Gerd R. Ueberschär Hitlers militärische Elite

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Inhaltsangabe zu „Hitlers militärische Elite“ von Gerd R. Ueberschär

Bei der Ausführung seiner verbrecherischen Eroberungs- und Kriegspläne konnte Hitler mit einer großen Gruppe militärischer Funktionsträger rechnen, die seine Politik unterstützten und mehr oder weniger bereitwillig umsetzten. Wer waren diese Männer, die zu Hitlers militärischer Elite zählten? Wie weit stellten sie sich jeweils in den Dienst des nationalsozialistischen Staates? In diesem Sammelwerk porträtieren namhafte Historiker die Karrieren und Verstrickungen führender Militärs im Dritten Reich. Vorgestellt werden nicht nur die prominenten Heerführer, sondern auch Offiziere aus der Luftwaffe und der Marine, Militärärzte, Militärjuristen und Führer der Waffen-SS. Erst diese biographische Gesamtschau zeigt deutlich, wie weit sich große Teile der militärischen Elite auf den NS-Staat eingelassen und seine Kriegspolitik aktiv umgesetzt haben. Bibliographie und Personenregister runden den Band ab.

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  • Rezension zu "Hitlers militärische Elite" von Gerd R. Ueberschär

    Hitlers militärische Elite

    Matzbach

    12. January 2013 um 16:59

    In 68 Kurzportraits werden in diesem Buch Führungskräfte aus Heer, Marine, Luftwaffe, Heeresjustiz und -sanitätsdienst vorgestellt. Dabei geht es den Autoren weniger um die militärischen Leistungen der beschriebenen Personen, die zwar aufgelistet werden, als um deren Einstellung zu Hitler und ihre Verstrickung in die Verbrechen seines Systems. Fast allen war ihre ablehnende Haltung zur Demokratie eigen, die sie mit der angeblich unpolitischen Haltung der Reichswehr kaschierten. Als dann Hitlers Aufrüstungsprogramm startete und den Offizieren eine neue Daseinsberechtigung und die Hoffnung auf Tilgung der als Schmach empfundenen Niederlage im Ersten Weltkrieg verschaffte, ließen sich die meisten zur Mitarbeit hinreißen. Selbst, als spätestens seit 1937 zunehmend der aggressive Charakter der Aufrüstung deutlich wurde und die Verbrechen des Systems durchaus schon erkennbar waren, hielt diese Zusammenarbeit aufrund der Identität der großdeutschen Ziele an. Erste Zweifel einzelner Generäle beruhten auch nicht so sehr aus grundsätzlichen moralischen Überlegungen als vielmehr auf militärstrategischen Bedenken. Spätestens mit dem Überfall auf die Sowjetunion aber musste jedem Handelnden klar sein, dass er es mit einer verbrecherischen Staatsführung zu tun hatte, aber kaum jemand protestierte gegen dem "Kommissarbefehl", die Behandlung der Kriegsgefangenen oder gar die Aktionen gegen die Juden im Hinterland des Kampfgebietes. Aber genau in diesem Kontext zeigen sich die Handlungsmöglichkeiten der verantwortlichen Militärs. Wenige, viel zu wenige, konnten sich zu aktiver Gegnerschaft durchringen, die weitaus meisten begründeten ihr Handeln, sprich ihre Untätigkeit und gegen die Verbrechen und ihr Funktionieren als Heerführer, mit der Pflicht zum Gehorsam und kämpften bedingunsklos weiter für ihren Oberbefehlshaber, bis zum bitteren Ende. Als weitere Gruppe sind dann noch die "Überzeugungstäter" zu nenne, Generale wie Reichenau, Schörner oder Dietl, die die nationalsozialistische Ideologie übernahmen. Abgerundet wird der Band durch zwei Aufsätze zum Thema "Widerstand, Gehrosam und Pflicht" sowie der Legendenbildung von der angeblich "sauberen" Wehrmacht nach dem Krieg.

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