Juli 1914

von Gerd Krumeich 
5,0 Sterne bei1 Bewertungen
Juli 1914
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Inhaltsangabe zu "Juli 1914"

Verständlicher, sachkundiger und kompakter kann man sich über die »Urkatastrophe« von 1914 kaum informieren: Gerd Krumeich fasst in diesem Buch den Wissensstand zur Vorgeschichte und zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs zusammen. Der Autor verfolgt die Krisenlage vor 1914, die Eskalation und das Scheitern diplomatischer Lösungsversuche in diesem Sommer des Jahres und unterrichtet über den aktuellen Forschungsstand zur immer wieder gestellten Kriegsschuldfrage. Oft zitierte, aber auch weniger bekannte Schlüsseldokumente aus Archiven und dem Laien nicht leicht zugänglichen Editionen werden im Wortlaut abgedruckt und erläutert. So können auch Nicht-Spezialisten die Hauptstränge der Ereignisse, die Vorstellungen und Denkhorizonte der damals verantwortlichen Staatsmänner und Militärs nachvollziehen. Niemand von ihnen ahnte oder wollte 1914 den Krieg, wie er 1916 vor Verdun und an der Somme grausame Realität wurde. Insofern lehrt dieses Buch auch, welche unwägbaren Gefahren jeder als begrenzbar gedachte Krieg mit sich bringt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783506775924
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:400 Seiten
Verlag:Schöningh Paderborn
Erscheinungsdatum:02.10.2013

Rezensionen und Bewertungen

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    Allthatjazzvor 4 Jahren
    Ein Monat, der das letzte Jahrhundert veränderte

    Gerd Krumeich, einer der, allerdings nicht wenigen, großen Spezialisten für den 1. WK, hat hier ein prägnantes, trotzdem aber diskursives und vorzügliches Buch über den Ausbruch des großen Krieges geschrieben. Das Buch ist wohl mehr oder minder zeitgleich mit dem Bestseller von Clarke erschienen. Jedenfalls konnte sich Krumeich schon kritisch mit den deutlich anders akzentuierten Thesen von Clarke auseinandersetzen. Dass die beiden sich gut kennen und schätzen, hilft dabei, den Disput auf die Sache zu begrenzen.  Man kann die vielen Theorien und Meinungen, die zu einem der Jahrhundertthemen der internationalen Geschichtsschreibung vertreten werden,  hier weder in Länge noch in Kürze darstellen. Zusammenfassend folgt Krumeich nach meinem Verständnis, bei aller Differenzierung, doch der modernen herkömmlichen Linie, die dem Deutschen Kaiserreich zwar nicht allein die Schuld gibt, gerade aber die Deutschen doch in herausgehobener Verantwortung sieht. Es ist schon recht überzeugend, wie Krumeich die Argumente abwägt und die vielen Puzzlesteine zusammensetzt und damit ein differenziertes, dabei aber weder verteufelndes noch gar ein entschuldigendes Bild des vergangenen Deutschlands zeichnet.

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