Ana und die Fische

von Gerd Pfeifer 
4,0 Sterne bei1 Bewertungen
Ana und die Fische
Bestellen bei:

Zu diesem Buch gibt es noch keine Kurzmeinung. Hilf anderen Lesern, in dem du das Buch bewertest und eine Kurzmeinung oder Rezension veröffentlichst.

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Ana und die Fische"

»Dann und wann dauert es eben etwas länger, sagte Dona Regina, als Ana erst elf Monate nach ihrer Hochzeit einen Sohn zur Welt brachte. Einen Sohn?«
Geschichten voller unerklärlicher, manchmal magischer Wunder, andere unbequem und kompromisslos! João wünscht sich ein Paar Turnschuhe, um jeden Preis. Ana zieht sich für die Geburt ihres Sohnes in ein einsames Strandhaus zurück und niemand bekommt ihr Kind zu Gesicht. Dalva, das Dienstmädchen steigt zur Muse eines berühmten Malers auf, der eines Tages unter mysteriösen Umständen verschwindet. Und der Großvater von Tassia versucht herauszufinden, warum sich seine Enkelin so sehr verändert hat.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783943999822
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:156 Seiten
Verlag:Ripperger & Kremers Verlag
Erscheinungsdatum:04.05.2017

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne0
  • 4 Sterne1
  • 3 Sterne0
  • 2 Sterne0
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    Gwhynwhyfars avatar
    Gwhynwhyfarvor einem Jahr
    Brasilianische Kurzgeschichten

    Gerd Pfeiffer gibt mit seinen Erzählungen einen kleinen Eindruck in die brasilianische Welt. Mit »Ein Paar Turnschuhe« steigt er hart ein. Kurz und prägnant, hart geht es in die Welt der Straßenkinder zu.

    »In einem Land, das jedem Ehemann mindesten eine Geliebte gestattete und jede Frau entweder Geliebte oder Ehefrau oder beides zugleich war, herrschte strengste Prüderie.«

    Mit »Ana und die Fische« wird es ein wenig mystisch, die längste Geschichte. Der Apotheker, der für seine Tochter nur das Beste will, ein Schwiegersohn, der sich nach der Heirat als unwürdig erweist, was er auch einsieht und sich von dannen macht und glücklicherweise stirbt, bevor einer von dem Skandal etwas bemerkt. Und da ist Ana, die Tochter, ihre Liebe zum Meer.

    »Ihre Kindheit verlebte sie auf dem Lande in einem Dorf ohne Namen. Als sie fünf Jahre alt war, half sie ihrem Vater auf den Feldern. Mit sieben war sie eine vollwertige Arbeitskraft, die nach der Feldarbeit die bescheidene Hütte der Familie in Ordnung hielt, ihre jüngeren Geschwister erzog und ihrer Mutter bei der Geburt der alljährlich und frohgemut ins Leben tretenden Jüngsten zur Hand ging.«

    Alle vier Geschichten haben mir gefallen, doch die von Dalva ist mein Favorit. Das ungebildete Mädchen schafft es, bei einer reichen Familie als Hausmädchen unterzukommen, die Hausherrin ist Ärztin. Der beste Freund der Familie ist der sexsüchtige Maler Serge. Dalva schafft es, ihn um den Finger zu wickeln und er heiratet sie. Für die Ärztin ist es unangenehm, dem alten Hausmädchen nun auf gleicher Höhe entgegentreten zu müssen, denn Dalva schlägt sich wacker in der für sie neuen Welt, entwickelt sich zur eleganten Dame. Serge gewinnt an Kraft und malt unermüdlich mit der Muse an seiner Seite und verkauft seine Bilder zu Höchstpreisen. Er lebt zurückgezogen mit Dalva auf einer kleinen Amazonasinsel, verstirbt plötzlich. Dalva findet immer wieder in Verstecken alte Werke von Serge, die nun noch höhere Wert erzielen.

    »Es geschieht. Immer. Überall. Aber doch nicht hier in seiner Familie.«

    »Enkelin Tassia« ist eine kurze Geschichte, zu kurz, um mit einer Beschreibung zu viel zu verraten. In jeder dieser Geschichten finden wir die Sehnsucht, sein Leben zu verändern, jemand anders zu sein. Und die Protagonisten packen es an.


    »Gerd Pfeiffer war weltweit als Investmentbanker tätig, bevor er nach seinem Rückzug ins Privatleben mit dem Schreiben begann«, so die Verlagsinformation. Ich gehe davon aus, dass er eine Weile in Brasilien gelebt hat, denn seine Beobachtung für Land und Leute sind scharf. Die Moderne prallt gegen ein vergangenes Jahrhundert, gnadenlose Großstadt gegen verschlafenes Landesinnere, Machismo gegen aufbegehrende Frauen, Arm gegen Reich, Standesdünkel, ein Hauch von alten Geschichten, Mystik. Ein kleiner Band, mit gelungenen Kurzgeschichten.

    Kommentieren0
    8
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks