Geraldine Jewsbury The Half Sisters (Oxford World's Classics)

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Inhaltsangabe zu „The Half Sisters (Oxford World's Classics)“ von Geraldine Jewsbury

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    The Half Sisters (Oxford World's Classics)

    Schlehenfee

    04. November 2017 um 19:01

    "The Half Sisters" ein Roman von Geraldine Jewsbury aus dem Jahre 1848, ist ein eher unbekannter viktorianischer Roman, leider muss man sagen, denn er nimmt die Rolle der Frau in der gehobenen Mittelschicht der viktorianischen Gesellschaft unter die Lupe und kritisiert diese aufs Schärfste.Die beiden Halbschwestern Alice und Bianca wissen nichts voneinander, als Bianca mit ihrer Mutter aus Italien nach England kommt. Schon bald erkrankt die Mutter und Bianca ist mittellos. Durch die Vermittlung von Conrad Percy verdingt Bianca sich fortan als Schauspielerin, ein Beruf, der in der besseren Gesellschaft verpönt ist. Für Bianca wird die Schauspielerei jedoch zur Leidenschaft und zum Lebensinhalt.Ihre Halbschwester Alice wird dazu erzogen, eine gute Partie zu machen und endet in einer unglücklichen Ehe. „The Half Sisters“ kann getrost als feministische Lektüre bezeichnet werden, denn die Autorin plädiert klar für eine emanzipierte Rolle der Frau, dargestellt durch Bianca. Sie hat ein Ziel und arbeitet darauf hin, ist resilient und gibt nicht auf. Alice dagegen verkörpert das viktorianische Frauenbild: dem Manne untertan, eingeengt durch Konventionen und die Erziehung, die Frauen für immer kindlich und naiv hält. Alice' Tage sind geprägt durch Langeweile, sie kann ihre geistigen Kompetenzen nicht erweitern und verkümmert regelrecht. Dass Frauen damals als geistige Kinder und den Männern gegenüber als minderwertig was ihre Kompetenzen angeht, betrachtet wurden und auch so erzogen wurden, war verschenktes Potenzial für die Gesellschaft. Die Autorin hat meiner Meinung nach den damaligen Zeitgeist treffend dargestellt und den Mut bewiesen, dies anzuprangern. Schade, dass ihr Buch hier kaum bekannt ist, denn es ist immer noch lohnenswert. Wir sind schon einen langen Weg zur Gleichberechtigung gegangen, aber noch nicht fertig.Mein einziger Kritikpunkt besteht darin, dass die Autorin phasenweise zu missionarisch auftritt und dann in der Rolle der auktorialen Erzählerin ihren Standpunkt durch längere Abschnitte, die eher dröge und wissenschaftlich anmuten, vertritt. Bisweilen spricht sie dabei selbst von einer Ablenkung. Meiner Meinung nach war die Handlung um die beiden Halbschwestern aussageklräftig genug und auch um Einiges lebendiger und leichter zu verstehen, als ihre Abhandlungen.Das Ende fand ich zwar in Ordnung, der Charaktere wegen, im Gegensatz zur vorherigen Handlung kann es aber als zu seicht und als Rückkehr zu den alten Frauenklischees verstanden werden.

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