Gerda M. Neumann

 3.6 Sterne bei 21 Bewertungen
Autorin von Windermere Grove, Greystone Manor und weiteren Büchern.
Gerda M. Neumann

Lebenslauf von Gerda M. Neumann

Gerda M. Neumann (*1953) ist in Niedersachsen aufgewachsen. Sie studierte Germanistik und Geographie in Münster, arbeitete am Theater und ist regelmäßig in England. Sie hat eine Familie mit drei Kindern und lebt heute in einem Haus voller Bücher am Rand von München.

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Neue Rezensionen zu Gerda M. Neumann

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Rezension zu "Windermere Grove" von Gerda M. Neumann

Klassische Detektivgeschichte in typisch englischer Atmosphäre
Smbergevor 4 Jahren

Die Frau des Dorfarztes wird ermordet und der Neffen des Herrn von Windermere wird des Mordes verdächtigt. Die Anwältin von Pierre, dem vermeintlichen Täter, glaubt nicht an seine Schuld und bittet Olivia Lawrence, einer Journalistin aus London, verdeckte Ermittlungen in dem kleinen Ort Windermere anzustellen. Unter dem Vorwand für eine Zeitung typisch englische Geschichten zu suche, fährt sei an den Ort des Geschehens und nimmt die Ermittlungen auf. 
Dieses Buch ist eine sehr ruhige Geschichte, ohne Action oder viel Blut. Olivia ermittelt, indem sie die beteiligten Dorfbewohner befragt und so Hinweis auf Hinweis bekommt, die sie geschickt zur Lösung des Falls kombiniert. Die Autorin beschreibt die Charaktere dabei sehr genau, man hat als Leser das Gefühl die jeweilige Person gut zu kennen und einschätzen zu können. Die schönen Beschreibungen des Dorfes und der Landschaft läßt eine für mich typische Stimmung englischer Krimis entstehen. Ein Herrenhaus, ein idyllisches Dorf, eine alte Dame mit Hunden, ein Dorfarzt ein Pfarrer, Regen und Gummistiefel, alles ist da. Die Lösung des Falles war für mich logisch nachvollziehbar, was für mich immer sehr wichtig ist und man kann, da man die gleichen Informationen hat, wie Olivia, selber mit rätseln, wer wohl der Täter ist. 
Leider hatte das Buch im mittleren Teil gewisse Längen. Die gleichen Erkenntnisse wurden immer wieder von verschiedenen Seiten betrachtet und bei mir machte sich eine gewisse Ungeduld breit, da nichts voran ging. 

Es handelt sich also um einen klassische Kriminalroman, der den Leser zum Mitraten einlädt und einen Hauch von Miss Marpel verströmt. Wirklich lesenswert.


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Sicks avatar

Rezension zu "Windermere Grove" von Gerda M. Neumann

Nicht die feine englische Art...
Sickvor 4 Jahren

Im kleinen Örtchen Windermere Grove in Norfolk wurde die beliebte Arztgattin Charlotte Hewitt ermordet. Pierre Hobart-Varnham findet sie und wird sogleich verdächtigt etwas mit ihrem Tod zu tun zu haben. Dabei ist der Neffe des Hausherrn von Windermere Grove nur zu Besuch aus Südafrika bei seinem Onkel und kannte vorher niemanden in Norfolk. Pierres Anwältin Laureen Gaynesford bittet ihre Bekannte Olivia Lawrence um Hilfe. Diese ermittelt alsdann unter dem Deckmantel von journalistischen Recherchen. Keiner glaubt ernsthaft an Pierres Täterschaft, aber im Gegenzug kann sich auch niemand einen Grund vorstellen, warum Charlotte so etwas angetan wurde. Kann Olivia den Fall lösen?

"Windermere Grove" versprüht typisches englisches Flair. Detaillierte Landschaftsbeschreibungen von Norfolk und intellektuelle Gespräche bestimmen das Geschehen. Für meinen Geschmack etwas zu sehr. Denn in diesem Buch wird hauptsächlich geredet. Oder über das Geredete reflektiert. "Action" oder dergleichen wird man vergeblich suchen. Das ist an sich eigentlich nicht schlimm, aber ich empfand es als sehr anstrengend, weil mir die Personen so fremd geblieben sind, allen voran Olivia. Auch nach dem Beenden der Lektüre kann ich sie mir noch nicht vorstellen. Ihr Alter, ihr Aussehen oder ihren Kleidungsstil, man erfährt lediglich ein paar Eigenschaften wie ihre Tanzausbildung oder ihre Herkunft. Die Gespräche waren alle ähnlich aufgebaut und auch sprachlich kaum zu unterscheiden. Dabei wohnen in Windermere Grove und Umgebung die unterschiedlichsten Menschen. Vom Besitzer des Herrenhauses, einem erfolgreichen Anwalt, über dessen schottischen Butler und seiner Frau bis hin zu zwei Schuljungen, die gerne angeln und einer alten Dame mit furchteinflößenden Doggen. Alle hatten etwas zu erzählen, manches war wichtig, vieles hat aber auch nur an der Oberfläche gekratzt oder war komplett irrelevant. Zudem hatte ich Probleme damit mir alle Namen zu merken und sie den jeweiligen Personen zuzuordnen, insbesondere von jenen, die etwas mit Afrika zu tun hatten. Deshalb hat mir das Mitraten auch nicht so viel Spaß gemacht, obwohl ich mir natürlich meine Gedanken gemacht habe.
Leider fand ich ein paar Situationen auch nicht sehr realistisch. Beispielsweise konnte ich gar nicht nachvollziehen, dass Pierre so lange in Untersuchungshaft gesteckt wurde, obwohl er kein Motiv hatte. Zudem hat die Polizei in all den Wochen scheinbar nichts ermitteln können, sondern sich auf ihrem schnellen "Erfolg" ausgeruht. Dabei hätte die Beweislage für eine Verurteilung keinesfalls ausreichen können. Trotzdem ist Olivia bei ihren Nachforschungen nie auf Polizisten getroffen und auch Laureen hat nichts über die Ermittlungen erzählt. Und ob die Menschen in Norfolk Fremden gegenüber wirklich so gesprächig sind?

Mir hat das Buch nicht ganz so gut gefallen. Das sprachliche Niveau ist zwar sehr hoch, aber genau das hat mich stellenweise leider etwas ausgebremst. Lediglich ein paar Hintergrundinformationen zu Norfolk und englischen Siedlern in Afrika haben mir sehr gut gefallen und den etwas langatmigen Fall etwas aufgelockert.

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Ellinetts avatar

Rezension zu "Windermere Grove" von Gerda M. Neumann

Verirrt in Windermere Grove
Ellinettvor 4 Jahren

Pierre Hobart-Varham ist zur falschen Zeit am falschen Ort, als er die Leiche der Arztgattin Charlotte Hewitt in einer Furt liegend vorfindet. Für die Polizei steht fest, dass Pierre der Täter ist und nur seine Anwältin Lady Laureen Gaynesford ist von der Unschuld des jungen Mannes überzeugt. Sie beauftragt die Journalistin Olivia Lawrence sich unauffällig im kleinen Örtchen Windermere Grove umzuhören, um den wahren Mörder ausfindig zu machen. Olivia begibt sich auf Spurensuchen und beweist mit Talent, Geschick und Kombinationsgabe, dass sie locker auch als Detektivin Karriere machen könnte und löst schließlich den kniffligen Fall um ein Herrenhaus und dessen rätselhafte Verbindung zu Südafrika.


Der Kriminalroman „Windermere Grove“ von Gerda M. Neumann erinnert an einen englischen Landhauskrimi und entspricht dem Genre des Cozy-Krimis. Olivia Lawrence tritt als Journalistin und Ermittlerin auf, die gedeckt durch ihren Beruf den Nachforschungen in Windermere Grove unbehelligt nachgehen kann. In der Geschichte steht das Rätsel um den Mord an Charlotte Hewitt im Vordergrund und bei all den durchgeführten Befragungen bleibt nur wenig Zeit die Protagonistin und andere Figuren näher kennenzulernen. So bleibt lange unklar, in welcher Beziehung Olivia zu ihrem Mitbewohner Leonard steht. Die Ermittlerin begibt sich auf Spurensuche, indem sie sich erst einmal ausführlich über deren Lebensläufe erkundigt und dabei auf Ungereimtheiten stößt. Es mutet merkwürdig an, dass die Polizei diesen Spuren nicht in ähnlicher Weise folgen konnte. Hartnäckig geht die Journalistin den Verbindungen zwischen Südafrika und Norfolk auf den Grund, ohne den Ansatz eines Motivs zu verfolgen. Scheinbar wahllos spinnt die Autorin ein Netz, dessen Faden schnell verloren ist.


Der Einstieg in die Geschichte erfolgt plötzlich und es bleibt wenig Zeit die Protagonistin und deren Hintergründe zu erkennen. Der Ablauf der Handlung ist auf Dialoge und Nachforschungen reduziert, die die Ermittlerin durchführt. Für mich war früh klar, dass sich hinter dem Herrn von Windermere Grove nicht Johnathan Hobart verbirgt. Ein echtes Motiv konnte ich bis zum Ende nicht ausmachen und die einzelnen Figuren blieben oberflächlich. Das Rätsel um den Mord wurde dagegen geradezu akribisch nachverfolgt. Für mich müssen gerade Serienkrimis Wert darauf legen, dass auch die jeweiligen Protagonisten in diesem Fall Olivia Lawrence eine Entwicklung mitmachen. Leider entsprach der Roman nicht meinen Erwartungen und ich kann nur zwei Sterne vergeben.

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Gespräche aus der Community

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Prospero_Verlags avatar

Liebe LovelyBookerinnen und -Booker,

wir freuen uns sehr, euch heute zu unserer ersten Leserunde einladen zu können! Für unser Debüt bei LovelyBooks haben wir euch etwas ganz besonders spannendes mitgebracht. WINDERMERE GROVE von Gerda M. Neumann ist bereits der zweite Fall für die Londoner Journalistin Olivia Lawrence:

Ausgerechnet der Neffe des Herrn von Windermere Grove wird mit einer Leiche im Arm aufgefunden. Dabei ist er nur zu Besuch in England und hat kein erkennbares Motiv für den Mord an der Frau des Arztes. Anders als die Polizei, glaubt seine Anwältin nicht an die Schuld des jungen Pierre Hobart-Varham und engagiert kurzerhand die Journalistin Olivia Lawrence, die versuchen will, in Windermere Grove entlastende Beweise zu finden. Ihre Ermittlungen führen sie in eine scheinbar idyllische Gemeinschaft auf dem Land, wo jeder jeden zu kennen glaubt. Doch wer könnte ein Motiv für den Mord haben?

Hier geht es zur Leseprobe!

Zur Autorin: Gerda M. Neumann (*1953) ist in Niedersachsen aufgewachsen. Sie studierte Germanistik und Geographie in Münster, arbeitete am Theater und ist regelmäßig in England. Sie hat eine Familie mit drei Kindern und lebt heute in einem Haus voller Bücher am Rand von München. Der dritte Olivia Lawrence Fall SCHATTEN ÜBER FEHMARN wird im Herbst im Prospero Verlag erscheinen.

Leider kann Frau Neumann aus zeitlichen Gründen nicht direkt an der Leserunde teilnehmen – (psssst... sie schreibt derzeit fleißig an einem neuen Olivia Lawrence Fall!) sie freut sich aber über eure Fragen, die wir hier sammeln und zeitnah an sie weiterleiten werden.

Zunächst hat die Autorin aber eine Frage an euch:

Was macht für euch einen typisch englischen Krimi aus?

Wir verlosen bis zum 25. Juni zehn Print und 15 E-Book Exemplare von WINDERMERE GROVE unter allen, die die Frage beantworten und bereit sind, nach dem Lesen des Buchs eine Rezension zu verfassen. Wir freuen uns auf eure Bewerbungen und wünschen allen viel Glück bei der Verlosung!

Herzliche Grüße aus Münster

Euer Prospero Verlag

Zur Leserunde

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in 39 Bibliotheken

auf 7 Wunschlisten

von 1 Lesern aktuell gelesen

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