Gerhard Henschel

 3.7 Sterne bei 49 Bewertungen
Autor von Kindheitsroman, Der dreizehnte Beatle und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Gerhard Henschel

Gerhard Henschel wurde 1962 geboren und lebt als freier Schriftsteller in Berlin. Seine letzte Veröffentlichung „Künstlerroman“ ist der sechste Teil einer Chronik über den Protagonistin Martin Schlosser. Außerdem veröffentlichte er verschiedene Sachbücher und wurde unter anderem mit dem Hannelore-Greve-Literaturpreis und dem Nicolas-Born-Preis ausgezeichnet.

Neue Bücher

Erfolgsroman

Neu erschienen am 15.09.2018 als Hardcover bei Hoffmann und Campe.

Alle Bücher von Gerhard Henschel

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Kindheitsroman

Kindheitsroman

 (12)
Erschienen am 01.09.2009
Der dreizehnte Beatle

Der dreizehnte Beatle

 (8)
Erschienen am 01.04.2011
Die Liebenden

Die Liebenden

 (5)
Erschienen am 12.10.2015
Gossenreport

Gossenreport

 (5)
Erschienen am 18.03.2008
Jugendroman

Jugendroman

 (2)
Erschienen am 01.02.2012
Zungenbrecher

Zungenbrecher

 (2)
Erschienen am 11.04.2017
Bildungsroman

Bildungsroman

 (3)
Erschienen am 27.05.2016
Liebesroman

Liebesroman

 (2)
Erschienen am 01.07.2012

Neue Rezensionen zu Gerhard Henschel

Neu
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Rezension zu "Bildungsroman" von Gerhard Henschel

Macht Spaß
Masaihttvor 4 Jahren

Nur kurz:

Nachdem ich anschließend an Kindheitsroman und Jugendroman Martin Schlossers Werdegang in Henschels Büchern Liebesroman und Abenteuerroman ausgelassen hatte, wollte ich doch nun wissen, wie es ihm in seiner Studentenzeit erging. War ich nach den ersten beiden Bänden etwas ermüdet von der lakonischen Aneinanderreihung von Zeitgeistbildern, die wohlig identifikationsstiftend zwar Spaß machen, aber nicht wirklich (m)einem literarischen Anspruch an das packende Hineinsacken in die Gefilde eines Romans gerecht werden, habe ich wiederum Bildungsroman, den neuesten Teil der Saga, in kurzer Zeit mit viel Freude gelesen. Mit dem Erwachsenwerden des Protagonisten und dessen geistiger Reifung wächst auch die Konsistenz (= Beschaffenheit, Zusammenhalt, Geschlossenheit, Stimmigkeit) in Henschels Schreiben. Es huschen nicht nur getriggerte Erinnerungsfetzen vorüber, es entsteht mehr ein Sog, in dem man durchgängig miterleben will, was einst selbst schon gelebt, und man wissen will, wie Martins Dasein sich entwickeln wird.

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Rezension zu "Kindheitsroman" von Gerhard Henschel

Rezension zu "Kindheitsroman" von Gerhard Henschel
Masaihttvor 6 Jahren

Vor ein paar Wochen hatte ich mir im Vorbeigehen ein Mängelexemplar gegriffen: Liebesroman von Gerhard Henschel. Henschel war mir bis dahin nur vage als Titanic-Redakteur ein Begriff. Im Klappen-text dann entdeckte ich, dass der Roman der letzte einer Trilogie sei. Also von vorn, zuerst: Kindheitsroman.

Erst einmal bin ich über die Bezeichnung „Roman“ gestolpert, ist das Geschriebene doch mehr eine in meist kurzen Absätzen mit doppeltem Zeilenumbruch gehaltene, tagebuchartige (autobiographische? – hab ich nicht recherchiert) Aneinanderreihung von Erlebnissen einer Kindheit in den 70ern, die exemplarisch gewöhnlich ist und zugleich auch in dieser von Henschel dargebotenen Form wiederum außergewöhnlich. Noch nie habe ich ein Buch gelesen, das einem so sehr das eigene Erinnerungsvermögen an die typischen und doch einzigartigen Kindheits- oder auch Jugendvorkommnisse und -wahrnehmungen ersetzt.
Diese kapitellose Anhäufung auf die lange Distanz von 500 Seiten kommt manchmal etwas ermüdend daher und ich vermisse als Leser mit meist literarischem Anspruch eben diesen, doch man kann ja jederzeit sowohl Buch als auch Anspruch beiseite legen; ich habe dann immer wieder gerne nach dem Buch gegriffen – eine kleine, sich für ein paar Tage aufgetane Sucht nach dem Sammelsurium so klardeutiger Parallelen zu eigenem Vergangenen, manchmal so alt und abgedroschen und doch rührt es die sentimentalen Reflexe an. Man kann willkürlich den Finger zwischen die Seiten legen und aufklappen:

S. 84
Das Boot durfte ich in die Badewanne mitnehmen. Hinten war ein Schalter zum Anmachen. Dann drehte sich unten die Schraube, und es fuhr zum Wannenrand. Wenn ich es unter Wasser drückte, flutschte das Boot wieder hoch.

S. 157
… Zusammen mit Lederstrumpf kämpfte der Mohikanerhäuptling Chingachgook. Es gab auch den Irokesenhäuptling Gespaltene Eiche. Als nach dem letzten Teil von Lederstrumpf noch Big Valley kam, sagte Mama, dass wir schon viereckige Augen hätten.

S. 252
In die Schule brachte Manfred Cordes Honigmuscheln mit, die man in der hohlen Hand halten und ausschlecken konnte, ohne daß Frau Katzer Lunte roch.

S. 437
Nach einem lahmen 1:1 (0:1) im Heimspiel gegen Hertha BSC putzte Gladbach Olympique Lyon im Uefa-Pokal-Rückspiel auswärts weg: 1:0 Valette (1.), 1:1 Bonhof (23.), 1:2 Simonsen (28.), 1:3 Bonhof (50.), 1:4 Kulik (64.), 2:4 R. Domenech (71.), 2:5 Simonsen (89.). Noch fünf, sechs Jahre, dann würde ich bei Gladbach mit Rainer Bonhof zusammen im Mittelfeld spielen.
Leider schied Eintracht Frankfurt gegen Dynamo Kiew aus, aber dafür schoß Gerd Müller in Magdeburg zwei Tore für Bayern München, und der Anschlusstreffer von Sparwasser nützte nichts mehr.
(Da hüpft das Männerherz, und Henschel spielt diesen Trumpf gegen Ende über Seiten hinweg immer wieder mit ausgedehnten Spielberichten und Tabellenständen und Torjägerlisten, da muss man(n) ja dabeibleiben)

Insgesamt gestaltet Henschel seine Beschreibungen meist mit satirischem, (selbst)ironischem Humor, man schwingt leicht von einer Damals-Impression zur nächsten, und trotzdem überkommt mich dabei doch immer wieder der Gedanke: es fehlt der Biss, der diese beschriebene Zeit kritisch hinterfragt, die Würze nicht nur der Ironie, der Gags, sondern auch die der Konfrontation. So ist alles von Klementine nicht nur sauber, sondern reingewaschen im Rahmen einer wohltuenden Rück-Sicht auf das Leben von einst.
Aber mit Hand auf’s Herz gefragt: was war mir als ~10-13Jähriger wichtiger: die von mir eigens angelegten Tabellenstatistiken, die lückenlosen Bravo-Starschnitte und die Autogrammadresseinblendungen der Hitparade oder die Kultur der kritischen Hinterfragung?!
Drum: nehme ich mir einfach die Freude, Spaß zu haben an Henschels „Roman“ und: irgendwann werde ich auch noch Jugendroman und Liebesroman lesen.

Doch nun: werde ich mich mit Genuss Max Frischs Montauk widmen – eine ganz andere Art der Lebensbeschreibung, und: literarisch eindeutig schwergewichtiger…

"Kein Lesen ist der Mühe wert, wenn es nicht unterhält." (William Somerset Maugham)

Gut, dass es die unterschiedlichsten Formen von Unterhaltung gibt…

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Rezension zu "Zungenbrecher" von Gerhard Henschel

Rezension zu "Zungenbrecher" von Gerhard Henschel
Gospelsingervor 6 Jahren

„Fischers Fritz fischt frische Fische“ – das ist für Anfänger. In diesem Buch sind viel interessantere Zungenbrecher versammelt, und zwar nicht nur auf Hochdeutsch, sondern auch in verschiedenen Dialekten und in anderen Sprachen.
Ob nun auf Plattdeutsch „Harr´k ´n Hark hatt, harr´k harken künnt“ oder auf Schwäbisch „I hao´s ao schao gao lao“, auf den ersten Blick erkennt man die gemeinsame deutsche Muttersprache nicht mehr.
Da sind die englischen tongeu-twisters ja fast einfacher: „Three witches watch three Swatch watches. Which witch watches which Swiss watch?“
Französische, italienische, spanische, portugiesische und dänische Zungenbrecher sind noch zu halbwegs zu verkraften, aber das norwegische Wort für Schluckauf ist nun wirklich nur etwas für Könner: “Hypernevrokustiskediafragmakontravibrasjoner”.
Alle europäischen Sprachen sind in diesem Buch vertreten, aber auch hebräisch, arabisch, chinesisch und Hindi. Lediglich die afrikanischen Sprachen sind leider nicht berücksichtigt.
Dieses Buch macht richtig Spaß, besonders wenn man mit mehreren Leuten versucht, die Beispiele möglichst schnell zu sprechen. Das macht nicht nur Kindern Spaß, sondern löst auch bei Erwachsenen Lachkrämpfe aus.
Genau das Richtige, um an trüben Tagen die gute Laune nicht zu verlieren!

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