Die chinesische Dame

von Gerhard J. Rekel 
4,5 Sterne bei8 Bewertungen
Die chinesische Dame
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J-B-Winds avatar

Tiefsinnige, spannende Story, interessante Protagonisten, perfekt recherchiert! Der ausgefeilte Sprachstil bringt extra Lesevergnügen. Top!

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Abwechslungslungsreiche und spannende Handlung mit philosophischer Tiefe, Krimi und Familiengeschichte - sehr empfehlenswert!

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Inhaltsangabe zu "Die chinesische Dame"

Durch eine „Notlüge“ gefährdet Christian Selikowsky, der Held des Buches, das Leben seiner Liebsten. Seither verfolgen ihn brutale Albträume. Der junge Architekt beschließt, wahrhaftig zu leben, will reinen Tisch machen. Auch mit seinem Vater, für dessen Firma er zwar arbeitet, dem er sich aber entfremdet hat. Christian reist von Wien nach Tirol, wo sein Vater in einem idyllischen Dorf das traditionsreiche Modeimperium leitet. Doch als Christian eintrifft, liegt der Patriarch tot am Schreibtisch. Angeblich Herzinfarkt. Kurz zuvor hatte der alte Herr Besuch von einer chinesischen Dame. Was wollte die attraktive Managerin? Christian stößt auf Lügen. Seine Nachforschungen führen ihn nach Schanghai und in die chinesische Provinz, wo er Wahrheiten über den Vater, die Beziehung zu seiner Verlobten, seiner Familie und sich selbst entdeckt, die er niemals erwartet hätte. „Du sollst nicht lügen“, heißt es in der Bibel. Konfuzius aber entgegnet: „Die Wahrheit ist ein tödliches Schwert!“ Wie viel Wahrheit erträgt der Mensch?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783222134135
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:240 Seiten
Verlag:Styria Premium in Verlagsgruppe Styria GmbH & Co. KG
Erscheinungsdatum:23.08.2013

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    Buecherspiegels avatar
    Buecherspiegelvor 5 Jahren
    Roman? Nein! eher ein Drehbuch

    „Sie sind zu nett, Herr Selikowsky“, dieser Satz einer Therapeutin, dazu immer wiederkehrende Lügen aus dem Munde des netten Mannes, nur um den Familienfrieden zu erhalten, das ist der Ausgangspunkt dieser Geschichte. Eine Notlüge raubt ihm den Schlaf, denn anstatt offen zu seiner Freundin zu sagen: ich habe dich betrogen, belässt er alles wie es ist. Aber ein HIV-Test ist positiv beschieden worden und seine Freundin schwanger. Nun quälen ihn Albträume, die er mithilfe einer Therapeutin zu ergründen versucht. Sein Fazit: von nun an will er die Wahrheit sagen, mit allen Konsequenzen, das verspricht er sich selbst gegenüber. Doch das ist gar nicht so einfach.

    Der Autor Gerhard J. Rekel, Gastdozent an der Donau-Universität Krems, führt mich mit einem starken Einstieg erst einmal in die Irre. Was haben diese Albträume des ach so netten Herren mit einer chinesischen Dame zu tun? Doch schon ein paar Seiten später kommen wir der Sache näher. Ein cholerischer Vater, eine immer beschwichtigende Mutter, der eifersüchtige Bruder und ein Familienunternehmen am Rande des Abgrundes. Der Architekt, der als solcher keine Arbeit findet und daher Kataloge für das Familienunternehmen gestaltet, muss vor Ort zum Rapport. Diesmal nimmt er seine Freundin mit, denn er will sie der Familie vorstellen und die baldige Hochzeit verkünden. Doch vor der Bürotür lässt ihn sein Vater warten. Selbst die Sekretären ist schon gegangen, um eine ominöse chinesische Dame ins Hotel zu bringen, die als letzter Gast das Büro verlassen hat. Ein dumpfer Schlag ist hinter den dicken Bürotüren zu hören und dann nichts mehr. Und der nette Herr traut sich nicht so recht ins Zimmer, derweil der Bruder der Freundin das Firmengelände zeigt. Als er endlich die Tür öffnet, ist alles zu spät, der Vater bereits tot.

    Ab dann beginnt eine immer schneller werdende Fahrt durch die Geschichte, der nicht mehr so nette Herr Selikowsky will den Grund für den unverhofften Tod des Vaters wissen und lässt nicht locker. Der Polizei erscheint der Herztod normal, da der Vater schließlich krank war, aber die chinesische Dame, was hatte sie dort zu suchen. Um den Beamten zu zeigen, dass da was nicht stimmen kann, greift er tollpatschig ein, verirrt sich in seinen Handlungen. Reist der Dame samt Freundin nach China hinterher, will wissen, was es mit ihr auf sich hat. Das Ganze wird immer schneller, ist szenenhaft beschrieben, erinnert eher an eine Drehbuchvorlage als einen Roman. Und es ist, zumindest mir, sehr schnell klar, wer hier welche Rolle spielt. Das macht es für mich wiederum langweilig. Der Reiz einer Geschichte ist die Spannung, die hier nicht gegeben ist. China und seine Geschichte sowie die Lebensweise wird in raschen Sequenzen erklärt, mir zu schnell, wie ein Theaterstück, in dem die Bühnenbilder im Minutentakt gewechselt werden. Realitätsnahe Begebenheiten wechseln mit nicht real wirkenden Bildern ab. Eine interessante Geschichte, mit einem kuriosen Ende, die mich als Roman nicht überzeugt, aber als Filmvorlage.



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    vormis avatar
    vormivor 5 Jahren
    Die chinesische Dame

    Das Buch ist sehr vielschichtig, weil es ein interessantes Spiel mit den verschiedenen Kulturen bietet. Christian, der den Tod seines Vaters nicht als "natürliche Ursache" hinnehmen möchte, fliegt kurzerhand mit seiner Verlobten Sonja nach Shanghai. Um die chinesische Dame, Li Hong, zu befragen. Und da sehe ich weitere Vielschichtigkeiten. Christian kämpft auf einmal an allen Fronten. Er muß sich in China mit einer fremden Kultur auseinandersetzen. Dann muß er es schaffen, sich mit Li Hong zu treffen. Er muß das Geschäft des Vaters weiterführen und mit Sonja verkracht er sich auch noch. Wem kann er trauen? Gibt es eine Intrige, die er nicht erkennt? Wer steht auf welcher Seite? Spannend erzählt, es gibt einige Geheimnisse zu entdecken. Sehr charmant durch die "eingestreuten" österreichischen Begriffe, auf die man trifft. Nun zu meinem Punktabzug. Manche Figuren bleiben etwas blass, konturlos, wie durch Nebel oder einen Schleier betrachtet. Und an einigen Stellen wirkt das Buch etwas zu schnell, gehetzt. Da hätten ein paar Seiten mehr gut getan. Aber die Schreibweise hat mir gut gefallen, ich lese bestimmt noch mehr von Gerhard Rekel.

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    mabuereles avatar
    mabuerelevor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Abwechslungslungsreiche und spannende Handlung mit philosophischer Tiefe, Krimi und Familiengeschichte - sehr empfehlenswert!
    Eine Reise nach Schanghai und die Folgen

    „...Die Wahrheit ist ein scharfes Schwert...“


    Christian Selikowsky leidet Nacht für Nacht unter Albträumen. Eine einzige Nacht mit einer Praktikantin hätte fast das Leben seiner Freundin Sonja gefährdet. Als er eine Psychotherapeutin aufsucht, sagt diese ihm, er sei zu nett. Christian nimmt sich vor, ab jetzt stets die Wahrheit zu sagen.

    Wenige Tage später fährt er mit Sonja zu seinen Eltern. Sein Vater leitet ein Modeimperium, sein Bruder Lutz wird als Nachfolger aufgebaut. Im Werk wartet Christian im Vorzimmer. Erst verlässt eine chinesische Dame die Geschäftsräume des Vaters, dann geht die Sekretärin und sagt Christian, der Vater würde noch telefonieren und würde gleich kommen. Doch die Zeit vergeht. Als Christian das Zimmer des Vaters betritt, liegt der Patriarch auf dem Boden. Der Arzt diagnostiziert einen Herzinfarkt, aber Christian glaubt nicht an einen natürlichen Tod.

    Der Autor hat einen spannenden und tiefgründigen Roman geschrieben. Es geht nicht in erster Linie um die Aufklärung des Todes, sondern um die Frage, was Wahrheit ist und welche Folgen sie hat.

    Christian fliegt nach Schanghai und trifft dort auf die junge Managerin Li Hong. Sie gibt ihn nicht nur einen Einblick in das moderne China, sondern vermittelt ihm historisches und philosophisches Wissen. Christian muss erkennen, dass Entscheidungen, die bei uns im Wirtschaftsleben normal und vernünftig sind, auf der anderen Seite der Erde nicht immer anwendbar sind. Die Gespräche zwischen den beiden gehören, meiner Meinung nach, zu den Glanzpunkten des Romans. Die Unterschiede zwischen unserem westlichen Denken und der östlichen Mentalität werden exzellent herausgearbeitet und umfassend diskutiert. Trotzdem wirkt das in keiner Szene trocken oder langweilig. Viele der Aussagen Li Hongs sind ein Dämpfer für unsere europäische Überheblichkeit. Dabei ist es eine Tatsache, dass China lange Zeit fortschrittlicher war als Europa, das verdrängen wir nur gern.

    Christians Vater hat Fragen zu seiner Vergangenheit stets abgeblockt. Als Kind einer jüdischen Mutter konnte er Deutschland rechtzeitig verlassen. Über seine Kindheit in Schanghai aber liegt ein Mantel des Schweigens. Christians Reise ist somit auch eine Fahrt in die Vergangenheit des Vaters. Im Angesicht der damaligen Flucht und der daraufhin erfolgten Ereignisse stellt sich die Frage nach der Wahrheit völlig neu.

    Durch Christians Beharrlichkeit wird auch der Tod des Vaters aufgeklärt. Damit beginnt ein Neuanfang für Christian, für seinen Bruder Lutz, für seine Freundin Sonja und auch für das Familienunternehmen.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Der Autor hat es ausgezeichnet verstanden, eine Familiengeschichte, einen Kriminalfall und philosophische Diskussionen zu einer einheitlichen Handlung zu verflechten. Gekonnt wurden die Auswirkungen der östlichen Philosophie im Alltagsleben des heutigen China dargestellt, sei es in der Sprache oder im Tun und Handeln.

    Der Roman ließ sich zügig lesen und hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Er hat mir ausgezeichnet gefallen.

    Das Cover mit der Chinesin, die halb von einem roten Vorhang verdeckt wird, wirkt geheimnisvoll. Das Motiv des Vorhangs findet sich in Schwarzweiß zu Beginn des Buches wieder.

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    steffis-und-heikes-Lesezaubers avatar
    steffis-und-heikes-Lesezaubervor 5 Jahren
    sehr spannend und interessant....

    Kurzbeschreibung Durch eine Notlüge gefährdet Christian Selikowsky, der Held des Buches, das Leben seiner Liebsten. Seither verfolgen ihn brutale Albträume. Der junge Architekt beschließt, wahrhaftig zu leben, will reinen Tisch machen. Auch mit seinem Vater, für dessen Firma er zwar arbeitet, dem er sich aber entfremdet hat. Christian reist von Wien nach Tirol, wo sein Vater in einem idyllischen Dorf das traditionsreiche Modeimperium leitet. Doch als Christian eintrifft, liegt der Patriarch tot am Schreibtisch. Angeblich Herzinfarkt. Kurz zuvor hatte der alte Herr Besuch von einer chinesischen Dame. Was wollte die attraktive Managerin? Christian stößt auf Lügen. Seine Nachforschungen führen ihn nach Schanghai und in die chinesische Provinz, wo er Wahrheiten über den Vater, die Beziehung zu seiner Verlobten, seiner Familie und sich selbst entdeckt, die er niemals erwartet hätte. Du sollst nicht lügen, heißt es in der Bibel. Konfuzius aber entgegnet: Die Wahrheit ist ein tödliches Schwert! Wie viel Wahrheit erträgt der Mensch?
    Meinung Das Buch „Die chinesische Dame“ baut von Anfang an Spannung auf und fesselte mich von der ersten Seite an. Gekonnt hat der Autor ein für mich zerüttetes Familienverhältnis mit Krimistatus vermischt. Sehr detailgerecht und real beschreibt Herr Rekel die Geschehnisse, was dazu führte, das ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die 251 Seiten waren sehr schnell durch. Auch durch einige unerwartete Wendungen, auf welche ich im Leben nie gekommen wäre, gestaltete sich dieser Roman als durchaus lesens- und empfehlenswert.
    Die Umgebungen rund um China, vorallem das Kloster, konnte ich mir sehr genau und bildlich vorstellen und ich meinte sogar, die Wärme dieses Landes zu spüren, so gefangen war ich in dieser Geschichte.
    Dies ist ein Buch, bei der Wahrheiten und Lügen sich die Hand geben, Familiengeschichten unerwartet aufgedeckt werden, vermischt mit asiatischem und österreichischem Denken (was eigentlich ja nicht so zusammen passt) und einer Prise Krimi, sowie sehr viel Unterhaltsamkeit. Die Gegensäteze des wirklichen Lebens werden gekonnt gegenübergestellt und ausgearbeitet. Also eigentlich eine perfekte Mischung. Es machte einfach Spaß, diesen Roman zu lesen.
    Die Charakteren waren mir zuerst etwas fadenscheinig und langweilig. Aber im Laufe der Geschichte entwickeln sie sich gut weiter und werden immer facettenreicher. Ihre Präsens wirkt dadurch sehr glaubhaft und es machte mir Spaß, mit ihnen auf die Reise durch das wunderbare China zu gehen.
    Cover Das Cover gefällt mir ganz gut und greift das Thema des Buches auf. Auch hier erscheint mir die Darstellung der Gegenüberstellung. Die chinesische Dame sieht man nur halb hinter der Wand mit dem chinesischen Drachen hervorschauen, wie wenn etwas getrennt würde.
    Fazit Mit „Die chinesische Dame“ hat mich Herr J. Rekel in eine spannende und interessante Welt der Wahrheiten und Lügen, gemischt mit einem Mord geschickt. Dieses Buch hat mir gut gefallen und ich würde es auf jeden Fall weiterempfehlen. Es bekommt von mir 4 von 5 guten Sternen.

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    Bellexrs avatar
    Bellexrvor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Fazit: Ein Roman voller Facetten, der mit einer spannenden Handlung und glaubwürdigen Charakteren überzeugt
    „Sie sind zu nett, Herr Selikowski“

    Seit der Wiener Architekt Christian Selikowski seine Verlobte Sonja aus der Not heraus belogen hat, plagen ihn Alpträume. Seine Therapeutin kommt zu der Überzeugung, dass er zu nett ist. Fortan versucht Christian immer die Wahrheit zu sagen. Doch sein Vorhaben kommt schon bald ins Wanken, als er nach Hause reist. In Tirol führt sein Vater ein traditionsreiches Unternehmen und Christian will dem Patriarch seine Verlobte vorstellen. Doch dazu kommt es nicht, da Christian seinen Vater tot hinter dem Schreibtisch vorfindet. Der herbeigerufene Notarzt diagnostiziert Herzinfarkt, allerdings glaubt Christian nicht hieran. Vor allem deswegen nicht, da kurz vor seinem Tod noch eine unbekannte chinesische Dame dessen Büro verlassen hat und sein alter Herr sehr gewissenhaft mit der Einnahme seiner Herz-Tabletten war. Christian beginnt Fragen zu stellen, die ihn nach Shanghai führen, immer auf der Suche nach der geheimnisvollen wie attraktiven chinesischen Managerin. Hier findet er nicht nur Antworten auf seine Fragen auf Bezug des Todes seines Vaters, auch seine Beziehung zu Sonja muss er hinterfragen.

     

    Christian, zwar schon Mitte Dreißig, geht immer noch ein wenig naiv und blauäugig durch die Welt. Als jüngster Sohn ist Christian zufrieden damit, dass das Familienunternehmen von seinem Vater und seinem älteren Bruder geleitet wird. In Wien führt er ein recht sorgloses Leben mit seiner Drama-Queen Sonja, die er nun heiraten möchte. Doch mit dem Tod des Vaters holt ihn die Realität auf sehr unsanfte Art ein. Regelrecht besessen ist Christian von dem Gedanken, dass sein Vater ermordet wurde und mit seiner Hartnäckigkeit gerät der Architekt bald in das Visier der Polizei und mutiert plötzlich selbst zum Verdächtigen. Schließlich war Christian nachweislich der Letzte, der im Büro des Vaters war, und zwar allein. Gerade so gelingt ihm noch die Flucht nach Shanghai, zusammen seiner lebenslustigen Verlobten.

     

    In Shanghai macht Christian sich sofort auf die Suche nach der geheimnisvollen chinesischen Dame und wird auch bald fündig. Doch an der chinesischen Mentalität beißt sich der dickköpfige Christian, der am liebsten immer mit dem Kopf durch die Wand möchte, schon bald die Zähne aus. Schnell merkt er, dass es im Reich der Mitte viele Arten von Wahrheiten gibt. Aber dies sollen nicht seine einzigen Probleme mit der Lebensweise der Chinesen sein und so langsam merkt Christian, dass deren indirekte Art und das Streben nach dem harmonischen Gleichgewicht durchaus auch zum Ziel führen können.

     

    Gerhard J. Rekel erzählt seinen Roman, den man mühelos auch als Krimi bezeichnen kann, sehr zügig und packend. Mit den Augen von Christian erlebt man dessen Erlebnisse in China. Es ist für ihn ein regelrechter Kulturschock, als er mit der chinesischen Lebensweise konfrontiert wird und immer wieder versucht, seine europäische Denkweise mit einzubringen, was zumeist bei vergeblichen Versuchen bleiben soll oder aber für große Verwirrung sorgt. Auch mit seinem Vorhaben, immer wahrhaftig zu sein, stößt Christian schon bald an seine Grenzen. Die Geschichte nimmt im Verlauf überraschende Wendungen an, man erlebt das bunte Nachtleben in Shanghai wie auch das Leben der einfachen Menschen in der chinesischen Provinz. Somit gestaltet sich der Roman nicht nur sehr fesselnd, sondern jederzeit auch sehr abwechslungsreich und wird vom Autor einfühlsam wie auch unterhaltsam erzählt.

     

    Und auch seine Charaktere hat der Autor äußerst facettenreich gestaltet. Gerade Christian entwickelt sich im Verlauf der Geschichte weiter, wird reifer und umsichtiger und auch alle weiteren Romanfiguren sind detailreich beschrieben, sind durchaus nicht so wie sie auf den ersten Blick wirken und agieren sehr lebendig und überzeugend.

     

    Fazit: Ein Roman voller Facetten, der mit einer spannenden Handlung und glaubwürdigen Charakteren überzeugt und so ganz nebenbei noch einen kleinen Einblick in die chinesische Lebensweise gibt.

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    MadameDimensionvor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Sehr gut geschrieben, mag ich!
    Zwischen Konfuzius und Buddha

    Das Reisen bildet wissen wir, doch es hinterfragt auch Vorurteile. Rekel entführt und diesmal nach China. In Schanghai - zwischen Konfuzius und Buddha - erlebt ein junges Paar, wie elterliche Prägungen sie immer wieder einholen. Und wie sie sich schlussendlich davon befreien. Das ist nicht nur spannend, sondern auch voller Klugheit!

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    H
    hpwallnervor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Wer einen spannenden Familienroman und Einblicke in die Wirtschaft des Drachens sucht, wird sich am Buch erfreuen!
    Spannender China-Krimi

    Als Wirtschaftstrainer und Berater ist mir der schmale Grat zwischen freundlicher Wahrheit und verlogener Freundlichkeit bestens bekannt. Durch diesen spannenden Roman wurde mir klar: In den östlichen Philosophien existiert ein kluger, völlig anderer Zugang zu diesem Dilemma. Der Autor erzählt an Hand einer dramatischen Familiengeschichte, wie ein junger Mann nach Schanghai muss, um seine eigene Wahrheit zu finden. Aus der Sicht eines Europäers taucht der Protagonist in das Reich der Mitte ein und nimmt uns mit auf eine spannende Entdeckungsreise. Die ganze Story ist genau recherchiert und voller Wendepunkte. Eine Thematik, die auf Grund der zunehmenden Globalisierung an Brisanz täglich gewinnt. Wer einen spannenden Familienroman - inklusive Entdeckungsreise nach China und Einblicke in die Wirtschaft des Drachens - sucht, wird sich an dem Buch erfreuen.

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    J-B-Winds avatar
    J-B-Windvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Tiefsinnige, spannende Story, interessante Protagonisten, perfekt recherchiert! Der ausgefeilte Sprachstil bringt extra Lesevergnügen. Top!
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    Gespräche aus der Community zum Buch

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