Gereon Sand

 4.3 Sterne bei 18 Bewertungen

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Marie

Marie

 (10)
Erschienen am 13.10.2017

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Rezension zu "Marie" von Gereon Sand

Hintergründiges Spiel mit der Realität
Gisevor 6 Tagen

Jo erhält bei der Weihnachtsfeier seiner Firma ein besonderes Geschenk von seinem Chef: Als einer von drei Mitarbeitern darf er eine Neuentwicklung testen, mit der er sich eine realitätsnahe virtuelle Gefährtin schaffen kann. Und schon ist Marie bei ihm, ein siebenjähriges Mädchen. Mit ihr erlebt er die Adventszeit, die plötzlich ganz anders wird als erwartet…

Mit viel hintergründigem Humor und einigen Seitenhieben auf die Werbung, aber auch auf derzeitige gesellschaftliche Schiefstände lässt der Autor Gereon Sand eine Welt im Jahr 2023 entstehen, in dem alles digitalisiert ist. Somit erscheint das Geschenk, sich eine virtuelle Gefährtin zu schaffen, gar nicht so besonders zu sein. Doch dann verändert sich mit Marie die Welt, die Jo erlebt, und alles steuert auf ein verblüffendes Ende zu.

Was ist Realität, was ist Virtualität? Mit Jo rätselt auch der Leser, wie sich hier diese beiden Ebenen vermischen und was daraus herauskommt. Kleine Anhaltspunkte zur Auflösung hat der Autor bereits in die Geschichte hineingestreut, und dennoch habe ich verblüfft den Kopf geschüttelt, als ich zum Ende kam.

Dieses Buch aus dem Genre der Dystopien hat mich sehr nachdenklich hinterlassen. Wohin steuern wir, wie gehen wir mit virtuellen Realitäten um, wohin soll es gehen? Werden wir irgendwann von der Entwicklung überrumpelt? Sehr gerne empfehle ich es deshalb weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

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summersouls avatar

Rezension zu "Marie" von Gereon Sand

Wenn die Grenze zwischen Realität und Fiktion verschwimmt
summersoulvor 18 Tagen

Zum Inhalt:

Auf der Weihnachtsfeier der Agentur "Lorem Ipsum" erhält Josef Steinmann, von allen nur Jo genannt, eine iEye6-Datenlinse und einen Zugangsschlüssel zum Viking-Buddy-Programm geschenkt. Jo ist einer von drei Betatestern des Viking-Buddy-Programms und erschafft sich die siebenjährige Marie. Zu Anfang läuft noch alles gut und Jo kann die echte von der virtuellen Welt unterscheiden. Doch je näher der Heiligabend rückt, desto mehr verschwimmen für Jo die Grenzen zwischen der reale und der fiktiven Welt und er muss sich letztendlich entscheiden, wie sein Leben weitergehen soll.

Meine Meinung:

Der Autor nimmt uns mit in ein Deutschland im Jahr 2023, in dem alles digitalisiert ist. Ein Hauscomputer regelt alle Geräte im Heim und übernimmt jeden noch so kleinen Handgriff, Zimtkekse kommen aus dem 3D-Drucker, heiraten kann man nun auch virtuelle und vieles mehr. Erschreckend daran ist, dass man sich dies alles für die Zukunft vorstellen kann, falls es nicht zum Teil sogar schon zur Gegenwart gehört. Die Frage dabei ist, ob man das alles überhaupt möchte. Denn auch wenn diese ganze virtuelle Welt seine Vorteile mit sich bringen mag, zeigt sie doch, wie transparent man eigentlich ist. So wird jede noch so kleine Kleinigkeit gespeichert, analysiert, damit die digitalen Helfen dem Menschen angepasst werden können, gleichzeitig wird man aber gekonnt ausspioniert. Sehr deutlich wird dies bei Jos Buddy Marie, die alles in Jos Umgebung scannt, sogar andere Menschen, denen Jo unterwegs begegnet. Marie kann zudem nicht nur sofort mit irgendwelchen Daten zu diesen Menschen aufwarten, sondern sie übermittelt auch gleich alle neuen Daten an den Zentralrechner.

In dieser Welt lebt Jo, der oft griesgrämig erscheint, aber auch einsam ist und es jedem recht machen will, was gerade von seinem Chef ausgenutzt wird. Selbst wenn Jo sich versucht gegen ihn zu behauptet stößt dies im Grunde auf taube Ohren und so gerät er immer mehr unter Druck. Als dann sein Bruder plötzlich stirbt, scheint für Jo eine Welt zusammenzubrechen.

Sehr deutlich finde ich, wird gerade am Beispiel von Jo, wie anfällig man als Mensch dafür sein kann Dinge einfach zu verdrängen und sich in andere zu flüchten. Bei Jo ist dies die virtuelle Welt und vor allem sein Buddy Marie. Beides wird ihm letztendlich zum Verhängnis, denn es fällt ihm unbemerkt immer schwere die reale von der fiktiven Welt zu unterscheiden. Geschickt hinterlässt der Autor dem Leser Brotkrumen, durch die er merkt, dass irgendetwas nicht stimmen kann, aber sich dennoch nie sicher ist, was nun real ist und was nicht.

Zu viel wurden mir irgendwann die ganzen umgemodelten Namen einzelner Firmen und die Slogans aus der Werbung, die mich letztendlich nur noch nervten. Ebenso die doch oft klischeehaften Beschreibungen der Figuren und engstirnigen Ansichten dieser.

Fazit:

Eine Geschichte darüber, wie schnell die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verwischen können und die einem einen erschreckend realistischen Blick in die Zukunft bietet. Die einem aber auch darüber nachdenken lässt, wie wir mit anderen Menschen umgehen und uns ihnen gegenüber verhalten.

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Rezension zu "Die Inneren Wege (Rasmus und die Gilde der Propheten)" von Gereon Sand

Das Erwachen
Frank1vor 7 Monaten

Klappentext:

Das Brachfest hat begonnen! Annstein, die Stadt der Künste, kleidet sich in das Licht abertausender Lampions, um den Sommer zu verabschieden. Dichter- und Sängergilden duellieren sich in Wettstreiten, während das Brachfeuerwerk am Himmel erblüht und der Maskenkarneval in den Straßen tobt.

Hinter den Mauern der Prophetengilde hingegen werden jahrzehntealte Rechnungen beglichen. Propheten wie rivalisierende Diebesgilden setzen alles auf eine Karte, um die Machtverhältnisse in der Metropole neu zu ordnen. Rasmus, der sich im Annsteiner Elendsviertel verbirgt, gerät einmal mehr in den Strudel der Ereignisse und wird schließlich Zeuge, wie der lange vorhergesagte Wahrbringer erwacht …


Rezension:

Rasmus und seine Wahrträumerin Stella verstecken sich im Hoffend, dem Annsteiner Armenviertel. Noch können sie nicht ahnen, dass sie gerade hier in Lebensgefahr sind, denn der hinterhältige Wahrmeister Jovan will den Trubel des Brachfestes nutzen, um das ganze Viertel restlos zu zerstören. In der Nacht des Festes läuft jedoch einiges aus dem Ruder. Für keinen der Beteiligten kommt es so, wie er es erwartet hat. Bei den zahllosen Todesopfern fragt sich, wer überlegt – und wer nicht. Doch als der Morgen anbricht, erwacht der neue Wahrbringer. Und das ist nicht der, der sich selbst dafür hielt.

Wie es sich schon in Band 2 dieser Reihe andeutete, verdichten sich auch hier die unterschiedlichen Handlungsfäden weiter. Für den Leser beginnt sich aus der Vielzahl der Einzelhandlungen ein großes Bild zu formieren, während die diversen Protagonisten noch Probleme haben, ihre Position im großen Mosaik zu erkennen. Unterdessen muss der große ‚Strippenzieher‘ erkennen, dass ihm seine Fäden nach und nach entgleiten und er die sicher geglaubte Kontrolle über die von ihm angestoßenen Vorgänge verliert.

Nachdem im vorhergehenden Band das Fantasy-Element rund um Wahrprediger, Wahrschreiber und Wahrträumer den Kern der Handlung bildete, tritt diesmal die Action in den Vordergrund. Die Ereignisse beginnen sich zu überschlagen. Auch Charakter, von denen man es eigentlich weniger erwartete, müssen plötzlich um ihr Leben fürchten. Dabei darf man nicht aus dem Auge verlieren, dass sich der Großteil der Ereignisse dieses mit 530 Seiten nicht gerade schmalen Buches im Zeitraum einer einzigen Nacht, der des Brachfestes abspielt.

Es fällt auf, dass das Erwachen des neuen Wahrbringers, der vermeintliche Höhepunkt der Tetralogie um „Rasmus und die Gilde der Propheten“, bereits hier in Band 3 erfolgt. Somit stellt sich die Frage, wie die spannenden und aufregenden Ereignisse im Abschlussband noch übertroffen werden können. Der vorliegende Band kann den aus seinen Vorgängern resultierenden Erwartungen jedenfalls mühelos gerecht werden. Auf Band 4 darf man gespannt sein.


Fazit:

Eine Überraschung jagt die nächste. Die Spannung lässt kaum mal für kurze Zeit nach.


- Blick ins Buch -

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Gespräche aus der Community

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Hallo ihr Bücherwürmer da draußen,

die Temperaturen sinken und ein goldener Oktober nähert sich dem Ende. Um sich im Novembernebel inmitten kürzer werdender Tage und zu Boden rieselnder Blätter auf unvermeidliche Weihnachtsfeiern und adventliche Shopping-Orgien einzustimmen, biete ich auch dieses Jahr wieder zehn eBooks des im Advent des Jahres 2023 spielenden Romans "Marie" zum Nulltarif an (wahlweise als .epub oder als .pdf - Datei).

Als Bonus biete ich zudem folgende Aktion an: Jeder Rezensent (egal wie negativ oder positiv, egal wie lang oder kurz), der den Roman nicht nur auf Lovelybooks, sondern zudem auch bei Amazon rezensiert, erhält auf Wunsch ein kostenloses Exemplar des ersten Bandes von "Rasmus und die Gilde der Propheten". Falls er diesen rezensiert, erhält er auf Wunsch einen kostenlosen zweiten Band, falls er auch diesen rezensiert, im Anschluss den dritten Band, ebenfalls zum Nulltarif und jeweils als e-Book. Formlose E-Mail bzw. Nachricht genügt. Länge und Freundlichkeit der jeweiligen Rezension spielen für diese Aktion keine Rolle. Verreißt mich oder lobt mich in den Himmel ... Hauptsache, ihr seid ehrlich.

"Marie" ist ein "Near-Future Science Fiction". Jo, der Protagonist des Romans, wird auf der Weihnachtsfeier der Agentur "Lorem Ipsum" mit einer iEye6-Datenlinse und einem Zugangsschlüssel zum Viking-Buddy-Programm beschenkt. Prompt erschafft er die siebenjährige Marie als virtuelle Gefährtin. Während die beiden zunächst noch ganz gut mit sich und ihrer (echten und virtuellen) Umgebung klarkommen, wird die Handlung im Lauf des Advents immer beklemmender. Am Heiligabend endet das Buch. Wie? Das müsst ihr selbst herausfinden :)

Über jeden Teilnehmer der Leserunde freue ich mich sehr! Falls ihr zuvor weitere Details wissen oder erstmal ein Probekapitel lesen wollt, könnt ihr das gerne unter gereonsand.com/marie tun.

Viele liebe Grüße,
Gereon
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Hallo ihr Bücherwürmer da draußen,

der goldene Oktober nähert sich dem Ende. Für die anstehenden nebligen Tage und die gemütlichen Kaminabende hätte ich in dieser Leserunde einen Vorschlag :)

Zu Werbezwecken biete ich zehn eBooks des vor wenigen Tagen veröffentlichten Romans "Marie" zum Nulltarif an (wahlweise als .epub oder als .pdf - Datei). Dafür erhoffe mir von euch nichts weiter als eine ehrliche Rezension (wenn möglich, auch auf Amazon). Selbstverständlich dürft ihr mich nach Gutdünken übel verreißen oder in den Himmel loben ... was auch immer ihr für angemessen haltet!

Marie ist ein "Near-Future Science Fiction", d.h. der Roman spielt in der unmittelbaren Zukunft (genauer gesagt, im Advent des Jahres 2023). Jo, mein Protagonist, wird auf der Weihnachtsfeier der Agentur "Lorem Ipsum" mit einer iEye6-Datenlinse und einem Zugangsschlüssel zum Viking-Buddy-Programm beschenkt. Prompt erschafft er die siebenjährige Marie als virtuelle Gefährtin. Während die beiden zunächst noch ganz gut mit sich und ihrer (echten und virtuellen) Umgebung klarkommen, wird die Handlung im Lauf des Advents immer beklemmender. Am Heiligabend endet das Buch. Wie? Das müsst ihr selbst herausfinden :)

Würde mich freuen, falls jemand mitlesen will! Falls ihr weitere Details wissen oder erstmal ein Probekapitel lesen wollt, könnt ihr das gerne unter gereonsand.com/marie tun.

Viele liebe Grüße,
Gereon
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Hallo ihr Bücherwürmer da draußen,

falls ihr noch Lesestoff für den verregneten Sommerurlaub sucht und Euch auf deutschsprachige High Fantasy ohne die genreüblichen Klischees (unsterbliche Elben, grummelige Zwerge, tumbe Orks, strahlende Helden, schusselige Zauberer etc. ... *gähn*) einlassen wollt ...  ich biete einen dreckigen und manchmal blutigen Schreibstil à la Joe Abercrombie oder Douglas Hulick und verspreche eine für einen SelfPublisher überdurchschnittliche formale Qualität (Rechtschreibung, Ausdruck etc.).

Konkret: in dieser Leserunde biete ich zu Werbezwecken zehn eBooks meines Erstlings "Die Äußeren Wege" zum Nulltarif an (wahlweise als .epub oder als .pdf - Datei). Dafür erhoffe mir von euch eine ehrliche Rezension. Selbstverständlich dürft ihr mich nach Gutdünken übel verreißen oder in den Himmel loben ... was auch immer ihr für angemessen haltet :)

Ausgewählte Rezensionen anderer findet ihr unter
http://gereonsand.com/rezensionen/die-aeusseren-wege/

Würde mich freuen, falls jemand mitlesen will!

Viele liebe Grüße,
Gereon
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