Gerhard Falkner

 3,7 Sterne bei 174 Bewertungen
Autor von Romeo oder Julia, Apollokalypse und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Gerhard Falkner

Einer der einflussreichsten deutschen Lyriker: Gerhard Falkner, geboren 1951, lebt in Weigendorf und Berlin und arbeitet als Lyriker, Dramatiker, Essayist und Übersetzer. Der Peter-Huchel-Preis-Träger 2009 ist einer der einflussreichsten und stilprägenden zeitgenössischen deutschen Lyriker. In seiner Dichtung verbinden sich Formwillen, Impulsivität und sprachreflexive Elemente in einzigartiger Weise. 

Für die von der Kritik mit Begeisterung aufgenommene Novelle Bruno erhielt er 2008 den Kranichsteiner Literaturpreis und den August Graf von Platen Literaturpreis. Außerdem erhielt er 2009 den Peter-Huchel-Preis und den August-Graf-von-Platen-Preis, 2014 den Wolfram-von-Eschenbach-Preis und wurde bereits für den Deutschen Buchpreis nominiert.

Alle Bücher von Gerhard Falkner

Cover des Buches Das Zimmer (ISBN: 9783833306655)

Das Zimmer

 (88)
Erschienen am 27.02.2010
Cover des Buches Romeo oder Julia (ISBN: 9783492314121)

Romeo oder Julia

 (21)
Erschienen am 11.01.2019
Cover des Buches Only Revolutions (ISBN: 9783442746538)

Only Revolutions

 (15)
Erschienen am 14.07.2014
Cover des Buches Wintergewölbe (ISBN: 9783833306587)

Wintergewölbe

 (14)
Erschienen am 24.04.2010
Cover des Buches Apollokalypse (ISBN: 9783492311861)

Apollokalypse

 (10)
Erschienen am 12.01.2018
Cover des Buches Das Haus an der Bunker Street (ISBN: 9783833306518)

Das Haus an der Bunker Street

 (4)
Erschienen am 09.01.2010
Cover des Buches Der Geliebte der Verlobten (ISBN: 9783311125181)

Der Geliebte der Verlobten

 (3)
Erschienen am 24.09.2020

Neue Rezensionen zu Gerhard Falkner

Cover des Buches Apollokalypse (ISBN: 9783827013361)Estrelass avatar

Rezension zu "Apollokalypse" von Gerhard Falkner

Abgekaspert
Estrelasvor 7 Monaten

„Apollokalypse“ skizziert das Leben des  Protagonisten Georg Autenrieth im Berlin der 80er und 90er Jahre.

Der Roman ist sprachgewaltig inszeniert, doch leider bleibt von der Handlung nicht viel hängen, außer dass es ständig um Sex oder Fäkalien geht. Ersteres reicht mir alleine dann doch nicht aus, um ein Werk genießen zu können, oder, um es aus dem Buch zu zitieren, ist man „‚als Leser fortwährend auf der Suche nach einem Zusammenhang‘, und es könne ja nicht Sinn eines Romans sein, ‚sich bis zu seinem Ende abzukaspern, einen solchen Zusammenhang zu entdecken.‘ ... Man hat sich im Leben wirklich mit Wichtigerem abzukaspern.“

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Cover des Buches Der Geliebte der Verlobten (ISBN: 9783311125181)detlef_knuts avatar

Rezension zu "Der Geliebte der Verlobten" von Laura Lippman

Tess Monaghan und ihre freche Schnauze
detlef_knutvor 9 Monaten

Dieser Roman von Laura Lippman ist wieder ein Roman mit der Privatdetektiven Tess Monaghan. Dabei ist dies der erste Roman mit dieser Ermittlerfigur, denn zu Beginn ist sie mehr oder weniger auf Jobsuche, weil sie als Journalistin in Baltimore ihren Job verloren hat.

Es ist zunächst ein ziemlich einfacher Auftrag. Ihr Freund und Ruderkollege bittet sie darum, seine Verlobte zu beschatten. Die Verlobte kommt ihm verdächtig vor und entzieht sich ihm immer mal wieder für ein paar Stunden. Da der Ruderer weiß, das Tess einen Job sucht, Geld benötigt und auch als Journalistin zu recherchieren gelernt hat, will er Tess mit diesem Auftrag auch einen Gefallen tun. Doch als Tess feststellt, dass die Verlobte sich während ihrer Mittagspausen in der Kanzlei als Ladendiebin betätigt, bekommt das ganze eine Wendung.

Laura Lippmann hat einen ganz besonderen Stil und gehört zu einer Reihe moderner Autorinnen in den USA, die fast schon ein neues Genre des Kriminalromans etablieren. Hierzu zähle ich beispielsweise Alafair Burke oder auch Angie Kim. Das Vorspiel zum Kriminalfall ist sehr lang, der Roman erweckt zunächst den Eindruck eines normalen Gegenwartsroman. Die Leser erfahren sehr viel über das Umfeld der Figuren und besonders das der Protagonisten.

Lippman mach das mit einer frechen Schnauze. Ihre Protagonisten hat einen überaus eigenen Willen und lässt sich nicht viel reinreden. Trotzig macht sie mit Mitte Zwanzig gerade das, was sie nicht machen sollte. Dabei gibt es immer wieder Leute, die ihr Ratschläge geben oder je nach dem Verhältnis auch Anweisungen. Aber Tess kann nicht anders als das zu ignorieren. Wie heißt es so schön: Jedes Kind muss sich selbst die Hand verbrühen.

Es macht Spaß, diesen dieser rotznäsigen Ermittlerin zu folgen. Nach dem großen Anlauf werden die Verstrickungen immer enger gezwirbelt und verdreht. Als Leser spekuliert man stets den Tätern hinterher, um schließlich doch festzustellen, das man komplett falsch lag.

Diese Roman empfehle ich genauso gerne wie »Die Frau im grünen Regenmantel«

© Detlef Knut, Düsseldorf 2020

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Cover des Buches Romeo oder Julia (ISBN: 9783492314121)Villa_malLits avatar

Rezension zu "Romeo oder Julia" von Gerhard Falkner

Wer überlebt? - Romeo ODER Julia?
Villa_malLitvor einem Jahr

Aus einer
ominösen Begebenheit wird eine Reise durch drei verschiedene Kulturen, die von einer
Bekanntschaft aus der Vergangenheit des Protagonisten überschattet
wird.

Kurt Prinzhorn, der Protagonist in „Romeo oder Julia“, wird zu einem Schriftstellertreffen nach Innsbruck eingeladen. Nach dem ersten Abend und einem Morgenspaziergang bemerkt er, dass in der Badewanne seines Hotelzimmers lange schwarze Haare mit Badeschaum befestigt worden sind. Ihm wird sofort klar, dass jemand in sein Hotelzimmer eingebrochen sein muss. Die Polizeibeamten und der Hoteldirektor lassen den Schriftsteller spüren, dass sie ihm die Geschichte nicht ganz abkaufen, denn zunächst scheinen keine Gegenstände verschwunden zu sein und Spuren eines Einbruchs können auch nicht gefunden werden. Erst später bemerkt der Protagonist, dass sein Schlüsselbund, an dem sich unglaubliche 30 Schlüssel befanden, fehlt.

Bei seinem nächsten Reiseziel in Moskau werden alle Klischees, die man mit einem Besuch in der Hauptstadt Russlands in Verbindung bringt, bedient. „Die Zwiebeln der Basilius-Kathedrale rumorten im Fenster.“ Neben den feuchtfröhlichen Abenden, an denen massig Wodka getrunken wird und die Aussicht auf die Zwiebeltürme der Basilius-Kathedrale genossen werden, gibt es auch einen Besuch des historischen roten Platzes. Auch in Moskau verschwinden seine Notizbücher und er findet einen Zettel auf seinem Nachttisch, auf dem bizarre Wörter notiert sind.

Erst
am Ende seines Aufenthalts in Madrid, bei dem Prinzhorn den berühmten
Prado, das Kulturzentrum Residencia de Estudiantes und andere
Sehenswürdigkeiten besucht hat, offenbart sich die mysteriöse
Unbekannte aus seiner Vergangenheit, die für die Kuriositäten
verantwortlich ist. Doch wie auch schon der Titel verrät sterben
nicht beide wie in Shakespeares „Romeo und Julia“, sondern nur
einer. Daher stellt sich am Ende die Frage: Wer überlebt? – Romeo
oder Julia?

Schon wie in seinem ersten Roman nimmt Falkner auch in diesem Werk kein Blatt vor dem Mund und lässt den Ich-Erzähler offen und direkt über seine Gedankenwelt sprechen. Der Autor stellt teilweise überspitzt und ironisch das Leben eines heutigen Schriftstellers da. Bei der Betrachtung seiner Biographie sieht man viele Parallelen zwischen ihm selbst und dem Protagonisten. Auch das beide Lyriker sind, wird spätestens im Teil Moskau deutlich, in dem das Gedicht Bibliothek von Gerhard Falkner, welches dort in einem Katalog abgedruckt wurde, vorkommt.

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