Gerd Schinkel

 3.5 Sterne bei 20 Bewertungen

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Seidentochter

Seidentochter

 (20)
Erschienen am 11.09.2007
Bin ich ihr ähnlich?

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Erschienen am 01.03.2006

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Rezension zu "Seidentochter" von Gerd Schinkel

Rezension zu "Seidentochter" von Gerd Schinkel
Jessi611vor 9 Jahren

Dieses Buch habe ich über eine Internetseite entdeckt und die auf Wahrheit basierende Geschichte hat mich direkt angesprochen. Ich muss sagen, dass das Buch zwar recht "leicht" war und man es schnell in einem Zug lesen konnte, trotzdem war die Tatsache um das junge Mädchen berührend! Empfehlenswert ist es auf jeden Fall!!

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Rezension zu "Seidentochter" von Gerd Schinkel

Rezension zu "Seidentochter" von Gerd Schinkel
Leserrezension_2009vor 9 Jahren

Eingereicht von Eva H.:
Zuallererst muss die Gestaltung dieses Buches gelobt werden, das die eindrückliche Geschichte einer jungen Frau enthält, die ihre leibliche Mutter in Korea findet. Passend zum Titel „Seidentochter“ schimmert der feste Einband in seidigem Weiß. Sowohl auf dem vorderen, als auch auf dem hinteren Vorsatzblatt befindet sich eine Karte von Nord- und Südkorea. Dafür wurde auf ein Lesebändchen verzichtet.

Diese wahre Geschichte wurde von Anneli Schinkel geschrieben, die 1982 in Korea geboren, von Martina und Gerd Schinkel adoptiert wurde. Bei ihnen findet sie ein liebevolles Zuhause und eine neue Heimat. Heimatliche Gefühle verbindet sie deshalb nur mit Deutschland. Das Interesse an Korea und an der Suche nach möglichst vielen Strängen ihrer Wurzeln ist im Laufe der Jahre so weit gereift, dass Annelie zusammen mit ihrem ebenfalls aus Korea stammenden Adoptivbruder Jannik, eine Einladung des Staates Korea annimmt, ihr Geburtsland für die Dauer eines mehrtätigen Seminars näher kennen zu lernen.

So manches, das sie während des Seminars erlebt, wirkt doch sehr befremdlich auf Annelie. Die Nationalhymne wird eingeübt und die Teilnehmer werden angehalten sich so zu verhalten, dass der koreanische Staat stolz auf sie sein kann. Und sie sollen stolz darauf sein, dass Korea ihr Geburtsland ist. Auch Taekwondo mit Grundschulkindern oder Geschichten tanzen fällt Annelie nicht leicht. Viel lieber würde sie mehr Zeit darauf verwenden sich mit den anderen Adoptierten auszutauschen. Welche Erfahrungen haben sie damit gemacht, dass sie fremd aussehen, es aber nicht sind? Welche Geschichte über die Suche nach den leiblichen Eltern haben sie zu erzählen?

Annelies Suche nach ihrer leiblichen Mutter und das Finden einer ganzen Familie ist jedenfalls erzählenswert. Auf eine höchst sympathische Art berichtet die junge Frau davon, wie sie trotz der mehr als dürftigen Anhaltspunkte über ihre Herkunft, mit Hilfe einer koreanischen Fernsehsendung, ihre leiblichen Eltern und Geschwister findet. Kleinigkeiten wie die Angst vor der Blutabnahme, die nötig ist um mittels DNA-Analyse die Familienzugehörigkeit zweifelsfrei festzustellen und große, wichtige Dinge wie die Annäherung an die leibliche Mutter, das Gefühl ihre Hand zu spüren, beschreibt Annelie Schinkel auf eine Weise, die sehr erwachsen und trotz großer Gefühle nie kitschig wirkt.

Die Frage, wie viel in einem Menschen Erbanlage und wie viel Sozialisation ist, stellt sich angesichts der großen Unterschiede zwischen der westlichen Annelie und ihrer östlichen Verwandtschaft. Hätte sie auch das Bedürfnis nach solch engem körperlichen Kontakt, wenn sie bei „ihren Koreanern“ aufgewachsen wäre? Wie angepasst an die streng reglementierte Welt Koreas wäre sie?

Das Thema Auslandsadoption wirft wohl noch mehr Fragen auf, als Adoptionen innerhalb eines Landes es ohnehin tun. Ist es richtig Kinder in einem Land aufwachsen zu lassen, in dem sie ein Leben lang immer wieder mit Fragen und Problemen aufgrund von Äußerlichkeiten konfrontiert werden? Wie schwer ist es für diese Adoptierten ihre Wurzeln zu finden? Kulturell und familiär. Und wenn leibliche Verwandte tatsächlich gefunden werden besteht meist eine nicht unerhebliche Sprachbarriere.

Antworten auf diese Fragen kann so eine Geschichte nicht geben. Dazu sind sie zu individuell. Aber Einblicke kann sie geben. In ein höchst interessantes Thema und in das ebenso interessante Land Korea.

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P

Rezension zu "Seidentochter" von Gerd Schinkel

Rezension zu "Seidentochter" von Gerd Schinkel
Pitakvor 10 Jahren

Das Buch erzählt die autobiographische Geschichte einer jungen, adoptierten Koreanerin, die ihre leiblichen Eltern sucht. Die Geschichte ist sehr schön, aber auch traurig. Ich freue mich sehr für die Autorin, dass sie zwei so tolerante Familien hat. Nicht jeder wird ein so großes Glück haben!

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