Gerhard Josten Lust und Last des Alterns

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Inhaltsangabe zu „Lust und Last des Alterns“ von Gerhard Josten

Älterwerden ist in Abhängigkeit von der Betroffenheit des einzelnen Menschen ganz unterschiedlichen Beurteilungen und Empfindungen unterworfen. Der eine nimmt es gelassen und sieht es als Unabänderlichkeit, der andere beklagt es und versucht nach Kräften die Uhr anzuhalten. Dies zeigt auf spannende und unterhaltsame Weise zugleich die hier vorliegende Anthologie, die in großer Bandbreite mehrere dutzend Beiträge zum Thema versammelt. Verschiedenste Aspekte des Alterns werden zur Sprache gebracht, sowohl aus persönlicher (subjektiver) Warte aufgezeichnet als auch wissenschaftlich beleuchtet, nicht zuletzt aber auch liebevoll belächelt. Die Autoren entstammen den verschiedensten Bildungsschichten, was einen besonderen Reiz dieser facettenreichen Zusammenstellung ausmacht. Abgerundet wird das Kompendium des Alterns durch ein Geleitwort von Hellmuth Karasek, Aphorismen großer Dichter und Denker und eine durch den Herausgeber persönlich zusammengestellte originelle Bebilderung. DER HERAUSGEBER: Gerhard Josten, 1938 in Duisburg geboren und Diplomingenieur im Ruhestand, betätigt sich seit vielen Jahren in verschiedenen künstlerischen Bereichen. So hat er mehr als 300 Schachkompositionen veröffentlicht und sich an der weltweiten Forschung zum Ursprung des Schachspiels beteiligt. Vier Dutzend Gemälde als Aquarelle oder Ölgemälde und ebenso viele Bücher unterschiedlichen Genres stammen aus seiner Werkstatt. Mit seinem fortgeschrittenen Alter hat er noch keine besonderen Probleme. Einzelheiten sind auf seiner Internetseite www.gerhardjosten.de einzusehen.

Ein Muss für jede Büchersammlung!

— Jare
Jare
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    Lust und Last des Alterns
    Jare

    Jare

    30. December 2014 um 13:43

    Wenn man fünfzehn ist, kommen einem die eigenen Eltern oft alt vor. Mit fünfundzwanzig verschwendet man selten einen Gedanken ans älter werden. Mit fünfundvierzig ist man aufgrund seiner Lebenserfahrung bereit, sich mit dem Thema Alter auseinanderzusetzen, da es mehr und mehr Einzug in das eigene Leben hält. Und eher man sich versieht ist man fünfundsechzig und in dem Alter, in dem man sich Gedanken darüber macht, was noch vor einem liegt. Auch wenn, wie der unlängst verstorbene Udo Jürgens seinerzeit gesungen hat, das Leben mit sechsundsechzig Jahren erst anfange.  Gerhard Josten wird im nächsten Jahr siebenundsiebzig Jahre und hat jetzt als Herausgeber einer Anthologie fungiert, die mich bewegt und berührt hat, und die ich in den nächsten Jahren immer wieder gerne zur Hand nehmen werde, um darin zu lesen. "Lust und Last des Alterns" beschäftigt sich überaus vielseitig mit einem Prozess, mit dem jeder Mensch anders umgeht, dem wir uns aber alle unterwerfen müssen. Während der eine es gelassen sieht, bemüht sich der andere, dies mit allen Kräften aufzuhalten.  Um dem großen Thema Alter gerecht zu werden, hat Gerhard Josten ganz unterschiedliche Texte gesammelt und auch selbst verfasst. Es beginnt mit einem Geleitwort von Hellmuth Karasek, führt über Texte und Aphorismen ganz unterschiedlicher Autoren wie Otto Buchegger oder Heinz von Ballmoos und endet mit einem  Schlusswort des Herausgebers, dessen letzter Satz als Synonym für das gesamte Werk herhalten kann: "Wenn ich der Leserschaft zum Abschluss etwas von Herzen wünschen darf, dann möchte ich es mit dem Bild einer Waage veranschaulichen, die der Lust am Altern etwas mehr Gewicht und Bedeutung verleiht, als der Last." Das sich der Leser diesem Fazit vorbehaltlos anschließen kann, liegt an den vorangegangenen 344 Seiten, die mich auf's angenehmste informiert und unterhalten haben. Interviews mit Max Schautzer oder Elisabeth Schüler (der Schwester des Herausgebers) haben daran ebenso ihren Anteil, wie eine Vielzahl weiser Sprüche großer Männer und Frauen wie Goethe, Mark Twain, Leonard Cohen oder Simone de Beauvoir, die sich allesamt  ihre Gedanken zu dieser Thematik gemacht haben.  Fazit: Wie eingangs gesagt ist die Anthologie "Lust und Last des Alterns" ein Buch, dass ich immer wieder zur Hand nehmen werde. Zudem hat es dazu geführt, mich mit einem Thema zu beschäftigen, dass ich für mich noch nicht wirklich auf dem Lebensschirm hatte: Die Frage, wie und wann man altert. Auch wenn niemand sagen kann, was morgen ist, so hat dieses Buch seinen Anteil daran, dass ich mir um dieses Thema keine wirklichen Sorgen mehr mache. Vielmehr halte ich es wie Robert Lembke: "Alt werden ist natürlich kein reines Vergnügen. Aber denken wir an die einzige Alternative..." In diesem Sinne kann ich nur sagen, dass "Lust und Last des Alterns" ein tolles Buch für alle Alters- und Gesellschaftsklassen ist. 

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