Gerald Hüther Was wir sind und was wir sein könnten

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Inhaltsangabe zu „Was wir sind und was wir sein könnten“ von Gerald Hüther

Gerald Hüther hat mit seinem Bestseller 'Was wir sind und was wir sein könnten: Ein neurobiologischer Mutmacher' die Bibel für alle geschrieben, die heute radikal umdenken wollen! Denn es ist kein Wunder, dass ›Burn-Out‹ die Krankheit unserer Zeit ist, dass wir uns vor Krisen nicht retten können. Dies alles entsteht, weil wir im Umgang mit Kindern, mit Kollegen und Mitarbeitern, mit alten Menschen und mit uns selbst den Fehler machen, alles als Ressource zu betrachten. Hierdurch kann eine Gesellschaft kollektiv ihre Begeisterungsfähigkeit verlieren, dann dümpelt man in Routinen dahin, man funktioniert, aber man lebt nicht mehr. Der bekannte Gehirnforscher, Pädagoge und Autor Gerald Hüther plädiert für ein radikales Umdenken: Er fordert den Wechsel von einer Gesellschaft der Ressourcennutzung zu einer Gesellschaft der Potentialentfaltung, mit mehr Raum und Zeit für das Wesentliche. In seiner großartigen, ganz konkreten Darstellung zeigt er aus neurobiologischer Sicht, wie es uns gelingen kann, zu dem zu werden, was wir sein können.

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    Was wir sind und was wir sein könnten

    janett_marposnel

    11. October 2014 um 14:40

    Wenn wir auf die Welt kommen, ist das Gehirn bei allen Menschen gleich groß. Der sich später ergebende Unterschied liegt darin, dass alles was wir gehirntechnisch nicht zu nutzen wissen, abstirbt. Wie die Ressourcen des Gehirns ausgeschöpft werden, hängt von unserer Sippe ab. Je nachdem was für Beziehungserfahrungen wir machen, strukturiert und formt sich unser Gehirn. Im Grunde genommen ist es ein Sozialorgan. Als Säuglinge und Kleinkinder achten wir auf das was unsere Familienmitglieder tun und ahmen ihnen vieles nach. Wenig später beginnt die Gruppe uns nach ihren Idealen zu formen. Wir werden gelobt oder gescholten und wir machen alles mit, weil wir dem Bedürfnis nach Zugehörigkeit nicht nachgeben können. Um zur Gruppe zu gehören, verbiegen und verstellen wir uns und tun das was von uns erwartet wird. In dieser Phase der Anpassung verlieren wir nach und nach unsere natürlichen Instinkte, denn wir fangen an Gefühle zu verstecken oder zur Schau zu stellen, um unserer Gemeinschaft zu gefallen. Es kommt zu einem Widerspruch in uns und um dieser seelischen Belastung standzuhalten, trennen wir unser Gefühl von unserem Verstand und unseren Körper von unserem Gehirn. Wir fangen an zu funktionieren. Thomas Mann hat dieses Phänomen in den „Buddenbrooks“ bereits vor über einhundert Jahren auf den Punkt gebracht: „Durch die Gitterfenster seiner Individualität starrt der Mensch hoffnungslos auf die Ringmauern der äußeren Umstände.“ Je nach gesammelter Erfahrung und Erziehung bahnen wir uns nun einen Weg, um in der Gesellschaft bestehen zu können. Diesen Weg verankern wir in unserem Gehirn und umso ausgelatschter der Weg, desto besser funktionieren wir wie Maschinen. Die Gefühle werden abgeschaltet und wir sehen die Welt nicht so wie sie tatsächlich ist, sondern so wie wir sie uns individuell vorstellen. Die Vorstellung basiert auf den angelegten Gehirnstrukturen, die wir aus unseren erlebten Erfahrungen im Gehirn verankert haben. Das Ende vom Lied – wir funktionieren nur noch und leben nicht mehr, denn das rationale Denken ist in unserer Gesellschaft wichtiger als das Fühlen. Die fragwürdige Kunst des Abtrennens unseres Denkens von unserem Fühlen hat die Menschheit in der Vergangenheit zweifelsohne viel erreichen lassen, aber mittlerweile ist dieses Verhalten nicht mehr folgenlos. Wir befinden uns in einer Sackgasse, die sich Depression, Demenz oder Burn-Out nennt. Gerald Hüther sagt in seinem Buch weiterhin, dass wir aus dieser Sackgasse nur durch die Fackel der Begeisterung am eigenen Entdecken und Gestalten, so wie es Kleinkinder tun, herauskommen, indem wir aufhören nur unsere Ressourcen zu nutzen und anfangen, unser Potenzial zu entfalten. Im letzten Kapitel zeigt er Wege zum Ausstieg aus unserem vermeintlich sicheren Hamsterrad auf. In dem Unterkapitel „Wir könnten gesünder und zufriedener sein“ spricht er auf Seite 134 die Ausübung von Yoga an, anschließend geht er zur Achtsamkeitslehre über und beendet das Kapitel mit dem Hinweis auf die Vorteile der Meditation, ohne weder die eine noch die andere Form dieser Praktiken namentlich zu erwähnen. Leider ist das gesamte letzte Kapitel im Konjunktiv geschrieben. Die Wahl dieser Zeitform steht für mich im Gegensatz zu einem Mutmacher, welcher dieses Buch laut Aufdruck sein möchte. Ein Mutmacher sollte direkt auf seine Leser zugehen und nicht als eine Form der Möglichkeit in Erscheinung treten. Außerdem erschwert diese passive Schreibweise das Lesen und wenn dazu noch Schachtelsätze mit eingestreuten Fachbegriffen kommen, unterbricht das meinen Lesefluss, weil ich an einigen Stellen doch mal kurz mit den Augen rollen muss. Für das Augenrollen gibt es zwar einen Stern weniger, aber ansonsten ist es ein aufschlussreiches Buch über uns Menschen und unser Gehirn, insofern man sich für dieses Thema interessiert.

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  • Rezension zu "Was wir sind und was wir sein könnten" von Gerald Hüther

    Was wir sind und was wir sein könnten

    erlemirs

    08. September 2011 um 18:36

    Die Maxime von Gerald Hüther, daß wir in unserer Entwicklung, bereits vorgeburtlich, zwei grundsätzliche Erfahrungen machen oder Entwicklungen gemacht haben, ist auch der Leitfaden durch das neue Buch des Gehirnforschers: verbunden sein mit dem Lebendigen, der Sehnsucht nach Zugehörigkeit und Bindung und als Gegenpol die Freiheit uns zu entwickeln, zu wachsen und uns unabhängig zu machen. Die Sprache von Hüther ist präzise und leicht verständlich, was sein Werk populärwissenschaftlich macht und dem Leser keine allzu hohen Anforderungen an Fachwissen abverlangt. Breiten Raum widmet er dem Kapitel, wie wir geworden sind, welche Umstände und Lebensgewohnheiten uns zu dem gemacht haben, was wir sind. Und daraus resultiert selbstverständlich eine Abhandlung über das Lernen, den Umgang mit den heranwachsenden Kindern und die Reflexion über die eigene Entwicklung. Das eröffnet uns die Chance zu erkennen, wie wir geworden sind was wir sind, zeigt uns aber auch den mühsamen Weg, wie wir etwas an uns selbst verändern können, wenn es uns gelingt, die eingefahrenen Strukturen unseres Gehirns zu verändern. Was wir dazu brauchen ist der Wille zur Veränderung und die Geduld und Ausdauer eingetretene Gehirnpfade zu verlassen und neue Wege zu bahnen.

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