Gerd Reuther Der betrogene Patient

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Inhaltsangabe zu „Der betrogene Patient“ von Gerd Reuther

Nie waren die Heilungsversprechen größer als heute und doch ist die ärztliche Behandlung zu unserer häufigsten Todesursache geworden. Wer den Therapieempfehlungen der Mediziner rückhaltlos vertraut, schadet sich häufiger, als er sich nützt. Erschreckend viele Behandlungen sind ohne nachgewiesene Wirksamkeit und oft wäre das Abwarten des Spontanverlaufs sogar wirksamer und nachhaltiger. Schonungslos ehrlich seziert Dr. med. Gerd Reuther nach 30 Jahren als Arzt seinen Berufsstand. Er deckt auf, dass die Medizin häufig nicht auf das langfristige Wohlergehen der Kranken abzielt, sondern in erster Linie die Kasse der Kliniken und Praxen füllen soll. Seine Abrechnung ist aber nicht hoffnungslos, denn er zeigt auch auf, wie eine neue, bessere Medizin aussehen könnte. Sie müsste mit einer anderen Vergütung medizinischer Dienstleistungen beginnen und Geld dürfte nicht mehr über Leben und Tod bestimmen. Mit der Expertise eines Mediziners geschrieben, verliert das Buch trotzdem nie den Patienten aus dem Blick. Durch seine präzise Analyse der herrschenden Verhältnisse wird es zu einer Überlebensstrategie für Kranke, die ihr Leid nicht durch Medizin vergrößern wollen.

Interessante Punkte über die Gesundheitsindustrie.

— kvel

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  • Interessante Punkte über die Gesundheitsindustrie.

    Der betrogene Patient

    kvel

    24. May 2017 um 23:38

    Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis: - Was wir verordnen, wirkt auch Medizin ohne Evidenz und kritische Selbstkontrolle - Man wird eine Studie (er)finden Mediziner als Wissenschaftsgaukler - Was nicht sein darf, kann nicht sein Ärztliche Investigationsverweigerung - Eine schlechte Therapie ist besser als keine Therapie Medizinischer Aktionismus - Geschluckt wird, was wir geliefert bekommen Mediziner als Erfüllungsgehilfen der Medizinindustrie - Auch heute sterben im Krankenhaus die Leute Hochrisikobereich Klinik - Zynische Dreiecksbeziehung Undurchsichtige Geldflüsse und Interessenkonflikte Meine Meinung: Der Autor stellt viele „Fakten“ und Paradigmen zu Recht in Frage. Er vertritt die These, dass es oftmals besser für die Patienten wäre, wenn die Ärzte lieber keine Therapie ihren Patienten angedeihen ließen und stattdessen auf die Selbstheilungsfähigkeit des menschlichen Körpers zu vertrauen, statt auf eine evtl. auf lange Sicht ehr schädliche Medikation zu setzen. Gut fand ich, dass der Autor einige wichtige Themen angesprochen und erörtert hat, bspw.:- Forschungen in gewünschte Richtungen der Industrie- Mangel an ehrlichen und langfristigen Studien zu (Neben-)Wirkungen von Medikamenten, sondern stattdessen schnelles auf den Markt drücken von neuen Medikamenten- Weiterbildung von Ärzten auf Kongressen von Pharmafirmen- Entsprechen der Erwartungshaltung von Patienten (u.a. auch durch nutzlose Verschreibung von Antibiotika bei viralen Infekten mit all den unguten Nachwirkungen)- Mangelndes Kostenbewusstsein der Gesundheitskassen für das Sozialsystem durch egoistisches Anfüttern von Kunden mit unsinnig-kostspieligen Anreizen (z.B. „Gesundheitsreisen“) Manko:Einige Themen / Erläuterungen wiederholen sich über die Kapitel. Fazit: Lesenswert.

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  • heilen - manchmal lindern – oft trösten- immer

    Der betrogene Patient

    WinfriedStanzick

    27. March 2017 um 09:03

    Das vorliegende Buch ist der mutige Bericht eines Mediziners und seine schonungslose Abrechnung mit seinen Kollegen. Ausführlich schreibt er über die Manipulationen oder die Ahnungslosigkeit der Ärzte und der Pharmaindustrie.Die Medizin kritisiert der Radiologe im Ruhestand Gerd Reuther  als ein Fach ohne Evidenz und Selbstkontrolle und seine Kollegen sind für ihn „Wissenschaftsgaukler und Erfüllungsgehilfen der Medizinindustrie“.  Er versammelt in seinem umfangreichen Buch eine Fülle von mehrheitlich schon an anderen Stellen beschriebenen Missstände im medizinischen System unseres Landes und macht am Ende in einem „20-Punkte-Programm für eine Medizin ohne Verbrechen gegen die Gesundheit“ Vorschläge für ihre Behebung.Die Überschrift für dieses Programm könnte wie eine neue Magna Charta der Ärzteschaft sein, sie hat mit in ihrer Ehrlichkeit und Menschlichkeit sehr gefallen:heilen - manchmallindern – ofttrösten- immerAber dazu müssten die Mediziner wirkliche Menschen werden und Seelsorger und ihre Götterstatus abgeben.

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