Gerd Pfitzenmaier , Lukas Diringshoff Wir schaffen das - aber so nicht

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Inhaltsangabe zu „Wir schaffen das - aber so nicht “ von Gerd Pfitzenmaier

Eine Katastrophe mit Ansage: Wer die Welt aufmerksam beobachtete, wusste schon lange, was auf Europa und auf Deutschland zukommt. Das Versagen der Politik: Wer sich jetzt vom Flüchtlingsstrom überrascht zeigt, der seit Sommer 2015 zu uns kommt, ist ein Heuchler. Die Reaktion der Verantwortlichen in Staat und Gesellschaft auf die neue Lage im Land ist mehr als fragwürdig. Abschottung und Abschiebung können das humanitäre Problem nicht lösen, das zum Großteil unsere eigene, arrogante Politik verursacht, die über Jahre nicht die Menschen, sondern den Mammon in den Fokus rückte. Terror und Hass: Seit 2015 verbreiten sie auch in Deutschland und Europa Angst und Schrecken. Die Unsicherheit schürt den Unmut. Er macht sich in Attacken gegen Flüchtlinge Luft. Die andere Seite der Medaille: Die Recherchen zu diesem Buch zeigen neben der Gefahr durch den Terror des Islamischen Staats auch, wie ihm zu begegnen ist. Ernsthafte Integration, der Wille zur Gemeinsamkeit und ein offenes Aufeinander-Zugehen können Hass dämpfen und Terror verhindern. Gefordert sind beide Seiten: So sicher es ist, dass Abschottung und Abschiebung das Flüchtlingsproblem nicht lösen werden, so treffend gilt auch, dass ein Zusammenleben nur funktioniert, wenn Flüchtlinge und Deutsche voneinander lernen und aufeinander zugehen. Die Vision von der Zukunft unseres Landes entwickeln wir am besten gemeinsam.

Wahnsinnig viele Informationen, aber keine Lösungsansätze...

— Jungenmama
Jungenmama

Das Buch rüttelt wach und berührt! Es zeigt Dinge auf, die im Argen liegen und verliert auch die Chancen nicht aus dem Blick.

— Edelstella
Edelstella

Ein gut verständliches Sachbuch über die aktuelle Flüchtlingskriese und deren Hintergründe.

— Diana182
Diana182

Gute Ansätze, aber zu viel herumgeredet

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

tolles gut recherchiertes Buch dass die Ursachen von allen Seiten beleuchtet. LEider auch ohne konkrete Lösungsansätze

— Susimueller
Susimueller

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  • Wir schaffen das - ... Wirklich?

    Wir schaffen das - aber so nicht
    Jester888

    Jester888

    05. June 2016 um 08:49

    So hier kommt noch meine Rezi, nachdem ich mich durchs Buch gequält habe. Es ist so überladen von Informationen (ständig www. Hinweise - ich wollte ein Buch und keine Hinweise wo ich mir im Netz Infos dazu ansehen kann). Mit fehlt ein konkreter Lösungsansatz, denn man kann nun mal nicht verlangen alle aufzunehmen (es warten ja bereits weitere Millionen auf die Möglichkeit hier "einzufallen" - das ist jetzt überspitzt ausgedrückt, aber ich sehe das nunmal so) und gleich arbeiten zu lassen. Wir haben selbst genug Arbeitslose, selbst genug Hartz/Mindestsicherungsempfänger, selbst genug Wohnungssuchende... Asyl - bedeutet für mich Schutz auf Zeit ohne Bleiberecht! Die Spaltung der Gesellschaft kann man nicht mehr aufhalten, der Schaden ist schon da. Merkel, Faymann und Co haben das stillschweigend akzeptiert und hier noch was zu kitten ist unmöglich. Vergewaltigungen, Messerstechereien, Attentate... es sind einfach zuviele Männer die unsere Art zu leben nicht akzeptieren und sich "nehmen" was sie wollen. Täter gehören abgeschoben ohne Aussicht je wieder Asyl beantragen, oder hierher zurückkehren zu können. Wenn man dem Gastland und deren Menschen keinen Respekt entgegenbringt, hat man sein Recht auf Schutz verloren (das gilt für mich auch für Asylanten die schon länger hier sind und straffällig werden). Überlege mir nach wie vor auszuwandern, denn ich sehe die Asylanten täglich am Bahnhof, im Bus, im Einkaufszentrum. Sie lungern nur rum, begutachten Mädchen und Frauen, lassen Müll liegen... Ich habe nämlich Angst vor dieser Zukunft, vor allem wie unsere Kinder mit dieser Fehlentscheidung einiger Politiker leben müssen. (Rezension zu meinem 7ten GB)

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  • Leserunde zu "Wir schaffen das - aber so nicht " von Gerd Pfitzenmaier

    Wir schaffen das - aber so nicht
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Liebe LovelyBooks-Freunde,wer hat Lust an einer Leserunde zu "Wir schaffen das - aber so nicht", dem Buch des erfahrenen Journalisten Gerd Pfitzenmaier zur Flüchtlingskrise und deren Folgen, teilzunehmen und Rezensionen zu schreiben?Inhalt des Buches:Politik und Medien in Deutschland haben viel zu lange die Augen zugemacht: Seit Jahren war klar, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis eine Krise über Deutschland und Europa hereinbrechen würde. Islamistische Terroranschläge verbreiten nicht nur hierzulande Angst und Schrecken.Wer sich jetzt vom Flüchtlingsstrom überrascht zeigt, der seit Sommer 2015 bei uns ankommt, ist ein Heuchler. Die Reaktion der Verantwortlichen in Staat und Gesellschaft auf die Flüchtlingskrise ist mehr als fragwürdig. Das widersprüchliche Agieren der Politik löst das humanitäre Problem nicht. Es schürt Unsicherheit und Unmut, die Gesellschaft spaltet sich in Gutmenschen und Wutbürger.Gert Pfitzenmaier zeigt auf, wie dem Flüchtlingsstrom, den damit verbundenen Problemen und der Spaltung der Gesellschaft zu begegnen ist. Das Buch gibt Antworten auf Fragen wie: Wie konnte es zur Flüchtlingskrise kommen? Was macht die Krise mit Deutschland und seinen Bürgern? Wer profitiert von der Krise? Warum sind Terror, Gewalt und Hass keine Lösung? Was muss sich ändern, damit sich die Lage in Deutschland nicht noch weiter verschärft? Wir stellen 15 Exemplare (Taschenbuch oder E-Book) von "Wir schaffen das - aber so nicht" zur Verfügung. Mitarbeiter unseres Verlages werden an der Leserunde teilnehmen und Fragen beantworten.Wer sich für das Buch interessiert, meldet sich bitte bis zum 17. April und darf gerne folgende Frage beantworten:Wie kann man die Flüchtlingskrise und die Spaltung der Gesellschaft eindämmen?Wir sind gespannt auf eure Beiträge und freuen uns auf die Leserunde!Euer CBX Verlag

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  • Unsere Chancen und Verantwortung als Weltenbürger

    Wir schaffen das - aber so nicht
    Edelstella

    Edelstella

    16. May 2016 um 19:49

    Dieses Buch zeigt die harte Realität einer wirtschaftlich vernetzten und immer enger zusammenwachsenden Welt. Wir können nicht nur abschöpfen, was für uns Gewinn bringt, wir müssen auch die Konsequenzen tragen. Dazu gehört auch Menschen aufzunehmen, die vor Kriegen und Verfolgung fliehen und sie bei uns zu integrieren. Wenn wir Weltenbürger sein wollen, dann auch richtig. Nach Meinung des Journalisten und Politikberaters Michael Lüders hat der IS „zwei klare Ziele“: „Erstens, den Westen in einen Bodenkrieg in Syrien hineinzuziehen, den er nicht gewinnen kann, und zweitens die innenpolitische Lage bei uns zu destabilisieren, indem Rechtspopulisten und Islamisten und auch verunsicherte Flüchtlinge irgendwann aufeinander losgehen.“ Das Buch liefert sehr aufschlussreiche Informationen, wie Menschen aus europäischen Randgruppen zu Terroristen werden, weil sie nie integriert wurden und immer die Verlierer blieben. Wie Rassisten die „sogenannte“ Flüchtlingskrise benutzen, um Menschen hinter sich versammeln, siehe Pegida und Co. Wir finden aufgescheuchte und handlungsunfähige Politiker vor, die nur noch reagieren statt zu agieren. Unser Land offenbart seine guten Seiten, siehe Willkommenskultur und seine unangenehmen Seiten, siehe Übervorteilen von Flüchtlingen bei der Wohnungssuche, Raub von Spenden an Geflüchtete etc. Unflexible Bürokratie, aber auch flexible Ehrenamtliche sind sichtbar. Furchtbar sind Angriffe und Brandstiftung auf Flüchtlingsheime, die an die schlimmsten Zeiten in Deutschland erinnern. „Der Weg zum Glück einer Gesellschaft führt einzig über den gegenseitigen Respekt füreinander.“ Das hat Hape Kerkeling gesagt und ich finde, diese Worte sind überall einsetzbar und allgemeingültig. Wie gelebte Integration gelingen kann, hat Kilian Kleinschmidt vorgemacht. Dieser Mann hatte Mut und Visionen und hat das Flüchtlingslager Zaatari mit 100.000 Menschen an der jord.-syrischen Grenze geleitet. Er war der „Bürgermeister“ und setzte auf Individualität statt Konformität und er beförderte Unternehmergeist statt Almosenmentalität. Das ist ein Beispiel wie Integration ernsthaft angegangen werden kann. Gerd Pfitzenmaier ist sich sicher, das wir an dieser Aufgabe hier in Deutschland wachsen können, wenn wir uns offen auseinandersetzen und Mut und Visionen haben, kann unser Land daran wachsen und natürlich wir Bürger und ich glaube das auch. Ich habe diese Buch verschlungen, ich wurde gut informiert und die Tabellen und Statistken haben das ganze nochmal veranschaulicht. Natürlich war es hart sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen, aber ich denke das muß sein, um mitzuhelfen oder anzusprechen, was anders werden muss hier bei uns. Denn das es gute Lösungen gibt, hat der Autor uns ja nicht vorenthalten. Das Buch ist hochaktuell und ein Augenöffner! Als Ergänzung zu den täglichen Medienberichten höchst empfehlenswert und hier vergebe ich dem Sachbuch 5 Sterne!

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  • Wir schaffen das - ist hierin die Lösung aller Probleme zu finden?

    Wir schaffen das - aber so nicht
    Diana182

    Diana182

    12. May 2016 um 19:36

    Auf dem Cover ist lediglich der Titel mit Untertitel vermerkt. So wird in kurzen und knappen Worten schon direkt auf den hier enthaltenen Inhalt eingegangen- dies zu einem Sachbuch passend! Meine Meinung:Ich kenne schon einige Bücher dieses Verlages und wurde auch hier wieder positiv überrascht. Es handelt sich zwar um ein Sachbuch, welches aber in einer einfachen und verständlichen Sprache geschrieben ist. Es wird direkt ausgesprochen, was gemeint ist, ohne um den heißen Brei herum zu reden. Die einzelnen Hintergründe und Zusammenhänge werden durchleuchtet und für den Leser verständlich erklärt. So konnte ich auch hier wichtige Informationen entnehmen, welche mir bisher noch nicht in diesem Umfang bekannt waren. Diese werden natürlich zusätzlich mit Quellen unterlegt und man kann bei Bedarf eigenständig weiter recherchieren. Am Ende hat der Autor dann noch, seiner Meinung nach, ein paar Lösungsvorschläge im petto, welcher in der momentanen Situation umgesetzt werden müssten um das Problem anzupacken. Diese sind zwar gut beschrieben und nachvollziehbar, aber wenn es so einfach wäre, hätte es die Politik wahrscheinlich schon umgesetzt. Mein Fazit:Ein aktueller Einblick in die "Flüchlingsproblematik" wird hier sehr gut vermittelt und für den Leser verständlich transportiert. Wer hier gerne etwas mehr wissen will, ist mit diesem Buch gut bedient. Direkte Lösungsvorschläge kann man hier aber nicht erwarten.

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  • Wenn alles so einfach wäre

    Wir schaffen das - aber so nicht
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. May 2016 um 08:30

    Es werden einige Ansätze geliefert aber keine direkten Lösungsweg. Ich habe hier zwar immer wieder meine Meinung lesen können, aber Schlauer hat das Buch mich auch nicht gemacht. Ich konnte es nicht flüssig lesen, musste mich mehr oder weniger durch quälen. Die Statistiken fand ich zwar interessant, aber vertrau Zahlen eher weniger. Da geschrieben wurde, dass die Flüchtlinge nicht alle erfasst werden können, was auch verständlich ist bei der Menge, frage ich mich wie diese Statistik zustande kommen konnte.Was mich sehr gestört hat, war das der Autor zu viel prangert, hätte mir eine neutralere Meinung gewünscht, um mir meine eigene Meinung ohne Einfluss bilden zu können. Zum Ende hin war ich dann doch auch schon sehr genervt, da ich mir am Anfang viel zu viel erhofft hatte.Fazit: Für jemanden, der etwas zusammengefasstes sucht und sich einen Überblick verschaffen will, ist dieses Buch ideal. Aber für mich eher unbrauchbar. Ich habe doch eher die Befürchtung, das dieses Buch auch dem Lobbyismus zugeschrieben ist. Und wie ich schon mal erwähnte, hoffe ich das die Cover Farben zufällig gewählt wurden. Aber an Zufälle glaube ich eher weniger.

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  • Wie können wir das Schaffen?

    Wir schaffen das - aber so nicht
    Susimueller

    Susimueller

    07. May 2016 um 17:42

    Gerd Pfitzenmaier zeigt in seinem Buch die gesellschaftlichen Probleme der Flüchtlingswelle auf. Er untersucht die Ursachen und beweist, dass man das Problem schon viel früher hätte erkennen müssen und angehen hätte können und wirft der Politik vor dies nicht getan zu haben. Pfitzenmaier erklärt sehr deutlich wie der Terror und Hass einem friedlichen Miteinander mit den Flüchtlingen entgegen steht und die Medien, die Flüchtlingsgegner, aber auch die Terroristen gezielt Propaganda und Stilmittel einsetzen, um Angst oder Hass zu schüren oder im Fall der Medien und Asylgegner, Gerüchte zu verbreiten. Um seine Thesen zu untermauern benutzt Pfitzenmaier brandaktuelle Begebenheiten, Geschehnisse und zitiert eine Vielzahl an Schlagzeilen und Meinungen. Manchmal war ich wirklich erstaunt, was für aktuelle Ereignisse er dabei noch ins Buch gepackt hat. Man hat den Eindruck, dass er diese bis kurz vorm Druck noch integriert hat. Viele Schaubilder und Zahlen verdeutlichen das, was Pfitzenmaier uns mit dem Buch sagen möchte. Dazu benutzt er eine fließende Sprache. So dass es auch für nicht Fachleute spannend ist den Text zu lesen. Für mich wäre das Buch ein klares fünf Sterne Buch gewesen, allerdings hat mich dann der letzte Teil enttäuscht. Denn es gibt keine konkreten Lösungsansätze. Diese bleibt uns der Autor schuldig. Er beschreibt, was seiner Ansicht nach geändert werden muss, aber wenn es dann darum geht Lösungsansätze zu benennen wird er leider sehr schwammig und verstrickt sich in weitere Ausführungen darin, was die Politiker alles falsch machen.  Im Endeffekt hat er aber genau diese Punkte herausgearbeitet die auch in der Politik diskutiert werden.  Das sind:  -Den Asylsuchenden ihr Recht gewähren -Keinen Nährboden für Radikalisierung zu geben  -und die Integration zu fördern. Die Lösung sieht Pfitzenmeier im Willen der Gemeinsamkeit, darin aufeinander zuzugehen und darin, dass Deutsche und Flüchtlinge voneinander lernen. Dem möchte ich gar nicht widersprechen, nur sind das natürlich keine Fakten mit denen er Lösungsansätze für das bringt, was er zuvor bei den Politikern anprangert. Er ist gegen die Erstaufnahmelager, weil sie den Flüchtlingen keine Perspektive bieten, schreibt aber nicht, wie man das schaffen soll, dass man allen Flüchtlingen (meist ja auch komplett ohne Arbeitsqualifikationen oder Nachweise) von Anfang an einen Arbeitsplatz und eine Wohnung geben kann. Er sieht eine Gefahr für Radikalisierung in den Aufnahmelagern, aber als einzige Problemlösung sieht er, dass man die Erstaufnahmelager halt abschaffen soll, weil sich die Flüchtlinge darin unnütz fühlen. Natürlich bergen unsere Aufnahmelager Probleme und sind bestimmt kein Traum wenn man an das Land denkt, das einem Asyl geben soll. Er will jedem das Recht auf Asyl gewähren und prangert an, dass die Politik nicht alle aufnimmt, sondern manchen Gruppen das Asyl verweigert. Allerdings schreibt er nicht , wie man alle Flüchtlinge aufnehmen könnte. Zuletzt sagt er , man solle Integration vorantreiben, indem man die Asylsuchenden von Anfang an arbeiten lässt und keine Residenzpflicht  einführt, sondern sie selbst bestimmen lässt was sie tun wollen. Das ist bestimmt ein toller Traum, nur leider nennt er auch keine Lösungen wie man Menschen, die teilweise noch niemals zur Schule gegangen sind in einen Arbeitsmarkt integrieren kann. Wie man Menschen, die ja keine Dokumente über ihre Qualifikationen mitbringen, gesichert nachweisen kann, was für Qualifikationen sie in ihrem Beruf haben. Mir ist es zum Beispiel völlig egal, ob ich von einem deutschen oder einem syrischen Arzt operiert werde. Aber ich erwarte bei beiden, dass man ihre Abschlüsse und Dokumente checkt, und dass man sich sicher ist, dass sie stimmen. Fazit: Aus diesem Grund erhält das Buch am Ende drei Sterne. Für ein solides, gut recherchiertes und brandaktuelles Fachbuch, das trotz einer Menge Zitate und Zahlen flüssig und mitreißend geschrieben ist und die Ursachen sehr anschaulich begründet  und darstellt. Das mir aber leider zu viel anprangert, ohne dafür eigene Lösungswege zu haben.

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  • 4,5 Sterne für ein Sachbuch, das mir ganz oft aus der Seele spricht

    Wir schaffen das - aber so nicht
    Antek

    Antek

    05. May 2016 um 14:29

    Ich glaube, wie Deutschland und seine Gesellschaft immer mehr durch die Flüchtlingskrise gepalten wird, kann man nicht mehr übersehen und die zunehmende Radikalisierung, ist etwas, das mir am allermeisten Angst macht. Der Klappentext des Buches wirbt mit dem Satz, „Die Recherchen zu diesem Buch zeigen neben der Gefahr durch den Terror des Islamischen Staats auch, wie ihm zu begegnen ist. Ernsthafte Integration, der Wille zur Gemeinsamkeit und ein offenes Aufeinander-Zugehen können Hass dämpfen und Terror verhindern.“ Ich war deshalb sehr gespannt auf die Lösungsansätze, denn genau da versagt meiner Meinung nach unsere Politik derzeit gewaltig. Der Autor stellt zuerst die Ursachen, wie es so weit kommen konnte vor. Das neue Gesicht des Terrors, die Macht der sozialen Netzwerke, das Zündeln mit Worten und die Planlosigkeit der Politik und auch der fette Reibach, der mit der Flüchtlingskrise gemacht wird, sind Themen, die er im ersten Abschnitt genauer betrachtet. Ich habe darin ganz oft meine eigene Sichtweise und meine eigenen Bedenken wiedergefunden. Ich bin klar dagegen, auch nur einem Flüchtling, dessen Leben bedroht wird, hier bei uns die Sicherheit zu verwehren und das stellt auch der Autor an keiner Stelle infrage. Aber er verschweigt auch nicht den Ernst der Lage und stellt auch das Versagen der Politik ganz klar dar. Viel zu oft steht hinter der angeblichen Menschlichkeit doch der wirtschaftliche Vorteil und das muss wieder anders werden. Richtig geschockt hat mich die Macht der sozialen Netzwerke. Ich bin weder bei Facebook noch einem sonstigen Verein und daher ist ganz viel der Hetze, die dort betrieben wird, an mir vorbeigegangen. Interessant fand ich auch die Informationen über Organisationen, die dem den Wind aus den Segeln nehmen wollen. Entsetzt bin ich über den Reibach, der gemacht wird. Wieder geht es nur um Geld, statt um den Menschen an sich, wie traurig. Ein kurzer zweiter Abschnitt liefert Zahlenmaterial in Statistiken, Schaubildern und Tabellen, wobei ich bei solchen Darstellungen immer etwas skeptisch bin, können diese wirklich etwas aussagen? Aber eine durchaus interessante Ergänzung. Im dritten Teil geht es um die Auswirkungen, was anders werden muss. Auch hier habe ich meine Hoffnungen, Wünsche und Bedenken ganz oft wiedergefunden. Die Politik muss agieren, statt nur reagieren und endlich wieder den Mensch im Vordergrund haben, es muss mehr Aufklärung betrieben werden und vor allem muss die Integration entschieden vorangetrieben werden. Wie sieht es denn momentan wirklich aus? Auch Monate später sitzen die Menschen in den Lagern, langweilen sich und können trotz Kursen nicht wirklich integriert werden, da sie keine Möglichkeiten haben sich selbst zu versorgen (Caterer, Security, Putzkolonne... alles aus Gründen der Sicherheit). Den Deutschen schlägt auf den Magen, dass all die Flüchtlinge ihnen auf der Tasche liegen, derweil dürfen diese ja nichts tun bzw. nicht arbeiten. Daran muss sich ganz schnell etwas ändern. Auch mit dem Thema Krieg und Gewalt ist keine Lösung spricht mir der Autor aus der Seele. Krieg ist niemals ein Mittel um Spannungen zwischen Nationen zu lösen. Gewalt hilft nicht gegen Terrorismus und schon gar nicht hält Gewalt Flüchtlinge, die Angst um ihr Leben haben, auf. Der vierte und letzte Abschnitt „Lösungen- wie schaffen wir das“, war derjenige auf den ich am allermeisten gespannt war. Der Autor spricht Dinge an, an denen gearbeitet werden muss. Der Radikalisierung die Basis entziehen, vor Ort die Nationen an den Tisch holen, Perspektiven aufzeigen,  die Integration vorantreiben, die Jugendarbeit verbessern, wieder mehr Respekt einfordern, die Achtung der Menschenwürde als oberstes Ziel der Politik, alles Dinge die für ein erfolgreiches Stemmen der Flüchtlingskrise unverzichtbar sind. Das sehe ich ganz genauso, denn Deutschland kann mit der richtigen Politik und dem Willen aller an dem „Problem“ wachsen. Ich fand das Buch, aufschlussreich, sehr interessant und vieles hat mich tief betroffen gemacht. Richtig toll fand ich, dass es auch für den Laien verständlich geschrieben ist. Allerdings hätte ich mir noch mehr konkrete Lösungsansätze gewünscht.

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