Kindheit verbracht. Die Rückkehr nach England war wohl auch ein Kulturschock, was zart angedeutet wird, wenn die Mutter ihre indischen und ceylonesischen Kochbücher hortet und auch auf Korfu Currys und andere asiatische Köstlichkeiten zubereitet.

Die Beschreibung der Insel mutet fast archaisch an, Hirten und einfache Bauern werden Freunde, immer zur Gastfreundschaft bereit und Trauben, Feigen und Melonen zu teilen. Eine untergegangene Welt, in die ich hier eintauchen konnte.

Für Gerry war Korfu Freiheit und Paradies. Ohne lästige Schule – ein Freund der Familie erteilt ein wenig planlos Privatunterricht – kann er sich ganz seiner Leidenschaft widmen: Tiere zu beobachten. Hier wird der Grundstein zu seiner Karriere als autodidaktischer Zoologe gelegt. In der Familie geht es turbulent zu: der älteste Bruder schreibt an seinem Roman, Gerry schleppt allerlei Viehzeug an, die Schwester testet ihre Wirkung auf Inselbewohner und allerhand seltsame und skurrile Gäste bevölkern das Haus. Diese Idylle dauert einige Jahre, bis der drohende Zweite Weltkrieg die Familie wieder zurück an England bringt.

Auch wenn das Buch schon 1956 zum ersten Mal erschien, es hat sich seine Frische bewahrt und lohnt auch heute noch das Lesen. Eine amüsante, mit typisch englischem Humor geschriebene Geschichte, die viel von der Faszination Durrells für Flora und Fauna vermittelt


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Giselle74s avatar

Rezension zu "Meine Familie und andere Tiere" von Gerald Durrell

Rundherum schön
Giselle74vor 24 Tagen

Endlich kann ich mal wieder hemmungslos schwärmen! Dieses Buch ist nahezu perfekt. Zum einen hat es einen wunderbar passenden Einband, auf dem viele der Tierchen zu sehen sind, denen man im Laufe der Lektüre begegnet und zum anderen ist es einfach so charmant und lustig geschrieben, dass man es nur höchst ungern wieder aus der Hand legt.
Auf der Flucht vor dem nasskalten Wetter Englands zieht die Familie Durrell auf die griechische Sonneninsel Korfu. Fünf Jahre bleiben sie dort, fünf Jahre, die allen unvergesslich geblieben sein dürften. Zu diesem Zeitpunkt ist der Autor Gerald Durrell zehn Jahre alt und interessiert sich zum Leidwesen seiner Familie sehr für die Fauna der Insel. Im Laufe der Jahre nehmen sie vier Hunde, diverse Schildkröten, eine Möwe, zwei Elstern und anderes Getier, einschließlich einer Skorpionmutter und Brut, bei sich auf. Meine Bewunderung gilt dabei Mutter Louisa, die mit unendlicher Ruhe und Liebenswürdigkeit die Eskapaden ihrer Kinder ausbadet. Denn neben Gerry wären da noch der dreiundzwanzigjährige Larry, auf dem Wege zum Schriftsteller, allwissend und über den Dingen stehend; der neunzehnjährige Leslie, ein Waffennarr und Traumschiffbauer und die achtzehnjährige Margo, deren knappe Badeanzüge die gesamte männliche Inseljugend auf den Plan ruft.
Selten habe ich ein so unbeschwert fröhliches Buch gelesen, so durchgehend geschmunzelt und gekichert. Diese Erinnerungen sind sonnenwarm und liebevoll und so gut geschrieben, dass ich sogar die detaillierten Beschreibungen diverser Insekten hochspannend fand. Und ich bin sonst kein großer Freund langbeiniger Krabbelviecher...
Eine meiner liebsten Szenen ist diese: Gerry hat Geburtstag und die Familie plant eine kleine, feine Feier. " Wir hatten abgemacht, nur wenige Leute zur Party einzuladen. Menschenmassen seien nicht unsere Sache, sagten wir uns, und deshalb hielten wir zehn sorgfältig ausgesuchte Gäste für das Äußerste, worauf wir uns einlassen wollten. (...) Nachdem wir uns einvernehmlich darauf geeinigt hatten, ging jedes Familienmitglied los und lud zehn Leute ein." Erst am Tag vor der Party fällt auf, dass jeder andere zehn Leute geladen hatte und es nun 46 zu erwartende Gäste sind. Natürlich rettet die Mutter die Situation und es wird ein schönes Fest.
Aus dem kleinen Gerry wurde übrigens ein weltweit bekannter Tierschützer und Erforscher seltener Arten. Das mag auch daran gelegen haben, wie offen seine Familie seine Interessen unterstützt und gefördert hat. Und so ist dieses Buch eigentlich nicht nur charmant, sondern auch eine Art Lehrbuch für den Umgang mit Kindern. Obwohl ich persönlich keine Wasserschlangen in der Badewanne haben möchte, aber sogar die findet man ganz nett, so lange, wie sie in der Geschichte bleiben jedenfalls.
"Meine Familie und andere Tiere" ist meine diesjährige Empfehlung für Weihnachtsgeschenkesuchende. Es ist herzerwärmend, aber nicht kitschig, leicht zu lesen, aber nicht seicht, witzig, aber nicht albern, kurz: es ist nahezu perfekt.

Ich danke dem Piper Verlag herzlich für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar.

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Buchraettins avatar

Rezension zu "Meine Familie und andere Tiere" von Gerald Durrell

Ein Buch für alle Naturliebhaber, leidenschaftliche Tierbeobachter, Liebhaber englischen Humors
Buchraettinvor einem Monat

Ein tolles Buch, das ich am Stück verschlungen habe, das mal vorweg.
Ein Buch für alle Naturliebhaber, leidenschaftliche Tierbeobachter, Liebhaber englischen Humor und wunderschöner zeitloser Familiengeschichten.
Das Buch erschien erstmals 1956.
Es wirkt auf mich fast zeitlos, die Geschichte. Der Autor berichtet in diesem Buch aus dem Jahr 1935. Seine Familie und er, damals 10 Jahre alt, wandern für ein paar Jahre aus England auf die Insel Korfu aus.
Der Autor erlebt nun immer an der Seite seines Hundes und ebenso dem unsichtbaren Begleiter in Form des Lesers seine Kindheit auf der Insel. Er stromert durch die Natur. Beobachtet Tiere, Insekten vor allem und zieht auch verschiedene Tierkinder groß. Er erlebt hier eine unbeschwerte Kindheit mitten in der Natur und die Beschreibungen seiner Tierbeobachtungen fesseln mich als erwachsener Leser an das Buch und sie transportieren auch seine Leidenschaft, die man hier beim Lesen schon spüren kann.
Das Buch besticht durch seinen Humor, der mich als Leser schon auf den ersten Seiten des Buches gefangen nahm und immer wieder schmunzeln ließ.
Mir haben die Natur und Landschaftsbeschreibungen, die Tierbeobachtungen und auch die Begegnungen mit den verschiedenen Menschen vor Ort ermöglicht beim Lesen dieser Geschichte wirklich hautnah dabei zu sein.

Aber auch sein Unterricht, der nicht an einer Schule stattfand, sondern aus einem Privatlehrer bestand.
Diese Details auch zu historischen Themen, das fand ich sehr gelungen. Denn nun kenne ich die ersten Worte von Kolumbus als er Amerikas Boden betrat.
Die Beobachtungsgabe des Jungen, die Informationen zu den Tieren, die Leidenschaft der Erzählung des Buches, das hat mir sehr gut gefallen und mir einige vergnügliche wie lehrreiche Lesestunden beschert- vollste Leseempfehlung.

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Gerald Durrell wurde am 07. Januar 1925 in Jamshadpur (Indien) geboren.

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