Gerard Donovan Ein bitterkalter Nachmittag

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Inhaltsangabe zu „Ein bitterkalter Nachmittag“ von Gerard Donovan

Zwei Menschen. Ein Tag. Der Abgrund.
Der Debütroman von Gerard Donovan, Autor des Bestsellers »Winter in Maine«, erzählt von zwei Männern im Schnee, von Gut und Böse, von Kälte und Gewalt. In intensiven Bildern und mit unerbittlichem Tempo dringt diese Geschichte ins Wesen des Menschen vor. »Ein bitterkalter Nachmittag« stand auf der Longlist des Man Booker Prize.
Ein Nachmittag in einem Dorf irgendwo im winterlichen Europa: Ein Mann gräbt auf einem Feld ein großes Loch, ein anderer wacht über ihn. Der Schnee fällt, Soldaten marschieren vorbei, Lastwagen karren Dorfbewohner an den Waldrand. Während rings umher ein Bürgerkrieg tobt, beginnen die beiden Männer miteinander zu reden. Sie kennen sich, der Bewacher ist der Lehrer, der Mann in der Grube der Bäcker des Dorfes. Sie stehen auf verschiedenen Seiten in diesem nicht näher benannten Konflikt, und sie tasten sich aneinander heran, indem sie über den Menschen, die Zivilisation, die Geschichte des Krieges und über Gewalt reden. Philosophische Dispute, listige Spiegelgefechte, spielerische Anklagen vertreiben die Kälte und verkürzen die Zeit. Und doch muss die Grube gegraben werden, sie dient einem Zweck, der beiden nur allzu klar ist.
Im Laufe weniger Stunden offenbart sich nicht nur, warum die beiden sich an diesem Ort, in dieser Situation befinden, sondern auch, dass die Geschichte der Menschheit und der Zivilisation untrennbar verbunden ist mit der Geschichte der Gewalt.

Eine dunkle Mischung aus Kafkas "Proceß" und "Sophies Welt" von Jostein Gaarder! Ein philosophischer Roman über die wichtigen Lebensfragen!

— DieBuchkolumnistin

besser als "winter in maine". irgendwie konzeptlos und instinktiv, aber dadurch fesselnd und faszinierend

— Borkins

ein schwieriges, weil sehr langames Buch, Gespräche, weniger Geschehen - aber wenn man sich die zeit nimmt, sehr interessant und klug

— Anja_Lev

Ich kann das Buch einfach nicht im Frühsommer lesen und versuche es zum Ende des Jahres nochmal.

— Marvina

Ich weiss nicht ob ich mich an diesen Autor noch einmal heran trauen soll,denn ich habe "Winter in Maine" gelesen, und finde das Buch überhaupt nicht gut.

— bibliomaniac

Wow, wow, wow. Des eigentliche Debüt von Donovan. Ich bin mehr als beeindruckt, Rezension wird folgen

— Karin1970

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    Arizona

    02. January 2015 um 21:48
  • Rezension zu "Ein bitterkalter Nachmittag" von Gerard Donovan

    Ein bitterkalter Nachmittag

    bond

    30. January 2012 um 10:43

    ♫ ♪ ♪ ♫ ♩ ♬ ♭Häschen in der Grube saß und schlief,saß und schlief_Ein absolut anderer Gerard Donovan besuchte mich hier auf meiner Couch_ein komisch,Intelligentes Buch_ein psychologisch-Geschichtlicher Schlagabtausch, so würde ich dieses Werk bezeichnen!
    Zwei Männer,Schnee,Eiseskälte,ein Loch_und dann ist da "dieses Gespräch"

  • Rezension zu "Ein bitterkalter Nachmittag" von Gerard Donovan

    Ein bitterkalter Nachmittag

    Binea_Literatwo

    05. August 2011 um 19:47

    Es war warm, Kerzen brannten, es duftete weihnachtlich, meine Stimmung war froh, besinnlich und ich war ruhig und habe diese Zeit genossen. „Richte das Teleskop aus.“ Von Zeit zu Zeit begab ich mich aber in die Kälte. Draußen war es kalt, es schneite, die Temperatur sanken weiter und ich zitterte. Dieses Gefühl war mir aber auch ohne den Schritt nach draußen gegeben, denn, während ich laß, verstärkt sich dieses immer mehr. Gerard Donovan ließ mich auf seine zwei Hauptprotagonisten treffen. Diese sind der Lehrer und der Bäcker. Handlungsort ist ein Feld, auf dem der Bäcker graben soll. Er soll graben, und zwar ein tiefes Loch. Während er dies tut, werden immer mehr Menschen herbeigeschafft. Herbeigeschafft auf das Feld, den Schauplatz, auf dem sich Lehrer und Bäcker gegenüber stehen. Stumm hören die Menschen dem Gespräch zu, was langsam zwischen den beiden, an diesem bitterkalten Nachmittag entfacht. Es ist Bürgerkrieg, es ist kalt, die Stimmung unerträglich eisig. Und es wird etwas passieren, die Handlung an einem Ort, an dem nicht ausschweifend gehandelt werden kann, wird sich ausdehnen. Die Kälte kriecht tiefer, nimmt nicht nur den Körper ein, sondern auch die Seele, die Gedanken und letztendlich sollen sich Leser und Protagonisten fragen: was ist wichtiger – Freundschaft oder Überleben? „Tabula rasa“ Ich stand auf und ging in die Kälte, wollte diese Kälte nicht nur aus dem Buch aufsaugen, sondern sie auch am ganzen Körper spüren. Stieß warme Atemluft aus, die wie kleiner Nebel wirkte, während ich an die philosophischen Gespräche der beiden dachte. Bücher verbinden und auch über dieses Buch wird gesprochen. Auf die Empfehlung hin doch mitten im Buch das Nachtwort zu lesen, was ich sonst definitiv nicht mache, habe ich es getan und empfehle es allen Lesern. Langatmige und vielleicht etwas zu weit ausholende Themen des Lehrers und des Bäckers, verlangsamen das Buch, machen es stellenweise zäh. Diese Zähigkeit ist für mich nie negativ gewesen, aber ich konnte auch nie in Worte fassen, warum es so ist und wie ich dieses Gefühl benennen sollte. Im Nachwort kann ich für genau diese Stellen den richtigen Begriff finden. Begrenzter Handlungsort, unbegrenzte Möglichkeiten in einem Gespräch. Geschichten, Theater, Religion und Philosophie am Rande des Lochs, im Loch. „Jeder Krieg wird von beiden Seiten verloren. Jeder Mensch handelt immer und jederzeit in seinem eigenen Interesse. Alle Kriege werden durch Menschen ausgelöst, die etwas zu gewinnen haben. Jede Liebesaffäre beginnt mit Eigennutz und endet auch so.“ Bisher habe ich „Winter in Maine“ nicht gelesen, aber der bitterkalte Nachmittag streckt seine Finger aus und weist mich zu diesem Buch hin. Gerard Donovan hat ein bitterkaltes Buch geschrieben, aber in der ganzen Kälte Worte verwendet, Sätze aneinander gereiht und Bilder entstehen lassen, die es ganz tief drinnen warm gemacht haben. Bücher verbinden – immer, fällt mir dazu ganz speziell ein. Und nun? Wer bin ich? Wer bist du? Der Lehrer? Der Bäcker? Oder beides?

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  • Rezension zu "Ein bitterkalter Nachmittag" von Gerard Donovan

    Ein bitterkalter Nachmittag

    Lilli33

    11. March 2011 um 14:24

    Bist du der Lehrer oder der Bäcker? - Die Kunst des Überlebens Schauplatz ist ein Feld an einem unbenannten Ort in einem unbenannten Jahr. Es herrscht ein unbenannter Krieg. Es ist ein bitterkalter Nachmittag im November. Es schneit. Handelnde Personen sind ein unbenannter Bäcker und ein unbenannter Geschichtslehrer. Der Bäcker muss eine Grube in dem gefrorenen Boden ausheben, der Lehrer beaufsichtigt ihn dabei. Die Atmosphäre ist angespannt. Beiden ist klar, wofür die Grube dienen soll. Im Laufe des Nachmittags werden immer wieder Gruppen von Menschen mit Lastwagen zu diesem Feld gebracht. Sie werden von Soldaten bewacht. Die Beziehung zwischen dem Bäcker und dem Lehrer ist frostig, dann wieder hat man den Eindruck, sie kommen sich näher durch ihre Gespräche. Sie ergehen sich in philosophischen Betrachtungen, ziehen Philosophen aus allen Epochen heran. Es geht um Kriege, Schlachten, Liebe, Verrat, Gut und Böse, Dschingis Khan, Hitler und noch viele mehr. Lehrer und Bäcker führen eine Schlacht der Worte gegeneinander. Jeder vertritt vehement seine Ansichten über diesen Krieg. Das Wortgefecht gipfelt in einer skurrilen Gerichtsverhandlung, die die beiden spielen. Dabei stellt der Bäcker den Angeklagten und den Richter dar, der Lehrer den Staatsanwalt und die Zeugen. Der Bäcker ist des Verrats angeklagt, er fühlt sich jedoch nicht schuldig. Nach seiner Auffassung blieb ihm keine andere Wahl. Gerard Donovan hat eine unglaubliche Atmosphäre geschaffen. Beim Lesen spürte ich förmlich die klirrende Kälte auf dem Feld und die Anspannung des Bäckers und des Lehrers. Es war mir nicht möglich, mich loszureißen. Obwohl zuerst nicht viel passiert – der Bäcker gräbt halt ein Loch – ist das Buch sehr spannend. In intensiven Beschreibungen wird die Geschichte rasant voran getrieben. Am Ende ist dem Leser klar, wie Lehrer und Bäcker in ihre jeweilige Lage geraten sind. Es bleibt nun jedem einzelnen überlassen, für sich zu entscheiden, ob er eher wie der Lehrer oder wie der Bäcker handeln will. Wobei die Entscheidung, die wir jetzt treffen würden, unter Druck wieder ganz anders aussehen kann. „Ein bitterkalter Nachmittag“ ist der Debütroman von Gerard Donovan, der bei uns mit seinem Roman „Winter in Maine“ bekannt geworden ist. Meines Erachtens zu Recht stand das Buch auf der Longlist des Man Booker Prize.

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  • Rezension zu "Ein bitterkalter Nachmittag" von Gerard Donovan

    Ein bitterkalter Nachmittag

    Karin1970

    20. February 2011 um 09:43

    Irgendein Nachmittag, in einem fiktiven Dorf, irgendwo im winterlichen Europa. Der Bäcker eines fiktiven Dorfes wird von Soldaten abgeholt. An einem bitterkalten Nachmittag steht er auf einem verschneiten Feld und muss eine Grube ausheben. Es dauert nicht lange und an der Grube erscheint ein Mann im Ledermantel, es ist der Geschichtslehrer des namentlich nicht genannten Dorfes. Der Bäcker kennt den Lehrer, sein Bruder hat ihm von seinen Unterrichtsmethoden erzählt. Während der Lehrer und der Bäcker ins Gespräch kommen, fahren im Hintergrund Lastwagen vor. Von der Ladefläche werden Zivilisten an den Waldrand gebracht. Sie stehen dort und warten, warten darauf dass der Bäcker die Grube ausgehoben hat. Der Lehrer indes verwickelt den Bäcker in philosophische Gespräche und ist erstaunt welches Wissen im Bäcker schlummert. Sie reden über die Gräueltaten die die Menschen bisher angerichtet haben, der Luftangriff auf Dresden und dem Massaker an Big Foots Sioux in Wounded Knee. Und der Bäcker redet von der Kunst des Krieges und wie er durch Shinzus lehren "Die Kunst des Krieges", seinen Laden gegen die dreiste Polizistengattin verteidigte. Beklemmend wirkt diese Szenerie, beide belauern einander und taktieren. Die Geschichte könnte sich in jeder Zeit unserer bisherigen Geschichte abgespielt haben, oder sie wird noch passieren. Der Mensch ist des Menschen schlimmster Feind, so Donovan. Er wollte kein Buch über den Holocaust schreiben, vielmehr wollte er uns aufzeigen - wozu der Mensch imstande ist, und so stellt sich uns die Frage, wie sich jeder Einzelne verhalten würde, wenn es um das eigene Überleben geht. Unglaublich wie es Donovan versteht den Leser zu fesseln. Der Roman spielt bis auf ein paar Ausflüge an andere Kriegschauplätze ausschließlich auf diesem Feld. Und dennoch peitscht es uns durch dieses Buch. Und meinen wir den Ausgang der Geschichte längst zu kennen, so belehrt uns Donovan eines besseren. "Ein bitterkalter Nachmittag" ist das Debüt des 1959 in Wexford (Irland) geborenen Schriftstellers, der im letzten Jahr mit "Winter in Maine" schon große Erfolge feierte.

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  • Rezension zu "Ein bitterkalter Nachmittag" von Gerard Donovan

    Ein bitterkalter Nachmittag

    Claudia-Marina

    Heute werde ich etwas machen, was ich bisher noch nie gemacht habe – ich beginne eine Rezension, obwohl ich das Buch noch nicht ganz gelesen habe. Vielleicht auch weil ich das Buch noch nicht ganz gelesen habe. Denn dieses Buch raubt mir den Atem – so kalt ist es – weiße Atemwölkchen. So bedrückend ist es – Zittern am ganzen Körper. Etwas Schlimmes wird passieren, etwas ganz fürchterliches, unaussprechlich Grausames – und ich werde es nicht aufhalten können. Ich kann nur lesen. Selten habe ich mich schon nach wenigen Seiten so erdrückt und hilflos einer Situation ausgeliefert gefühlt. An einem Winternachmittag wird ein Mann von zwei Soldaten abgeholt und auf ein Feld geführt. Ihm wird eine Schaufel in die Hand gedrückt – Grab! sagen sie – und gehen. Dann stellt sich ein anderer Mann neben das Loch. Er überwacht den ersten Mann, den Bäcker des Dorfes. Die beiden kennen sich – von früher – von vor dem Krieg, der andere war der Geschichtslehrer, hat den Bruder des Bäckers unterrichtet. Lastwagen rollen heran und bringen Menschen, die schweigend am Rand des Feldes stehen und zusehen. Der Bäcker gräbt. Der Lehrer sieht zu und raucht. Stille. Dann richtet der Lehrer sein Wort an den Bäcker, „Wollen wir uns unterhalten?“ Was klingt wie ein freundliches Angebot entwickelt sich in einem philosophischen Dialog zu einer Art geistigem Kräftemessen. Was ist böse? Um diese zentrale Frage dreht sich die gesamte Unterhaltung – Standpunkte werden dargelegt, Positionen bezogen – und ich als Leser gerate in eine Zwickmühle – muss ich mich für eine Position entscheiden oder kann ich auch zwischen den Stühlen sitzen bleiben? Ein Kammerspiel. Ein Loch im Feld und zwei Personen. Auf diesem begrenzten Raum spielt sich die ganze Handlung von Ein bitterkalter Nachmittag ab – an einem einzigen Nachmittag. Einerseits will ich unbedingt wissen, wie dieser Dialog, dieser Nachmittag zu Ende geht, wer den Schlusspunkt setzt – andererseits aber auch nicht. Es wird dunkel werden – und danach? Es ist ein neuer Nachmittag – nicht mehr ganz so bitterkalt. Noch immer bin ich fasziniert vom schriftstellerischen Können des Gerard Donovan – von seinem Geschick so viel auf so wenig Platz unterzubringen – eine ganze Welt, zwei ganze Leben auf einem Feld am Rande eines Loches. Von der Art, mit welcher Unemotionalität er es schafft, die Grauen eines Bürgerkrieges darzustellen – und mich damit dennoch zu berühren. Von der Art, wie er seine Protagonisten zeichnet – zwei Männer auf Augenhöhe. Und wie er mir zuletzt die alles entscheidende Frage stellt – Bin ich der Lehrer oder der Bäcker?

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  • Rezension zu "Ein bitterkalter Nachmittag" von Gerard Donovan

    Ein bitterkalter Nachmittag

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    12. January 2011 um 18:50

    „Ich glaube man kann auf zwei verschiedene Arten allein sind. Man kann der Fisch im Aquarium sein, der gefüttert wird, oder die Hand, die das Futter ins Wasser streut.“ Eine Rezension kann ich noch nicht schreiben, denn ich habe erst 101 Seiten gelesen – und muss jetzt eine Pause machen! Das Buch ist wirklich verdammt gut und die 101Seiten haben mich mehr als einmal sprachlos zurückgelassen, doch irgendwie kann ich nicht weiterlesen. Genau hier und jetzt muss ich das Buch zur Seite legen. Es geht um einen Bäcker und einen Lehrer, die auf irgendeinem Feld, irgendwo in Europa, sind und philosophische Streitgespräche führen. Dabei muss der Bäcker ein Loch graben, wobei der Leser nicht genau erfährt für was, aber zwei Lastwagen voller Menschen lassen den Leser eine schreckliche Tat vermuten. Die Gespräche, die die beiden führen, sind sehr anregend und irgendwie besonders; besonders ein Gespräch über das Böse in der Welt hat mich, warum auch immer, zutiefst berührt und zum Nachdenken angeregt. Auch sprachlich hebt sich dieses Buch unheimlich ab. Die Sprache wirkt stellenweise irgendwie kühl und distanziert, was völlig zu der Situation und dem Handlungsort passt, aber zwei Zeilen später, besonders dann, wenn es zu einem Gespräch kommt, wirkt die Sprache viel wärmer und offener – ein sprachliches und stilistisches Meisterstück! Und gerade deswegen frage ich mich, warum ich nicht weiterlesen kann. Es liegt auf jeden Fall an mir und nicht an dem Buch. Erst einmal bleibt es jetzt im Regal stehen und ich werde häppchenweise weiterlesen – immer dann wenn ich Zeit und Lust habe! Lesen werde ich es definitiv zu Ende – und ich kann nur raten, sich das Buch zu kaufen und zu lesen! (Sobald ich weitergelesen habe, gibt es einen weiteren Bericht!) Erstveröffentlichung: http://literaturecosmos.wordpress.com/

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  • Rezension zu "Ein bitterkalter Nachmittag" von Gerard Donovan

    Ein bitterkalter Nachmittag

    Gospelsinger

    16. December 2010 um 22:36

    Es ist kalt in Berlin. Bitterkalt. So kalt wie in einem nicht näher bezeichneten Ort in Europa, in dem dieses Buch spielt. Trotz der Kälte ist ein Bäcker stundenlang draußen, um ein Loch zu graben, beaufsichtigt von einem Lehrer. Es herrscht Krieg; Lastwagen bringen immer mehr Menschen heran, die in der Kälte stehen müssen. Bis das Loch fertig gegraben ist? Der belesene Bäcker und der Lehrer kommen ins Gespräch, obwohl sie in der kriegerischen Auseinandersetzung auf gegensätzlichen Seiten stehen. Aber es ist kalt, bitterkalt, und das Reden über philosophische Fragen lenkt ab, von der Kälte, dem Schnee, dem Hunger. Da nimmt man es dann auch in Kauf, dass man mit dem Gesprächspartner eigentlich nichts am Hut hat. Warum eigentlich nicht? Schließlich lebt man doch im gleichen Dorf, und bis zur Eskalation der kriegerischen Auseinandersetzung haben diese beiden Menschen keinen Anlass zur Feindseligkeit gehabt. Oder? Was ist passiert, dass es im Dorf plötzlich feindliche Lager gibt? Wer hat mehr Schuld auf sich geladen, der Lehrer oder der Bäcker? Wer von beiden ist verachtenswerter? Der Lehrer, der den Bäcker bestraft? Oder hat der Bäcker die Strafe verdient? Auch im Krieg mit seinen einfachen Feindbildern gibt es kein Schwarz oder Weiß. Auch im Krieg besteht die Realität aus Grautönen. Auch im Krieg ist es nicht immer einfach, zu bestimmen, wer Opfer und wer Täter ist. Genau dies ist Thema dieses eindringlichen Buches. Deshalb ist es auch egal, wann und wo es spielt. Denn Kriege gleichen einander wie eineiige Zwillinge. Dieses Buch ist nicht einfach, es geht an die Nieren. Aber es lohnt sich definitiv, es zu lesen. Es entwickelt einen ganz eigenen Sog und beschreibt die Atmosphäre so plastisch, dass man sich beim Lesen warm einmummeln sollte.

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  • Rezension zu "Ein bitterkalter Nachmittag" von Gerard Donovan

    Ein bitterkalter Nachmittag

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ich habe einen kalten Nachmittag mit Gerard Donovan, einem irischen Schriftsteller, verbracht und schicke Euch eine verschneite, aber hochliterarische Postkarte von einer Reise, die ich nicht so schnell vergessen werde. Ich lauschte der Unterhaltung zweier Männer, die wegen des starken und kalten Windes sehr laut vonstatten ging. Einer von ihnen, der Bäcker, hob eine Grube aus. Der zweite, ein Lehrer, bewachte ihn dabei. Sie unterhielten sich über unterschiedliche Themen. So erfuhr ich, dass vor ein paar Tagen Soldaten in das Dorf eingedrungen waren. Sie brachten viele Menschen um und andere wurden eingesperrt, denn es war Bürgerkrieg. Ich spürte die Kälte dieses Nachmittags, immer wieder nahm mir der fallende Schnee die Sicht. Eiskalter Wind biss in meine Haut. Nach und nach kamen Lastwagen voller Menschen an, die sich in Reihen aufstellen mussten. Und sie warteten. Die Soldaten beobachteten die Gefangenen beim heißen Tee. Bald wurde es dunkel und die fertige Grube kam zum Einsatz. So nahm ein bitterkalter Nachmittag ein makabres Ende – bei dem ich allerdings viel über Philosophie, Geschichte, Religion und das menschliche Leiden, oder besser: die Grausamkeit der Menschen lernte. “Die Möglichkeit, dass Sie schon böse geboren wurden. Hat die Finsternis, noch bevor Sie den Mutterschoß verließen, die Hand nach Ihnen ausgestreckt und Sie mit ihren eisigen Fingern berührt?” Wie wird man böse? Diese Frage stellen sich Bäcker und Lehrer, und auch ich musste über die Beantwortung dieser Frage nachdenken. Die beiden Männer stellen fest, dass der Mensch durch Nachahmung lernt. Er macht, was er bereits irgendwo gesehen hat. Er will sich aber auch selbst verteidigen, vor dem Tod schützen. Aber was ist wichtiger: Überleben oder Familie und Freundschaft? So meint der Bäcker: “Die Menschen tun etwas, weil sie irgendwie überleben müssen, und das ist wichtiger als Freundschaft.” Donovan versucht in seinem Roman die Frage zu beantworten, was Moral und Schuld ist. Er betrachtet diese Frage aus drei Blickwinkeln: Religion, Philosophie und Geschichte. Donovan schildert in seinem Roman sehr nüchtern die Grausamkeit der Menschen. Dazu nehmen seine Protagonisten verschiedene Rollen einnehmen. Mal spielen sie Theater, mal erzählen sie sich Geschichten. Oder sie liefern ein Drehbuch ab oder ein Rollenspiel. Alles dient dem Leser dazu, endlich zu verstehen, wie es zu diesem langen, kalten Nachmittag auf einem verschneiten Feld und zu eben dieser Rollenverteilung und keiner anderen kam. “Ein bitterkalter Nachmittag” hat mich immer wieder mit seinen Wendungen überrascht. Wer sich ebenfalls auf diese irische Reise begeben will, der sollte sich vor allem warm anziehen, aber auch starke Nerven und viel Verständnis für menschliche Schwächen haben. Mit viel Feingefühl muss man in sich hinein horchen können, wenn es um die Frage nach der Schuld geht. Denn plötzlich wird man mit schwierigen Fragen konfrontiert: Wie würde man selbst mit der Bedrohung umgehen? Für was würde man sich entscheiden? Würde man selbst seine Freunde verraten, um zu überleben? “Der Mensch ist von Natur aus ein Mörder. Jeder will überleben. Was ist falsch daran, sich damit abzufinden?”

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