Gerhard Falkner Apollokalypse

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Inhaltsangabe zu „Apollokalypse“ von Gerhard Falkner

Georg Autenrieth ist eine zwielichtige Gestalt in zwiegesichtigen Zeiten, durchsucht die Stadt und zelebriert Laster, Lebensgier und Liebeskunst. Immer wieder taucht er auf in Berlin, der Mann aus Westdeutschland, hält Kontakt mit der Szene. Wohin aber verschwindet er dann? Wer ist der »Glasmann«? Und welche Rolle spielen seine Verbindungen zur RAF? Die Hauptrolle im Roman jedoch spielt die Stadt Berlin, haufenweise gehen Künstlerexistenzen an ihrer magischen Gestalt in die Brüche. Und wenn die RAF sich über den BND mit der Stasi berührt, gerät die Zeitgeschichte unter das Messer der Psychiatrie. Am Schluss nimmt der Teufel leibhaftig das Heft in die Hand.

Kühn, groß und verstörend: ein sprachmächtiger Roman über die wilden 1980er- und 90er-Jahre in Berlin, gelesen von Wolfram Koch.

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    Apollokalypse

    skywatcher

    01. November 2016 um 12:36

    "Sie [meine Vermieterin| sagt, man wäre 'als Leser fortwährend auf der Suche nach einem Zusammenhang', und es könne ja nicht Sinn eines Romans sein, 'sich bis zu seinem Ende damit abzukapseln, einen solchen Zusammenhang zu entdecken.'" Dies schreibt Falkner in seinem Roman "Apollokalypse", der für den Deutschen Buchpreis 2016 nominiert war. Wegen der vielen Besprechungen in allen großen Zeitungen konnte auch ich es kaum erwarten, diesen "Berlin-Roman" endlich zu lesen... und ich war leider etwas enttäuscht. Denn es gibt keinen Zusammenhang, es werden Namen erwähnt, die zwar kurz in einigen Kapiteln wieder auftauchen, dann jedoch einfach nicht mehr, Isabel, Billy, Pruy, Büttner, scheinbar ohne Verbindungen sind die unterschiedlich langen Kapitel aneinandergereiht, manche haben mich ratlos zurückgelassen, unter anderem die Passagen, in denen es um die beiden Identitäten des Georg Authenrieth geht. Es geht um sehr viel Sex, um "dauergeile Amazonen und Tigermädchen", wie Falkner beschreibt, um Freundschaft (?), die RAF und andere Menschenbeziehungen, die mir manchmal nicht ganz klar wurden.Sieht man die einzelnen Kapitel nicht in einem Zusammenhang, sondern viel mehr als 'Kurzgeschichten', sind einige sehr unterhaltsam, amüsant und auf jeden Fall sprachlich gewaltig zu lesen. Einige Beobachtungen, ja, auch über Berlin und seinen Alexanderplatz oder Ku'Damm sind interessant und sehr detailliert (aber gleich von einem Berlin-Roman oder Berlin-Gefühl zu sprechen... so weit würde ich nicht gehen).Trotz fehlendem Zusammenhang und der somit auch nicht vorhandenen Spannung konnte ich nicht aufhören zu lesen und kann doch behaupten, dass mir der Roman gefallen hat. Zum größten Teil wegen der Schreibweise mit vielen Wortspielen.

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