Was wir sind und was wir sein könnten

von Gerald Hüther 
4,0 Sterne bei23 Bewertungen
Was wir sind und was wir sein könnten
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Neue Kurzmeinungen

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Ein sehr lesenswertes Buch, das uns ermutigt neue Wege im Leben einzuschlagen!

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"Jedes Kind ist hoch begabt" fand ich insgesamt besser und sortierter. Hier finden sich im Vergleich einige Wiederholungen.

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Inhaltsangabe zu "Was wir sind und was wir sein könnten"

Die Bibel für alle, die heute radikal umdenken wollen!

Ob im Umgang mit Kindern, mit Kollegen und Mitarbeitern, mit alten Menschen und mit uns selbst: Wir sind es gewohnt, alles als Ressource anzusehen. Kein Wunder, dass 'Burn-Out' die Krankheit unserer Zeit ist, dass wir uns vor Krisen nicht retten können. Denn auch eine Gesellschaft kann kollektiv ihre Begeisterungsfähigkeit verlieren, dann dümpelt man in Routinen dahin, man funktioniert, aber man lebt nicht mehr.

Der bekannte Gehirnforscher, Pädagoge und Autor Gerald Hüther plädiert für ein radikales Umdenken: Er fordert den Wechsel von einer Gesellschaft der Ressourcennutzung zu einer Gesellschaft der Potentialentfaltung, mit mehr Raum und Zeit für das Wesentliche. In seiner großartigen, ganz konkreten Darstellung zeigt er aus neurobiologischer Sicht, wie es uns gelingen kann, zu dem zu werden, was wir sein können.

'Das Buch ist wirklich ein Mutmacher, denn Hüther zeigt, dass es jedenfalls nicht an unserem Gehirn liegt, wenn wir auch in Zukunft glauben, so weitermachen zu müssen wie bisher.'

Michael Seyfert, RBB Kulturradio, 31.8.2011

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596188505
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:192 Seiten
Verlag:FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum:21.02.2013

Rezensionen und Bewertungen

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    booklovings avatar
    booklovingvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein sehr lesenswertes Buch, das uns ermutigt neue Wege im Leben einzuschlagen!
    Ein „neurobiologischer Mutmacher“ – sehr lesenswert

    MEINE MEINUNG

    In seinem Sachbuch „Was wir sind und was wir sein könnten: Ein neurobiologischer Mutmacher“ fordert der erfolgreiche Autor und bekannte Neurobiologe Gerald Hüther ein radikales Umdenken. Es sei Zeit für einen „Wechsel von einer Gesellschaft der Ressourcennutzung zu einer Gesellschaft der Potentialentfaltung“, die „mehr Raum und Zeit für das Wesentliche“ zulässt.
    Trotz technischen Fortschritts und materieller Unabhängigkeit seien die meisten von uns nicht zuversichtlicher und zufriedener geworden. Verschiedenste psychosomatische Krankheiten wie Depressionen oder Burnout-Syndrom aber auch neurogenerative Krankheiten wie Demenz nehmen in unserer Gesellschaft immer mehr zu. Sehr eindrücklich führt Hüther uns vor Augen, was geschieht, wenn die Gesellschaft ihre Kreativität und Begeisterungsfähigkeit verliert, Leistungsdruck, Erfolgsdenken und Stress den Alltag beherrschen und das Leben nur noch aus Routine und monotonem Funktionieren besteht.
    In seinem Buch versucht er uns aus neurobiologischer Sicht die Zusammenhänge und Hintergründe anschaulich und zugleich unterhaltsam zu erklären. Hüther verwendet einen auch für Laien gut verständlichen und präzisen Schreibstil. Anerkannte und inzwischen veröffentlichte Ergebnisse der aktuellen Hirnforschung erklärt er, ohne den Leser mit unnötigen Details und Fachbegriffen zu überfordern. Ein gewisses biologisches Grundwissen ist allerdings zum besseren Verständnis sicher hilfreich. Insgesamt gelingt es Hüther hervorragend, uns eine völlig neue, kritische Sichtweise auf Alltagsphänomene in der Gesellschaft zu eröffnen und vor allem die Konsequenzen der Zwänge unserer Leistungsgesellschaft vor Augen zu führen.
    Mit konkreten Beispielen und aktuellen Erkenntnissen aus der Hirnforschung macht er deutlich, wie sehr wir in anerzogenen und selbsterschaffenen Verhaltensmustern verharren und oft in einer Sackgasse gefangen sind.
    Sein optimistisch stimmendes Buch kann tatsächlich als eine Art Mutmacher betrachtet werden, indem er klar macht, dass unser Gehirn ein hochkomplexes, menschliches Organ ist, das selbst im Alter durch neue Erfahrungen und Wahrnehmungen wesentlich wandlungsfähiger ist als bisher angenommen wurde.
    Wichtig ist es ihm, uns Wege aufzuzeigen, wie wir aus unseren eingefahrenen Mustern ausbrechen können, und wie es uns gelingen kann, das Potential in uns weiter zu entwickeln und auszuschöpfen. Fertige Rezepte in typischer Ratgeber-Manier wird man in diesem Buch allerdings vergeblich suchen. Dieses Buch liefert viele hilfreiche Denkanstöße, die dazu beitragen können, schließlich „zu dem zu werden, was wir sein können“. Hierzu ist jedoch notwendig, den Willen zu entwickeln, aus unserem Leben etwas anderes zu machen und den Mut zu finden, nicht mehr so weiter zu machen wie bisher.

    FAZIT
    Ein sehr lesenswertes, lehrreiches Buch, das uns ermutigt neue Wege im Leben einzuschlagen und sich den Zwängen der Leistungsgesellschaft zu entziehen!

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    janett_marposnels avatar
    janett_marposnelvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Ein interessantes Buch, um zu erfahren warum wir ticken wie wir ticken.
    Die Leistungsgesellschaft gerät ins Wanken

    Wenn wir auf die Welt kommen, ist das Gehirn bei allen Menschen gleich groß. Der sich später ergebende Unterschied liegt darin, dass alles was wir gehirntechnisch nicht zu nutzen wissen, abstirbt. Wie die Ressourcen des Gehirns ausgeschöpft werden, hängt von unserer Sippe ab. Je nachdem was für Beziehungserfahrungen wir machen, strukturiert und formt sich unser Gehirn. Im Grunde genommen ist es ein Sozialorgan. Als Säuglinge und Kleinkinder achten wir auf das was unsere Familienmitglieder tun und ahmen ihnen vieles nach. Wenig später beginnt die Gruppe uns nach ihren Idealen zu formen. Wir werden gelobt oder gescholten und wir machen alles mit, weil wir dem Bedürfnis nach Zugehörigkeit nicht nachgeben können. Um zur Gruppe zu gehören, verbiegen und verstellen wir uns und tun das was von uns erwartet wird. In dieser Phase der Anpassung verlieren wir nach und nach unsere natürlichen Instinkte, denn wir fangen an Gefühle zu verstecken oder zur Schau zu stellen, um unserer Gemeinschaft zu gefallen. Es kommt zu einem Widerspruch in uns und um dieser seelischen Belastung standzuhalten, trennen wir unser Gefühl von unserem Verstand und unseren Körper von unserem Gehirn. Wir fangen an zu funktionieren. Thomas Mann hat dieses Phänomen in den „Buddenbrooks“ bereits vor über einhundert Jahren auf den Punkt gebracht: „Durch die Gitterfenster seiner Individualität starrt der Mensch hoffnungslos auf die Ringmauern der äußeren Umstände.“

    Je nach gesammelter Erfahrung und Erziehung bahnen wir uns nun einen Weg, um in der Gesellschaft bestehen zu können. Diesen Weg verankern wir in unserem Gehirn und umso ausgelatschter der Weg, desto besser funktionieren wir wie Maschinen. Die Gefühle werden abgeschaltet und wir sehen die Welt nicht so wie sie tatsächlich ist, sondern so wie wir sie uns individuell vorstellen. Die Vorstellung basiert auf den angelegten Gehirnstrukturen, die wir aus unseren erlebten Erfahrungen im Gehirn verankert haben. Das Ende vom Lied – wir funktionieren nur noch und leben nicht mehr, denn das rationale Denken ist in unserer Gesellschaft wichtiger als das Fühlen. Die fragwürdige Kunst des Abtrennens unseres Denkens von unserem Fühlen hat die Menschheit in der Vergangenheit zweifelsohne viel erreichen lassen, aber mittlerweile ist dieses Verhalten nicht mehr folgenlos. Wir befinden uns in einer Sackgasse, die sich Depression, Demenz oder Burn-Out nennt.

    Gerald Hüther sagt in seinem Buch weiterhin, dass wir aus dieser Sackgasse nur durch die Fackel der Begeisterung am eigenen Entdecken und Gestalten, so wie es Kleinkinder tun, herauskommen, indem wir aufhören nur unsere Ressourcen zu nutzen und anfangen, unser Potenzial zu entfalten. Im letzten Kapitel zeigt er Wege zum Ausstieg aus unserem vermeintlich sicheren Hamsterrad auf. In dem Unterkapitel „Wir könnten gesünder und zufriedener sein“ spricht er auf Seite 134 die Ausübung von Yoga an, anschließend geht er zur Achtsamkeitslehre über und beendet das Kapitel mit dem Hinweis auf die Vorteile der Meditation, ohne weder die eine noch die andere Form dieser Praktiken namentlich zu erwähnen.

    Leider ist das gesamte letzte Kapitel im Konjunktiv geschrieben. Die Wahl dieser Zeitform steht für mich im Gegensatz zu einem Mutmacher, welcher dieses Buch laut Aufdruck sein möchte. Ein Mutmacher sollte direkt auf seine Leser zugehen und nicht als eine Form der Möglichkeit in Erscheinung treten. Außerdem erschwert diese passive Schreibweise das Lesen und wenn dazu noch Schachtelsätze mit eingestreuten Fachbegriffen kommen, unterbricht das meinen Lesefluss, weil ich an einigen Stellen doch mal kurz mit den Augen rollen muss. Für das Augenrollen gibt es zwar einen Stern weniger, aber ansonsten ist es ein aufschlussreiches Buch über uns Menschen und unser Gehirn, insofern man sich für dieses Thema interessiert.

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    erlemirss avatar
    erlemirsvor 7 Jahren
    Rezension zu "Was wir sind und was wir sein könnten" von Gerald Hüther

    Die Maxime von Gerald Hüther, daß wir in unserer Entwicklung, bereits vorgeburtlich, zwei grundsätzliche Erfahrungen machen oder Entwicklungen gemacht haben, ist auch der Leitfaden durch das neue Buch des Gehirnforschers: verbunden sein mit dem Lebendigen, der Sehnsucht nach Zugehörigkeit und Bindung und als Gegenpol die Freiheit uns zu entwickeln, zu wachsen und uns unabhängig zu machen.
    Die Sprache von Hüther ist präzise und leicht verständlich, was sein Werk populärwissenschaftlich macht und dem Leser keine allzu hohen Anforderungen an Fachwissen abverlangt.
    Breiten Raum widmet er dem Kapitel, wie wir geworden sind, welche Umstände und Lebensgewohnheiten uns zu dem gemacht haben, was wir sind. Und daraus resultiert selbstverständlich eine Abhandlung über das Lernen, den Umgang mit den heranwachsenden Kindern und die Reflexion über die eigene Entwicklung.
    Das eröffnet uns die Chance zu erkennen, wie wir geworden sind was wir sind, zeigt uns aber auch den mühsamen Weg, wie wir etwas an uns selbst verändern können, wenn es uns gelingt, die eingefahrenen Strukturen unseres Gehirns zu verändern. Was wir dazu brauchen ist der Wille zur Veränderung und die Geduld und Ausdauer eingetretene Gehirnpfade zu verlassen und neue Wege zu bahnen.

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    kuerbiskoepfchens avatar
    kuerbiskoepfchenvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: "Jedes Kind ist hoch begabt" fand ich insgesamt besser und sortierter. Hier finden sich im Vergleich einige Wiederholungen.
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    TheRavenkings avatar
    TheRavenkingvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Herr Hüther wirkt in Interviews wesentlich intelligenter und unterhaltsamer als hier. Das Buch versammelt leider nur lauter Gemeinplätze.
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    N
    Namorasvor einem Jahr
    K
    Karin_Kovor 2 Jahren
    lamaas avatar
    lamaavor 2 Jahren
    L
    Leelooliivor 2 Jahren
    PeterBandalis avatar
    PeterBandalivor 3 Jahren

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