Gerhard Jäger Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod

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Inhaltsangabe zu „Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod“ von Gerhard Jäger

Eine unerfüllte Liebe, ein ungeklärter Mord und eine große Lebenslüge Als der junge Wiener Historiker Max Schreiber im Herbst 1950 in ein Tiroler Bergdorf kommt, um einem Geheimnis aus dem 19. Jahrhundert auf den Grund zu gehen, stößt er auf eine eingeschworene Dorfgemeinschaft, die nach ihren eigenen Regeln funktioniert. In seiner Einsamkeit verliert er sich in der Liebe zu einer jungen Frau, deren Sprache verschüttet ist. Mehr und mehr gerät er in einen Sog aus Misstrauen und Aberglauben, und als der Winter mit tödlichen Lawinen über das Dorf hereinbricht, spitzt sich die Situation für ihn dramatisch zu. Peter Matić und Manuel Rubey machen Jägers betörenden Roman zu einem eindringlichen Hörerlebnis. (6 CDs, Laufzeit: 7h 19)

Meist hab ich mich gelangweilt und meine Gedanken sind spazieren gegangen,,,

— Angie*
Angie*

Die Geschichte klang vielversprechend, war mir dann aber zu nüchtern erzählt und zu langatmig.

— Svenjas_BookChallenges
Svenjas_BookChallenges

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  • Eine stimmungsvolle Erzählung

    Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod
    dermoerderistimmerdergaertner

    dermoerderistimmerdergaertner

    24. January 2017 um 14:48

    Der junge Historiker Max Schreiber aus Wien, kommt 1950 in ein kleines Tiroler Alpendorf um für ein Buch zu recherchieren. Er sammelt Informationen über die „Hexe“ Katharina Schwarzmann, die vor 100 Jahren in ihrem Haus verbrannte. Die Dorfbewohner sind eine eingeschworene Gemeinschaft und begegnen Schreiber mit Misstrauen und sind sehr wortkarg. Über Katharina Schwarzmann will keiner sprechen. Schreiber fühlt sich sehr einsam und fremd. Doch nach und nach gelingt es ihm etwas Kontakt zu den Einheimischen zu bekommen, aber dann verliebt er sich in die stumme Maria, um die sich jedoch schon ein junger Bauer bemüht. Als kurz danach der Winter mit voller Macht und mit ihm die Lawinen kommen, eskaliert die Situation…Das Buch/Hörbuch beginnt in der Gegenwart. Der 80 jährige Amerikaner John Miller fliegt nach Innsbruck um im dortigen Landesarchiv Recherchen über seinen im Jahr 1951 verschollenen Cousin Max Schreiber anzustellen.Diese Kapitel, die von John Miller handeln, sind wunderbar stimmungsvoll geschrieben und werden von Peter Matić (der deutschen Synchronstimme von Ben Kingsley) gelesen. Dieser Anfang und vor allem diese tolle und passende Stimme haben mich sofort gepackt.Dann beginnt die Geschichte von Max Schreiber. Gerhard Jäger schreibt hier sehr sprachgewaltig und poetisch, aber auch sehr ausführlich. Beim Hörbuch haben mich die Ausführlichkeit, die Um- und Beschreibungen nicht gestört, beim Lesen ist das aber vielleicht anders. Die Atmosphäre ist durchgehend düster und manchmal bedrohlich. Beim Hören habe ich genau die Abneigung der Dorfbewohner gespürt, die Einsamkeit Schreibers, sowie seine Liebe zu Anna und seine Eifersucht. Genauso wie ich die bedrohlichen Bergmassive und den vielen Schnee vor mir sehen konnte und die Kälte gespürt habe.Die Krimihandlung spielt bei diesem Roman eine untergeordnete Rolle, es ist eher eine stimmungsvolle Erzählung über einen Fremden in einem kleinen Alpendorf in der Mitte des letzten Jahrhunderts.Mich hat dieses Buch nachhaltig berührt.Vielen Dank dafür an das Bloggerportal.

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  • Eine ermüdende Geschichte,,

    Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod
    Angie*

    Angie*

    17. December 2016 um 18:44

    Inhalt: Der 80 jährige Amerikaner John Miller macht sich auf die Reise nach Österreich um das plötzliche Verschwinden seines Cousin , dem Wiener Historiker Max Schreiber vor 50 Jahren, aufzuklären. Die Geschichte spielt in einem kleinen, sehr urigem Bergdorf in Tirol. Der Historiker Max Schreiber wollte einen 100 Jahre zurückliegenden Mord und die damaligen Geschehnisse an einer *Hexe* wieder aufrollen. Diese sogenannte *Hexe* soll damals verbrannt worden sein. Schreiber versucht bei den Dorfbewohnern mehr darüber zu erfahren, stösst aber nur auf Schweigen und Ablehnung. Er verliebt sich mit Leidenschaft in die schwarzhaarige, stumme Maria. Doch plötzlich geschehen Unglücke im Dorf, ein Mord an einem Bauer, Lawinenabgänge. John Miller versucht anhand von Archivarbeit aufzuarbeiten, was damals wirklich passiert ist. Allerdings schweifen seine Gedanken oft zu seiner Frau Rosalind, die bei einem Feuer vor 12 Jahren umgekommen ist. Meine Meinung: Beim Hören sind meine Gedanken immer wieder spazieren gegangen, ich habe lange gebraucht um überhaupt zu begreifen, worum sich diese Geschichte dreht. Die Atmosphäre des abgeschiedenen Bergdorfes, der kalte Winter mit Schneelandschaft und Lawinenabgängen haben mich zwar gefesselt, aber diese Naturbeschreibungen konnten meinen Unmut immer nur kurzfristig vertreiben. Immer wieder dachte der alte Mann an Ereignisse mit seiner verstorbenen Ehefrau. Das hat mich laufend aus der eigentlichen Geschichte herausgerissen und genervt, wobei der Autor sich natürlich etwas dabei gedacht hat, welches mit dem Ende der Geschichte zusammenhängt. Ich vergebe ungern nur zwei Sterne, aber leider kann ich mich nicht für mehr begeistern. Vielleicht lag es auch am Medium Hörbuch, dass ich nicht so oft nutze.

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  • Spurensuche in den Alpen

    Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod
    YukBook

    YukBook

    03. November 2016 um 07:23

    Wer sich auf die kalte Jahreszeit einstimmen möchte, liegt mit diesem Hörbuch genau richtig. Am besten macht man es sich mit einem heißen Kakao und warmer Decke bequem und lauscht den Sprechern Peter Matić und Manuel Rubey, die uns in die winterliche Bergwelt entführen. Die Geschichte handelt von dem Wiener Historiker Max Schreiber, der im Herbst 1950 in ein abgeschnittenes Tiroler Bergdorf reist, um einem 100 Jahre zurückliegenden mysteriösen Todesfall auf den Grund zu gehen. Eine Hexe soll damals verbrannt worden sein. Mit seinen Recherchen kommt Schreiber jedoch nicht weit, denn überall stößt er auf Ablehnung. Die Dorfbewohnter behandeln ihn wie einen Störenfried und weigern sich stur, über die Vergangenheit zu sprechen. So ist Schreiber gezwungen, im Alleingang Fakten zu sammeln und sich die fremde Welt zu erschließen. Als er sich in die stumme Maria verliebt und kurz darauf ein Bauer tödlich verunglückt, wächst das Misstrauen der Dorfgemeinschaft nur noch mehr. Das Unglück nimmt weiter seinen Lauf, bis plötzlich tödliche Lawinen das Dorf verschütten. Eingebettet ist dieses Geschehen in eine Rahmenhandlung, in der sich ein 80-jähriger Amerikaner 50 Jahre später ebenfalls auf die Suche nach der Wahrheit begibt. Er hofft, im Tiroler Landesarchiv mehr über den verheerenden Lawinenwinter herauszufinden und stößt auf das Manuskript von Max Schreiber. Berge hatten für mich schon immer zwei Gesichter: friedlich und kraftvoll einerseits, bedrohlich und unberechenbar andererseits, besonders wenn die Witterung ins Spiel kommt. Durch seine bildhafte Sprache gelingt es Gerhard Jäger, uns in diese archaische Bergwelt hineinzuziehen und sie sinnlich zu erleben. Immer wieder schafft er scharfe Kontraste: zwischen der winterlichen Kälte und der lodernden Leidenschaft Schreibers zu Maria, zwischen der Schneelandschaft und der Verbrennung, die im Roman eine zweifache Rolle spielt. Einzelne Wörter und Sätze werden überdeutlich artikuliert, wiederholt und die Wirkung bekräftigt, was in starkem Gegensatz zur Stummheit von Maria steht. Man hat fast das Gefühl, dass Natur und Sprache miteinander verschmelzen. Manchmal geschieht dies sehr plakativ, was schon der Titel andeutet oder am Anfang der Geschichte, als eine tote Frau im Schnee beschrieben wird, „die Haare schwarz, die Kleidung grau, der Schnee weiß“. Der Autor lädt die Szenen gern pathetisch auf, was vielleicht nicht jedermanns Sache ist, die bedrohlich anmutende Melange aus Mistrauen und Aberglaube, auf die Max Schreiber trifft, und seine aus den Fugen geratenden Emotionen, jedoch gut einfängt. Der melancholisch-düsteren Stimmung und der zunehmenden Spannung und Dramatik kann man sich bis zum überraschenden Ende kaum entziehen.

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  • Zu nüchtern und langatmig für meinen Geschmack

    Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod
    Svenjas_BookChallenges

    Svenjas_BookChallenges

    18. October 2016 um 18:55

    Geschichte und Erzählstil:In Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod erzählt Gerhard Jäger die Geschichte eines jungen Wiener Historikers, für den sich mit einer Reise in ein winziges Bergdorf in Tirol alles ändert. In der Rahmenhandlung trifft der Leser jedoch erst einmal auf einen alten Amerikaner, der mehr als 50 Jahre nach den Ereignissen im Winter 1950/1951 nach Österreich reist, um nachzuforschen, was damals wirklich passiert ist. Denn Max Schreiber ist John Millers Cousin und verschwand an einem kalten Januartag spurlos, nachdem er des Mordes bezichtigt wurde. In den Archiven wühlt sich der alte Mann durch die Aufzeichnungen und stößt dabei auf Max Schreibers Manuskript, in dem er schildert, was damals wirklich passiert ist. Gleichzeitig erinnert sich Miller an sein eigenes Leben und seine Frau Rosalind, die vor 12 Jahren in einem Feuer ums Leben kam.All das hat das Potenzial für eine spannende, vielleicht etwas düstere Geschichte. Tatsächlich aber bin ich beim Hören immer wieder abgeschweift, weil mich Jägers Erzählungen einfach nicht wirklich packen konnten. Da wären zum einen die Rahmenhandlung, bei der mir bis zum Ende nicht ganz klar war, was sie eigentlich sollte, und die abschweifenden Ausführungen John Millers zu dem Leben mit seiner Frau. Am Ende leuchtet zwar ein, wieso er hier dermaßen ins Detail geht, während des Lesens bzw. Hörens ist das aber leider doch recht ermüdend. Zum anderen werden die Ereignisse des Winters 1950/51 auf eine sehr nüchterne, eher emotionslose Art geschildert und sind so nicht ganz zu mir durchgedrungen.Im Großen und Ganzen ist Jägers Roman das Porträt einer eingeschworenen Dorfgemeinschaft, für welche die Zeit irgendwie stehen geblieben ist und die sich nur innerhalb ihrer beschränkten Welt bewegt. Alles Fremde ist für die Bewohner des kleinen Bergdorfs mitten in den Österreichischen Alpen grundsätzlich schlecht und sie sind misstrauisch und wenig aufgeschlossen. Diese Atmosphäre ist durchgängig spürbar: Man spürt Schreibers Unbehagen und die Düsternis, die vor allem während der Wintermonate den kleinen Ort beherrscht. Jägers Sprache ist sehr eindringlich, allerdings für meinen Geschmack mit zu vielen Schnörkeln versehen - man merkt, dass der Autor versucht, künstlerisch zu schreiben, was mir persönlich nicht sehr gut gefällt. Da es sich jedoch um das Manuskript seines Protagonisten Max Schreiber handelt, könnte das auch tatsächlich ein Kunstgriff sein, um den vielleicht zu bemühten und ambitionierten Schreibstil eines 25-jährigen Historikers zu simulieren. In dem Fall muss ich korrekterweise sagen, dass sich Max Schreibers Manuskript nicht sehr flüssig, sondern eher stockend und langatmig liest/hört und einen einfach nicht mitreißt.Was mir wiederum sehr gut gefallen hat, ist das Setting. Ich liebe die Österreichischen Alpen und dieses kleine Bergdorf in Tirol stelle ich mir so abgelegen und doch so idyllisch vor, dass ich nur zu gern wirklich dort gewesen wäre. Darüber hinaus wartet Jäger am Ende doch noch mit einer großen Überraschung auf, die die gesamte Handlung über den Haufen wirft und damit hatte ich einfach nicht mehr gerechnet. Generell finde ich das Grundgerüst des Romans wirklich überzeugend: Ein alter Mann, der sich auf die Spuren seines Cousins begibt und dabei auf eine schockierende Geschichte voll Zwietracht, Schuld und dramatischer Ereignisse stößt. Übrigens basiert Jägers Geschichte zumindest lose auf historischen Ereignissen, denn den verheerenden Lawinenwinter von 1951 gab es tatsächlich. Leider konnte mich das, was Jäger aus der Geschichte gemacht hat, allerdings nicht ganz überzeugen. Als Leser/Hörer war ich einfach zu weit weg von seinem Protagonisten Max Schreiber und von den Geschehnissen an sich.Sprecher:Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod hat zwei Sprecher - Peter Matic liest John Miller und Manuel Rubey den Max Schreiber. Peter Matic ist die deutsche Synchronstimme von Ben Kingsley und es ist ein absoluter Hochgenuss, ihm zu lauschen. Seine Passagen habe ich jedenfalls besonders genossen. Mit Manuel Rubey bin ich allerdings nicht hundertprozentig zufrieden. Einerseits stammt Rubey wie Jägers Protagonist aus Wien und spricht in einem leichten, aber hörbaren Österreichischen Akzent, was natürlich perfekt passt. Andererseits hat er für meinen Geschmack zu tonlos und nüchtern gelesen, weshalb Schreibers Gefühle nicht ganz so gut zum Ausdruck kamen. Das war möglicherweise auch ein Grund dafür, dass mich die Geschichte nicht packen konnte.Fazit:Was mir an Gerhard Jägers Roman gefällt, sind die außergewöhnliche Ausgangssituation und das fantastische Setting. Die Geschichte hat grundsätzlich Potenzial, war mir insgesamt aber zu nüchtern und langatmig erzählt und gelesen, als dass sie mich hätte packen können. Ein Pluspunkt war für mich allerdings noch Peter Matic, der zumindest einige Passagen des Hörbuchs gelesen und mich damit absolut begeistert hat. Ansonsten war Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod eher so lala.

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