Gerard Donovan Winter in Maine

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Inhaltsangabe zu „Winter in Maine“ von Gerard Donovan

Der Winter in den Wäldern von Maine ist kalt und einsam. Bisher hat das Julius Winsome nicht gestört, er lebt schon lange allein, mit dreitausend Büchern und seinem treuen Gefährten, dem Pitbullterrier Hobbes. Als sein Hund eines Nachmittags offenbar absichtlich erschossen wird, bricht Julius’ Welt zusammen.

Es sind tiefsinnige, melancholische und psychologisch brisante Passagen, es ist die grandiose Sprache, die diesen stillen und ergreifenden Roman zu einem Meisterwerk machen.

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  • Ein besonderes Hörbuch

    Winter in Maine

    simsa

    07. November 2016 um 22:10

    Die Winter in Maine sind lang und kalt. Julius Winsome bewohnt eine einsame Hütte im Wald, wie schon sein Großvater und sein Vater vor ihm. Eine Holzhütte vollgepackt mit Literatur, einem Ofen und Julius samt Hund Hobbes. Es ist ein einsames, aber glückliches Leben für Julius. Doch als Hobbes eines Tages nicht nach Hause kommt und vermutet wird, dass der kleine Terrier mutwillig erschossen wurde, ändert sich Julius Leben komplett. Seine Welt steht Kopf... Ich muss gestehen, dass mir der Titel „Winter in Maine“ durchaus etwas sagte, ich aber von dem Inhalt und der Art des Schreibstils keine Ahnung hatte. Es war eines dieser Zufallshörbücher, die man in der Bücherei entdeckt und einfach probiert. Der Roman von Gerard Donovan war für mich ein echter Glücksgriff. Eine kleine Perle, die man gehört oder gelesen haben sollte. Es ist diese Art des Erzählens, die vom ersten Augenblick an fesselt. Dabei verwendet der Autor eine Sprache, die sehr gewaltige Bilder produziert, aber auch facettenreich ist. Vom ersten Moment an konnte er mich so an die Geschichte binden. Julius als genügsamer Mann, der im Winter die Tage am Ofen mit einem Buch verbringt und dessen Welt komplett aus den Fugen gerät, als sein einziger Freund verschwindet, ist die Person im Roman. Alles ändert sich nach diesem ersten Augenblick, als für ihn nichts mehr so ist, wie es sein sollte. Als Zuhörerin spürt man diesen Bruch im Buch, fühlt spürbar die Verzweiflung und lauscht atemlos den weiteren Geschehnissen. Denn die Geschichte ist nicht nur spannend, sondern auch tiefsinnig und berührend. Mehr als einmal genoss ich diese große Erzählweise, die so greifbar wirkt und so viel Farbe mit sich bringt. Selten hatte ich es, dass ein Buch vor meinen Augen ablief wie ein Film. Gleichzeitig passieren Dinge die extrem sind und die mich erschüttert haben. Man möchte Julius in den Himmel heben und ihn als guten Menschen sehen, muss aber gleichzeitig auch seine dunkle Seite erkennen und hinnehmen. Der Sprecher Markus Hoffmann hat für mich das Tüpfelchen auf dem I gegeben. Seine Art Dinge mit der Stimme darzustellen, Personen Leben einzuhauchen und die Geschichte zu füllen ist perfekt gelungen. Mein Fazit: Ein besonderes Buch, dass durch seine wunderbare Erzählart brilliert und sofort fesselt.

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  • Rezension zu "Winter in Maine" von Gerard Donovan

    Winter in Maine

    Schumi_HB

    05. September 2012 um 13:53

    Der Außenseiter Julius Winsom lebt abgeschieden in den Tiefen der Wälder von Maine. In seiner Hütte, die er von seinem Vater geerbt hat, lebt er inmitten von über 3000 Büchern. Diese stellen eine Isolierung dar - sowohl gegen die strenge Kälte, als auch gegen die Außenwelt. In seinem Einsiedlerleben mit Literatur und Übersetzungen von Shakespeare, stellt ein Pitbullterrier seinen einzigen sozialen Bezug dar. In Anlehnung an den englischen Philosophen gab Julius ihm den Namen "Hobbes". Von Jägern abgegebene Schüsse, welche die Stille des Waldes durchbrechen, sind bis dahin für Julius nicht unbekannt. Als jedoch sein geliebter Hund mutwillig von einem Schuss aus nächster Nähe getötet wird, öffnet sich vor Julius ein dunkler Abgrund. Aus einem friedfertigen, sensiblen und gebildeten Menschen, der seine Erfüllung in der Literatur findet, wird aus blinder Wut ein Killer. In Rückblenden werden die Lebensläufe seines Vaters und Großvaters skizziert - beide waren von Kriegserlebnissen traumatisiert. Julius besinnt der detaillierten Erzählungen seines Großvaters, der als Scharfschütze im ersten Weltkrieg diente und setzt diese gegen die Menschen ein, die er verdächtigt, seinen geliebten Hund umgebracht zu haben. Neben detailliertem Fachwissen für Scharfschützen erfährt der Leser sehr viel über die Kommunikation zwischen Mensch und Hund: Wie teilen sich Hunde mit, wie kommunizieren sie mit den Menschen. So kann nur ein Hundefreund schreiben. Die Trauer über den Verlust von Hobbes wird spürbar. Nach dem Lesen des Klappentextes erwartete ich die Beschreibung eines brutalen Rachefeldzuges. Schon im ersten Kapitel wurde ich aber von der beeindruckend poetischen Sprache Gerard Donovans überrascht. In ruhiger Weise schildert der Autor aus der Sicht des Ich-Erzählers, das sich immer weiter verdunkelnde Leben des intelligenten und belesenen Protagonisten, der aus der Stille des Waldes und der Welt der Literatur herausgerissen wird. In einer zur melancholischen Stimmung passenden Weise liest Markus Hoffmann die ungekürzte Lesung auf der Hörbuch-CD. Fazit: Ein lesenswertes Buch, welches die polarisierenden Emotionen der Abgründe menschlicher Seelen darstellt.

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  • Rezension zu "Winter in Maine" von Gerard Donovan

    Winter in Maine

    PiMi

    03. December 2010 um 19:08

    Julius Winsome lebt in einer abgeschiedenen Hütte in den Wäldern von Maine. Als eines Abends sein Pittbullterrier Hobbes nicht mehr nach Hause kommt macht Julius sich auf die Suche nach ihm und findet ihn angeschossen und blutend. Hobbes überlebt den Schuss nicht aber eins ist sicher, er wurde nicht zufällig getroffen. Er ist aus nächster Nähe und mit voller Absicht erschossen worden. Julius beerdigt seinen Freund und man spürt als Leser seine Trauer, seine Einsamkeit und seine Wut auf den Mörder. In seiner Ratlosigkeit schreibt er ein Plakat: „Hund erschossen. Hinweise an Julius Winsome.“ Als er kurze Zeit später wieder an dem Plakat vorbeigeht ist es beschmiert. Jemand hat geschrieben. „Reg Dich ab ist doch bloß ein Hund“ Man hat als Hörer schon ein ungutes Gefühl und kann sich nur allzu gut vorstellen, wie sich Julius fühlt. Julius nimmt die Sache selbst in die Hand und erschießt kurzerhand einen Jäger. Der Autor schafft es, obwohl man weiß, dass das was Julius tut absolut falsch ist,dass man Julius versteht. Julius ist nicht der Bösewicht in dem Buch. Der Böse ist der, der einfach einen Hund erschießt. Teilweise habe ich gedacht: „OH jetzt dreht er aber wirklich durch“ und dann kann man aber doch wieder so gut verstehen was er macht und warum er es macht. Man erfährt viel über diesen Einsamen Mann, der von seinem Vater groß gezogen wurde und dessen Mutter bei seiner Geburt gestorben ist. Er denkt viel über seine große Liebe Claire nach und natürlich über Hobbes. Ich habe lange über Julius nachgedacht und teilweise musste ich das Hörbuch abbrechen, weil ich diese schreckliche Traurigkeit nicht mehr ertragen konnte. Fazit: Das Buch ist kein spannender Thriller, bei dem einen das Herz stehen bleibt. Nein, es bewegt auf eine ganz leise aber umso eindringlichere Art. Absolut Klasse. Unbedingt Lesen, bzw. Hören. 5/ 5 Sternen

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  • Rezension zu "Winter in Maine" von Gerard Donovan

    Winter in Maine

    Leserrezension2010

    23. August 2010 um 13:02

    H18 Winter in Maine von Gerard Donovan Kategorie: Hörbuch Winter in Maine (Gerard Donovan) Der Winter in den Wäldern von Maine ist kalt und einsam. Bisher hat das Julius Winsome nicht gestört, er lebt schon lange allein, mit dreitausend Büchern und seinem treuen Gefährten, dem Pitbullterrier Hobbes. Als sein Hund eines Nachmittags offenbar absichtlich erschossen wird, bricht Julius‘ Welt zusammen. Autor: Gerard Donovan Sprecher: Markus Hoffmann Verlag: steinbach sprechende bücher Erschienen: Januar 2010 ISBN: 978-3-86974-007-2 Spieldauer: 328 Minuten, 5 CDs, ungekürzte Lesung Die Grundidee der Handlung Ein Schuss, viel zu nah an Julius Winsomes einsam gelegener Hütte. Und sein Hund Hobbes, der nicht nach Hause kommt. Zwei Tatsachen, die immer mehr miteinander verschmelzen, bis sie schließlich grausame Realität werden. Blutend hat sich Hobbes noch bis zum Blumenbeet bei der Hütte geschleppt, wo Julius ihn schließlich findet. Der Tierarzt kann nichts mehr für den geliebten Vierbeiner tun, der Schuss kam aus nächster Nähe. Julius wird sich von Stunde zu Stunde sicherer, dass irgendjemand seinen Hund absichtlich erschossen hat. Plakate, die er aufhängt, um Hinweise zu dem Schützen zu bekommen, werden lieblos bekritzelt. Es war doch nur ein Hund! Niemand scheint Julius zu verstehen. Und so fasst er einen Entschluss, der sein Leben ändert. Er wird den Mörder von Hobbes selbst zur Strecke bringen, er wird ihn erlegen. Doch was macht man, wenn man nicht weiß, wer der Todesschütze ist? Man erschießt die Jäger, die sich in die Nähe seiner Hütte wagen. Irgendeiner wird schon der Richtige sein … Hinter diesem Wandel, diesen unbegreiflichen Ereignissen, steht nicht einfach ein verrückter Mensch, vielmehr gilt es als Leser bzw. Hörer, das Motiv, die Verzweiflung Julius‘ zu erkennen. Es fällt schwer, diesen Menschen zu verurteilen, er ist einem sogar sympathisch. Gerard Donovan hat eine einzigartige Geschichte zu Papier gebracht, die zum Nachdenken anregt und den Leser bzw. Hörer emotional tief berührt. Darstellung des Hörbuchs Nicht nur der Roman von Gerard Donovan ist etwas Besonderes, sondern auch die Umsetzung zu diesem Hörbuch. Die ruhige Stimme Markus Hoffmanns passt perfekt zu Julius Winsome und seiner tragischen Geschichte. Mühelos macht Hoffmann dem Hörer die Einsamkeit in der abgelegen Hütte und auf subtile Weise auch die Liebe zu seinem Hund und besten Freund Hobbes deutlich. Hoffman spricht ruhig, langsam, mit wohlgesetzten Betonungen. Damit spiegelt er Julius‘ Charakter, sein Wesen hervorragend wieder. Mit dieser sanften, melancholischen Vortragsweise verwandelt der Sprecher den Text in eine unglaublich emotionale Geschichte, die niemanden kalt lässt. Erst nach und nach entfaltet sich das Ausmaß dieses grausamen Ereignisses und der Hörer beginnt Julius‘ zu verstehen. Nicht, dass jeder Mensch so drastisch reagieren würde, aber Julius Winsome tut es und seine Motive werden glaubhaft dargelegt. Da die Geschichte komplett aus der Sicht von Julius Winsome wiedergegeben wird und es kaum Dialoge gibt, bedarf es keiner großartigen Stimmvariation. Die wenigen Szenen, in denen es zu wörtlicher Rede kommt, sind mit wenig Veränderung in der Stimmlage von Hoffmann wiedergegeben, doch mehr hätte auch nicht gepasst. Zudem wird stets aus der Geschichte selbst heraus mehr als deutlich, wer gerade spricht. Was ich bei diesem Hörbuch das erste Mal erlebt habe, war die Tatsache, dass am Ende einer CD ein Hinweis kommt, dass man zur Fortsetzung nun CD 2 (3, …) einlegen müsse. Am Anfang von CD 2 erfolgt ein Hinweis, dass es sich um die Fortsetzung von „Winter in Maine“, CD 2 handelt. Dies ist sicherlich Geschmackssache und wird daher bei der Wertung außen vor gelassen. Aufmachung des Hörbuches Die 5 CDs werden in einer Kunststoffhülle geliefert, das Cover zeigt eine Hütte zwischen Bäumen, alles bedeckt von Schnee. Passend zum Inhalt der Geschichte. Die CDs sind mit demselben Bild, allerdings in gedämpften Tönen, in blau und weiß, bedruckt. Ein Booklet gibt es nicht, Informationen zum Autor und Sprecher finden sich auf der Rückseite der Hülle. Es liegt jedoch ein Zettel mit ‚einigen Gedanken zu Winter in Maine von Gerard Donovan‘ bei. Fazit Ein tiefgründiges, emotionales Buch, dessen Worten Markus Hoffmann in Perfektion Leben einhaucht. Er versteht es, die passende Atmosphäre aufzubauen, um dieses außergewöhnliche Buch zu einem einmaligen Hörerlebnis werden zu lassen.

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  • Rezension zu "Winter in Maine" von Gerard Donovan

    Winter in Maine

    bücherelfe

    06. May 2010 um 21:58

    Für Julius Winsom war Hobbes mehr als ein Hund; er war sein Gefährte, sein Freund. Und sein gewaltsamer Tod durch die Hand eines Fremden, der nach Julius' Vorstellung irgendwo in den Wäldern von Maine umhergeht, lässt Julius zum Raubtier werden. Zartbitter, ergreifend still, wortgewaltig und höllisch sanft. Ich sehe den wattig weissen Schnee, rieche das knisternde Kaminfeuer und höre, wie Julius Winsom unschuldige Menschen abknallt. Und ich bin fassungslos. Fassungslos, weil ich in ihm nicht einfach das sehen kann, was er ist: Ein Serienmörder! Eine Geschichte wie geschaffen für ein Hörbuch, wenn der passende Sprecher sie liest. Und diese Besetzung ist absolut gelungen; Markus Hoffmann spricht diese Geschichte nicht nur, er IST Julius Winsom. Fazit: Grossartig!

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