Gerhard Branstner

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Gerhard BranstnerHandbuch der Heiterkeit
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Gerhard BranstnerDer Esel als Amtmann
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Der Esel als Amtmann
Der Esel als Amtmann
 (1)
Erschienen am 15.11.2016
Gerhard BranstnerDer falsche Mann im Mond
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Der falsche Mann im Mond
Der falsche Mann im Mond
 (1)
Erschienen am 01.01.1978
Gerhard BranstnerDie Reise zum Stern der Beschwingten
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Die Reise zum Stern der Beschwingten
Gerhard BranstnerGerhard Branstner: Vom Himmel hoch - Utopische Lügengeschichten
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Gerhard BranstnerDer Negative Erfolg
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Der Negative Erfolg
Der Negative Erfolg
 (1)
Erschienen am 01.01.1985
Gerhard BranstnerIch kam und sah und lachte - Balladen, Anekdoten und Aphorismen
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Gerhard BranstnerDer negative Erfolg. Phantastische Geschichten
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Rezension zu "Gerhard Branstner: Vom Himmel hoch - Utopische Lügengeschichten" von Gerhard Branstner

„Wirtshaus Zum Müden Gaul“
buchwanderervor 3 Jahren

„Das Selbstverständliche aber ist ohne Reiz. Deshalb sollte man nichts als selbstverständlich nehmen. Ich halte es geradezu für die oberste Regel der Lebenskunst, alles im Leben, das Große, wie das Kleine, so lange zu drehen und zu wenden, bis wir etwas ganz Unselbstverständliches aus ihm herauszuholen vermögen. Erst dann genießen wir das Leben vollständig.“ (S.79)

Zum Inhalt: Sie sind in die Jahre gekommen die vier Senioren Stroganoff, Kraftschyk, Wirsig und Fontanelli. Allesamt Weltraumveteranen deren weitaus spannendste Zeit hinter ihnen liegt und die in Erinnerungen – von denen sie nicht wenige haben – schwelgen. Um nicht vollends in Lethargie und eingeengt melancholische Geschichtsbetrachtungen zu verfallen macht Kraftschyk, seineszeichens Physiker, den Vorschlag, man könne sich doch jeden Donnerstag abends im „Wirtshaus Zum Müden Gaul“ treffen, sich „fortan nur noch ausgemachte Lügengeschichten zu erzählen“ (S.8), um sich angenehm zu unterhalten. Der „Müde Gaul“ ist dabei ein als mittelalterliche Schenke eingerichteter Bereich in der Orbitalstation „Bambino“, welche als Altersheim dient, mit einer spektakulären Sicht auf Mutter Erde und den Weltraum. In klassischer SF-Manier werden Anekdoten von verrückten Robotern, Familienausflügen an den Atmosphärenrand, gefährlichen Expeditionen zu unerforschten Planeten und nicht zuletzt über die Problematik der Zeitdilatation zum Besten gegeben. Dies alles eingebettet in den zeitlichen Ablauf von drei Donnerstagen und die anregende Gesellschaft der vier Männer, die auf ein erfülltes Leben zurückblicken, denn „Raumfahrer sind ja ein eigenes Völkchen und spinnen ihr eigenes Schiffergarn, das seine unerschöpfliche Quelle in den überalterten Theorien oder absurdum geführten Hypothesen hat.“ (S.40)

Fazit: Der Band „Vom Himmel hoch“ erschien in der Reihe SF Utopia als 6. von insgesamt 44 Taschenbuchausgaben. Mit den Lügen-Geschichten der vier Protagonisten wird Branstner seinem Ruf als ausgesprochen humorvollem Science-Fiction Autor einmal mehr gerecht. Dabei bereitet es ihm sichtlich Vergnügen den Leser immer wieder wie den sprichwörtlichen Esel auf’s philosophische Glatteis zu führen, um aufzuzeigen, dass auch in oberflächlich einfachen Geschichten eine oftmals dialektische Tiefe stecken kann, die sich nicht sofort erschließt oder gar aufdrängt. Diese unterhaltsame Gehirnakrobatik verleiht dem Raumfahrerlatein Charme und Esprit, dessen Umsetzung außerordentlich gut gelungen ist.

Zum Buch: Die Verleimung des schmalen Bändchens ist für die Größe ausreichend, wenn auch nicht sehr gut, realisiert. Der Druck  zeigt sich akzeptabel ausgeführt, mit kleineren Ausreißern, die dem Lesefluss jedoch keinen Abbruch tun. Bedruckstoff und Buchdeckel sind dem Preis (4 DDR Mark) entsprechend von nicht all zu hochwertiger Qualität, aber keineswegs schlecht.

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RogerSuffos avatar

Rezension zu "Der falsche Mann im Mond" von Gerhard Branstner

Rezension zu "Der falsche Mann im Mond" von Gerhard Branstner
RogerSuffovor 7 Jahren

Die Welt ist am Abgrund vorbei. Der Weltkrieg fiel aus, weil eine Gruppe von amerikanischen Unternehmern einen sozialistischen Aufstand unterstützten. Sie blieben wirtschaftlich mächtig, ein besonders pfiffiger von ihnen will einer baldigen Enteignung zuvor kommen, indem er sein Unternehmen gegen eine angemessene Entschädigung abstößt, bevor es zu spät ist. Dazu möchte er den Wert des Unternehmens in die Höhe treiben. Die Chance dafür sieht er in dem "Beweis", dass sein Unternehmen ein Verfahren zur Überwindung der Gravitation entwickelt hat. Ein böser Schwindel wird inszeniert. Nichts ahnend gerät ein Deutscher in eine sich anbahnende Liebesgeschichte auf dem Mond, die durch anfangs unerklärliche Ereignisse gestört wird. Aber er erlebt das kollegial-freundschaftliche Verhältnis der sowjetischen Forscher, wird Objekt erheiternder Forschungen, weiß, dass auch auf der "richtigen Seite" es noch nicht soweit ist mit der Gravitationserforschung ... und letztlich wird der ganze Schwindel auf vergnügliche Weise entlarvt.
Für einen, der sich nichts unter kommunistischem Zusammenleben vorstellen kann, ein geeigneter Einstieg. Insgesamt flüssig geschrieben. Es gibt allerdings für einen utopischen Roman keine Highlights und die Action löst sich in Schmunzeln auf ...

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