Gerd Koenen Was war der Kommunismus?

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Inhaltsangabe zu „Was war der Kommunismus?“ von Gerd Koenen

Die kommunistischen Bewegungen und Staatsgründungen im 20. Jahrhundert, ihre ursprüngliche Dynamik und ihr rascher Zerfall, stellen sich als eines der schwierigsten Kapitel dieses »Jahrhunderts der Extreme« (Eric Hobsbawm) dar. Gerd Koenen versteht den Kommunismus als ein konstitutives Element der großen Tendenzen dieses Zeitalters und versucht ihn in diesem Sinne zu »historisieren«. Wie und warum waren Kommunisten in der Lage, inmitten ihres epochalen Scheiterns dennoch ihrer Welt und Zeit einen so prägenden Stempel aufzudrücken? Und wie bilanziert sich ihr historisches Wirken – nicht zuletzt aus der Perspektive der postkommunistischen Entwicklungen und der kapitalistischen Weltkrise 2009?

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  • Rezension zu "Was war der Kommunismus?" von Gerd Koenen

    Was war der Kommunismus?
    Sokrates

    Sokrates

    13. April 2012 um 12:35

    Kurz, knapp, aber kritisch und prägnant - so kann man dieses schmale Buch über den Kommunismus beschreiben. Gerd Koenen ist renommierter Kommunismus-Forscher und hat bereits eine Vielzahl anderer Werke über die Geschichte des Kommunismus geschrieben. Das vorliegende Buch stellt quasi die Quintessenz bisherigen Forschens dar, eine kritische Bestandsaufnahme und Hinterfragung von Ideologie und historischer Wirklichkeit. Das Buch eignet sich gut zur Einführung, wenn auch Namen und historische Zusammenhänge sowie Wissen über die kommunistische Ideologie beim Leser besser vorhanden sein sollten.

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  • Rezension zu "Was war der Kommunismus?" von Gerd Koenen

    Was war der Kommunismus?
    immediator

    immediator

    13. January 2011 um 21:39

    „Was war der Kommunismus?“, fragt Gerd Koenen im Titel seines schmalen aber äußerst gehaltvollen Buches und gibt auch gleich Auskunft über den Sinn der Fragestellung: In der Vielgestaltigkeit seiner Strömungen erkennt Koenen den alle Kommunistischen Parteien einigenden Grundimpuls – es gab nicht mehrere „Kommunismen“ – und er konstatiert, dass sich dieser Grundimpuls ebenso erledigt hat, wie die Parteien, die ihn im Namen führten und führen. Kenntnisreich, tiefgründig, einsichtig legt er Eigenarten und Entwicklungen des Kommunismus zwischen seinem Kernreich, der UdSSR, und China, Südamerika, Europa dar. Die Genesis der bolschewistischen Herrschaft in Russland, die Versuche, weltweite Bewegungen in Gang zu setzen, das Scheitern an ökonomischen Aufgaben, die totalitäre Ausprägung von Macht als universeller Geheimhaltung und allgegenwärtigem Terror, der sich nicht nur gegen den „Feind“, sondern in blutigen Säuberungen immer wieder auch gegen die eigene Elite richtet: Koenen liefert sowohl die Übersicht wie auch die Analyse des systemischen Geschehens. Das Wichtigste ist indessen, dass Koenen von Anfang an die systemischen Durchdringungen des Kommunismus mit dem Kapitalismus im Auge hat und überzeugend darlegt, wie Denkweisen, Strategien, Wendungen und „Reformen“ beider sich gegenseitig bedingen. Was sich als sein Antipode ausgab – und aus diesem Anschein heute noch Anziehungskraft auf Gegner einer hemmungslosen globalen Marktwirtschaft bezieht – ist in Wirklichkeit ein Gewächs des Kapitalismus; es basiert und funktioniert auf gleichen politökonomischen Wechselwirkungen. Wie sich in ihm mechanische Denkmodelle mit despotischen Herrschaftsformen paaren, lässt sich an der Leninschen These „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“ studieren, die dem Menschenbild des Managements weithin immer noch zugrunde liegt. Zwanzig Jahre nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Machtblocks, mitten in der schwersten Krise der Finanzmärkte und der Währungssysteme stellt sich immer noch die Frage, ob Marktwirtschaft und Demokratie es schaffen, auch diese wichtigste Umwälzung zu überleben: hin zum Vertrauen auf Menschen.

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