Gerhard Henschel

 3,8 Sterne bei 109 Bewertungen
Autor von SoKo Heidefieber, Kindheitsroman und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Gerhard Henschel

Gerhard Henschel wurde 1962 geboren und lebt als freier Schriftsteller in Berlin. Seine letzte Veröffentlichung „Künstlerroman“ ist der sechste Teil einer Chronik über den Protagonistin Martin Schlosser. Außerdem veröffentlichte er verschiedene Sachbücher und wurde unter anderem mit dem Hannelore-Greve-Literaturpreis und dem Nicolas-Born-Preis ausgezeichnet.

Neue Bücher

Cover des Buches Kindheitsroman (ISBN: 9783455011487)

Kindheitsroman

 (15)
Erscheint am 06.07.2021 als Hardcover bei Hoffmann und Campe.
Cover des Buches SoKo Heidefieber (ISBN: 9783455010633)

SoKo Heidefieber

 (31)
Neu erschienen am 05.05.2021 als Taschenbuch bei Hoffmann und Campe.
Cover des Buches SoKo Fußballfieber (ISBN: 9783455010626)

SoKo Fußballfieber

Neu erschienen am 05.05.2021 als Taschenbuch bei Hoffmann und Campe.

Alle Bücher von Gerhard Henschel

Cover des Buches SoKo Heidefieber (ISBN: 9783455010633)

SoKo Heidefieber

 (31)
Erschienen am 05.05.2021
Cover des Buches Chronicles (ISBN: 9783455001037)

Chronicles

 (20)
Erschienen am 11.04.2017
Cover des Buches Kindheitsroman (ISBN: 9783455011487)

Kindheitsroman

 (15)
Erscheint am 06.07.2021
Cover des Buches Die Liebenden (ISBN: 9783455650754)

Die Liebenden

 (7)
Erschienen am 12.10.2015
Cover des Buches Der dreizehnte Beatle (ISBN: 9783423139779)

Der dreizehnte Beatle

 (9)
Erschienen am 01.04.2011
Cover des Buches Der Mullah von Bullerbüh (ISBN: 9783894013523)

Der Mullah von Bullerbüh

 (10)
Erschienen am 01.09.2000
Cover des Buches Abenteuerroman (ISBN: 9783423144247)

Abenteuerroman

 (5)
Erschienen am 24.07.2015
Cover des Buches Liebesroman (ISBN: 9783455813937)

Liebesroman

 (5)
Erschienen am 15.08.2015

Neue Rezensionen zu Gerhard Henschel

Cover des Buches SoKo Heidefieber (ISBN: 9783455010633)TheSaints avatar

Rezension zu "SoKo Heidefieber" von Gerhard Henschel

Es lebe der Landkrimi! Tod allen Landkrimiautoren!
TheSaintvor 2 Monaten

Armin Breddeloh absolviert eine nicht gerade erfolgreiche Lesung seines neuesten Romans "Heidefieber" in einer Buchhandlung irgendwo in der Lüneburger Heide. Die mangelnde Beachtung lässt den Autor grummelnd von dannen ziehen und schlägt tags darauf in große Aufmerksamkeit um: Denn Breddeloh wird im Teich des Städtchens ermordet aufgefunden. Übel zugerichtet wie eines der Opfer in seinen Romanen.

Hauptkommissar Gerold und Oberkommissarin Fischer nehmen sich des Falles an... der jedoch bald schon überregionale Kreise zu ziehen beginnt, da immer mehr Landkrimiautoren grausamst zu Tode kommen. Sie alle werden wie ihre Opfer umgebracht und der Verein deutschsprachiger Kriminalromanautoren sieht sich alarmiert... besonders Waldemar König. Dieser setzt die Polizei gewaltig unter Druck und nimmt schlußendlich die Sache selbst in die Hand. Frank Schulz hingegen - ebenfalls ein Landkrimiautor - bekommt es mit der Angst zu tun und setzt sich nach Griechenland ab und gerät damit vom Regen in die Traufe...

Dies ist ein ganz interessanter Roman. Ein Roman, der unter dem Deckmantel eines Krimis daherkommt und zu Beginn mühsam von mir zwei Sterne erringt. Doch dann geht mir ein Licht auf... der 1962 geborene Autor Gerhard Henschel offeriert dem Leser gar keinen Krimi... sondern eine bösartige, abstruse und höchst vergnügliche Satire auf dieses recht beliebte Genre! Von da an steigert sich nicht nur das Amusement beim Lesen, sondern auch die Anzahl der Sternchen!

Höchst selten ist mir ein Roman von einem/r deutschsprachigen Autor*in untergekommen, der mich herzhaftest lachen ließ und so abgedreht und doch intelligent meinen schrägen Sinn für Humor zu bedienen wußte. Henschel liefert auf den etwas mehr als 280 Seiten eine unglaubliche Menge skurrilster Morde ab und erzählt nebenbei eloquent von wunderbaren Essensfolgen, fantastischen Atemübungen und perfekten Managementmodellen. Genau beobachtend schildert er trotz absurdester Situationen genau und auf den Punkt gebracht die Fauna und Flora im Umfeld der Geschehnisse. Während die Polizei - dem Klischee entsprechend - den sich auftürmenden Leichen im In- und Ausland etwas hilflos gegenüber sieht, wächst der entführte, misshandelte und sich auf der Flucht von Griechenland über Albanien zurück nach Deutschland befindliche Frank Schulz über sich hinaus. Wenn man als Leser glaubt, es geht nichts mehr... dann kommt ein weiterer Schicksalsschlag für Schulz daher!

Gerhard Henschel unterhält prächtigst mit diesen pointierten und griffigen Kommentaren auf den deutschen Kulturbetrieb und schafft es in einem Feuerwerk an genial abgedrehten Situationen, das ohnehin schon hanebücherne Genre des Landkrimis auf eine weitere Stufe der Absurdität zu heben. Eigentlich sollten es ja 5 Sterne werden... doch der Beginn, von dem man sich nicht abbringen lassen sollte (und der den übliche Krimikost gewohnten Leser befriedet), kostet die höchste Auszeichnung für diese überregional gelungene Satire!

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Cover des Buches Chronicles (ISBN: 9783455093858)kingofmusics avatar

Rezension zu "Chronicles" von Bob Dylan

Ein musikalischer Lyriker
kingofmusicvor 5 Monaten

Sind wir doch mal ehrlich: jede:r von uns kauft, tauscht etc. Bücher, um sie dann erst mal auf den SuB zu legen und sich dann später daran zu erinnern. So geschehen bei mir mit „Chronicles Volume One“ von Bob Dylan. Die Initialzündung, das Buch jetzt zu lesen, war eine Kurzgeschichte von Elke Heidenreich in „Der Welt den Rücken“.

Nun, genug der Fremdwerbung *g*.

Mr. Dylan präsentiert der geneigten Leserschaft auf 304 Seiten also den ersten Teil seiner Erinnerungen. Dabei braucht man nicht darauf zu „hoffen“, ein nach Schema F konzipiertes Lebensbild zu bekommen. Nein, Bob Dylan springt mal hierhin, mal dahin, schreibt hier ein Anekdötchen und dort über eine nachhaltige Begegnung mit Größen der (Folk-)Szene…

An mancher Stelle wirkt das Namedropping vielleicht etwas überfrachtet bzw. überdimensioniert, allerdings ist es für die „musikalische Entwicklung“ Bob Dylan´s von immenser Wichtigkeit. Ich habe mir noch nie so viele Klebestreifen in ein Buch geklebt mit nachhaltig wirkenden Passagen; diese werde ich noch einmal in Ruhe für mich „auswerten“.

Manchmal verliert sich Herr Dylan (oder auch Robert Allen Zimmerman) zwar (etwas) zu sehr in Details und weitschweifigen Passagen, so dass es durchaus vorkommt, dass man als Leser:in etwas irritiert zurückblättert und sich den „Anfang“ des Abschnittes wieder ins Gedächtnis rufen muss, aber da er sich auch schon beim Schreiben seiner (Original-)Texte nicht immer kurzfassen konnte oder wollte („Viele Songs, die ich sang, waren allerdings lang, vielleicht nicht ganz so lang wie Opern oder Sinfonien, aber trotzdem lang…jedenfalls hatten sie viel Text. „Tom Joad“ hatte mindestens sechzehn Strophen, „Barbara Allen“ um die zwanzig, […] und es viel mir überhaupt nicht schwer, sie mir zu merken und sie zu singen.“ (S. 59)), sei es ihm großzügig verziehen *g*.

Am Anfang hatte ich noch das Gefühl, dass Bob Dylan schon sehr früh stark von sich überzeugt war, bevor er überhaupt berühmt wurde; zum Ende hin wusste ich, dass eine gesunde Portion Selbstbewusstsein insbesondere im Musikzirkus nicht schadet. Und je länger ich mich mit dem Musiker, dem Lyriker und dem Literaturnobelpreisträger Bob Dylan befasse, umso faszinierter bin ich von ihm. Musikalisch hat er mich zwar bisher nur wenig begleitet, was sich nun aber grundlegend ändern wird; insbesondere Alben wie „Highway 61 revisited“ stehen schon auf meiner Einkaufsliste.

Als nächstes freue ich mich jetzt auf die zweisprachige Ausgabe seiner „Lyrics“; außerdem hoffe ich auf baldiges Erscheinen weiterer „Chronicles“-Teile.

Alles in Allem ist „Chronicles Volume One“ eine der besten Musiker-(Auto)biografien, die ich kenne und empfehle sie uneingeschränkt all jenen, die in das Universum des Bob Dylan eintauchen wollen!

5*

©kingofmusic

 

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Cover des Buches SOKO Heidefieber (ISBN: 9783869744391)Pongokaters avatar

Rezension zu "SOKO Heidefieber" von Gerhard Henschel

Ein längst überfälliger Roman
Pongokatervor 6 Monaten

Ein Thema, das schon lange darauf gewartet hat, in Romanform aufgegriffen zu werden. Es geht um die Landplage der Regionalkrimis, die meist von literarisch völlig untalentierten Menschen in die Welt gesetzt werden. Und Henschel schreibt eine Geschichte, in der jemand auf drastische Weise etwas gegen diese Landplage unternimmt: Er bringt die SchreiberInnen um! Wunderbar, wie Henschel hier einen Whodunnit-Krimi entwirft, bei dem die Sympathien des Lesers eindeutig beim Täter und nicht bei den Opfern liegt.

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