Gerd Manfred Ahrenholz Alleslüge

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Inhaltsangabe zu „Alleslüge“ von Gerd Manfred Ahrenholz

Gerd Manfred Ahrenholz, das ist einer von etwa 1000 Namen in der vom Verband deutscher Studentenschaften 1962 herausgegebenen Liste von Studenten und Dozenten ostdeutscher Universitäten, die in der SBZ/DDR verhaftet wurden. Im Alter von 17 Jahren wurde Gerd M. Ahrenholz zum Militärdienst einberufen. Dem Einsatz an der Westfront folgten von 1944 bis 1946 Jahre der Kriegsgefangenschaft. Der Neuanfang, ein Chemiestudium in Rostock, fand ein jähes Ende. Ohne jeden plausiblen Grund wurde Gerd M. Ahrenholz vom sowjetischen Geheimdienst verhaftet und von einem sowjetischen Militärtribunal zu 25 Jahren Zwangsarbeitslager verurteilt. Er konnte nicht begreifen, was ihm geschah. Absolut unschuldig wurde er Opfer der stalinistischen Justiz. Ohne ein falsches Wort geäußert oder eine derzeit verbotene Handlung begangen zu haben, geriet ein Mensch in die Mühlen einer Justiz, die vom Recht unendlich weit entfernt war. In seinem Bericht schreibt Gerd M. Ahrenholz, wie er bei den Vernehmungen die Protokolle statt mit seinem Namen zu unterschreiben, mit dem Wort „Alleslüge“ in Sütterlinschrift unterzeichnete, was glücklicherweise niemand entziffern konnte. So entstand der Titel des vorliegenden Berichtes aus mehr als sieben Jahren GULag. Die unfassbare Brutalität und Rechtswidrigkeit der sowjetischen Militärjustiz wird eindrucksvoll geschildert, ebenso wie der Umgang mit den Gefangenen in verschiedenen sowjetischen Lagern. Das Erlebte ist für Außenstehende kaum nachvollziehbar, aber die Erinnerung daran muss um der Zukunft willen bewahrt bleiben.
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