Gerda Szepansky Die stille Emanzipation

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Inhaltsangabe zu „Die stille Emanzipation“ von Gerda Szepansky

Wie haben die Frauen in der DDR gelebt? Achtzehn aufschlußreiche Biographien geben Antwort auf diese Frage. Sie zeigen ein differenziertes, vielschichtiges und ganz persönliches Bild von unterschiedlichen Frauen: Neben der Künstlerin, Politikerin, Wissenschaftlerin steht die Pastorin, Sportlerin, Arbeiterin, Bäuerin. Die Lebensgeschichten machen aber auch die durch die gesellschaftlichen Verhältnisse bedingten Gemeinsamkeiten deutlich: die hohe Wertschätzung qualifizierter Berufstätigkeit, eine enge Beziehung zum Arbeitsprozeß, ökonomische Unabhängigkeit, frühe Heirat und Mutterschaft und schließlich die Fähigkeit, Beruf und Familie, wenn auch unter großen Belastungen, erfolgreich zu vereinbaren. Emanzipation vollzog sich jedenfalls in der DDR anders als in der Bundesrepublik.

Die Wende bedeutete einen tiefen Einschnitt in das bisherige Leben. Es braucht Zeit, das Unbehagen vor dem Schwinden des vertrauten Alltags, die Ängste vor dem Sturz in eine neue Normalität mit ihren Anforderungen zu überwinden und eine andere, befriedigende und praktikable Lebensweise zu entwickeln.

Die Gespräche, die die Autorin mit den porträtierten Frauen führte und aus denen die hier versammelten Biographien entstanden, machen deutlich: Wenn der Geschichte der Ost-Frauen mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird, kann die dringend notwendige Verständigung mit West-Frauen möglich und der Umgang miteinander freundlicher werden.

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  • Rezension zu "Die stille Emanzipation" von Gerda Szepansky

    Die stille Emanzipation

    Sokrates

    18. December 2011 um 18:38

    Wen Oral History und Lebensalltag in der DDR interessiert, dem sei dieses Buch empfohlen. Die Herausgebern Gerda Szepansky hat in diesem Buch eine Vielzahl von Frauen ihre Lebensgeschichte in der DDR erzählen lassen. Die Mischung ist vielgestaltig: so sind die einen Lehrerin geworden, die nächste Arbeiterin, Pastorin, Wissenschaftlerin, Bäuerin oder Leistungssportlerin. -- Grundton ist gemischt positiv: Grundsätzlich hat die von der Parteiführung gewünschte Berufstätigkeit der Frauen deren Emanzipation begünstigt, andererseits aber auch den Lebensentwurf der "Hausfrau" stigmatisiert. Materiell waren dem DDR-Bürger natürlich Grenzen gesetzt; den Müttern in ihren Familien ebenso. Karrieremäßig waren auch Grundbedingungen zu erfüllen, die eng mit SED und Parteimitgliedschaft verbunden waren. Genau diese Ambivalenz zwischen Selbstverwirklichung und Anpassungsbereitschaft (-notwendigkeit?) kommt in den Berichten mal deutlich, mal nur zwischen den Zeilen zum Ausdruck.

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