Gerhard Henkel Das Dorf

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Inhaltsangabe zu „Das Dorf“ von Gerhard Henkel

Zwischen Landflucht und Landlust

Auch im 21. Jahrhundert, in einer Zeit der Großstädte und Metropolen, lebt die Hälfte der Deutschen auf dem Land. In ihren Dörfern stecken viel Dynamik, Leben und Zukunft. Die ländliche Gemeinschaft ist vielfältiger geworden. Bauern arbeiten mit Sensortechnik und GPS statt mit Pflug und Ochsen. Neue Gewerbe siedeln sich an.
Wie hat sich die dörfliche Wirtschaft seit den Zeiten von Müller, Schmied und Dorflehrer entwickelt? Wie lebten die Dorfbewohner vom Mittelalter bis zur Neuzeit? Wo stecken heute die Chancen, wo die Perspektiven? Oder sind die Zeiten des Dorfs doch vorbei? Gerhard Henkel beschreibt eindrücklich alle Aspekte dieser nach wie vor beliebten Siedlungsform. Er lebt selbst von Kindesbeinen an im Dorf.

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  • Rezension zu "Das Dorf" von Gerhard Henkel

    Das Dorf

    michael_lehmann-pape

    28. February 2012 um 13:46

    Eine sozial-kulturelle Zeitreise mit Zukunftsausblick Gerhard Henkel, Professor für Humangeographie, legt mit diesem Werk in seiner Mischung aus hochwertigen Fotografien und fundiert erläuternden Texten einen interessanten, durchaus auch intensiven Blick auf „das Dorf“ in Deutschland vor. „Landleben gestern und heute“, der Untertitel gibt dabei die thematische Gliederung vor, die allerdings letztendlich den Schwerpunkt in überwiegender Form auf die Darstellung des „modernen Dorfes“ legt, das sich in etwa seit 1800 bis in die Gegenwart hinein entwickelt. So ist der alt-historische Teil zu Beginn des Buches recht knapp gehalten, auf wenigen Seiten skizziert Henkel die Vorgeschichte des modernen Dorfes vom Mittelalter bis 1800, um dann, daran anschließend, einen zweiten historischen Exkurs mit einer genauen Betrachtung des „Status quo“ von 1800 folgen zu lassen, Ausgangspunkt der weiteren, ausführlichen Darstellungen im Buch. Hierbei ist eine der grundlegenden Ergebnisse der Betrachtung, dass eine besondere Enge und ein besonderes Angewiesen sein auf die innerdörfliche Gemeinschaft sich gerade in dieser Zeit der Großgrundbesitzer stark ausprägte. Es gab es kaum Alternativen für die Dörfler, man saß „im gleichen Boot“, eine äußerst förderndes Element des Zusammenhaltes im Wissen um ein starkes „Aufeinander angewiesen“ sein. In zwei großen Themenbereichen, „Wirtschaft und Versorgung“ und „Bevölkerung – Soziales – Kultur“ geht Henkel sodann im Weiteren fundiert und detailliert dem „Leben im Dorf“ im Ablauf der letzten zwei Jahrhunderte nach. Vollzieht die Entwicklung der immer weiter nachlassenden Landwirtschaft ebenso nach, wie das „Sterben des Dorfladens“, somit die nachlassende Infrastruktur, zeichnet moderne Wege hin zu einer mehr und mehr funktionalen Landwirtschaft nach und zeigt auch die „Überwindung des hölzernen Zeitalters“ hin zu einer nachhaltigen Forstwirtschaft auf. Durchaus mit Bedauern liest man von der wirtschaftlichen Verarmung vieler Dörfer. Ob die touristische Entwicklung ähnlich tragfähig sein wird, wie das traditionelle (und zu Zeiten hochgeachtete) dörfliche Handwerk, darf in der Breite bezweifelt werden. Andererseits aber, hier zeigen sich wiederum Chancen, kann das Dorf auch ein „Zufluchtsort“ gerade für den modernen Menschen sein (auch wenn die Entwicklung der Immobilienpreise eine klare Sprache zugunsten der Metropolen des Landes spricht). Recht verstanden, so legt es Henkel durchaus auch aus, benötigt eine Zufriedenheit des Menschen durchaus eine auch räumliche Identifikation, welche „auf dem Dorf“ deutlich eher zu finden ist als in Ballungsgebieten mit ihrer oft auch anonymen Lebensführung. So wundert es nicht, dass die Zufriedenheit der Bewohner mit ihrer räumlichen Umgebung auf dem Land deutlich höher ist als in der Stadt, trotz deutlicher und sich noch steigernder Nachteile in der Infrastruktur. Natürlich ist nicht alles Gold was glänzt und Henkel nicht auf einem Auge blind. Auch die Nachteile enger Gemeinschaften, starrer Formen und ausufernder Sozialkontrolle benennt er im Lauf seiner Betrachtungen und Darstellungen. Dennoch spürt man dem Autor seine Begeisterung für „das Dorf“ im gesamten Buch über ab und kann so auch ohne weiteres seinem abschließendem Plädoyer für eine höhere Selbstbestimmung der dörflichen Gemeinschaften folgen. Gerhard Henkel lässt den Leser an seiner durchaus kritischen Begeisterung für das Dorf und das Landleben in Deutschland teilnehmen, gibt einen differenzierten und breiten Blick auf die Entwicklung von Dorf und Dorfleben seit dem Mittelalter, zeichnet Probleme, aber auch Möglichkeiten des modernen Landlebens auf und lässt den Leser somit eindeutig vielfach informierter (und in Teilen interessierter) zurück als vor der Lektüre. Dies alles fundiert recherchiert und anregend in der Form dargeboten.

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  • Rezension zu "Das Dorf" von Gerhard Henkel

    Das Dorf

    WinfriedStanzick

    Nach wie vor lebt über die Hälfe der Bevölkerung Deutschlands auf dem Land in einem der über 35.000 Dörfer, deren Kraft, Lebendigkeit und Zukunft ungebrochen scheinen. Dennoch haben sich das Leben und der Alltag der Menschen in den Dörfern sehr verändert seit der Zeit, als der Rezensent 1954 geboren wurde, natürlich in einem Dorf. Wenige Jahre nur während des Studiums lebte ich in Großstädten, atmete gerne die freie Luft dort und sog deren Kultur tief in mich ein. Dennoch blieb das hektische Treiben und die, wie ich immer fand, große Anonymität der Menschen in den Städten mir immer fremd. In einer 16- jährigen Zeit als Pfarrer in einem südhessischen Dorf habe ich die reiche Kultur und die menschliche Wärme eines Dorfes kennen- und liebengelernt. Entsprechend aufmerksam habe ich das vorliegende Buch, eine mit zahlreichen Bildern versehene Kulturgeschichte des Dorfes gelesen und angeschaut. Es ist schon erstaunlich, wie die dörfliche Struktur und Gemeinschaft den permanenten gesellschaftlichen Wandel adaptiert hat und doch wesentliche kulturelle und gemeinschaftsstiftende Elemente beibehielt. Heute existiert das Dorf, heute leben die Menschen in den Dörfern „zwischen Landflucht und Landlust“, wie es der Untertitel eines Buches beschreibt. Sie können dieses wunderschöne Buch, ohne falsch zu liegen, jedem Menschen, der sein eigenes Dorf liebt und der gerne und vielleicht schon lange dort lebt, als Geschenk überreichen, zu allen möglichen Anlässen.

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  • Rezension zu "Das Dorf" von Gerhard Henkel

    Das Dorf

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. November 2011 um 17:31

    Das Dorf ist nicht nur ein Begriff unserer Vergangenheit, unserer Entstehung, unserer Kultur und unserer Gemeinschaft, sondern beschreibt auch die Entwicklung des (Alltags-)Lebens des Bürgers in Deutschland, aber auch in Europa. Mit dem Dorf, bzw. der ersten Niederlassung menschlicher Gemeinschaft hat alles angefangen. Anfangs waren wir noch Einzelkämpfer und später dann Mitglied in einer der ersten Gesellschaftsstrukturen der Welt – dem Dorf. Der Autor beschreibt sehr schön die Entstehung, die Grundgedanken und die Entwicklungsgeschichte des Dorfes bis hin zu dem was es heute ist – einem Pendlerdorf. So waren die Menschen früher noch an einen Ort gebunden, sei es auf Grund der Arbeit, die zum größten Teil aus der Landwirtschaft bestand, so sind Sie heute gezwungen ihr „Dorf“ zu verlassen um in der „(Groß-)Stadt“ Nahrung, Arbeit, Kultur und ihr Glück zu finden. Mich hat das Buch sehr begeistert, gleichermaßen gefesselt und in „alte“ Zeiten zurückversetzt. Da ich selbst, ein Dörfler, später Pendler und nun Großstädter bin, konnte ich mich mit vielen Aspekten und Entwicklungsstadien in diesem Buch identifizieren und auch bei dem einen oder anderen Thema mitschmunzeln. Da mein Herz immer noch am Dorf beziehungsweise dem Landleben hängt und ich mich gerne zurückerinnere, war das Buch für mich eine wahre Goldgrube, und zwar in Wort und Bild. Die im Werk enthaltenden Farbillustrationen sind sehr gut getroffen aber vor allem auch gut in dem Text platziert. Viele Textpassagen sind mit passenden Fotos bebildert und machen ihn so noch verständlicher und anschaulicher. Der Schreibstil des Autors ist für meinen Geschmack sehr genau, fesselnd und mitreisend. Es macht Spaß ihn auf der historischen Reise durch die Entwicklungsstadien des Dorfes zu begleiten. Eine wahre Bereicherung für all jene deren Herz am Dorf oder Dorfleben hängt, im Dorf leben oder sich nur einen groben Überblick verschaffen wollen.

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