Gerhard Köpf Papas Koffer

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Inhaltsangabe zu „Papas Koffer“ von Gerhard Köpf

Gerhard Köpf hat in seinem neuen Roman <I>Papas Koffer</I> nicht nur eine Hommage an den von ihm verehrten Schriftsteller Ernest Hemmingway geschrieben. Es ist auch ein Buch für all diejenigen, die von den Buchstaben verhext wurden.<p> Den Helden des Romans, den Buchhändler Hemingstein, wie er von seinem Freund, Oberstudienrat Mürzig, auf Grund seiner literarischen Vorliebe genannt wird, hat die seuchenartige Krankheit in einem ziemlich heißen Sommer erwischt, als sein Kaff so öde war, "dass die Spatzen vor Langeweile rückwärts flogen". In dieser Zeit entdeckte er die <I>Short Stories</I> Hemingways und von da an las er nichts anderes mehr. Nein, er las sie nicht, er verschlang sie, er lebte in ihnen. "Es war wie eine Infektion mit lebenslangem hohem Fieber". Er sammelte jeden Artikel über seinen Helden und lernte den Beruf des Buchhändlers. "Vielleicht hatte ich damals schon, ohne es wirklich zu wissen, den Wunsch, eines Tages nicht mehr aus den Büchern hinauszufinden, sondern ganz in ihnen aufzugehen und darin zu verschwinden."<p> Der Höhepunkt seiner beruflichen Laufbahn gipfelte darin, dass er einen Dekalog unter den Kollegen mit so eigenwilligen Forderungen verteilte, wie zum Beispiel: "Jeder Buchhändler ist verpflichtet den Käufer als Feind des Buches zu betrachten". Oder: "Die Bücher sollen in noch dickere und reißfestere Kondome geschweißt werden, um sie noch besser vor den -- falschen -- Kunden zu schützen". Als er davon erfährt, dass Hemingways Frau einen Koffer mit Manuskripten seines Helden verloren hat, ist es um ihn geschehen. Er macht sich auf, folgt den Spuren seines Idols und sucht die wertvollen Seiten. Dabei bleibt er mit seinem mittlerweile einzigen Freund Mürzig, der sein Leben dem richtigen Gebrauch des Konjunktivs geweiht hat -- "dem blauen Weg des Möglichen" -- ständig in brieflichem Kontakt.<p> Allen Lesern, die Spaß an witziger Unterhaltung mit literarischem Hintergrund haben, sei dieses Buch wärmstens empfohlen. Übrigens, man muss nicht Hemingway-Fan sein, aber man kann dabei einer werden. <I>--Manuela Haselberger</I>
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