Gerd Heuschmann Mein Pferd hat die Nase vorn!

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Inhaltsangabe zu „Mein Pferd hat die Nase vorn!“ von Gerd Heuschmann

Mein Pferd hat die Nase vorn! Das Jugendreitbuch Was Eltern und Kinder wissen müssen, damit Ihr Pferd gesund bleibt Sie kennen das meistdiskutierte Pferdebuch der letzten 3 Jahre - "Finger in der Wunde" von Dr. med. vet. Gerd Heuschmann? Sie haben ein pferdebegeistertes Kind? Sie möchten, dass Ihr Kind von Anfang an lernt, wie es mit seinem Pferd oder Pony reiterlich umgehen muss, damit es für immer gesund und motiviert bleibt? Sie möchten wissen, ob der Reitunterricht, den Ihr Sprössling derzeit bekommt, richtig ist? Sie möchten wissen, ob der Beritt, den Ihr Pferd bekommt fürs Pferd physisch und psychisch förderlich ist? Sie möchten wissen, ob der Stall, die Unterbringung Ihres Pferdes passend ist? Dieses JUGENDREITBUCH gibt Antworten auf alle Fragen von jugendlichen Reitern und deren Eltern. Damit die Basis gleicht richtig gelegt ist und Ihr Kind nicht durch eine falsche Prägung lernt, das Pferd entgegen seiner anatomischen Grundlagen zu reiten. Damit Pferde ein Leben lang Freunde sein können und nicht aus Versehen zu Sportgeräten mutieren. Dieses Buch wird reichhaltig illustriert von Frau Katharina Rücker-Weininger. Es wird ein besonderes Buch.

Das beste Pferdebuch für Kinder auf dem Markt - und nicht nur für Kinder lesenswert :)

— Bosni

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    Mein Pferd hat die Nase vorn!

    Bosni

    28. August 2017 um 11:25

    "Wer reitet, übernimmt die Verantwortung für das Pferd. Die Verantwortung dafür, dass das Pferd so gehalten und geritten wird, dass es keinen Schaden nimmt." (S. 38)Pferdefachbücher gibt es viele auf dem Markt, doch nur wenige sind auch für Kinder geeignet, oft enthalten sie viel Text mit schwierigen Fachbegriffen, die ein Kind eher vom Lesen abschrecken. "Mein Pferd hat die Nase vorn!" von Dr. med. vet. Gerd Heuschmann versucht das Gegenteil: Gutes Reiten kindgerecht erklären.Das Buch ist in insgesamt 6 Kapitel unterteilt, die alle noch mehrere Unterpunkte besitzen. Darin geht es nicht ausschließlich ums Reiten sondern auch um Haltung, Anatomie, ethnische Grundsätze und viele weitere Dinge rund um Pferde und Reiten. Jedes Kapitel wird am Ende dessen noch einmal kurz und (teilweise etwas zu) knapp zusammengefasst. Im ersten Kapitel zeigt Dr. Gerd Heuschmann mit doch recht erhobenem Zeigefinger auf, dass im Reitsport nicht alles Gold ist, was Glänzt und das nicht nur die Reiter an allem Schuld sind. Manche mögen dies als "Meckerei" bezeichnen, ich sehe es als Anregung für die Kinder, nicht alles sofort zu glauben und nachzumachen, sondern die Dinge kritisch zu hinterfragen. Besonders gut gefällt mir die Tatsache, dass der Autor den Leser direkt mit "Du" anspricht, das gibt dem Buch etwas sehr persönliches und ist auch gleichzeitig eine Aufforderung an den Leser wirklich etwas zu tun und nicht nur das Buch zu lesen. Natürlich kommt ein Fachbuch nicht ohne Fachbegriffe aus. Auch ein Kinderbuch nicht. Insbesondere die Anatomiekapitel mit den vielen Muskeln und Knochen sind ohne Vorwissen für Kinder wohl wirklich kompliziert - trotzdem finde ich es gut und richtig, auch diese Informationen in einem Kinderbuch zu bringen, denn sie regen zu Disskussionen zB. mit dem Reitlehrer an. Wenn möglich sollten (besonders jüngere) Kinder das Buch also wirklich gemeinsam mit einem pferdeerfahrenen Erwachsenen lesen, um Verwirrungen zu vermeiden.Abgesehen von den Fachbegriffen ist das Buch aber im Großen und Ganzen recht einfach mit kurzen und knackigen Sätzen geschrieben. Manches ist allerdings etwas unglücklich formuliert, z.B. "In den ersten anderthalb Jahren sollen junge Pferde erst einmal lernen, den Reiter im Gleichgewicht zu tragen." (S. 84)Dem erfahrenen Reiter ist hierbei klar, dass es sich hierbei um die ersten 1,5 Jahre der Ausbildung (die frühestens mit ca. 3,5 beginnen sollte; je später, desto besser) handelt, ein Kind wird aber vermutlich denken, dass die ersten 1,5 Lebensjahre gemeint sind. Ein weiterer Kritikpunkt meinerseits sind die vielen Bilder, auf denen ohne Helm geritten wird, obwohl der Autor immer wieder erwähnt, wie wichtig dieser ist. Wenn das ein oder zwei Mal passiert - okay, vermutlich reiten wir alle auch mal ohne Helm. Aber doch nicht gleich mehrmals hinternander. Zumindest bei den Zeichnungen hätte man auf einen Helm bestehen können.Die Zeichnungen finde ich jedoch grundsätzlich sehr schön - allerdings finde ich es schade, dass es scheinbar so wenige Fotos gibt, auf denen gutes Reiten gezeigt wird, dass immer wieder auf eine Zeichnung zurückgegriffen werden muss?Aber wenigstens in den So/So nicht - Kästen werden jeweils richtige Fotos gegenüber gestellt.Im Anhang des Buches befindet sich eine Checkliste zum Ankreuzen, mit der die Kids überprüfen können, ob ihr Reitunterricht und Stall gut sind. Das finde ich eine tolle und einfach umzusetzende Idee :)Zusammengefasst lässt sich sagen, dass "Mein Pferd hat die Nase vorn!" im Pferdebuchbereich durch seine kindliche Aufmachung definitiv heraussticht und überzeugt. Für mich ist es mit Abstand das beste Pferdefachbuch für Kinder.Jedoch ist es empfehlenswert, den Kindern beim Lesen immer mal wieder über die Schulter zu schauen, oder das Buch ggf. sogar mit einem Erwachsenen gemeinsam zu lesen, um mögliche Verständnisprobleme gar nicht erst entstehen zu lassen.Zum Alleine-Lesen empfehle ich das Buch erst für ältere Kinder ab ca 13 Jahren.Das Buch ist aber nicht nur für Kinder geeignet, auch für erwachsene Reitanfänger finden sich viele interessante und gute Informationen. Für den erfahrenen Reiter bringt das Buch aber wohl wenig neues.

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