Gerard Donovan Winter in Maine

(260)

Lovelybooks Bewertung

  • 221 Bibliotheken
  • 4 Follower
  • 4 Leser
  • 70 Rezensionen
(96)
(101)
(45)
(16)
(2)

Inhaltsangabe zu „Winter in Maine“ von Gerard Donovan

Klein, aber fein … Geschenkausgabe im kleinen Format, bedrucktes Ganzleinen mit Lesebändchen. Julius Winsome lebt zurückgezogen in einer Jagdhütte in den Wäldern von Maine. Der Winter steht vor der Tür, er ist allein, aber er hat die über dreitausend Bücher seines Vaters zur Gesellschaft und vor allem seinen Hund Hobbes, einen treuen und verspielten Pitbull terrier. Eines Nachmittags wird sein Hund aus nächster Nähe erschossen, offenbar mit Absicht. Der Verlust trifft Julius mit ungeahnter Wucht. Er denkt an all die anderen Verluste in seinem Leben. Und er fasst einen erschreckenden Entschluss…

Es ist eine der Geschichten, die wahrscheinlich besser abgeschnitten hätte, hätte ich sie in eins durchgelesen. 3,5 Sterne.

— Hoffin
Hoffin

Spannend und berührend!

— MinaRico
MinaRico

So eine tragische Geschichte, die anrührt und erschrickt. Sprachlich wunderschön gestaltet. Ein Lesegenuss durch und durch.

— Kerstin_KeJasBlog
Kerstin_KeJasBlog

Extrem zurückhaltender/prosaischer Storyaufbau, der durch das atmosphärische Setting, einige langatmige Passagen glättet.

— Zwischen.den.Zeilen
Zwischen.den.Zeilen

Winter in Maine ist kalt, mit Schnee und weiß durchzogen von Hundegebell und Schüssen im Wald.

— sollhaben
sollhaben

Sehr intensive, faszinierende Geschichte über den Rachefeldzug eines Mannes, dessen Hund erschossen wird. Großartig geschrieben!

— FrolleinJott
FrolleinJott

Wozu sind wir fähig, wenn wir jemand geliebtes verlieren? Wie weit darf Rache gehen?

— MsBookpassion
MsBookpassion

Erzählt mit ruhigen aber eindringlichen Worten die gewaltige Geschichte einer Selbstjustiz.

— barabook
barabook

ein Buch, dass auf den ersten Blick nicht viel zu erzählen hat - doch ein zweiter Blick lohnt sich

— VirginiaE
VirginiaE

Ein nichtsagendes Buch für mich, das mir nicht lange in Erinnerung bleiben wird. Schade.

— Wolly
Wolly

Stöbern in Romane

Menschenwerk

Ein sehr bewegender Roman, der zeigt, wie sinnlos Gewalt ist

Curin

Eine allgemeine Theorie des Vergessens

Etwas zu kurz, um ein großer Roman zu sein, trotzdem aber eine interessant geschriebene Geschichte. Hier wäre mehr mehr gewesen ;)

Flamingo

Underground Railroad

Nicht nur thematisch wichtig, sondern auch literarisch ansprechend und überzeugend. Doppelte Leseempfehlung!

leselea

Der unerhörte Wunsch des Monsieur Dinsky

Ein wundervolles Buch zu einem ernsten Thema!

IrisBuecher

Ich, Eleanor Oliphant

Bittersüß und wunderschöne Geschichte über das Alleinsein in einer viel zu vollen Welt.

I_like_stories

Und es schmilzt

Bewusst schockieren ist das eine, sinnfreie Geschmacklosigkeiten etwas anderes. Schade, das hätte ein aufwühlendes Buch werden können.

Estel90

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Pflichtlektüre!

    Winter in Maine
    MinaRico

    MinaRico

    23. March 2017 um 21:16

    Julis trifft einen folgenschweren Entschluss.Er begräbt seinen Hund und hängt in der Stadt Plakate auf, erhofft sich dadurch Hinweise, wer Hobbes erschossen hat. Seine Plakate werden mit Parolen beschmiert und verspottet, was Julius zunehmend wütender macht.Er ist gebrochen, flüchtet sich in seine Bücher, in die Werke Shakespeares, nutzt dessen Wortkreationen, die ihm fortan täglich bei der Suche nach Hobbes Mörder begleitet.Wer hat seinen Hund erschossen? Hat Claire etwas damit zu tun, die ihm erst zu einem Hund geraten hat?Die unerbittliche Suche eines Mannes nach dem Mörder seinen geliebten Hundes. Er geht wortwörtlich über Leichen. Die Sprache ist klar, ohne Schnörkel, abgesehen von der shakespeareschen Wortschöpfungen.Es ist ein klassisches Werk über Verlustängste, die jedem von uns innewohnen. Das Buch hat für ein paar kurzweilige, aber schöne Stunden gesorgt. Man überlegt sich die ganze Zeit, was man an seiner Stelle getan hätte. Man leidet mit ihm und kann seine Taten sehr gut nachvollziehen.Was Claire betrifft, so war ich mir bis zum Schluss nicht sicher, ob sie mir nun sympathisch ist oder nicht. Aber vielleicht ist das auch gar nicht so wichtig, solange einem der Hauptprotagonist sympathisch erscheint.Darüber hinaus hat Donovan den Winter in den Wäldern Maines sehr schön beschrieben. Man fühlt die Kälte, hört das Knirschen des Schnees unter den Schuhsohlen, hört das leise Rieseln der Schneeflocken, das Prasseln im Kamin, sieht durch Julius´ Augen die Bäume in diesem abgelegenen Waldstück, scheinbar so fernab der Zivilisation. Julius´ innerer Frieden wird damit verdeutlicht, bevor die Tragödie ihren Lauf nimmt. Seine Ausflüge in die Stadt, um Lebensmittel einzukaufen oder Plakate aufzuhängen, empfand ich als störenden Gegensatz zu den sonst so friedlichen Begebenheiten in seinem kleinen Reich, hoch oben in den verschneiten Wäldern von Maine. Allein dieser wundervollen Beschreibungen willen würde ich ganz klar sagen: Pflichtlektüre!

    Mehr
  • Kurzmeinung zu Winter in Maine

    Winter in Maine
    KruemelGizmo

    KruemelGizmo

    08. March 2017 um 18:50

    Inhalt: Julius Winsome lebt zurückgezogen in einer Jagdhütte in den Wäldern von Maine. Der Winter steht vor der Tür, er ist allein, aber er hat die über dreitausend Bücher seines Vaters zur Gesellschaft und vor allem seinen Hund Hobbes, einen treuen und verspielten Pitbullterrier. Eines Nachmittags wird sein Hund aus nächster Nähe erschossen, offenbar mit Absicht. Der Verlust trifft Julius mit ungeahnter Wucht. Und er fasst einen erschreckenden Entschluss …  Winter in Main stammt aus der Feder von Gerard Donovan. Dieses Buch lässt mich ein wenig zwiegespalten zurück. Das Buch beginnt sehr eindringlich durch den Tod des Hundes, dieser Teil konnte mich auch richtig für sich einnehmen. Die wirklich gelungene Sprache, die mir ausgesprochen gut gefallen hat, vermittelte mir zum Beispiel während der ganzen Zeit ein intensives Bild der Einsamkeit und Kälte im winterlichen Maine, und war im Ganzen ein wirklicher Genuss gewesen zu lesen. Aber leider verliert mich der Autor mit dem weiteren Verlauf der Geschichte, besser gesagt durch die Handlungen des Protagonisten immer ein wenig mehr. Die Entscheidungen die Julius Winsome aufgrund seines Verlustes trifft sind für mich persönlich in keiner Weise nachvollziehbar oder erklärbar und erzeugten einen inneren Widerstand bei mir. Mein Fazit: Eine interessante Geschichte, die mich leider im Verlauf nicht ganz überzeugen konnte, aber deren Sprache mich wirklich begeistern konnte.

    Mehr
    • 13
  • Auge um Auge

    Winter in Maine
    WordART

    WordART

    28. February 2017 um 08:35

    Inhalt/Klappentext: Der Winter in den Wäldern von Maine ist kalt und einsam. Bisher hat das Julius Winsome nicht gestört, er lebt schon lange allein, und er hat einen treuen Gefährten, seinen Pitbullterrier Hobbes. Als sein Hund eines Nachmittags offenbar absichtlich erschossen wird, bricht Julius’ Welt zusammen. Und er fasst einen erschreckenden Entschluss ... Eigentlich weiß ich nicht so ganz was ich von dieser Geschichte halten soll. Einerseits wird mir bestimmt jeder Hundebesitzer beipflichten, ich selbst bin auch eine überführsorgliche Hundemama, dass es sich bei Verlust dieses geliebten Tieres so anfühlen würde als verliere man ein Familienmitglied. Und das tut man doch auch oder? Schon der bloße Gedanke daran macht mich regelrecht fertig. Aber würde es Julius Verhalten mehr rechtfertigen, wenn jemand zB seine Frau bzw. Freundin erschossen hätte? Würde man dann weniger schockiert über seine Tat sein und es als Racheakt abtun? Auge um Auge, Zahn um Zahn? Wahrscheinlich eher. Doch für Julius war sein Hund Hobbes seine Familie. Zurückgezogen, im Wald lebend, mit Sicherheit etwas labil und von seiner Freundin verlassen war Hobbes das einzig lebendige in seinem Leben und das wurde ihm auf brutale Weise genommen. Ein Schuss aus nächster Nähe von einem wie Julius vermutet Jäger. Mehr oder weniger durch Selektion versucht er nun den Mörder zu finden. Begleitet von Shakespeares Worten und die Erinnerungen an seinen Vater und seiner Mutter können wir Julius Rachefeldzug schockiert miterleben. Der erste Mord bzw. der erste Schuss war so brutal und für mich so schockierend, dass ich das Buch einen Moment zuklappen musste um dann gespannt weiterzulesen und es nicht mehr aus der Hand zu legen. Der Schreib- bzw. Erzählstil ist hervorragend. Donovan konnte mich direkt nach Maine vor Julius Hütte versetzen, mich die Kälte des eisigen Winters spüren lassen und auf skurrile und sicher etwas verdrehte Art und Weise Julius Winsome Handlungen nachvollziehbar machen. Eine Passage aus dem Buch beschreibt die Moral der Geschichte ganz gut:Als ich noch klein war, hörte ich auf der Farm einmal einen Besucher sagen, es sei unnatürlich, wie wir unsere Enten vor Raubtieren schützen, in der wirklichen Welt müssen sie sich selbst durchschlagen, und das Gesetz der Natur bevorzuge die Starken [….] Dann sagte er: Sie haben sicher nichts dagegen, dass ich wenn Sie Ihren Tee ausgetrunken haben – er deutete auf die Tasse -, ins Haus gehe, eine Flinte hole und sie erschieße. Ich verstehe nicht, sagte der Mann und setzte sich anders hin. Müssten Sie aber, sagte mein Vater. Denn ich habe eine Flinte und Sie nicht, also bin ich stärker als Sie und kann Sie Ihrer Philosophie zufolge erschießen.

    Mehr
    • 2
  • Tragisch, berührend, schockierend - und das alles in einer wunderschönen Sprache

    Winter in Maine
    Kerstin_KeJasBlog

    Kerstin_KeJasBlog

    06. January 2017 um 08:20

     Lassen wir die Moral, den Anstand und die Ehre hier einfach mal weg und geben uns einer Geschichte hin, die bereits auf den ersten Seiten spüren lässt dass hier etwas viel wichtigeres aufwartet – bedingungslose Liebe und die schrecklichen Konsequenzen wenn sie einem genommen wird. „Der kleine Kerl sah mich an, und ich hielt seinen Kopf, dann legte er ihn auf meinen Arm und hört einfach auf zu atmen, als könnte er jetzt, wo ich da war, einfach loslassen.“ (Buch Seite 21) Ein einziger Satz, der mir die Tränen in die Augen treibt und mich wissen lässt das er, Julius Winsome, es nicht auf sich beruhen lassen wird. Es ist ’nur‘ ein Hund gewesen – aber dieses „es“ war auch Hobbes, sein Hund, der Pitbullterrier der ihn begleitet hat und ihm so in seiner selbstgewählten Einsamkeit die Lebensfreude gab, die ihm nun jemand genommen hat, mit einem einzigen Schuss. Julius Winsome lebt seit 51 Jahren in seiner Hütte in den Wäldern Maines. Zusammen mit seinen Erinnerungen und den 3282 Büchern seines Vaters. Er arbeitet gelegentlich, denn er braucht nicht viel. Ist anspruchslos, einfach gestrickt und hat dennoch Niveau. Ein genügsamer Mensch dem die Einsamkeit nichts ausmacht bis zu dem Tag als dieser Schuss fällt, ganz nah kann er ihn hören. Das Echo wird lange nachhallen und die Trauer in grenzenlose Wut umschlagen. „Und mit der Trauer kroch noch etwas anderes zur Tür herein, der Hauch von etwas anderem, meine ich. Es musste vom Holzstoß gekommen oder aus dem Wald hereingeweht sein, denn so ein Gefühl hatte ich noch nie gehabt.“ (Buch Seite 26) Während erzählt wird wie Julius zu dieser Hütte kam – sein Leben, dass seines Großvater und seines Vaters, wie er Hobbes bekam, durch die Hilfe dieser Frau, die ihn einfach so besuchte – geschieht der erste Mord. Kaltblütig, fast schon emotionslos, ganz gezielt auf seinem Rachefeldzug. Man wird einfach hineingezogen und weiß genau dass wird nicht der einzige Tote bleiben, denn der Wald ist voller Jäger und einer davon ist Julius. Er verstrickt sich immer mehr in seinen Ideen wer dahinter stecken könnte. Verdächtigungen die ihm durch den Kopf gehen und so zu einer schlimmen Tat nach der anderen führt. Rache bestimmt sein Denken und sein Handeln und zwischendurch betrachtet er immer wieder Hobbes Grab in der Hoffnung der kleine Kerl kommt wieder und alles wird gut. Aber nichts wird gut, Julius hat die Grenze schon lange überschritten und das weiß er selbst am besten. Diese Geschichte ist trotz aller Tragik und Grausamkeit so wunderschön. All diese Sätze, in Ausdruck und Stärke, ich würde am liebesten alle zitieren, sind in ihrer Kürze immer wieder aussagekräftig genug. Wie Julius in die Sprache Shakespeares verfällt und bei seinen Gesprächen mit den toten oder fast toten Jägern alle verwundert, zum Teil sogar sich selbst. Ein Hauch von Stolz schwebt mit durch das Buch wenn er zum Beispiel von Geleit und Spürer, Galgenstrick, blutdurchsiebt und bestoben, spricht. „Laßt uns Arznei aus mächt’ger Rache mischen, um dieses Todesweh zu heilen“ (Buch Seite 192) Rache wegen Hobbes, einem Hund – oder vielleicht wegen dieser Frau die Hobbes erst in sein Leben brachte und selbst nicht geblieben ist? Für dieses Buch gebe ich eine klare Leseempfehlung, denn es ist ein literarischer Genuss – in Sprache, Stil und vor allem der Geschichte. c)K.B. 01/2017

    Mehr
  • Der Tod eines Hundes

    Winter in Maine
    sollhaben

    sollhaben

    23. September 2016 um 09:42

    Nachdem sein Hund Hobbes erschossen wird, bleibt Julius Winsome alleine in seiner Hütte im Wald zurück. Er begräbt seinen geliebten Hund vor seinem zu Hause. Der Verlust trifft ihn hart und unvorbereitet. Er macht sich auf die Suche nach dem Schützen. Dieser Trip ist eine Reise in seine Vergangenheit und weist ihm auch den Weg in die Zukunft.Meine Meinung:Dieses Buch zu lesen, war wie in einem Kühlschrank zu sitzen. Die Beschreibung der Gegend in Maine ist kalt, weiß und voller Schnee. Die Einsamkeit Julius an diesem Ort ist fast mit den Händen zu greifen. Noch selten war mir beim Lesen eines Buches so innerlich kalt. Die wenigen Momente des Glücks bzw. der Aufmunterung kann man an einer Hand abzählen. Die Hauptfigur Julius ist ein Mann, der nur diese Einöde und den Wald kennt. Ein anderes Leben konnte er nicht wählen, denn es war ihm irgendwie vorbestimmt. Er hat sich selbst diese Grenzen auferlegt, niemals hat er über den Tellerrand geschaut und eine andere Wahl getroffen. Mich lässt dieses Buch richtig gehend traurig und leer zurück. 

    Mehr
  • Sehr atmosphärisch und intensiv, großartig!

    Winter in Maine
    FrolleinJott

    FrolleinJott

    Inhalt / Klappentext: Kann man sich für den Verlust der vollkommenen Liebe rächen? Julius Winsome lebt zurückgezogen in einer Jagdhütte in den Wäldern von Maine. Der Winter steht vor der Tür, er ist allein, aber er hat die über dreitausend Bücher seines Vaters zur Gesellschaft und vor allem seinen Hund Hobbes, einen treuen und verspielten Pitbullterrier. Eines Nachmittags wird sein Hund aus nächster Nähe erschossen, offenbar mit Absicht. Der Verlust trifft Julius mit ungeahnter Wucht. Und er fasst einen erschreckenden Entschluss... Meine Meinung: Mit großer Begeisterung habe ich dieses Buch geradezu verschlungen! Sehr atmosphärisch geschrieben, man wird förmlich in die Kälte von Maine und die Einsamkeit des Protagonisten hineingezogen. Und wenn man, wie ich, Tiere hat, kann man sein Entsetzen und seinen Verlust, als sein Hund aus nächster Nähe erschossen wird, sehr gut nachvollziehen. Der Rachezug, den Julius Winsome daraufhin beginnt, kommt dann sehr plötzlich und der belesene, naturverbundene und besonnene Mann, mordet eiskalt drauflos. Zwischendurch erzählt er aus seiner Kindheit und was ihm sein Vater und Großvater aus den Kriegen erzählt haben, die sie erlebt hatten. Und wie sich daraufhin ihre Einstellung zu Waffen verändert hat. In den weiten Wäldern von Maine sind ständig Jäger unterwegs, die Großwild jagen. Und unter denen vermutet Julius den Mörder seines Hundes. Es ist wirklich erstaunlich, wie man auf den gerade mal 200 Seiten, so viel erzählen und ausdrücken kann, was auch an der großen Intensität liegt. Am Silvestertag zu Ende gelesen, hat es das Buch noch auf die Liste meiner Lieblingsbücher in 2015 geschafft! Also, absolute Leseempfehlung von mir und 5 Sterne!

    Mehr
    • 3
    Arun

    Arun

    10. January 2016 um 13:53
  • Winter in Maine

    Winter in Maine
    _nifelheim

    _nifelheim

    03. January 2016 um 16:01

    Literaturaustausch.blogspot.com Habt ihr auch ein bestimmtes Lieblingsthema, über das ihr gerne Bücher lest? Manche Leser lieben das Meer oder den Süden, viele lesen auch gerne Bücher über Liebe. Ich aber liebe Schnee und Winter. Gestern fiel mir dieses Buch für 50 Cents in die Hände, als ich nach Hause kam, begann es zu schneien, also hab ich mich mit Tee und Kuscheldecke ans Lesen gemacht. Die ganze Nacht über hat es geschneit und irgendwann wurde es hell und dann bin ich schlafen gegangen und das Buch war ausgelesen. Klappentext: Der Winter in den Wäldern von Maine ist kalt und einsam. Bisher hat das Julius Winsome nicht gestört, er lebt schon lange allein, und er hat einen treuen Gefährten, seinen Pitbullterrier Hobbes. Als sein Hund eines Nachmittags offenbar absichtlich erschossen wird, bricht Julius’ Welt zusammen. Und er fasst einen erschreckenden Entschluss ... Der Protagonist Julius Winsome lebt zurückgezogen in einer Jagdhütte in den Wäldern von Maine. Der Winter steht vor der Tür, er ist allein, aber er hat die über dreitausend Bücher seines Vaters zur Gesellschaft und vor allem seinen Hund Hobbes.  Eines Nachmittags, als er gerade vor dem Feuer sitzt und liest, hört er einen Schuss. Eigentlich nichts Besonderes, denn es ist gerade Jagdsaison. Dennoch wundert sich Winsome, weil der Schuss ganz in seiner Nähe gefallen ist, zu nahe. Als er vor die Tür geht, entdeckt er, dass Hobbes erschossen wurde – offenbar mit Absicht. Der Verlust trifft Julius mit ungeahnter Wucht. Er denkt an all die anderen Verluste in seinem Leben: die Mutter, die er gar nicht kannte, weil sie bei seiner Geburt starb, den Vater, der nie wieder heiratete, der ihn allein großzog und ihm die Sprache Shakespeares beibrachte und jetzt auch schon zwanzig Jahre nicht mehr da ist, an Claire, die einzige Frau in seinem Leben, die ihn einen Sommer lang liebte und dann wieder verschwand. Und jetzt Hobbes, sein letzter wahrer Freund. Am nächsten Tag holt er das Gewehr seines Großvaters aus der Scheune und zieht los, um seinen Hund zu rächen. Er macht Jagd auf die Jäger. Und obwohl diese Rache ebenso sinnlos ist wie die Tat, die ihr zugrundeliegt, verstehen wir diesen einsamen, verzweifelten Mörder, werden seine Komplizen in Eis und Schnee. Meine Meinung: Ich habe dieses Buch so gerne gelesen! Vielleicht lag es an der Stimmung, vielleicht aber einfach nur daran, dass ich die Geschichte sehr mochte. Mir gefiel der Schreibstil sehr gut und natürlich die Tatsache, dass sich die Geschichte im Winter abspielt. Faszination, Kälte, Schnee und ein Rausch von Worten, das waren meine Begleiter letzte Nacht, als ich das Buch las. Nach den ersten Seiten lebt man selbst ein stilles, gelassenes Leben im Wald und möchte nie wieder einen anderen Menschen treffen. Ich habe selten eine solche Sprachgewalt wie bei diesem Buch erlebt, viele Formulierungen sind sehr poetisch und man wünscht sich, dass das Buch nie enden mag. Lesen & Genießen!!

    Mehr
  • Erschütternd und bewegend

    Winter in Maine
    MsBookpassion

    MsBookpassion

    17. December 2015 um 06:57

    Julius Winsome lebt mit seinem Hund und Weggefährten Hobbes in einer kleinen Hütte im Wald von Maine. Schon als Kind hat er hier mit seinem Vater gelebt, der die Literatur geliebt hat. Jede Wand zieren hohe Bücherregale, die Julius nach dem Tod seines Vaters in Ehren hält. Schon als Kind entwickelte Julius ein Faible für Shakespeare. Das Leben allein mit Hobbes macht Julius zu einem Eigenbrödler, doch er ist ganz zufrieden damit. Seinen Hund liebt er über alles, lässt ihm jegliche Freiheiten und auf Erkundungstour durch den Wald streifen. Doch eines Tages, als Hobbes gerade unterwegs ist, hört Julius einen Schuss. Er ist sich sicher: Das war zu nah. Die vielen Jäger die im Wald unterwegs sind, wissen wo die Hütten sind und halten Sicherheitsabstand. Doch dieser Schuss... viel zu nah. Julius lässt einige Zeit verstreichen, kein Zeichen von Hobbes. Nach Stunden macht Julius sich auf die Suche und findet seinen geliebten Hund blutüberströmt am Boden liegen. Er bringt ihn zu einem Tierarzt... zu spät. Hobbes hat bereits zu viel Blut verloren. Beide fahren zurück nach Hause, Hobbes stirbt in Julius Armen, bekommt ein Grab im Blumenbeet, wo er so gern die Sonne genossen hat... und für Julius bricht ein Teil seinen kleinen Welt entzwei. Schmerz, Trauer und Verleumndnung des Verlusts durchfluten ihn... Und Julius trifft eine folgenschwere Entscheidung...  Ein Buch das bewegt, zu Tränen rührt. Ein Buch das leise Töne anschlägt und sich in atmosphärischen Beschreibungen verliert, mich im aufkommenden Winter von Maine frösteln lässt. Ein Buch das begeistern kann, durch die Liebe zur Literatur und zu Shakespeare. Ein Buch mit außergewöhnlichen Figuren, skurrilen Charakteren, die liebenswert sind. Ein Buch das provoziert, nach Moral und Werten greift und diese ignoriert - in Frage stellt. Wie weit geht unsere Moral?Welche Entscheidung eines Menschen ist moralisch gut oder schlecht? Und wer entscheidet das? Gerard Donovan hat ein Buch geschrieben, welches durch seinen wunderschönen, fast schon poetischen Schreibstil auffällt. Er erzeugt so viel Atmosphäre mit so wenigen Sätzen. Das hat mich fasziniert und beeindruckt. Die Lebensgeschichte von Julius ist so authentisch und lebensnah, dass es solch einen Menschen in einer kleinen Hütte im Wald von Maine durchaus geben könnte. Liebevoll und authentisch - durch und durch. ... und provokant. Die Entscheidung die Julius nach Hobbes Tod trifft stellt alle moralischen Werte des Lesers in Frage.Ich konnte diesen Weg den Julius ging nicht akzeptieren, auch wenn ich seinen Schmerz und seinen Verlust so gut nachvollziehen konnte. Dieser Zwiespalt zwischen Verständnis und Entrüstung, dieses Wohlfühlgefühl und das Entsetzen haben es mir so schwer gemacht das Buch zu beurteilen. Mag ich es oder nicht? Kann ich es empfehlen?Ja!Denn ich finde, jeder sollte selbst entscheiden, wie er Julius Entscheidung bewertet. 

    Mehr
  • Winter in Maine

    Winter in Maine
    Wortklauber

    Wortklauber

    11. October 2015 um 11:51

    Julius Winsome lebt allein mit tausenden Büchern und Pitbullterrier Hobbes in einer Hütte in den Wäldern Maines, in einer Gegend, in der die Menschen Wert darauf legen, keine Nachbarn zu habe. Seinen Lebensunterhalt verdient er sich mit Gelegenheitsarbeiten. Die vom Vater geerbten Bücher sind Schutz und Schild gegen den Wald. Ohne die Frau, die eines Tages bei ihm aufgekreuzt war, sich in sein einfaches wie einsames Leben gestohlen und am Ende des Sommers wortlos weggeblieben war, hätte er auch den Hund nicht. Eines Tages legt jemand mit einer Schrotflinte auf den Hund an, offenbar aus nächster Nähe. Winsomes Trauer um das Tier ist so nüchtern wie selbstverständlich. Der Tod des Hundes ist ein Einschnitt. Zitat: "Mit der Trauer kroch noch etwas anderes zur Tür herein, der Hauch von etwas anderem, meine ich. Es musste vom Holzstoß gekommen oder aus dem Wald hereingeweht sein, denn so ein Gefühl hatte ich noch nie gehabt." Sein Großvater war Soldat im ersten Weltkrieg, sein Vater Soldat im zweiten, und beide haben die Schlachtfelder offenbar nie ganz hinter sich lassen können. Winsome holt das alte Scharfschützengewehr aus dem Schuppen und begibt sich seinerseits in einen Krieg. Er nimmt Rache, an einem Jäger, dann an einem zweiten ... Julius Winsome wird einerseits zum kaltblütigen Mörder, bleibt dem Leser aber andererseits durch die Ich-Perspektive dennoch als Identifikationsfigur erhalten; weil diese Figur frei von Klischees ist und obwohl die Verluste, die Winsome in den Tagen nach dem Tod des Hundes resümiert, sich nicht addieren und seine Handlungen nicht entschuldigen lassen. Romane, in denen Hunde vorkommen, zudem noch, wenn sie als einziger Freund eines Menschen dargestellt werden, mögen leicht dem Generalverdacht anheimfallen, sie seien kitschig oder sentimental oder schlicht. Dieser Roman ist nichts davon. Aber auf der anderen Seite ist er auch weit von einem typischen "Ein Mann sieht rot"-Reißer entfernt. "Winter in Maine" ist ein eindringlicher Roman, noch dazu in einer schönen Sprache erzählt, mit originellen, treffenden, oft mit der Natur, dem Wetter, zusammenhängenenden Metaphern, die umso glaubwürdiger sind, weil sie hundertprozentig zur Figur des Julius Winsome passen. "Winter in Maine" war 2008 Buch des Jahres des englischen Guardian.

    Mehr
  • Hat mich nicht erreicht

    Winter in Maine
    Wolly

    Wolly

    Inhalt: Julius Winsome lebt alleine in einer kleinen Waldhütte am Rande von Maine. Zur Gesellschaft hat er lediglich 3000 Bücher und seinen heiss geliebten Hund Hobbs. Bis dieser eines Tages aus nächster Nähe erschossen wird. Ein herber Verlust für den einsamen Mann, der ihn ausrasten lässt. Meinung: Nach dem Klappentext hatte ich mich wirklich auf dieses Buch gefreut. Leider konnte mich der Roman aber nicht erreichen. Obwohl zumindest ein wenig Handlung vorhanden war, hatte ich das Gefühl es passiert nichts. Gar nichts. Eben soviel wie in einem einsamen Wald von Maine passieren kann. Dadurch zog sich das Buch trotz seiner wenigen Seiten. Der Schreibstil ist sehr durchmischt. Viel Poesie kombiniert mit nüchternsten Dialogen. Für mich eine schwierige Kombination. Ewige Aufzählungen innerhalb des Textes und Wiederholungen verderben den Lesespaß. Julius als Charakter war leider auch so gar nicht sympathisch, hat die Einsamkeit in seinem Handeln aber gut rübergebracht. Als Plus bleibt die gute Idee und die düstere Stimmung. Fazit: Kein Buch das ich lange im Gedächtnis behalten werde.

    Mehr
    • 3
  • Winter in Maine

    Winter in Maine
    TheRavenking

    TheRavenking

    „Als ich noch klein war, hörte ich auf der Farm einmal einen Besucher sagen, es sei unnatürlich, wie wir unsere Enten vor Raubtieren schützten, in der wirklichen Welt müssten sie sich selbst durchschlagen, und das Gesetz der Natur bevorzuge die Starken. An jenem Tag schien die Sonne, und die Enten saßen mit gebogenen Hälsen im Wasser des umgedrehten Mülltonnendeckels und schliefen. Mein Vater hörte nickend zu, bot dem Besucher eine weitere Tasse Tee an und unterhielt sich noch eine Weile mit ihm. Dann sagte er: Sie haben sicher nichts dagegen, dass ich, wenn Sie ihren Tee ausgetrunken haben – er deutete auf die Tasse -, ins Haus gehe, eine Flinte hole und Sie erschieße. Ich verstehe nicht, sagte der Mann und setzte sich anders hin. Müssten Sie aber, sagte mein Vater. Denn ich habe eine Flinte und Sie nicht, also bin ich stärker als Sie und kann Sie ihrer Philosophie zufolge erschießen. Seine Stimme hatte einen singenden Tonfall, obwohl er aus der Sicht des Besuchers, der kurz darauf ging, eigentlich eine Bedrohung ausstieß. Diese Geschichte ging in der ganzen Stadt herum, doch sie wurde dem Krieg zugeschrieben. Am Ende sagte mein Vater mit einem seltenen Augenzwinkern: Manchmal kann ein Krieg auch nützlich sein. Und dann fügte er in ernstem Ton hinzu: Man kann nicht ans Überleben des Stärkeren glauben, aber erst bestimmen wollen, wer der Stärkere ist.“ Julius Winsome lebt allein in den Wäldern von Maine. Die Frau, die er liebte, hat er verloren, seine einzigen Freunde sind seine Bücher und sein Hund. Und dann tötet jemand diesen Hund. Und Julius, der sich bis dahin noch irgendwie ans Leben klammerte zerbricht endgültig. Er will diesen Mörder finden und ihn bestrafen. Doch ganz so einfach ist es nicht, denn im Grunde befindet er sich bereits auf einem verzweifelten Rachefeldzug gegen die ganze Welt, die ihm stets nur Kummer bereitet und alles, was er liebte, genommen hat. Ich weiß nicht mehr, von wem das Zitat stammt, große Bücher würden uns das sagen, was wir insgeheim immer schon gewusst haben. Es ist stets ein ganz besonderes Ereignis beim Lesen eines Buches auf irgendeinen Gedanken oder eine Empfindung zu treffen und zu fühlen: genauso denke ich auch, das ist exakt die Art und Weise wie ich die Dinge selbst sehe. Nun könnte man meinen, dass ein Werk, das dazu fähig ist diese Art von Vertrautheit und Nähe herzustellen auch als positiv bewertet werden müsste. Und doch, obwohl ich Winter in Maine eigentlich wegen dieser Passagen hätte lieben müssen, konnte es mich nicht ganz überzeugen. „Man kann nicht ans Überleben des Stärkeren glauben, aber erst bestimmen wollen, wer der Stärkere ist.“ – dieser Gedanke ist mir so ähnlich selbst unzählige Male durch den Kopf gegangen. Eigentlich jedes Mal, wenn irgendeine Autoritätsperson von einem verlangt, sie zu respektieren, einzig aus dem Grund weil sie eine Autoritätsperson ist. Wenn man mit den Regeln und Gesetzen der Gesellschaft hadert und nicht versteht: wozu, weshalb? Warum Regeln, warum Gesetze, wenn sie uns doch nicht schützen und im Grunde nichts einfacher machen. Wenn man die Widersprüche innerhalb der menschlichen Zivilisation erkennt, sich über die Scheinheiligkeit und Beschränktheit aufregt, mit der man täglich konfrontiert wird. Wenn man merkt: Die Leute denken nicht nach, ihr Argumente sind nicht schlüssig, sie sorgen sich nicht um das Große und Ganze. Sie leben einfach vor sich hin, sich in banale Floskeln und platte Gemeinplätze flüchtend. Und auch abgesehen von diesen philosophischen Fragen schien es genau meine Art von Buch zu sein: Einsamkeit, Melancholie, Leben in der Wildnis, die Liebe zur Literatur, und Selbstjustiz. Letzteres sicherlich ein Thema, das polarisiert. Ein Bekannter, der das Buch gelesen hatte meinte, die erste Hälfte hätte ihm richtig gut gefallen, aber wenn der Protagonist dann zum blutrünstigen Massenmörder wird und bedenkenlos Menschen abschlachtet hätte ihn das sehr verärgert. Nun ja, so kann man das sicherlich sehen. Manche von uns sind etwas empfindlicher. Und doch hätte mir persönlich dies nichts ausgemacht. Was ist es dann, was mir gefehlt hat? Vielleicht war mir die Handlung nicht spannend genug. Vielleicht war mir Julius als Figur am Ende doch zu fad. Vielleicht gab es einfach nicht genug große Momente, die die großen Gedanken hätten ergänzen können. Vielleicht fehlte die explosive Wucht, dieser eine große Augenblick, in dem einen das Buch mit sich reißt, einen durchwirbelt wie eine Monsterwelle und atemlos zurücklässt. Vielleicht war mir alles am Ende doch zu leise, zu unauffällig. Es ist schon ein seltsames Buch: Anstatt geradewegs aufs Ziel zu zu marschieren verläuft es sich am Ende im Wald, wie sein Protagonist. Es feuert jede Menge Schüsse ab, landet ein paar starke Treffer. Und dann am Ende, wenn es soweit wäre den entscheidenden Schuss abzugeben, legt es einfach die Waffen nieder. Trotz allem doch sehr empfehlenswert wenn auch nicht ganz so dringlich und effektiv wie es hätte sein können.

    Mehr
    • 4
  • Eine faszinierende, tief bewegende Geschichte - ein Lesehighlight!

    Winter in Maine
    chuma

    chuma

    20. May 2015 um 16:09

    Ein kalter Nachmittag Ende Oktober in einer kleinen Jagdhütte tief in den Wäldern Maines. Der Winter kündigt sich langsam an, Julius Winsome sitzt vor dem Ofen und liest als er den Schuss hört. Etwas beunruhigt ihn an diesem Schuss, denn obwohl des Öfteren Jäger durch die Wälder streifen kommt ihm der Schuss doch recht nah vor - zu nah. Kurz darauf findet er seinen einzigen Freund, den Terrier-Pittbull-Mix Hobbes, schwerverletzt vor der Hütte. Der Tierarzt kann Hobbes nicht retten, da aus nächster Nähe brutal auf den Hund geschossen wurde und Julius muss seinen treuen Weggefährten schweren Herzens begraben. Der Verlust trifft ihn hart und tief in ihm bricht etwas Bahn, dessen er sich zunächst nur vage bewusst ist. Als er in der nächstgelegenen Stadt ein Plakat aufhängt "Hund erschossen" (...) "Belohnung für jeden Hinweis" und ein Unbekannter das Geschriebene mit den Worten "Was soll´s ein Hund weniger. Reg dich ab" kommentiert, sieht Julius rot und beginnt seinen persönlichen Rachefeldzug. Gestaltung, Stil, Leseeindruck: Selten haben mich 207 Seiten so intensiv gefangen genommen. Dieses Buch ist unglaublich. Der Titel schlicht und doch so passend, denn Donovan versetzt den Leser schon nach ein paar Seiten tief in die winterlichen Wälder Maines. Und dabei steht der Winter nicht nur für die Jahreszeit, sondern auch für Verlust und Kälte. Der Schreibstil ist beinahe poetisch und sehr fesselnd. Donovan schmückt nichts aus und doch liest sich die Geschichte wie ein Gedicht. Zärtlich, brutal intensiv und tiefgründig. Es mangelt nicht an Wärme aber stets lauert die Kälte unmittelbar vor der Tür. Der Protagonist Julius ist ein sonderbarer Mann. Seit seiner Geburt lebt er mit seinem Vater in der einsamen Jagdhütte, umgeben von 3282 Büchern und der Vergangenheit seines Vaters und Großvaters, die beide im Krieg gedient haben. Mit dem Verlust seines Hundes beginnt er über sein Leben zu sinnieren: 51 Lebensjahre, die der Leser mit Julius rückblickend teilt. Nach und nach versteht man diesen eigenbrötlerischen Mann immer besser und lernt ihn näher kennen. Man kann nicht umhin, ihn zu mögen und trotz seiner Eigenarten zu respektieren. Julius liebt das Geschriebene Wort und obwohl er ein Mann weniger Worte ist, so hat er doch ein großes Herz. "Als dieser Mann im Wald vor mir hergegangen war, hätte ich ihm gern erklärt, dass ich keine Gefühle zeigte, wenn es angebracht war, und zu viel Gefühl, wenn es unangebracht war. Von Leuten wie mir muss man sich fernhalten, dann kann einem nichts passieren." (Zitat S. 206, Kapitel 49) Die Sprache dieses Romans ist wunderbar und sehr berührend. Ich habe jede einzelne Seite genossen. Donovan trifft ins Herz mit Worten so scharf und klar, dass sie manchmal wehtun. Die Beerdigung Hobbes´ am Anfang des Buches beispielsweise hat mich sehr bewegt, (vielleicht auch besonders, weil mein eigener Hund neben mir auf der Couch lag beim Lesen): "Es fiel mir schwer, die erste Schaufel Erde auf sein Gesicht zu werfen, ihn, der so oft hinter den von mir geworfenen Spielsachen hergelaufen war, der zitternd auf dem Fußboden gelegen hatte, während er im Traum lief und bellte, reglos in einem Loch liegen zu sehen. (...) , während ich ihn zusammen mit allem, was ihn ausgemacht hatte, begrub: seinen Spaziergängen, seinen Verschnaufpausen, der Gewohnheit zu fressen, sobald er Hunger hatte, den Sternen, die er manchmal betrachtete, dem ersten Tag in meiner Hütte, dem ersten Mal, dass er Schnee sah, und jeder Sekunde seiner Freundschaft. All das nahm er mit in die Stille und Reglosigkeit. Ich schaufelte die ganze Welt auf meinen Freund und spürte ihr Gewicht, als läge ich bei ihm dort im Dunkeln." (Zitat S. 22, Kapitel 4) Trotz aller Wärme und Sympathie für Julius, gibt es eben auch noch eine dunkle Seite dieses Mannes, die durch die Trauer und die Verspottung seines Aufrufes in der Stadt hervortritt. "Und mit der Trauer kroch noch etwas anderes zur Tür herein, der Hauch von etwas anderem, meine ich. Es musste vom Holzstoß gekommen oder aus dem Wald hereingeweht sein, denn so ein Gefühl hatte ich noch nie gehabt." (Zitat S. 26, Kapitel 5) Diese Seite ist brutal und erbarmungslos. Und obwohl das so ist, konnte ich bis zum Schluss nicht umhin, Sympathie für Julius zu empfinden. Ich habe ihm diese Rache gegönnt, wenngleich sie falsch ist, denn Selbstjustiz ist nun einmal unmoralisch. Fazit: Eine einzigartige Geschichte eines sonderbaren und besonderen Mannes, die tief bewegt und noch lange nachwirkt. Ein Roman, der gleichermaßen fesselt und schockiert wie berührt und zum Nachdenken anregt. Eine absolute Leseempfehlung, nicht nur für kalte Wintertage!

    Mehr
  • Ein atmosphärisches Meisterwerk

    Winter in Maine
    bookscolorsandflavor

    bookscolorsandflavor

    In schon drei Buchhandlungen wurde mir dieses Buch dringend ans Herz gelegt aber ich wollte den richtigen Moment abpassen, um es zu lesen. Die Tatsache, dass bei uns aktuell kein Schnee fällt hinderte mich nicht daran, in den tiefen und bitteren Winter Maines abzutauchen und somit ins Julius Leben. Julius ist ein Mittfünfziger der in einer kleinen Hütte im Wald von Fort Kent wohnt. Sein Vater hat ihm 3282 Bücher hinterlassen, die er jeden Abend liest, die meisten davon von Shakespeare. Von seinem Urgroßvater aus dem ersten Weltkrieg nach dem Waffenstillstand mit einem englischen Soldaten ertauscht, eine Kriegswaffe, mit der viele Männer getroffen wurden, eine Lee-Enfield. Und dann wäre da noch sein treuer Freund Hobbes, den Julius vor ein paar Jahren aus dem Tierheim befreit hatte. Gleich zu Anfang werden wir mit Julius' Verlust um Hobbes konfrontiert. Jeder Tierfreund weiß, wie schmerzhaft es ist sein geliebtes Tier zu verlieren. Umso grausamer, dass es aus nächster Nähe mit einer Waffe hingerichtet wurde. Nachdem Julius in der Stadt Plakate aufgehangen hatte, um Hinweise auf den Täter zu bekommen, zweifelt er an der Gutmütigkeit der Mitmenschen. Nicht ein paar Stunden nachdem er das Plakat angebracht hatte, kritzelte ein Fremder darauf "Ein Köter weniger auf der Welt, na und?" - Welcher kaltherzige Idiot schreibt so etwas? Tief im inneren, vielleicht schon lange schlummernd, erwacht etwas Böses und Zorniges in Julius... Und so gerät der Leser immer wieder an den grenzwertigen Punkt mit Julius einzustimmen und sich auf die falsche Seite zu schlagen. Man kommt ins Wanken, hält inne und denkt darüber nach wie man selber reagieren sollte, wenn einem das Haustier so aus dem Leben gerissen wird. Dieses Buch ist anders, wer es gelesen hat wird verstehen was ich meine. Ich finde, dass ihm mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte, denn es berührt einen auf eine ganz andere Art. Für mich war "Winter in Maine" auf jeden Fall eine Überraschung in diesem Monat! Fazit: Ein sehr atmosphärischer Roman mit thrillerlastigen Elementen. Für jeden, der noch in den tiefsten Winter eintauchen möchte.

    Mehr
    • 5
  • Es begann mit einem Schuss

    Winter in Maine
    Sabine17

    Sabine17

    Julius Winsome lebt in einem einsamen Blockhaus mitten in den Wäldern von Maine. Eines Tages zu Beginn des Winters hört er einen Schuss und muss kurze Zeit später feststellen, dass jemand seinen Hund Hobbes aus nächster Nähe erschossen hat. Hobbes war sein treuer Gefährte in der Einsamkeit. Sonst gibt es nur die über 3.000 Bücher seines Vaters in der Hütte, die Julius Gesellschaft leisten. Er ist tief erschüttert, weil er nicht verstehen kann, wieso jemand einen treuen Hund erschießt. Darum hängt er in der Stadt ein Plakat auf und erhofft sich Hinweise auf den Täter. Doch schon nach kurzer Zeit steht ein hämischer Spruch auf dem Plakat. Julius startet einen zweiten Versuch, doch auch dieser endet genauso rasch mit einem fiesen Spruch. Als Julius dann in seiner Hütte die Schüsse eines Jägers hört, fragt er sich, ob der vielleicht seinen Hobbes erschossen hat. Er folgt den Schüssen und erschießt den Jäger mit dem Gewehr seines Großvaters.  Aber hat er den richtigen erwischt? Da laufen ihm kurze Zeit später wieder zwei Jäger vor die Flinte. Als ich das Buch zu lesen begann, wusste ich nicht, worum es darin eigentlich geht. Daher war ich sehr erstaunt, als Julius den Jäger erschossen hat. Damit hatte ich nicht gerechnet.  Und ich war beim Lesen die ganze Zeit unschlüssig, ob ich Julius‘ Vorgehen nun gutheißen oder verdammen sollte. Auf der einen Seite konnte ich ihn gut verstehen, denn der Autor schildert eindringlich den Schmerz über den Verlust des treuen Hundes. Andererseits erschießt Julius scheinbar völlig emotionslos vermeintliche Täter. Selten hat ein Buch meine Gefühle so in eine Zwickmühle gebracht. Verstärkt wird diese Atmosphäre noch durch den Schreibstil des Autors, denn der ist gleichzeitig nüchtern und doch sehr einfühlsam.   Fazit: ein atmosphärisch dichtes Buch, das mich überrascht hat und über das man hinterher noch länger grübelt.  

    Mehr
    • 9
    NiWa

    NiWa

    02. June 2014 um 17:50
  • Die große LovelyBooks Themen-Challenge 2014

    Daniliesing

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2014? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 20 vorgegebenen Themen mindestens 15 Bücher aus 15 unterschiedlichen Themen zu lesen. 5 Themen können also ausgelassen werden. Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt hier mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag. Diese Challenge läuft vom 1.1.2014 bis 31.12.2014. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Wer am Ende des Jahres die 15 Bücher zu 15 verschiedenen Themen geschafft hat, nimmt automatisch an einer Verlosung eines schönen Überraschungspakets teil. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2014 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Ich habe jedes Thema auch zu einem extra Beitrag hier auf LovelyBooks verlinkt, in dem ihr euch jeweils über die passenden Bücher austauschen könnt. Für jedes Thema hänge ich ein Beispielbuch in der Reihenfolge der vorgegebenen Themen an, ihr könnt aber gern andere lesen! Bücher, die erstmalig vor 2010 erschienen sind Bücher, die Teil einer Reihe sind (alles ab mindestens 2 Bänden) Bücher, die ein vorranging rotes Cover haben Bücher, deren Buchtitel eine Zahl enthalten Bücher, die ausschließlich als Taschenbuch / Broschur erschienen sind (nicht als Hardcover, E-Book zusätzlich ist ok) Bücher, bei denen der Vor- oder der Nachname des Autors mit dem gleichen Buchstaben beginnt, wie der Buchtitel Bücher, die bisher noch keine Rezension auf LovelyBooks haben (es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns) Bücher, in denen es ums Essen geht und das auch durch den Buchtitel, das Cover o.Ä. ausgedrückt wird Bücher von deutschsprachigen Autoren Bücher, die weniger als 250 Seiten haben Bücher, auf denen hauptsächlich Schrift und kein vordergründiges Covermotiv zu sehen ist Bücher von Autoren, die schon mindestens 5 Bücher veröffentlicht haben Bücher, die in der Hardcover-Ausgabe einen Schutzumschlag haben Bücher, deren Buchtitel aus mindestens 5 Wörtern bestehen Bücher, die aus einer anderen Sprache als dem Englischen oder Französischen übersetzt wurden Bücher, die in einer Stadt mit mehr als 1 Mio. Einwohner spielen Bücher, die in einem unabhängigen Verlag erschienen sind (keine Verlagsgruppen / Konzerne) Bücher, auf deren Cover mindestens 3 Lebewesen zu sehen sind (es zählen Menschen & alle Tierarten) Bücher, die auf LovelyBooks mit 4,5 - 5 Sternen bewertet sind (es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns) Bücher, deren Hauptfigur mindestens 10 Jahre jünger oder älter als ihr selbst ist (wer dieses Thema erfüllen möchte, müsste hier sein Alter verraten - in meinem Fall müsste die Figur 17 oder jünger bzw. 37 oder älter sein) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Antworten auf häufig gestellte Fragen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Wenn es in der Aufgabenstellung keine spezielle Eingrenzung gibt, zählt wirklich alles, was dazu passt. Zahlen zählen also auch als Zahlen, egal ob ausgeschrieben oder nicht usw. * Ich kann diese Challenge nicht in Unterthemen gliedern, da das nur bei Leserunden geht. * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Unabhängige Verlage sind solche, die nicht zu einer Verlagsgruppe / einem Konzern gehören. Wenn ihr unsicher seid, schreibt mir eine Nachricht mit dem entsprechenden Verlag. * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, als auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2014 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Postet euer jeweiliges Buch bitte erst, wenn ihr es wirklich komplett gelesen & eine Rezension oder Kurzmeinung geschrieben habt. * Ein paar Beispiele für Verlage,  die als unabhängig zählen - es gibt aber wirklich ganz viele, fragt mich im Zweifel einfach per Nachricht: Hanser Verlag (und Unterverlage), Aufbau Verlag (und Unterverlage), dtv, Coppenrath Verlag, Diogenes Verlag, usw. * Falls Bücher, die eine ISBN habe, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com * Bei Themen, für die der Stand bei Lesebeginn entscheidend ist (Bücher, die noch keine Rezension haben / Bücher, mit Bewertung zwischen 4,5 - 5 Sternen) vertraue ich einfach darauf, dass ihr wirklich nur welche angebt, wo das stimmt. * Keine Mangas & Comics, außer für Thema 10 - Graphic Novels zählen überall, sofern sie dem Thema entsprechen Teilnehmer: 19angelika63 4cloverleaf 78sunny aba Aduja Ajana Alchemilla AlinchenBienchen allegra Alondria Amara Anendien Aniston81 AnnaMK Anneblogt Annilane Anniu anushka Arizona Asu AuroraBorealis baans Bambi-Nini Baneful battlemaus88 BethDolores BiancaWoe Bluebell2004 bluebutterfly222 bookgirl Bookmarble books_and_senses bookscout brudervomweber BuchblogDieLeserin Bücherwurm Buchgeborene Buchrättin Buecherfee82 Buecherfreak321 Buecherschmaus Buecherwurm1973 callunaful Carina2302 carooolyne CaryLila Cattie christiane_brokate Clairchendelune Clouud coala_books Code-between-lines Curin czytelniczka73 daneegold DaniB83 Daniliesing danzlmoidl darigla Deengla Deirdre dieFlo Dini98 Donata Donauland DonnaVivi Dreamworx Dunkelblau El. Elke Emma.Woodhouse Eskarina* Evan fabalia FantasyDream Fay1279 Felilou Finesty22 Florenca fireez Fraenzi Freakshowactress fredhel funkyreadinggirl garfieldbuecher Gela_HK Geri GetReady Ginevra ginnykatze Girdie glanzente Glanzleistung gra grinselamm GrOtEsQuE Gruenente gst Gulan guybrush hannelore259 HarIequin Heldin-mit-Happy-End hexe2408 HibiscusFlower Hikari Honeygirl96 IraWira isipisi jahfaby janaka jasminthelifeispretty Jeami Jecke Julia_Ruckhardt Juliaa JuliaSchu juliaslesewelt Juya Kaiaiai Kajaaa kalligraphin Kanjuga Karin_Kehrer Karoliina Karottenjunkie KatharinaJ Kendall Kerstin-Scheuer Kidakatash Kiki2000 Kirschbluetensommer Kiwi_93 Kleine1984 Kleine8310 kleinechaotin kleinfriedelchen Krinkelkroken krissiii KTea  Kurousagi LaDragonia LadySamira091062 LaLecture LaLeLu26 Lalena Laupez lcsch30 LeJardinDuLivre LenaausDD Leochiyous lesebiene27 Lesefee86 Lese-Krissi Leselotteliese lesemaus LeseMaus Lesemaus_im_Schafspelz leseratte69 lesewurmteri Lialotta Libramor LibriHolly liebling Lienne LilaLady lilja1986 lille12 Lilli33 LillianMcCarthy lilliblume LimitLess lisam Lissy Literatur literaturleben Lizzy_Curse LMisa Loony_Lovegood Looony Lucretia Lukodigilit Luna16 Lyla11 mabuerele Madlenchen Maggi90 maggiterrine mamenu mareike91 Maryanna mecedora merlin78 mieken Miia MiniBonsai minori Mira123 miss_mesmerized MissErfolg MissMisanthropie MissPaulchen MissTalchen mona0386 Mone80 monerl moorlicht Moosbeere mrs-lucky Mrs_Nanny_Ogg Nabura Naddlpaddl NaGer Narr Nenatie Nik75 Niob Nirena nj-sun noellecatherine Normal-ist-langweilig Nova7 Nyoko PaperPrincess papertowns Papsat ParadiseKiss1988 parden passionelibro Pelippa Penelope1 PetitaPapallona Phoebe PMelittaM Prisha prudax Queenelyza QueenSize readandmore RicardaMarie Ritja rikku_revenge RoteZora RottenHeart rumble-bee SakuraClow Salzstaengel samea Samy86 Sandy7 sarlan Sarlascht Sauhund01 scarlett59 Schafswolke Scheherazade Schneckchen Schneeeule129 Schnuffelchen schokolade29 schuhbidu SchwarzeRose Seelensplitter serpina shadow_dragon81 Shadowgirl sibylle_meyer Si-Ne SofiaMa Solitary77 solveig Solvejg Somaya Sommerleser sonjastevens Sophiiie Spleno Starlet Staubwolkex SteffiFeffi SteffiR30 sternblut Stjama summi686 Sun1985 sunlight Sunny87 sunrisehxmmo sursulapitschi Suse*MUC Sweesomastic sweetyente Synic Taku Tamy_s tanjuschka Tatsu taylaa Thaliomee The iron butterfly TheBookWorm thenight tigger Tini_S Traeumeline Trashonaut uli123 unfabulous urlaubsbille vb90 Venj98 vielleser18 Vitus Watseka weinlachgummi Weltverbesserer werderaner wiebykev Wildpony Winterzauber World_of_tears91 WortGestalt Wortwelten wuschelana xaliciaxohlx Xirxe YvetteH Yvonnes-Lesewelt zazzles Zeilenreichtum Zeliba zitrosch Punkteübersicht

    Mehr
    • 2083
  • weitere