Der betrogene Patient

von Gerd Reuther 
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Der betrogene Patient
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Interessante Punkte über die Gesundheitsindustrie.

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Inhaltsangabe zu "Der betrogene Patient"

Nie waren die Heilungsversprechen größer als heute und doch ist die ärztliche Behandlung zu unserer häufigsten Todesursache geworden. Wer den Therapieempfehlungen der Mediziner rückhaltlos vertraut, schadet sich häufiger, als er sich nützt. Erschreckend viele Behandlungen sind ohne nachgewiesene Wirksamkeit und oft wäre das Abwarten des Spontanverlaufs sogar wirksamer und nachhaltiger.

Schonungslos ehrlich seziert Dr. med. Gerd Reuther nach 30 Jahren als Arzt seinen Berufsstand. Er deckt auf, dass die Medizin häufig nicht auf das langfristige Wohlergehen der Kranken abzielt, sondern in erster Linie die Kasse der Kliniken und Praxen füllen soll. Seine Abrechnung ist aber nicht hoffnungslos, denn er zeigt auch auf, wie eine neue, bessere Medizin aussehen könnte. Sie müsste mit einer anderen Vergütung medizinischer Dienstleistungen beginnen und Geld dürfte nicht mehr über Leben und Tod bestimmen.

Mit der Expertise eines Mediziners geschrieben, verliert das Buch trotzdem nie den Patienten aus dem Blick. Durch seine präzise Analyse der herrschenden Verhältnisse wird es zu einer Überlebensstrategie für Kranke, die ihr Leid nicht durch Medizin vergrößern wollen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783742300713
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:400 Seiten
Verlag:riva
Erscheinungsdatum:20.03.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 22.01.2018 bei riva erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    kvelvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Interessante Punkte über die Gesundheitsindustrie.
    Interessante Punkte über die Gesundheitsindustrie.

    Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis:

    - Was wir verordnen, wirkt auch
    Medizin ohne Evidenz und kritische Selbstkontrolle

    - Man wird eine Studie (er)finden
    Mediziner als Wissenschaftsgaukler

    - Was nicht sein darf, kann nicht sein
    Ärztliche Investigationsverweigerung

    - Eine schlechte Therapie ist besser als keine Therapie
    Medizinischer Aktionismus

    - Geschluckt wird, was wir geliefert bekommen
    Mediziner als Erfüllungsgehilfen der Medizinindustrie

    - Auch heute sterben im Krankenhaus die Leute
    Hochrisikobereich Klinik

    - Zynische Dreiecksbeziehung
    Undurchsichtige Geldflüsse und Interessenkonflikte


    Meine Meinung:

    Der Autor stellt viele „Fakten“ und Paradigmen zu Recht in Frage.

    Er vertritt die These, dass es oftmals besser für die Patienten wäre, wenn die Ärzte lieber keine Therapie ihren Patienten angedeihen ließen und stattdessen auf die Selbstheilungsfähigkeit des menschlichen Körpers zu vertrauen, statt auf eine evtl. auf lange Sicht ehr schädliche Medikation zu setzen.


    Gut fand ich, dass der Autor einige wichtige Themen angesprochen und erörtert hat, bspw.:
    - Forschungen in gewünschte Richtungen der Industrie
    - Mangel an ehrlichen und langfristigen Studien zu (Neben-)Wirkungen von Medikamenten, sondern stattdessen schnelles auf den Markt drücken von neuen Medikamenten
    - Weiterbildung von Ärzten auf Kongressen von Pharmafirmen
    - Entsprechen der Erwartungshaltung von Patienten (u.a. auch durch nutzlose Verschreibung von Antibiotika bei viralen Infekten mit all den unguten Nachwirkungen)
    - Mangelndes Kostenbewusstsein der Gesundheitskassen für das Sozialsystem durch egoistisches Anfüttern von Kunden mit unsinnig-kostspieligen Anreizen (z.B. „Gesundheitsreisen“)


    Manko:
    Einige Themen / Erläuterungen wiederholen sich über die Kapitel.


    Fazit: Lesenswert.


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    W
    WinfriedStanzickvor einem Jahr
    heilen - manchmal lindern – oft trösten- immer



    Das vorliegende Buch ist der mutige Bericht eines Mediziners und seine schonungslose Abrechnung mit seinen Kollegen. Ausführlich schreibt er über die Manipulationen oder die Ahnungslosigkeit der Ärzte und der Pharmaindustrie.

    Die Medizin kritisiert der Radiologe im Ruhestand Gerd Reuther  als ein Fach ohne Evidenz und Selbstkontrolle und seine Kollegen sind für ihn „Wissenschaftsgaukler und Erfüllungsgehilfen der Medizinindustrie“.  Er versammelt in seinem umfangreichen Buch eine Fülle von mehrheitlich schon an anderen Stellen beschriebenen Missstände im medizinischen System unseres Landes und macht am Ende in einem „20-Punkte-Programm für eine Medizin ohne Verbrechen gegen die Gesundheit“ Vorschläge für ihre Behebung.

    Die Überschrift für dieses Programm könnte wie eine neue Magna Charta der Ärzteschaft sein, sie hat mit in ihrer Ehrlichkeit und Menschlichkeit sehr gefallen:
    heilen - manchmal
    lindern – oft
    trösten- immer

    Aber dazu müssten die Mediziner wirkliche Menschen werden und Seelsorger und ihre Götterstatus abgeben.











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